Fedora: Pinephone hat nur noch 1 Majorproblem

Moin Linux-Phonies,

kleines Update zum Pinephone und dem Einsatz von Linux auf Telefonen.

Fedora: Pinephone hat nur noch 1 Majorproblem

Was eine Telefon mindestens können müßte, steck schon im Namen: Telefonieren. Bislang hat das Pinephone mit Fedora da leider gepatzt. In einem Anfall von Testwahn habe nach eine sehr großen Update gestern Abend einfach mal ausprobiert, wie das so mit Gnome und Phosh jetzt hinhaut.

Nach Einlegen einer Sim-Karte konnte das Telefon tatsächlich in Netz, hat eine funktionierende IP bekommen und konnte SMS empfangen und senden. Per Firefox ohne WLAN ins Internet war auch kein Problem.

Nun die Königsdisziplin: Telefonieren.

Also Calls App gestartet, Festnetznummer ausgewählt und auf anrufen geklickt. Sauschnell klingelte es auf dem Festnetz und das sage ich nicht einfach so, weil mit Skype kann sich so etwas richtig ziehen ;). Der Anruf an sich kam zustande, aber es war nichts zu hören, auf beiden Seiten.

Die Ursache im Pinephone liegt in den komischen Audiodevices im Pulseaudio. Die Eingabegeräte sind stumm und dummerweise nicht einfach stumm geschaltet, sondern echt stumm. d.b. die Kommunikation mit der Hardware funktioniert nicht sauber. Das auch das Gegenüber nicht zu hören war, hat ähnliche Ursachen. Mit Fedora Ton aus dem Pine zu bekommen, ist schon bei normalen Audio schwer, aber die interne Umschaltung der Geräte und deren Modi ist leider immer noch nicht funktional.

Da dies aber das letzte große Problem ist, und es hier tatsächlich kleine Fortschritte ( Quantumbereich ) gegeben hat, habe ich Hoffungen vor 2030 noch damit normal zu telefonieren 😉

Als kleine Randnotiz: Gnome-Shell

Nach meiner Updateaktion zeigte die Gnome-Shell ordentliche Macken, was aber nicht an einem Update von Gnome lag, sondern bei dem 267 anderen Updates zu suchen sein muß. Leider ist das so umfangreich, daß es eine Weile dauern wird, bis die Ursache gefunden ist.

 

 

Cinelerra: Videoschnitt der anderen Art

Neulich entdeckte ich in den Updatemeldungen ein mir unbekanntes Videoschnittprogramm: Cinelerra. Das die Herstellerfirma Heroine Virtual Ltd. seit 13 Jahren daran arbeitet, kann man sich beim ersten Eindruck gar nicht vorstellen 🙂

Cinelerra: Videoschnitt der anderen Art

Ich habe Cinelerra nur gestartet und war schon von Schritt 1 geschockt: Ein Medium in die Sammlung von Dateien zu laden, ist schon eher untypisch gestaltet worden 😉Falls Ihr das OK Button sucht, es ist das grüne + links 😉

Die Idee, alle Einzelteile des Schnittprogramms in eigenständigen Fenstern zu präsentieren ist bei nur einem Bildschirm ungewöhnlich, aber wenn man das auf zwei oder mehr Bildschirme überträgt, macht das eigentlich richtig viel Sinn, allerdings auch nur dann.

Schauen wir uns mal das erste Ergebnis, was übrigens auch das letzte Ergebnis ist, denn jetzt treten bereits die ersten heftigen Bugs auf 😀

Was Ihr hier nicht seht, aber passiert ist, war, daß anstatt den Film als eine Videospur + zwei Audiospuren aufzuführen, war er zweimal mit Video drin und hatte insgesamt 5 Tonspuren 😀

Das das Aspektratio in der Vorschau nicht paßt, seht Ihr natürlich dagegen selbst 😉

Die Effekte sind, sagen wir es vorsichtig, „interessant“ und … buggy 😀 Der Feuereffekt, der naja, es fehlen mir die Wort es zu beschreiben und da hört der Bericht jetzt auch auf. Es macht einfach keinen Spaß das Programm zu testen 🙁

Fazit: Lasst die Finger davon.

 

Supertuxkart auf dem Tablet

Seit einiger Zeit gibt es Supertuxkart mit einem Touch-Eingabegerät, also habe ich es mal ausprobiert … in groß 🙂

Supertuxkart auf dem Tablet

Wer meine Artikelserie zum Pinephone verfolgt hat, hat den Spieleartikel gesehen. Darin ist auch Supertuxkart und seine Problem auf der Fedoraversion des Pinephones beschrieben, z.b. die mangelnde OpenGL3 Funktionalität der Mali400 GPU, was Supertuxkart in den Softwarerendermodus versetzt.

Dies Problem haben wir auf meinem Surface Pro Tablet natürlich nicht:

Ja, es fuhr wirklich

Supertuxkart ist aufgrund der Bedienung auf Multi-Touchsupport angewiesen. Wenn der nicht da ist, dann kann man entweder lenken und Gas geben oder eine der Zusatzfunktionen nutzen, aber nicht beides gleichzeitig. In der Praxis bedeutet es die faktische Unspielbarkeit des beliebten Kartgames.

Zum Glück gibt es Jake Day

Wer sich an die ersten Artikel zum Surface Tablet im Blog erinnert, dem wird der Umstand wieder einfallen, daß es keinen Touchsupport fürs Tablet gab. Jake Day hatte das geändert, in dem er einen eigenen Kernel kompiliert hatte, in dem dieser Makel behoben wurde.

Mit dem alten Jake Day Kernel habe ich dann Supertuxkart so gespielt, wie das vorgesehen war. Leider auch hier nur mit mäßigem Erfolg, da zwar alle Zusatzfunktionen gleichzeitig zum Lenken auslösbar sind, aber die Lenkung selbst das Problem ist. Viel zu oft bleibt das Kart einfach stehen oder lenkt nicht mehr. Ein Lenkrad wie ein echtes Lenkrad zu drehen ist für Touch nicht die beste Lösung. Eine Wippensteuerung wie auf jedem Gamepad wärs gewesen.

