Linux – Wie man den Kontrast einstellt

Das Display ist zu hell eingestellt und man möchte das Ändern.Nur können vor lachen.

Die Odyssee

Da durchsucht man natürlich zuerst einmal die Einstellungen und findet den Bildschirmeinsteller. Kuckt rein, keine Anpassungen möglich. Farbe vielleicht ? Hmm, da kann man Farbprofile laden, wenn man denn ein passendes hat.
Aber Kontrast einstellen, Helligkeit regeln Fehlanzeige.

Die Lösung in der Konsole

Wem sein Bildschirm zu hell ist, der kann es mit dem xorg-x11-server-utils Befehl xgamma direkt benutzen:
[desktopuser] # xgamma -gamma 0.7

1.0 wäre normal, > 1 kontrastreicher, < 1 kontrastärmer

Natürlich kann das Tool das auch für jede Farbe einzeln die Werte setzen, aber das ist ja nicht Ziel der Übung.

Wie bekommt man das jetzt rebootfest ?

Da gibt es eine kleine Datei namens „.xinitrc“, in die werden wir den Befehl eintragen. Bei jedem Start, wir das geladen und ausgeführt, so daß dieser Wert später auch wieder gilt.
#!/bin/bash
xgamma -gamma 0.7

Via Desktopeinsteller

Jetzt ist das natürlich für Nichtkonsoler nicht so der Weg, den man sich wünschen würde. Ich selbst hätte es auch gern als Anwendung in den Systemeinstellungen gefunden. Da kommt uns Cinnamon leider so gar nicht entgegen. Es gibt zwar ein Desklet, also eine Erweiterung für die Leiste, aber leider nicht für die Systemeinstellungen, obwohl es genau da hin gehört.

Einfach mal danach in den Applets suchen und es installieren. Ihr bekommt dann ein neues Icon in die Leiste, mit de rsich die Helligkeit und das Gamma einstellen lassen. Nicht toll, aber immerhin, es geht.

Bestsellerautor setzt auf Linux

Am Wochenende ( 14./15.4.2018 ) lief in Braunschweig der Science-Fiction Con 2018 ab. Zu Gast war u.a. der Bestsellerautor  Andreas Brandhorst.

Lesung auf dem SF-Con in Braunschweig

Ich hatte das große Vergnügen, als Moderator mit Andreas auf der Bühne über die Heft- & Romanserie „Die Terranauten“ sprechen zu dürfen. Meine Begeisterung über Andreas Brandhorst ist schwer in Worte zu fassen, da er ein wirklich netter Mensch ist, der praktisch sofort Freundschaften schließt. Ich habe selten jemanden so schnell in mein Herz geschlossen wie Ihn.

Ma sieht Bestellerautor Andreas Brandhorst bei seiner Lesung

Seine Lesung der Bücher „Das Erwachen“ und „Die Tiefe der Zeit“ war entsprechend voll besetzt. Andreas Brandhorst kann sich seiner FAN Gemeinde auch sicher sein, da seine Groupies Bücherladungen in PKW Stärke signieren ließen. Am Ende hatte eine Familie alleine über hundert Exemplare signieren lassen 😉 Was kann man sich als Autor mehr Wünschen, wenn seine Arbeit so geschätzt wird ?

Linux rulz

Im Gespräch in der Zeit zwischen seinen Auftritten, haben wir uns über alle möglichen Dinge unterhalten. Er ist in allen Dingen ein wunderbarer Gesprächspartner 🙂 Dabei kamen wir auch auf das Thema Linux zu sprechen. Er hat sich als ArchLinux Jünger und als großer Fan der Open Source Idee offenbart. Privat arbeitet er mit drei Bildschirmen gleichzeitig, setzt auf LibreOfffice als Textverarbeitung und ist überzeugt, daß Linux „soviel besser“ als Windows ist. Das habe ich natürlich gern gehört und werde es auch auf dem LPD 2018.1 in Braunschweig am 21.4. verkünden 😉

