Linux: 190GB RAM erwünscht ..

Da heißt es immer, Linux wäre so Ressourcenschonend .. mu har har har..auf dem Papier, ok 🙂

190 GB RAM erwünscht

Vorhin glitschte bei mir kurz die TOP Anzeige durch, da fielen mir folgende Angaben auf:

3294 marius 20 0 9,9g 1,0g 53144 S 0,7 6,7 2:18.47 java
2767 marius 20 0 3658568 703720 157848 S 1,3 4,3 8:02.93 thunderbird
4718 marius 20 0 3611796 622464 245956 R 2,7 3,8 41:28.36 firefox
3061 marius 20 0 5029712 561352 140764 S 0,3 3,4 36:38.85 skypeforlinux
2636 marius 20 0 1404048 516784 55476 S 0,0 3,2 0:48.15 gnome-software
2577 marius 20 0 3878152 293020 103852 S 0,0 1,8 8:53.58 cinnamon
6285 marius 20 0 2848784 275648 178572 S 0,0 1,7 1:06.03 Web Content
1713 gdm 20 0 2882496 222756 105604 S 0,0 1,4 0:11.92 gnome-shell
4961 marius 20 0 2721516 222324 147568 S 0,3 1,4 1:35.18 Web Content
2601 marius 20 0 98,4g 201364 73168 S 0,0 1,2 0:22.12 liferea
9771 marius 20 0 2612880 192700 127616 S 0,0 1,2 0:23.12 Web Content
10910 marius 20 0 2607960 187556 129964 S 3,3 1,1 0:19.45 Web Content
4900 marius 20 0 2627124 185064 106852 S 0,0 1,1 1:11.14 WebExtensions
2998 marius 20 0 935120 177228 90376 S 0,0 1,1 1:38.35 skypeforlinux
11932 marius 20 0 2581276 174744 129216 S 0,0 1,1 0:13.21 Web Content
4833 marius 20 0 2688600 172948 117520 S 0,0 1,1 1:31.50 Web Content
2603 marius 20 0 2899340 167280 99908 S 0,3 1,0 1:18.97 skypeforlinux
2090 root 20 0 431540 157632 127032 S 0,3 1,0 10:22.48 Xorg
2418 marius 9 -11 2493616 104560 16004 S 1,3 0,6 25:37.16 pulseaudio
3151 marius 20 0 82,4g 98896 77908 S 2,7 0,6 8:23.59 WebKitWebProces

rechnet man das zusammen, gehen alleine diese drei Prozesse davon aus, daß sie zusammen 190GB brauchen werden. Tun sie natürlich nicht 🙂 Zum Glück, weil das Mainboard nur maximal 32 GB könnte 😉

Wieder „Zum Glück“ sind dies nur die virtuelle Speicherblöcke. Denkbar wäre allerdings, daß ein manipulierter RSS Server, Liferea erkennt und einfach GBweise RSS Daten an den Prozess schickt, bis das System zu Tode geswappt wurde.

Für Liferea schauen wir mal in die pmem Tabelle rein:

15655: /usr/bin/liferea –gapplication-service
000055cbe8e92000 112K r—- liferea
000055cbe8eae000 284K r-x– liferea
000055cbe8ef5000 144K r—- liferea
000055cbe8f1a000 16K r—- liferea
000055cbe8f1e000 4K rw— liferea
000055cbe8f1f000 4K rw— [ anon ]
000055cbe99bf000 110760K rw— [ anon ]
00007f8800000000 33554432K rw— [ anon ]
00007f9000000000 33554432K —– [ anon ]
00007f9800000000 16777216K rw— [ anon ]
00007fa23c000000 132K rw— [ anon ]
… 2 Kilometer mehr an Speicherblöcken entfernt..

33G+33G+16G = 82G

Die rechtlichen 16 GB möchte er dann doch für den „Rest“ verbraucht wissen .. naja.. Ich geh mal davon aus, daß der Entwickler K mit M verwechselt hat und eigentlich 100 MB Ram haben wollte, was für LifeRea auch 99M zuviel gewesen wären 😉 Ich erwähne das eigentlich nur, weil das nicht erst seit gestern so ist: I wish

Wieso allerdings der WebKit Prozess da auch 82.4GB Ram haben wollte, entzieht sich mir jetzt. Die anderen WebKitProzesse waren mit viel weniger zufrieden.