Zusammen mit der Pressdruckerkennung des Touchdisplays wäre eine gelungene Steuerung sehr gut möglich gewesen. Vielleicht bekomme ich die Devs ja zu dieser Änderung 🙂

„Energie ist alles!“

Zu den „mechanischen“ Problemen der Steuerung kommt, daß man das Spiel nicht wirklich lange zocken könnte, da es viel zu viel Energie benötigt. Die 4 i7 CPU Kerne werden wegen 3D Berechnung für die 3K Auflösung schnell sehr warm, was die Lüfter dann kompensieren müssen, ein todsicheres Anzeichen für hohen Energieverbrauch 😉

Aber immerhin, für ein bisschen Unterhaltung reicht eine Akkuladung aus 😉 Da das Spiel netzwerkfähig ist, könnt Ihr fast überall mit anderen Zocken, ob Ihr gewinnen werdet, kann bezweifelt werden 😉

Ladet Euch mal das Bild aus dem Artikel runter, dann habt Ihr eine Idee zur Auflösung des Bildschirms. Natürlich kann man Supertuxkart sagen, es soll eine kleinere Auflösung benutzen, aber das das Display die M$ eigene 3:2 Auflösung benutzt, kommt es zu Verzerrungen, wenn man z.b. auf FullHD runterschaltet.

Gyroskopische Steuerung

Auf Android kann man SupertTuxKart tatsächlich über die Lagesteuerung spielen:

[dev] Gyroscope controls in SuperTuxKart, an opensource racing game from AndroidGaming

Das könnte das Problem tatsächlich lösen, da das Surface so groß ist, das ruckartige Steuerfehler wie im Video mit dem großen Tablet gar nicht möglich wären. Das ist definitiv wert einmal ausprobiert zu werden 🙂

Pinephone: Der Spiele Guide

Pinephone: wie man ohne Phosh ein Handyfeeling simuliert

Was haben Pinephone Apps und Android Apps nicht gemeinsam? Genau, jede Pinephone aka Linuxapp macht ihr eigenes Fenster in ihrer Lieblingsgröße auf. Das ändern wir heute.

Pinephone: wie man ohne Phosh ein Handyfeeling simuliert

Um das machen zu können, brauchen wir ein dauerhaft laufendes Programm. Idealerweise würde so etwas der Windowmanager übernehmen, der läuft eh, aber da es Gnome ist, naja, nicht so schnell umsetzbar. Also machen wir das mit einem Script: windowmaximixerwatch

#!/bin/bash

rm -f /tmp/liste
i="0"
while [ $i -lt 1 ];
do 
	windowmaximizer > /dev/null
	sleep 1
	RC=$(ps auxf| grep -c gnome-shell)
	if [ $RC -eq 0 ]; then 
		i=1
	fi
done

Diese Datei wird nach /home/pine/.local/bin/windowmaximizerwatch geschrieben

„Das macht ja gar nicht so viel“ Stimmt, aber das ist ja auch nur ein Teil davon. Wie man leicht erkennen kann, ist das eine Programmschleife, die nur dann abbricht, wenn kein Gnome-Shell-Prozess (mehr) vorhanden ist.

Das Programm „windowmaximizer“ ist auch nur wieder ein Shellscript, das die ganze Arbeit macht:

#!/bin/bash

#1 
ISONBOARDOPEN=$(wmctrl -l | grep -c Onboard)

#2 
RESOLUTION=$(xdpyinfo | grep dimens | awk '{print $2;}')
X=$( echo $RESOLUTION | awk -F "x" '{print $1;}')
Y=$( echo $RESOLUTION | awk -F "x" '{print $2;}')

#3
ORIENTATION="landscape"
if [ $Y -gt $X ]; then 
        ORIENTATION="portray";
fi

#4 
LASTORIENTATION=$(cat /tmp/display.orientation.last);
if [ "$LASTORIENTATION" != "$ORIENTATION" ]; then

        # REMOVE OLD IDs as all needs to get maxed newly, because we had a layout orientation switch
        rm -f /tmp/liste
fi

echo "$ORIENTATION" > /tmp/display.orientation.last;

#5 create new /tmp/liste if missing:

touch /tmp/liste

# place Onboard window at the correct position and define variables for wmctrl cmds:

if [ "$ORIENTATION" == "portray" ]; then

        wmctrl -l | grep Onboard | awk '{print "echo "$1";wmctrl -i -r "$1" -e 2,0,1170,720,270";}' | bash
        TOP=41
        WIDTH=720
        if [ $ISONBOARDOPEN -eq 0 ]; then 
                HEIGHT=1440
        else 
                HEIGHT=1130
        fi

else
        wmctrl -l | grep Onboard | awk '{print "echo "$1";wmctrl -i -r "$1" -e 2,0,450,1440,270";}' | bash
        TOP=41
        WIDTH=1440
        if [ $ISONBOARDOPEN -eq 0 ]; then 
                HEIGHT=720
        else 
                HEIGHT=410
        fi
fi 

#6 now ALL windows WITHOUT Onboard, that are still unprocessed ( not in our brain file ), get processed. This is needed as resizing causes a lot of pain to the eye, as it flickers, even if it's not needed.

LISTE=$(wmctrl -l | grep -v Onboard | awk '{print $1;}')

for id in $LISTE
do 
        echo "processing $id";
        RC=$(grep -c $id /tmp/liste)
        if [ $RC -eq 0 ]; then 
                echo "resizing $id"
                wmctrl -i -r "$id" -e 5,0,$TOP,$WIDTH,$HEIGHT
                wmctrl -i -r "$id" -b toggle,maximized_vert,maximized_horz
                wmctrl -i -r "$id" -e 5,0,$TOP,$WIDTH,$HEIGHT
#               wmctrl -i -r "$id" -b remove,fullscreen
                echo $id >> /tmp/liste
        fi
done

#7
# Now we check, if all ids in your brain file are still open windows. Thats needed, because same windows, get the same id, when they are closed and repopend.
# if they are closed we need to remove the id, because we need to reposition them again on next open.