Bild von Andreas Brandhorst

Auch wenn es das Foto suggeriert, Andreas trinkt keinen Alkohol mehr 😉 Der Fauxpas eines Fans mit dem Geschenk einer Flasche Braunschweiger Mumme Bieres, wurde an dem Wochenende zu einem wahren Running Gag 😀

LPD 2018.1 in Braunschweig

Ja, wir sind sind wieder dabei. Es ist Zeit für den LPD 2018.1, den Linux Presentation Day am 21.4. 2018 im Haus der Talente in der Braunschweiger Weststadt.

Der Plan

Die Veranstaltung öffnet um 13 Uhr Ihre Pforten. Nachfolgend das geplante Programm:

  • 13:30 Hallo zusammen…
  • 14:00 IT-Security : Windows vs. Linux / Redner: Marius
  • 14:30 Windows? Kein Weg zurück! / Redner: Peter
  • 15:00 Wo kommt das Linux her? / Redner: Gunnar
  • 15:30 WINE am Beispiel Elsterformular / Redner: Malte
  • 16:00 – Pause –
  • 16:30 Softwareinstallation und Updates / Redner: Marius
  • 17:00 2D/3D CAD unter Linux / Redner: Franky
  • 17:30 Podium: Eure Fragen, unsere Antworten / Redner: Marius, Franke, Uwe

Natürlich werden wir neben den Vorträgen auch wieder jede Menge Gespräche mit Interessierten führen. Es kann jeder kommen und uns fast 😉 alles fragen, wenn er Zeit und Lust hat.

Fuchsia: Google schraubt seit Jahren an neuem OS

Nicht, daß mich das wundern würde, aber Google schraubt seit Jahren an einem neuen OS namens Fuchsia. Sie beschreiben es als „Capability Based OS“  was auch immer das jetzt genau bedeutet 😉

Fuchsia OS – Abkehr von Linux

Fuchsia ist eine Abkehr vom Linuxkernel, den Google ohnehin eher stiefmütterlich in Android aktualisiert hat. Derzeit steht der Android Linux Kernel bei 3.18 (2014), aktuell wäre 4.16 (April 2018).  Nach 2  Jahren Entwicklung bootet das als UI Demo gestartete OS tatsächlich direkt von einer Hardware, womit es einen wichtigen Produktionsschritt geschafft hat.

Mit dem Kernel Wechsel kommt auch eine Lizenzänderung daher. Linux nutzt die GPL und Android somit auch. Fuchsia wird aber einen wirren Mix aus BSD 3 , MIT  und Apache 2.0 einsetzen, was spannende Fragen aufwirft z.B. Wie setzt sich „welche Lizenz bei den Anwenderprogrammen fort“ oder ‚Was passiert, wenn ein Programm GPL will/fordert.“  Da werden sich Anwälte rund um den Globus vermutlich die Hände reiben 😉

Die UI

Ars Technica hat 2017 mal die UI gezeigt, da fällt mir nicht viel zu ein 🙂 Wie das mit ersten Entwürfen so ist, die schaffen es eh nie ins finale Produkt. Ich denke, da wird sich auch eine Menge verändern. Spannend warte ich persönlich ja auf die Auflösung der „Log Out“ Funktion. „Log out“ aus was ? 😀

Technik

Wer sich dafür interessiert, was Fuchsia unter der Haube macht, der kann sich das von einigen Kommentatoren als „Gotteslästerlich“ benannte „THE BOOK“ ansehen 🙂  Und so ganz ohne *Nix gehts dann wohl noch nicht im neuen Kernel, denn das ELF Dateiformat für ausführbare Programme ( das L steht nicht für Linux 😉 ) und die Libs sind auch .so Files. Ich denke, daß das einfach dem Compiler geschuldet ist, den Google vermutlich nicht neu bauen wollte.