Linux-Games: Ortho Robot

Was man so alles beim Durchsehen von Updatemeldungen findet:

OrthoRobot

Nicht mehr das jüngste Game, aber mal was völlig anderes als nur Ballergames. Das Spiel schliesst die Lücke zwischen 2D und 3D, in dem man buchstäblich die 3D Welt auf 2D falten muß um durchzukommen.

 

Schnell muß man nicht sein, da es kein Zeitlimit gibt. Ihr könnt also im Prinzip stressfrei spielen und knobeln. Hier ein paar Impressionen:

Viel Spaß dabei.

Linuxtablet: NetFlix mit echten Tabletfeeling

Wer hat ein Android Tablet und nutzt da NetFlix oder irgend eine andere Video-App drauf? Vermutlich fast jeder, behaupte ich mal keck 🙂 Ok, was haben ein Linux Surface-Tablet und Android Tablet nicht gemeinsam?  😀

NetFlix mit echten Tabletfeeling

Ist ne blöde Frage, weil so fast alles. Worauf ich heute hinaus möchte ist, daß es keine native NetFlix-App gibt. Wie unterschiedet sich eine native NetFlix App zu, sagen wir mal, einem Browserfenster unter Linux in dem man ja auch NetFlix schauen kann? Nun, der Browser landet nicht sofort auf dem Startbildschirm von NetFlix. Es würde erstmal ein Fenster aufgehen, dann würde man sich einloggen und dann erst bei der Wiedergabe gäbe es vielleicht Fullscreen Video. Das unterscheidet sich von einem Android Tablet, weil da startet man NetFlix und ist „drin“.

So 100prozentig bekommen man das leider nicht hin, aber bis 99.9% würde schon gehen 🙂

Wir brauchen

Für dieses Beispiel brauchen wir einen gültigen NetFlixlogin, einen aktuellen FireFox, ein eigenes Desktopfile und ein eigenes Profil für Firefox mit dem wir spielen können 🙂 Am besten macht Ihr Euch jetzt mal eine Konsole auf ( gibt Leute die nennen das Terminal ):

Schritt 1 – Zugangsdaten besorgen

Wer seine Zugangsdaten nicht anderweitig gesichert hat(dringend empfohlen), der kann sich diese aus seinem aktuellen Firefox Profil kopieren:

Firefox starten -> Einstellungen Menü -> Sicherheit & Datenschutz -> Gespeicherte Zugangsdaten -> nach Netflix suchen.

Pro-Tip: KDE Connect ist das Tool, daß Euch diese Daten auf dem Desktopbrowser direkt auf Mobile Endgerät transportiert. Einfach auf dem Desktop „markieren & kopieren“ (CTRL-C) und auf dem verbundenen Mobilgerät „einfügen“. Fertig. So einfach ist Interkonnektivität und verschlüsselt wars auch 😉

Schritt 2 – ein neues Profil anlegen

Wir starten jetzt mal den Firefox mit der Option „-P“ aus der Konsole:

Wir sehen den Firefoxprofilemanager mit zwei Profilen, eines ist benannt: Netflix Mit „Create Profile“ legt Ihr das NetFlix Profil an. Vergesst aber nicht, daß Ihr den Haken bei „benutze ausgewähltes Profile beim Start“  weg zu machen, weil das nicht unser neues Defaultprofil werden soll, sondern ausschließlich für NetFlix da ist.

Schritt 3 – Firefox konfigurieren

Zunächst installiert in das Profil mal „NoScript“ rein und schaltet es auch ein. Dann ruft Ihr https://www.netflix.com  auf und aktiviert im Noscript alle nötigen Punkte für NetFlix. Das ist deswegen wichtig, weil der Firefox, solange Netflix offen ist, ggf. Webseitenöffnungen an sich zieht und dann würden die frei laufen, ohne das NoScript das verhindert. Nun installiert Ihr noch das „NetFlix 1080p“ Addon, damit Ihr unter Linux die HD Wiedergabe habt. Da wir nur Netflix brauchen, sind wir fast fertig.