LISTE=$(cat /tmp/liste)
for id in $LISTE
do

        RC=$(wmctrl -l |grep -c $id)
        if [ $RC -eq 0 ]; then
                # Entferne Windows die weg sind!

                echo "remove id $id";

                grep -v $id /tmp/liste > /tmp/liste2;
                rm -f /tmp/liste;
                mv /tmp/liste2 /tmp/liste;
        fi 
done

Diese Datei wird nach /home/pine/.local/bin/windowmaximizer geschrieben.

  1. wir stellen erstmal fest, ob das Onboard OSK läuft. Das ist wichtig für die Berechnung der Fenstergröße, auf die die Apps gezogen werden müssen.
  2. xdpyinfo teilt uns die Bildschirmauflösung und jede Menge anderen Kram mit.
  3. Anhand der ermittelten X/Y Koordinaten legen wir fest, ob wir im Landscapemode ( 1440×720 ) oder Portraymode ( 720×1440 ) arbeiten.
  4. Wenn sich die Orientierung innerhalb des letzten Aufrufes geändert hat, löschen wir die gesicherten FensterIDs, so daß alle Fenster auf die neuen Gegebenheiten umgeändert werden.
  5. nun repositionieren wir das Onboard OSK passend zur Orientierung an die richtige Stelle und berechnen gleich noch die Variablen für die Fensterhöhe und -breite.
  6. nun werden alle Fenster, deren FensterIDs wir noch nicht bearbeitet hatten, was in einer Datei gespeichert wird, auf Position gebracht. Das sind die, die in der letzten Sekunde noch nicht da waren.
  7. Natürlich muß man auch mal aufräumen, was in diesem Fall meint, daß alle FensterIDs aus der Speicherung entfernt werden, die nicht mehr präsent sind. Normalerweise würde man ja annehmen, daß FensterIDs fortlaufend sind, aber nicht bei uns, da werden die FensterIDs wiederverwendet. Tja.

Das funktioniert ganz gut, von Gnome selbst mal abgesehen. Alles was wir jetzt noch machen müssen, ist dem ganzen ein Desktopfile zu erstellen, damit es in der Appübersicht auftaucht:

[Desktop Entry]
Version=1.0
Name=WindowMaximizer
Name[de_DE]=WindowMaximizer
Exec=windowmaximizerwatch
#Terminal=false
Type=Application
StartupNotify=true
#Icon=cs-login
Icon=/usr/share/icons/Mint-X/apps/96/cs-login.svg
MimeType=x-content/unix-software
Categories=Network;
Keywords=web;internet;
X-Desktop-File-Install-Version=0.23

Diese Datei wird nach /usr/share/applications/windowmaximizer.desktop geschrieben.

Wenn alle Shellscripte mit chmod 755 versehen wurden, kann es losgehen. Ich rate dazu ein anderes Icon zu benutzen, da müßt Ihr allerdings selbst sehen, welches Ihr nehmen wollt.

Mit dem Gnome-Tweak-Tools ( Optimierungen ) kann man das Script als App im Startmenü platzieren und so sollte es beim nächsten Start des Desktops automatisch mitstarten. Wenn es das nicht tut, einfach von Hand selbst starten.

Ab nun werden alle-gnome Fenster maximiert und selbst bei Gnome-Fenstern klappt das gelegentlich ( die haben so eine Art Tagesform ). Wer das ganze verbessern will, kann noch eine APP Datenbank aufbauen, aus der z.b. festgelegt wird, ob eine Anwendung in Fullscreen gehen soll, oder nicht. Ist nur so ein Gedanke.. an einen weiteren Bugreport bei Gnome 😉 Natürlich habe ich das schon ausprobiert 😀

In 3 Tagen sehen wir uns wieder. Achtet auf die täglichen kleinen Pine Updates, die kommen alle außer der Reihe rein. Öfters Reinschauen oder gleich den RSS-Feed abonnieren.

 

Pinephone: Ein Schritt in Richtung Normalität

Pinephone: Der Spiele Guide

Heute wollen wir mit dem Pinephone ein paar Spiele spielen. Wir schauen was geht, was nicht geht, und was gehen könnte.

Pinephone: Der Spiele Guide

Für diese Aktion empfehle ich den Landscapemode, also horizontale Ausrichtung des Display, wie auf dem Desktop. Dazu sollte man auch die Wayland Gnomesession auswählen, also nicht X11, da unter Wayland die Touchbedienung auch aktiv in die Programm übergeht, wenn es denn funktioniert.

Mir fangen mal mit einem negativ Beispiel an:

0AD

0AD kommt nicht über diesen Bildschirm hinaus.

Auch wenn 0AD das Vorzeigeprojekt ist, startet es zwar sauber und könnte auch 3D auf der Mali400 GPU vom Pine fahren, aber leider, schaltete es irgendwie die Touchkontrollen aus. D.b. es reagiert nicht auf Klicks und auch die Gnomegesten  zum Wechsel in die Aktivitätenübersicht sind abgeschaltet.

Unter Wayland konnte cih dem Spiel zwei Klicks entlocken, bevor Touch wieder zusammen bracht. So ganz funktional ist es daher leider nicht 🙁

Battle for Wesnoth

Ganz anders kommt allerdings Battle for Wesnoth daher. Das rundenbasierte Strategiespiel funktioniert Ad-Hoc mit allen Touchfunktionen. Zugegeben die Buttons sind leider nicht DPI skaliert, aber es funktioniert zufriedenstellend. Da allerdings das Spiel auf der GPU arbeitet, war auf dem Pine leider kein Screenshot in Vollbild machbar, daher muß ich Euch leider mit einem kleineren Exemplar befriedigen:

Battle for Wesnoth in der Aktivitäten-Übersicht

Das Spiel selbst ist Fullscreen, aber wie Ihr selbst seht, sind die Buttons etwas klein geraten. Noch etwas, so ganz reaktiv ist das Spiel nicht, was die Buttons betrifft, z.B. „Zug beenden“ unten rechts. Da muß man Doppelklickartig auf den Screen einschlagen 😉

Die Spielführung ist erschreckend gut auf Touch abgestimmt. Weniger erfreulich ist der Stromverbrauch des Pine. Eine halbe Stunde Spielspaß kosten Euch locker 20% Akkuladung 🙁

Supertuxkart

Als ich gerade SuperTuxKart testen wollte, brach gerade das Rawhideserversystem zusammen. Daher müssen wir jetzt leider schauen, ob die Fedora 33 Version aus dem Stable Build funktioniert 🙂 Praktischerweise sind alle Abhängigkeiten für das Paket bereits geladen und vorhanden.