Angefangen hat Fuchsia als Embedded OS für IoT u.ä. Geräte . Da Google nun das hauseigene Pixelbook als Testplattform für interessierte Entwickler einsetzt, mutmaßen einige schon, daß Fuchsia der geistige Nachfolger von Andromeda ist. Noch nie gehört ? 🙂 Kein Wunder, der Hybrid aus Android und ChromeOS für das Pixelbook ist eingestellt worden und hat es auch nie in eine größere Öffentlichkeit geschafft.

Die Zukunft ist nebulös

Ich frage mich grade, wieso Google laufend das OS neu erfinden will.  Wollen die aus einem Lizenzproblem raus ? Ist Ihnen der Linux Kernel zu langsam ? ( mir wäre er es, weil zu aufgebläht ).

ich kann mir auch nicht vorstellen, daß Google so verrückt wäre, seinen eigenen Markenschlager Android für ein neues OS zu opfern. Die Hardwarehersteller haben so viel in die Plattform investiert, die machen auch ohne Google mit dem OpenSource Android weiter. Naja, mal sehen was kommt.

Wo wir grade dabei sind, weiß einer, wieso Tablet Retina-Displays nicht in Laptops verbaut werden ? Die kosten angeblich nur 20$ und sind um soviel besser als das übliche LaptopMatschDisplay, welches dann auch noch viel viel mehr kostet.

How to Linux – Webserver lokal mounten

Icon des Webservers auf dem DesktopIcon des Webservers auf dem DesktopWer seine Webseiten entwickeln will, muß die irgendwie auf seinen Webspace bekommen. Je nachdem was man programmiert und welche Serverumgebung man hat, kann es auch sein, daß einem der Server einen Deploy Mechanismus anbietet. Das ist z.B. im WebApplicationServer Tomcat so vorgesehen. PHP Anwendungen werden üblicherweise einfach nur in das Public_html des Webspace kopiert und direkt aufgerufen.

Schritt 1 – SSH Keys einrichten

Voraussetzung für dies Verfahren ist, daß man sich auf seinem Webspace per SSH einloggen kann. Könnt Ihr das nicht, sucht Euch einen neuen Anbieter.

Das tun wir hier mal ( den Domainnamen habe ich mal exemplarisch gewählt, den gibt es zwar wirklich, aber nicht bei mir 😉 )

[marius@eve ~]$ ssh webdemode@webdemo.de
webdemode@webdemo.de's password: 

Passwort eingeben, weil noch geht ja kein Key.

Last login: Sat Mar 31 12:38:16 2018 from 79.239.240.108
[webdemode@s113 ~]$ ls -la
total 14
drwxr-x--- 3 webdemode services 4096 Mär 31 09:59 .
drwxr-xr-x 13 root root 4096 Mär 31 09:59 ..
-rw-r--r-- 1 webdemode webdemode 18 Aug 8 2017 .bash_logout
-rw-r--r-- 1 webdemode webdemode 193 Aug 8 2017 .bash_profile
-rw-r--r-- 1 webdemode webdemode 231 Aug 8 2017 .bashrc
drwxr-xr-x 3 webdemode webdemode 4096 Mär 31 09:59 public_html

Es fehlt das Verzeichnis „.ssh“, also anlegen:

[webdemode@s113 ~]$ mkdir .ssh
[webdemode@s113 ~]$ ls -la
total 18
drwxr-x--- 4 webdemode services 4096 Mär 31 10:09 .
drwxr-xr-x 13 root root 4096 Mär 31 09:59 ..
-rw------- 1 webdemode webdemode 229 Mär 31 10:39 .bash_history
-rw-r--r-- 1 webdemode webdemode 18 Aug 8 2017 .bash_logout
-rw-r--r-- 1 webdemode webdemode 193 Aug 8 2017 .bash_profile
-rw-r--r-- 1 webdemode webdemode 231 Aug 8 2017 .bashrc
drwxr-xr-x 3 webdemode webdemode 4096 Mär 31 09:59 public_html
drwxrwxr-x 2 webdemode webdemode 4096 Mär 31 10:02 .ssh

