Fedora: Audio auf Android streamen

Heute machen wir einen kleinen Abstecher in die Welt von Android und streamen Audio vom Linuxrechner in Netzwerk.

Die erste Idee die man hat, machs mit Boardmitteln, klappt nur für Linux <-> Linux und nicht für Android, und scheidet damit aus. Die schauen wir uns dann später mal an.

Zuerst installieren wir „SoundWireFree“ auf dem Androidgerät.

Danach laden wir uns von georgielabs.net den nötigen Streamserver für Linux runter.

Jetzt geht alles ganz schnell:

  1. Streamserver starten.
  2. SoundWireFree starten und IP vom Streamserver eingeben.
  3. Pulseaudio Lautstärketool öffnen und unter Aufnahme, für die App die gewünschte Audioquelle z.b. die Defaultausgabe an die Lautsprecher einstellen.
  4. Fertig

Jetzt kann man auch mit einer einfach Audioaufnahme z.b. Gnome Recorder, Sprache ans Android übertragen

LPD 2016 in Braunschweig – Das volle Haus

Wir kommen grade vom LPD 2016 in Braunschweig aus dem Protohaus im Rebenpark.

Ein voller Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes, da der Raum überfüllt war. An sechs Stationen wurden alle Fragen rund um Linux beantwortet. Zum Teil  haben uns die Besucher auch zu Problemen mit Windows befragt 🙂 Ich glaube, daß die meisten sehr froh waren die Technikversteher mal direkt fragen zu können 😀

Mein ältester Besucher an der Videobearbeitungsstation war 81 Jahre alt. Da mit Linux neu anzufangen ist wahrhaft eine Leistung.

Vorgestellt haben wir u.a. OpenShot, Wine mit Photoshop Elements, EVE Online, LibreOffice, WPS Office, Thunderbird, Nautilus u.a. Programme.

Hier ein Bild von der Veranstaltung :

Linux Presentation Day 2016

Update:

Laut Zahlen von Frank, waren 120 Besucher in dem kleinen Raum.

Wir unterbrechen das Programm aufgrund einer ..

„… dringenden Meldung.“ So heißt das ja bei Newsseiten und -sendern immer, wenn was schnell neues kommt. Bei Computern nennt man es einfach „Update“, egal ob es für Programme oder Teile des Betriebssystems ist.

Heute gab es auf den newseiten gleich wieder so eine Überschlagsmeldung:

http://www.heise.de/meldung/glibc-Dramatische-Sicherheitsluecke-in-Linux-Netzwerkfunktionen-3107621.html

Essenz: In der sehr wichtigen Betriebssystemlibrary glibc klaffte mal wieder eine dicke Lücke, die seit Jahren keiner (der es behoben haben wollte) gefunden hat. Da es sich um eine Remote-Code-Execution Schwachstelle handelt, bei der also jeder halbwegs geskillte Hacker jedes System von außen angreifen kann, ist das eine kritische Sicherheitslücke und muß entsprechend behoben werden.

Wir haben ausnahmsweise 1 Stunde nach Veröffentlichung des Patches für Fedora die Testversion der glibc eingespielt, so daß unsere Server jetzt alle sicher sind. Nur so angemerkt, falls jemand auf dumme Ideen kommt 😉

Was ich ziemlich lustig finden sind Trollkommentare wie diese hier:

Diese Kommentare haben eins gemeinsam, sie versuchen Linuxuser damit aufzuziehen, daß diese sich sicherer wägen als Windowsuser und daß auch jedem sagen. Vermutlich stört letzteres die Windowsfanboys 🙂

Wenn man sich mal ansieht, wann die Lücke „publik“ wurde und damit ist nicht der Juli 2015 gemeint, als die Lücke übersehen wurde beim Fixen von gethostbyname(), sondern gestern im Laufe des späten Abends. Kann man richtig Stolz sein auf alle Beteiligten, weil 12 Stunden später bereits Pakete für alle möglichen Distributionen vorhanden waren, die den Fehler behoben haben.

Hier bin ich der Meinung, daß Microsoft das nie in ~12 Stunden zur Installation freigegeben hätte, obwohl es so kritisch ist, da zu viele „Business“ Kunden dranhängen. Vielleicht, und das wird man leider nicht erfahren, wäre das erst unter den Teppich gekehrt worden und dann am Patchday veröffentlicht worden. Dieser Patchday ist, was mich an Windowsecurity im Nachhinein stört.

Deswegen denke ich, mit Linux fährt man besser.