SuperTuxkart startet etwas sehr langweilig und moniert gleich zu Beginn, daß wohl der OpenGL ES 3 Treiber veraltet wäre, es würde jetzt ohne GPU laufen wollen. Damit scheidet es leider als eins der TOP Spiele vom Pine aus 🙁

Natürlich wurde es trotz dessen angespielt 🙂

Ja, es kommt mit Lenkrad 😀

Komischerweise wollte es nicht im Fullscreenmodus starten… hmm.. Leider kann die Mali400-GPU kein OpenGL ES 3, damit wird die Spiel wohl nie funktionieren.

Auf einem Libre M5 für 799 $US läuft das alles flüssig, weil vernünftigen SOC verbaut mit vernünftiger moderner GPU.

Widelands

Tja, also Widelands (Die Siedler 2) failed mal total. Da funktioniert nicht mal das Startmenü zum Auswählen der Kampagnen.

Swell-Foop u.ä.

Hier ein Foto vom Desktop, sieht aber auf dem Pine genauso aus.

Die ganzen Gnome Games für den Desktop funktionieren auch auf dem Pine ohne „größere“ Probleme. Es wird nur komisch, wenn die Fenster größer werden. Spielt man z.B. Swell-Foop  mit der großen Karte, paßt die nicht auf den Screen, weswegen das Spiel dann unlösbar wird. Wie man als Programm, ein Fenster größer als der Bildschirm öffnet, ist mir ein Rätsel. Das müßte eigentlich failen.

Chess

Ich habe noch nie, nie!, so leicht gegen einen Computer im Schach gewonnen. Der wäre vermutlich auch auf den Schäferzug reingefallen, wenn mir der noch einfallen würde 😉

World of Warcraft

Also da muß ich Euch enttäuschen, die CPU hat a) die falsche Architektur  und b) die GPU ist dafür zu schwach, leider 😀

Fazit

Wenn also Spiele, dann eher ohne GPU. Das schränkt die Auswahl dann zwar ein, ist aber kein Beinbruch. Angry Birds wäre ja mal was gewesen. Das hätte man auch per Chromium als WebApp versuchen können. Da Chromium aber zu blöd ist ohne OpenGL3 nicht mal Texte auf einer Seite schreiben zu können, fällt das leider auch weg.

Wenn man es mal realistisch sieht, funktioniert das Pine zum Spielen tatsächlich, wenn man Abstriche akzeptieren kann. Natürlich fehlen die Knallerapps um das Telefon für Mobile Gamer auch nur ansatzweise interessant zu machen. Wenn mehr Apps die GPU unterstützen würden, sähe das vielleicht anders aus.

Mal sehen was im nächsten Bericht zum Pinephone drin ist. Telefonieren kann ich bislang damit unter Fedora nicht 😉

Pinephone: Wie man schwer erreichbare Apps konfiguriert

Das nackte Pinephone aufmotzen

Habt Ich Euch schon in Eurer Handy eingearbeitet? Vermutlich nicht, aber das macht gar nichts. Heute krempeln wir es um. Vieles wird dann einfach funktionieren.

Das nackte Pinephone aufmotzen

Euch wird aufgefallen sein, daß das Handy nicht mehr als 87% lädt. Ja.. das war auch für mich ein kleiner Schock. Aber da geht ums die Batterygesundheit. Allerdings fehlt halt im realen Leben auch 10% der Akkuladung, also unternehmen wir etwas dagegen:

Wir schreiben ein kurzes Bashscript „/usr/local/sbin/maxbattery.sh“ mit folgendem Inhalt:

# cat /usr/local/sbin/maxbattery.sh
#!/bin/bash

echo 4350000 > /sys/class/power_supply/axp20x-battery/voltage_max_design

Damit das auch immer beim Systemstart ausgeführt wird, schreiben wir einen systemd.service „/usr/lib/systemd/system/maxbattery.service“ mit dem Inhalt:

[Unit]
Description=max batterystartupscript
Documentation=no docs available
After=syslog.target
Wants=

[Service]
Type=simple
EnvironmentFile=
ExecStart=/usr/local/sbin/maxbattery.sh
KillMode=process
Restart=on-failure
RestartSec=60s

[Install]
WantedBy=multi-user.target

noch starten und einschalten:

$ systemctl enable maxbattery
$ systemctl start maxbattery

damit lädt der Akku jetzt direkt auf 99% hoch.

Das Updatechaos vermeiden

Im letzten Artikel hatte ich ja schon angesprochen, daß „einfach alles updaten“ wegen dem Alpha-Repo Rawhide, eine schlechte Idee sein kann. Werdet auf dem Handy mal root, dann beheben wir das vorläufig ( sudo su + Benutzerpasswort ). Ändert die Datei „/etc/dnf/dnf.conf“ wie folgt: Stand 5.12.2020

[main]
keepcache=True
gpgcheck=1
installonly_limit=3
clean_requirements_on_remove=True
best=False
skip_if_unavailable=True
exclude=mesa* bind* gnome-shell* mutter*

Jetzt könnt Ihr loslegen und erst einmal als root „dnf update -y“ machen. Geht einen Kaffee trinken, oder holt was vom Imbiss, das zieht sich aus zwei Gründen: die SD Karte ist zwar per se schnell, aber nicht in einem Pinephone, und es ist einiges am MB aus der Repodatenbank zu ziehen, bevor das überhaupt losgeht. Ist aber bei Manjaro ähnlich langsam.