Noch hat es falsche Rechte, da würde SSH meckern :

[webdemode@s113 ~]$ chmod 700 .ssh
[webdemode@s113 ~]$ cd .ssh/
[webdemode@s113 .ssh]$ vi authorized_keys2

Dann den Fingerprint von Eurem Key in die Datei authorized_keys2 reinschreiben:

ssh-rsa AAAAB3NzaC1yc2EAAAADAQABAAAEAQ7v3LaRyRjbm...... Rqr9L8IjxAEeT7bzZ/VH20ksRNwSEU5jnTE7S2Jcvk2u/7CnmipAp/uE2SvOdEVm7Lgku4y9EgSNlNi+QVbGFkzQ788AsiMHHULacHZRT9w== marius@meinlinuxrechner

(hier eine stark gekürzte Fassung, Eurer muß komplett da rein)

Nun noch die Rechte von der Datei ändern:

[webdemode@s113 .ssh]$ ls -la
total 10
drwx------ 2 webdemode webdemode 4096 Mär 31 11:03 .
drwxr-x--- 4 webdemode services 4096 Mär 31 10:09 ..
-rw-rw-r-- 1 webdemode webdemode 1435 Mär 31 11:03 authorized_keys2
[webdemode@s113 .ssh]$ chmod 644 authorized_keys2 
[webdemode@s113 .ssh]$

Das wars. Ab jetzt kann man mit seinem Key einloggen :

[webdemode@s113 .ssh]$ exit
Abgemeldet
Connection to webdemo.de closed.
[marius@eve ~]$ ssh webdemode@webdemo.de
Last login: Sat Mar 31 12:39:39 2018 from 79.239.240.108

Schritt 2 – SSHFS benutzen

Damit man sich seinen Webspace per SSH direkt in seinen Arbeitsbereich auf dem Desktop mounten kann, möglichst ohne dauernd Passwörter eingeben zu müssen, braucht man einen SSH-Agent z.b. den Gnome-Keyringdämonen. Diesem gebe ich meinen Key und statt mich jedesmal zu fragen, schickt der Agent dann einfach den Schlüssel an den Server.

ssh-add /pfad/zu/meinem/SSH-Schlüssel_rsa

ggf. Passwort eingeben.

sshfs webdemode@webdemo.de:/home/webdemode/ mnt

und schon kann man im Filesystem seines Desktops einfach auf den Webserver zugreifen, als wenn es Lokal wäre :

[marius@eve ~]$ ls -la mnt/
 insgesamt 52
 drwxr-x---. 1 testuser 500 4096 31. Mär 12:09 .
 drwx------. 106 marius marius 20480 31. Mär 11:57 ..
 -rw-------. 1 testuser testuser 356 31. Mär 13:05 .bash_history
 -rw-r--r--. 1 testuser testuser 18 8. Aug 2017 .bash_logout
 -rw-r--r--. 1 testuser testuser 193 8. Aug 2017 .bash_profile
 -rw-r--r--. 1 testuser testuser 231 8. Aug 2017 .bashrc
 drwxr-xr-x. 1 testuser testuser 4096 31. Mär 11:59 public_html
 drwx------. 1 testuser testuser 4096 31. Mär 13:03 .ssh

Welcher User einem da jetzt angezeigt wird, hängt von Eurem System ab, aber i.d.R. werden es nur die UID und GID des Serverusers sein. SSH kümmert sich dabei um alles, also auch, daß man die UID transponiert wird, es gibt am Ende also keine Probleme mit dem Lesen oder Schreiben von Dateien.

Das kann man dann einfach mit Gedit oder einem anderen Programm öffnen (BlueFish z.b. ):

Datei des Webservers in GEdit

Datei des Webservers in GEdit