Wichtig ist „mir“ noch, daß  in die „about:config“ geht, nach „Picture-“ sucht und die beiden „True“ Treffer vom Picture-in-Picture abschaltet. Das ist rein optional, aber sieht später besser aus im NetFlix Betrieb. Picture-in-Picture kurz PIP, ist dafür das, daß man ein Video aus der Webseite ausgliedert und es beim weiteren Studium der Webseite sehen kann. Dies kommt aber in unserem Benutzermodell schlicht nie vor, daher würde das kleine blaue Button einfach nur die Ästhetik stören 😉

Ich rate an dieser Stelle dazu, sich mal bei NetFlix einzuloggen und den DRM Support zu aktivieren. Falls was schief geht, hat man noch die Browser UI zur Hand mit der man alles ändern kann, was wir jetzt gleich ändern werden 🙂

Schritt 4 – Desktopfile anlegen

Kommen wir zum „interessanten“ Teil der Aktion, dem KISOK-Modus von Firefox. Der Kioskmodus ist genau dafür da, daß man einen PC irgendwo hinstellen kann und niemand kann an den PC ran, während der eine Webseite mit Infos anzeigt. Sehr praktisch, findet man z.B. immer in Computerläden als Suchmaschine für Produkte des Ladens.

Um den Modus zu aktivieren müssen wir Firefix mit der Option „–kiosk“ starten. Der Browser startet dann im FullScreenmodus ohne Adresszeile und Fensterrahmen. „F11“ funktioniert dann nicht, so daß man den Browser nicht in den Fenstermodus zwingen kann um Ihn zu umgehen. Das geht natürlich trotzdem, aber der Punkt interessiert heute nicht 🙂

Damit wir ein ICON zum Starten von NetFlix ( oder jedem anderen Dienst, den wir so nutzen wollen) bekommen, legen wir ein Desktopfile im Schreibtisch an:

Dateiname: ~/Schreibtisch/netflix.desktop

Da schreibt Ihr das hier rein:

[Desktop Entry]
Version=1.0
Name=NetFlix
GenericName=NetFlix
Comment=Browse the Web
Exec=firefox %u –new-instance –kiosk -P netflix https://netflix.com/browse
Icon=/home/marius/Bilder/netflix-logo.png
Terminal=false
Type=Application
MimeType=text/html;text/xml;application/xhtml+xml;application/vnd.mozilla.xul+xml;text/mml;x-scheme-handler/http;x-scheme-handler/https;
StartupNotify=true
Categories=Network;WebBrowser;
Keywords=web;browser;internet;
X-Desktop-File-Install-Version=0.23

Wer sich ein NetFlixLogo von der NetFlix Webseite abspeichert und nach ~/Bilder/ als „netflix-logo.png“ sichert, der hat mit den obigen Einstellungen gleich das berüchtigte N auf dem Desktop prangen. Normalerweise muß man jetzt das Icon anklicken und die Ausführung als Desktopfile erlauben. Bei Gnome heißt der Punkt „Allow Launch“. Einfach draufdrücken und beim nächsten Doppelklick startet NetFlix dann im Kioskmodus im NetFlix Profil.

Weil wir ein eigenes Profil dafür haben, können wir darin alle Cookies von Netflix gespeichert lassen und erleben das, was wir auf dem Android-Tablet auch hätten. Wir starten NetFlix im Fullscreen, loggen uns einmal ein und bleiben eingeloggt, selbst wenn Ihr das Gerät über Nacht abschaltet. Wenn das nicht zu 99.99% dem Android-Tablet Erlebnis von NetFlix entspricht, weiß ich auch nicht weiter 😀

Der einzige Schönheitsfehler ist die fehlende OFFLINE Runterladerei der Filme. Wenn Euer Surface aber genug Leistung hat, könnt Ihr jeden NetFlixfilm auch so abspeichern. Das ist viel praktischer, weil man es dann auch auf einem anderen Gerät sehen kann.

Wie kommt Ihr aus dem Kioskmodus wieder raus?

Wenn Ihr Gnome als Desktop habt, so wie ich Euch das seit März 2019 predige, dann ist der Ausgang nur einen Wisch, vom linken Rand nach Rechts, weg. Und deswegen ist Gnome, der Touchdesktop bislang 😀  Mit einer Tastatur ist das natürlich viel einfacher, weil man dann nur die „Super“ Taste drücken muß, manche nennen das noch die Windowstaste, und schon seid Ihr auf der Desktop-Aktivität. Ein druck auf ALT-TAB  würde das natürlich fast auch bewerkstelligen, aber der geht tatsächlich nur mit Tastatur.