Neue Repos einbinden

Als root müssen wir jetzt von Hand rpmfusion hinzufügen:

dnf install -y https://mirrors.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-rawhide.noarch.rpm https://mirrors.rpmfusion.org/nonfree/fedora/rpmfusion-nonfree-release-rawhide.noarch.rpm

Normalerweise würde man das per Browser aufrufen und dann mit Gnome-Software installieren, aber da Gnome-Software nicht funktioniert bzw. nicht drauf ist, geht es nur so. Ist aber auch schneller, in sofern, kein Nachteil 😉

Endlich neue Programme einspielen

Ist das alles drauf, können wir die coolen Programme nachziehen:

dnf install -y callaudiod-master-1 f33-backgrounds-gnome desktop-backgrounds-gnome gnome-icon-theme shotwell gnome-phone-manager-telepathy hydrapaper powertop gnome-terminal gnome-tweaks glibclangpack-de gnome-system-monitor nautilus-extensions nautilus lollypop lame qmmp-plugin-pack qmmp libvdpau libva mpv pavucontrol pulseaudio-module-gsettings paprefs pasystraygnome-screenshot gedit megapixels openssl gnome-menus gnome-maps gnome-shell-extension-apps-menu gnome-calculator gnome-weather geary bzip2 tar wireless-tools gnome-powermanager sshfs pulseaudio-qt mint-x-icons mint-y-icons openh264 mozilla-openh264 light-locker wget unzip zip pulseaudio-utils chromium gnome-disk-utility

Das installiert eine Menge an anderen Paketen mit, aber am Ende werdet Ihr es nicht bereuhen. Optional, falls Ihr das benutzen möchtet:

onboard  bessere tastatur als Caribou die interne Gnome-Keyboardapp
gajim    kann theoretisch Audio/Video mit Jabber
gnome-shell-extension-windowoverlay-icons
gnome-shell-extension-refresh-wifi
gnome-shell-extension-netspeed
gnome-shell-extension-disconnect-wifi
gnome-shell-extension-desktop-icons
gnome-shell-extension-dash-to-dock
gnome-shell-extension-openweather
gnome-shell-extension-user-theme
gnome-extensions-app
gnome-shell-extension-common
chrome-gnome-shell

gnome-software  Das ist der Softwarecenter mit Gui. Mittlerweile funktioniert es halbwegs.

Um Gnome-Erweiterungen über die Webseite zu installieren, braucht man das unzip Paket aus den nicht optionalen Paketen oben. Vieles Sinnvolle ist im Paket enthalten. MPV z.b. kann die MaliGPU benutzen und damit ruckfrei, oder was man so nennen kann, Filme wiedergeben. Hier ein paar Impressionen:

Megapixels hat noch kleinere Probleme. z.b zieht es extrem viel CPU Leistung ( 2x 100% ) Das Programm, das die Bilder auf den Screen malt hat ist inperformant^10.

MPV im Einsatz

Nautilus Videos

Nautilus Musik mit QMMP

Statt QMMP würde sich Lollipop anbieten, deswegen ist es auch in der Programmliste, aber in der RawHide Version möchte es noch nicht ganz so, wie es soll.

Firefox bei der Arbeit 🙂 Videokonferenz geht, aber mit Chromium, so leid mir das tut, geht es viel besser! Chromium hat allerdings andere Macken 😀

Stand Tag 3

Ihr habt ein Handy, das nicht telefonieren kann, deswegen blieb Manjaro drauf 😉 Fedora ist zwar das bessere Gesamtpaket, wieso sieht man ja oben, aber der Calld ist leider „defekt“. Der kann zwar anrufen, aber die Verbindung zum Pulseaudio-Server findet nicht statt. Das ist allerdings nur ein Problem von Tagen, da der Upstreampatch schon bereit liegt.

Im nächsten Artikel peppen wir die Gnome-Shell auf, fixen Fehler in den Extensions, deren Entwickler gepennt haben.

Gnome-Extensions für das Pinephone

Vorheriger Artikel der Serie:

Fedora erobert das Pinephone

 

Pinephone: Gnome Power-Buttonproblem gelöst

Gestern noch Extension, heute schon Downstream Patch. Naja, noch nicht ganz, aber schon eingereicht.

Pinephone: Gnome Power-Buttonproblem gelöst

Ich habe es ja schon geschrieben, das Pinephone unter Gnome läßt sich erfolgreich per Gnome Extension locken und ausschalten. Aber den Handy übliche Weg ging leider nicht, bis jetzt.

In einer nervenaufreibenden installationsschlacht, weil jedes sch*** Abhängigkeit mußte einzeln im Repo gesucht und installiert werden, was Stunden gedauert hat auf dem Pinephone, aber am Ende war alles dann sehr, sehr schneller erledigt. Mein Pinephone kann jetzt auf Druck der Powertaste gesperrt und runtergefahren werden. Damit ist ein alltägliches Mindestsicherheitsfeature von Handies erfüllt.

Da ich den Maintainer des entsprechenden Pakets gestern noch informiert habe, müßte es bald einen Downstreampatch geben für den Fedorabuild, der das dann sauber an alle Pines verteilt 🙂 Allerdings werden sollte Patche einer Reihe von Tests unterworfen, bevor sie akzeptiert werden. Ich bin da aber zuversichtlich.

Mehr dazu in Teil 6 ? der Artikelserie 🙂

Pinephone: Endlich! Linux auf dem Handy

Ja, ich gebs zu, ich habe es getan! Ich habe mir ein PinePhone 1.2 zugelegt.

Pinephone: Endlich! Linux auf dem Handy

Donnerstag vor einer Woche war es soweit, mein nur eine Woche vorher geordertes Pinephone erreichte mich eher überraschend. Statusinformationen zum Versand gibt es so gut wie keine, wenn man bei Pine etwas bestellt. Die Bestellung an sich war kurz und schmerzlos: Modell auswählen „2 oder 3 GB RAM“, Lieferadresse eingegeben und mit Paypal bezahlt.

Link zu PinephoneDas neue Telefon erreichte mich dann an einem Tag, an dem ich glücklicherweise frei hatte, also wurde das Telefon in Betrieb genommen und kurz geladen. Und damit kommen wir schon zum ersten Tip: Nehmt ein passendes Werkzeug, weil an Tag 1 bekommt Ihr den Deckel der Rückseite niemals mit dem Fingernagel auf 😀 Wenn das erstmal ein paar mal gemacht wurde, dann geht es ohne Probleme auch mit dem Fingernagel. Vor dem Laden muß man nämlich zunächst die Transportsicherung des Akkus entfernen und die MircoSIM-Karte einlegen. Hat man das geschafft kommt Level Zwei der Inbetriebnahme: Das Telefon entsperren 😉 Anders als Android und iOS Geräte, kommt das Pinephone im abgesicherten Modus aus der Box.

Apropos Box: Das übliche Unboxingvideo verkneife ich mir, so etwas machen nur Clickhuren auf Youtube 😉

Ab jetzt wird es spannend 😀

Abhängig von der vorinstallierten Distribution ist das Entsperrpasswort anders. Für meine Manjaro Community Edition lautetet es „123456“ und das sollte Euch irgendwie bekannt vorkommen 😀

Für später merken: Aufgabe Nummer Eins lautet Passwörter ändern!

Nach dem erfolgreichen entsperren bekommt man das hier zu sehen ( mangels Screenshotfunktion in Handyqualität 🙁 ) :

Sieht aus wie AndroidWas Ihr hier seht, ist die Phosh Oberfläche. Das ist eine Gnome-Shell mit stark an das Handy angepasster Funktion und im reinen Handybetrieb ist das auch gar nicht so falsch. Die Probleme kommen mit den Details. Damit es eine funktionsfähige Version der Oberfläche gab, mußte z.b. die automatische Bildschirmrotation abgeschaltet und durch einen Wahlschalter ersetzt werden. Was ihr dem Foto nicht entnehmen könnt, ist der Umstand, daß es ein 2:1 Format hat, es also berechtigter Weise als Handyknochen bezeichnet werden darf 😉 2:1 meint, es ist doppelt so hoch wie breit. Damit sind Probleme aller Art vorprogrammiert, die man mit Phosh aber nicht lösen kann.

Da es aber nur Phosh für Manjaro gibt, habe ich mich nach einem kurzen Check der Funktionen auf Fedora als OS verlegt. Dazu später mehr und das ist auch der Grund, wieso es keine Screenshots gibt 😉

Manjaro Community Edition

Die Manjaro Community Edition bietet ein vollständig funktionierendes Handy, auch wenn die Hardware (HW) eher substandard Ergebnisse liefert. Telefonieren kann man mit dem Gerät nur im Winter und auch nur draußen 🙂 Das liegt daran, daß das Handy eine Fehlkonstruktion ist. Möchte man telefonieren klappt das zwar, aber das Handy wird warm und jetzt ratet mal wo! Genau: direkt am Ohr … und es wird sehr warm. Stundenlang mit der Freundin quatschen ist aus zwei Gründen nicht drin: Das haltet Ihr nie aus ohne Headset und der Akku wird schnell geleert. Das Headset von jedem normalen Handy mit Klinke geht und auch per Bluetooth sollte das kein Problem sein. BT habe ich nicht ausprobiert.

Für alle die Wert auf aktuelle Kernel legen, ausgeliefert wird von Manjaro Kernel 5.6 . Das neueste Androidhandy kam auf 3.x :DDD aber Fedora stiehlt allen die Show: Kernel 5.10.rc6. Der Kernel läuft auch noch stabil, solange er bislang lief.

Phosh

Das Ziel von Phosh ist, alles möglichst groß darzustellen. Nativ hat das Display 1440×720 Pixel und bei der physischen Größe des Displays, ist das klein. Phosh hat dazu das DPI Scaling der Gnome-Shell aktiviert. Ich vermute 200-300% werden es sein. Damit werden zwar „kleine“ Appfenster gut dargestellt und auch die Icons der Apps sind super gut erreichbar, aber Apps ohne Vorbereitung fallen durch überbreite Fenster auf, wo man zum Teil keine Buttons erreichen kann um die Fenster wieder zu schließen oder die gewünschte Funktion zu aktivieren. Hier ist noch viel Arbeit von allen Seiten nötig.

Schön, weil fast wie auf Android, ist die Liste offener Anwendungsfenster, welche sich mit einem Wischen schließen lassen, was aus Gründen die offensichtlich sind (siehe oben), für einige Fenster gar nicht anders geht. Wer jetzt denkt, daß wäre idiotensicher, der muß das Handy nur mal auf Landscape Modus umstellen. Wie Ihr dann feststellen könnt, kommt Ihr an diese Liste nicht mehr ran! Die Umsetzung ist knallhart Portray-Mode-only. Der Wechsel von Portray zu Landscape und zurück ist allerdings schnell erledigt. Es fällt in den Bereich von „bedingt lästig“.

OpenSSH Server aktiviert

Bevor wir zur Sektion kommen, was alles geht und was nicht, brechen wir uns erstmal die Finger und Updaten das Phone per SSH, denn per App „Gnome-Software“ geht das nicht 😉

Dazu müßt Ihr es natürlich erstmal im WLAN haben, aber der Schritt ist harmlos ( einfach aufs WLAN Icon klicken und Frage beantworten ). Jetzt wird schwieriger.. die Wifisoftware hat nämlich einen „Bug“, das „Feature“ „zufällige MAC-Adresse erzeugen“ ist permanent aktiviert. Jedes mal, wenn das Pine startet, hat es eine andere Mac-Adresse. Weil es eine neue MAC hat, bekommt es eine neue IP „Hallo neues Gerät!“. Keine Ahnung wer das witzig fand, ich bin nicht begeistert!

Um die IP des Gerätes zu bekommen gibt es zwei Wege: entweder Ihr macht die Terminal App auf dem Handy auf und gebt „ip a“ ein oder Ihr fragt Eure Fritzbox nach der aktuellen IP des Handies, was aber schnell eher unübersichtlich werden wird.

Per SSH könnt Ihr dann direkt mit „ssh manjaro@IP“ einloggen, wenn Ihr als Passwort das „123456“ eingebt. Ein „sudo su“ später seid Ihr dann Root. Ja, ROOT... AUF DEM HANDY! So muß das sein!

ACHTUNG: Alles was Ihr jetzt gemacht habt, betrifft nur Manjaro und ist ohne Gewähr.

Jetzt sichert Ihr erstmal den SSHD gegen Wörterbuchattacken ab:

$ vi /etc/ssh/ssh_config

Den Punkt „PermitRootLogin without-password“ aktivieren und abspeichern.

$ systemctl reload sshd

Dann hinterlegt Ihr einen SSH Schlüssel unter /root/.ssh/authorized_keys.  Auf dem PC dazu „ssh-keygen -b 4096 -t rsa“ oder auch was besseres eingeben und die Ausgabe vom .pub-Teil des erzeugten Schlüssels in die authorized_keys Datei des Handies schreiben. Das sieht dann am Ende ungefähr so aus:

ssh-rsa AAAAB3NzaC1yc2EAAAADAQABAAABAQC4/CkjqfdfBZFbuR2eADHlUeMbVyWKpoi0y9ZiXNsO5sEbEC3GMQSGzh+inNhktsCpBBy85FjxpsEuSd3vkHOBu8SAD8MhPVsTjt12+Me9un16fHOOUPopSIYnYFEJKExPYAIy9bXkqG9QKwiT610OQ9VfHMqyM3NLLOpoYc2GLnapymmgvXNgSouZ387CxDZAG5RQx3QAPEy4Cafmr8enLUKRrDrgLYVtxb91J9lzuvySQz+pHalfhWvQanW6GzH1t7MlumBjNzpqXIfK+R4+GjJlD+3W1DvuRPluWE3YX8yi2LQzuu6pTEQtb2RYJLCDebw0D4cNAem+49z6UYun user@pc

Ich habe übrigens keine Ahnung wem dieser Pub Key gehört, ehrlich nicht 😀

Jetzt ändert Ihr noch das Passwort für den Benutzer „manjaro“ auf etwas kreativeres um. Denkt dran, das ist dann auch das Passwort zum Entsperren des Handies 😉

$ passwd manjaro

jetzt zweimal neues Passwort benutzen und das war es. Jetzt noch die Software updaten:

$ pacman -Syu

Damit wird alles aktualisiert. Alternativ „pamac update *“ benutzen.

Die Apps

Wir gehen nicht alle durch, keine Sorge.

Unter Phosh ist Gnome Maps vorinstalliert, liefert aber nur einen Überblick wo man gerade ist. Der Fensterinhalt lässt sich mit Zwei-Finger-Zoom Gesten vergrößern und verkleinern, an die Buttons zur Routenplanung und den Einstellungen kommt man aber nicht ran. GTK ist vermutlich nicht die Wahl für responsive Layouts.

Gnome Maps funktioniert ungefragt auch gleich mit dem eingebauten GPS! In den Datenschutzeinstellungen kann man das Abschalten, allerdings bleibt der Chip an und frisst Strom. Kennt man von anderen Handies auch. Aber das Pinephone hat ja anders als andere Handies eine Reihe von mysteriösen Datenschutzschalten auf der Rückseite ( unter dem Deckel ) verbaut, mit denen man alle Module wie Mic, Lautsprecher, GPS, usw. abschalten kann. Den Strom müßte man auch softwaretechnisch kappen können, finde ich. Jedes mal den Deckel aufmachen wäre irgendwie blöd.

Die Telefonieapp namens Calls ist noch in der Steinzeitphase seiner Entwicklung: sie geht aufrecht, aber schick ist anders. Auch öffnen sich die Apps nicht alle im Fullscreenmodus. Dies hängt davon ab, ob die Apps auf das Pinephone vorbereitet wurden oder nicht. Chatty finde ich cool und als ich dann endlich rausgefunden hatte, wo denn die geschickte SMS ist, kam der nächste Facepalm! Statt eine SMS App zu schreiben, tauchen die SMS als Chatkontakte auf! Deswegen ist die App auch vorinstalliert. Zum Glück kann die XMMP, besser bekannt als Jabber, und so ist die App auf dem Handy ein gewollter Begleiter. Leider kann man darüber nicht per Jabber oder SIP telefonieren. Das wäre auch wegen des Energiemanagements von Linux nicht möglich. Dafür braucht man Gajim, aber eigentlich Jitsi, wenns denn funktioniert 😉

Geary als Mailprogramm ist eine handytaugliche Wahl. Ich habe das auf meinem Tablet auch drauf. Hier stößt es aber an Grenzen, die man mit GTK und aktiviertem DPI-Scaling nicht mehr in den Griff bekommt. Megapixels heißt die einzig funktionierende Fotoapp. Diese wird aber noch von nur einem einzigen Entwickler geschrieben, der sich durch undokumentierte Funktionen eines noname Chips schlagen muß. Wenn Ihr Geld, Bier oder Pizza spenden wollt, hier ist seine Webseite: https://brixit.nl/ . Megapixels könnte sogar QR Codes auslesen, wenn der Patch schon in der Mainstreamversion enthalten wäre.

Ein Telegram Chat ist auch gleich mit drauf. Den habe ich aber nicht ausprobiert.

Was nicht geht mit Manjaro

Die Firefoxversion ist ein Kuriosum, es scheint die Android Mobile Version zu sein. Verbindet man sich nämlich mit diesem Firefox auf eine Meet Jitsi Instanz, so sagt einem die Webseite, man solle doch die App nehmen 🙂 Youtube „geht“, aber es ruckt.

Kalender sind auch so ein Ding: hier kommt Evolution zum Einsatz … oder mangels Nutzbarkeit auch nicht 😉 Evolution ist aber eigentlich ein Mailprogramm, fragt erst gar nicht.

Cheese kann man gleich löschen, das kann die Cams gar nicht ansprechen.

Mit dem Handy kam ein Dock. An dem Dock war ein HDMI Anschluss. Wohl dem, bei dem dieser Dock so funktioniert wie er sollte. Meiner scheint defekt zu sein. Ich bekomme zwar beim Booten kurzzeitig ein HDMI Bild vom Bootscreen, aber das war es dann auch schon. Als Netzwerkadapter kommt es auch nur auf 100 Mb/s, was aber deutlich mehr ist, als das Wifi. Das Wifi ist 2.4 Ghz only, schafft aber, und das ist mir unklar, 4,4 MB/s. Das kann eigentlich gar nicht sein, weil 2.4 GHz Wlan nur 1,8 MB schaffen sollte. Die Fritz!box und das Handy müssen mehr als nur einen Kanal benutzen.

Man kann Videos mit MPV abspielen, aber dafür wird die unterdimensionierte CPU benutzt. D.b. der Film ruckelt und ist nicht synchron zum Ton. Dabei hat das Handy eine Mali400 GPU, die das locker schafft. Woher weiß ich das? Das sehr Ihr in drei Tagen in „Fedora erobert das Pinephone“ 😉

Fazit Tag 1

Mit den leichten Abstrichen ist das jetzt schon ein Handy, das man benutzen könnte, aber für „Normalos ohne fundierte Linux Kenntnisse“ ist das natürlich noch nichts.

Was Ihr jetzt aber schon einmal machen könnt, ist Euch eine schnelle Mircro-SD Karte ab 16 GB, besser 32+ GB, zu besorgen und einen Cardreader zu organisieren, der die Karte auch sauber ansprechen kann. Achja, Handy bestellen nicht vergessen 😉

Wir lesen uns Montag wieder, wenn wir das Telefon Stück für Stück in einen brauchbaren Zustand überführen, am Ende rockt es richtig, versprochen 😀

 

Fedora erobert das Pinephone

 

 

Tablet: Fedora 33 Beta auf Surface Pro 4

Wieso würde ich Euch eine Nachricht antun, daß Fedora 33 Beta Linux auf meinem Tablet läuft? 🙂

Tablet: Fedora 33 Beta auf Surface Pro 4

Also ein Grund ist, das es Gnome 3.38 hat:

der andere Grund ist, daß es bis vor 10 Minuten nicht ging 😉

Im LiveImage von Fedora 33 kommen neue Grub Bootloader zum Einsatz und die starten nicht auf dem normalen Surface Pro 4, weil das wohl ein Firmware Update braucht, was es natürlich als reines Linux System nicht bekommen wird.

Ihr entsinnt Euch vielleicht an diesen Artikel: Fedora Guide – Falls der Grub2 Fix bei Euch versagt

Grub 2 hatte da einen bedauerliches Problem. Das wirkt sich nun scheinbar auf das Liveimage aus.

Beheben lies sich das durch ein Transplant der Grubbootloader in der Boot-Partition von F31 auf F33. Fedora ist dran, wird da aber ein kleines Problem haben, weil das Firmwareupdate von Microsoft kommen müßte.

GGf. können die Jungs vom Surface Kernel Projekt helfen, aber das wird sich erst in den nächsten Tagen entscheiden, denn noch wissen die nichts von Ihrem Glück.

PS: ich staune. Mein nur zu 77% gefüllter Akku soll angeblich noch 6 Stunden bei 4 Kernen und aktivem Turbo halten. Wie lange wäre das denn, wenn der voll wäre??? und schon sprang er auf 5h 45m. Verdacht: Es lügt mich in freundlicher Absicht an 😀

Hmm.. „Suspend“ funktioniert, der wacht sogar sofort wieder auf, wenn man auf den Power-Knopf drückt. Leider killt er dabei den Wifichip 🙁

UPDATE:

Stellt sich gerade raus, es ist wohl ein Timing Problem, denn 1 von ca. 10 Boots klappt und je schneller man bootet, nachdem der USB Stick eingesteckt ist, desto wahrscheinlicher der Start. Ich hoffe wir finden das raus. Der Grubsfiles sind da wohl nicht von Bedeutung.

Das Update ist der Anfang vom Ende

Noch letzte Woche habe ich einer Linux-Usergroup Sitzung die Material-Shell Erweiterung für Gnome gezeigt und für sinnvoll erklärt. Zum Glück bin ich kein Politiker.

Das Update ist der Anfang vom Ende

Das keine 5 Tage später mein vorsichtiges Empfehlen dieser Erweiterung zu einem rüden Stop kommen würde, konnte da noch keiner ahnen. Leider kann ich Euch nicht zeigen, wie die Material-Shell funktioniert, da sie sich sehr erfolgreich durch ein Gnome-Extensions-Update selbst zerbröselt hat.

Trotz diverser Versuche, inkl. Neustarts von Gnome, war ich nicht in der Lage die Erweiterung auf diesem Benutzeraccount wieder zum Laufen zu bekommen. Da darf man gespannt sein und vermutlich alles, was mit der Erweiterung zu tun hat wie „Config“,“Cache“,“Erweiterung selbst“ aus den Verzeichnissen löschen und dann von vorn anfangen. Ohne diese Maßnahme kommt es zur sinnlosesten Fehlermeldung ever: „Error“

Damit kann man als Gnome-Benutzer natürlich nichts anfangen, außer die Erkenntnis gewonnen zu haben, daß es sich da jemand sehr einfach gemacht hat. Zum Glück kann man mit der Looking-Glass Konsole von Gnome doch etwas erfahren, aber halt nur als Eingeweihter in die Tücken der Gnome-Erweiterungen. Diese sind z.Z. in Javascript geschrieben und können daher tatsächlich von Webentwicklern geändert werden, die JS verstehen. Das hilft zwar nicht immer, weil es kein Browser-JS ist, aber kleinere Fehler kann man beheben.

Eine Debugkonsole von Gnome mit InhaltWir haben also den Fehler „TypeError: GObject.registerClass() used with invalid base class ( is Source )“

Scheint also ein Programmierfehler zu sein in der neuen Version. Das hätte ja eigentlich beim Testen mal auffallen müssen. Mit einem Trick kann man das ganze „Retten“:

Mit Firefox ladet Ihr jetzt die V4 der Gnome-Erweiterung für die passende Shellversion (34) runtern:

Die gespeicherte Version ist ein ZIP File, das packt Ihr einfach aus und wechselt in das erstellte Verzeichnis.

Ihr macht nun einen zweiten Dateibrowser auf und navigiert nach: „./local/share/gnome-shell/extensions/material-shell@papyelgringo“ . Alles was Ihr findet wird gelöscht, der Ordner bleibt.

Dann kopiert Ihr den Inhalt des frisch ausgepakten ZIP Files in das leere Verzeichnis:

Zwei Dateibrowser mit Inhalt einer Gnome-Erweiterung beim kopieren von Dateien

Drückt „ALT+F2“ und gebt „r“ ein. Das startet Gnome neu und siehe, die Material-Shell geht wieder. Problem gelöst, aber Updates gibt es erstmal keine mehr 🙂