Was Ihr von da aus macht, liegt an Euch. Anders als auf Android, wird die Wiedergabe bei NetFlix nicht aufhören, wenn Ihr in eine andere App wechselt, aber das nervt mich da eigentlich schon seit Anbeginn der Zeit, also nehmen wir das Vorteil einfach mal mit 😀

Falls bei Euch auch der Doppelklick aufs Desktopicon per Touch nicht will

macht folgendes: verschiebt als Root die netflix.desktop vom Schreibtisch nach /usr/share/applications/ . Da liegen alle Programmstarter. NetFlix taucht jetzt in der Anwendungsliste auf und kann so als Favorit ins Dock eingefügt werden. Die Gnomeerweiterung „Dash to Dock“ bringt das dann als intelligentes Dock auf dem Desktop. Wobei, ein linker-Rand-nach-Rechts-Wisch, tut das dann auch 🙂

 

Linux Games: Pioneer mit sehr großen Displays

Mir ist gerade aufgefallen, daß Pioneer noch nie vorgestellt wurde im Blog, was recht Schade ist, weil man da endlich einen Weg für das >FHD Problem gefunden hat.

Pioneer – Willkommen Kadett!

„‚Die Föderation braucht Dich! Ja, Dich!‘ haben sie gesagt .. von wegen.. Die konnten uns nicht mal vor den Piraten schützen! Da mußte ich selbst ran.“ Pete war einer der alten Haudegen, die man in den Holostreifen sieht. Groß, bärtig, dick und über und über mit Schmutz überseht. Sein Overall würde vermutlich auch ohne Innenleben stehen bleiben. „Abenteuer erleben! Auf sowas fällst Du als junger Mann natürlich sofort rein, außerdem sollte die Bezahlung gut sein.“ Pete lachte. „Am Ende hatte ich gerade mal genug für einen kleinen 80toner zusammengespart.Pioneer logo„Also stand ich da in Shanghai mit meinem gebraucht Frachtschiff.. einen fuzzligen 1MN Laser und 100 Krediten, von denen schon der Hafenmeister 6 Kredite einzog, nur weil das Schiff den Besitzer wechselte. “ raunte mir Pete zu, als er seinen nächsten Drink zu sich nahm.

Pioneer Shanghai Spaceport

„Und?“ fragte ich,“ hast Du damit gut verdient?“ Die Frage war natürlich purer Eigennutz, schliesslich wollte ich nicht so wie Pete aussehen, wenn ich ein paar Jahre im All war. Er setzte sein Glas ab und rieb ich das Kinn. „Schau mich an Kleiner, so läuft man nur rum, wenn man es geschafft hat.“

Anflug Erde„Hey, Hey, Hey… ma langsam.. Du könntest ja auch reich und exzentrisch sein, woher soll ich das wissen.“ Pete grinste so breit, daß man meinen könnte ein Igel sässe auf seinem Kinn. „Da hast Du nicht ganz unrecht, bei dem Frachter ist es nicht geblieben. Siehst Du die Stahlwand da vorn vor der Bar?“ Ich drehte mich um fand an der Wand eigentlich nichts besonderes. „Das ist die Wand von meinem jetzigen Frachter 3000t Ladebucht, 100MW Dauerstrahlpuste, ein gezinkter Militärantrieb und siehst Du den Kratzer da rechts? Das war die erste Scharte für den ersten Piraten, der so blöd war mich anzugreifen. Die Scharten ziehen sich bis zum Heck! “ Ich mußte aufstehen und zur Tür gehen, um das „Heck“ überhaupt erahnen zu können.. wow.. er hat es also doch irgendwie geschafft.Erdorbit„Respekt“ sagte ich anerkennend zu Pete. Der lachte nur noch lauter. „Wenn man weiß, wie die Preise sind, dann kannst Du bald was besseres haben, also son ollen Frachter.“

Wer es von Euch Pete gleich tun will, der will Pioneer haben!

Workaround für den Bigscreenbug

Wenn Ihr mehr als FullHD Monitore habt, dann kann es passieren … wird es passieren, daß das Spiel irgendwie komisch startet. Wenn das so ist, speichert in den Einstellungen die Fullscreenoptionen ab, dann beendet das Spiel und editiert die „800“x“600″ in der Datei „.pioneer/config.ini“ weg und schreibt Eure native Bildschirm Auflösung z.b. 8192×8192 da rein. Danach startet Pioneer dann im Fullscreenmodus auch mit 3k aufwärts Displays.

Ich hatte übrigens für Euch ein Video produziert, mit allem Schicki Micki drin, den OpenShot zu bieten hat, aber leider darf ich Euch das nicht zeigen, der Soundtrack verstößt leider gegen das Copyright von Elite: Frontier

Linux: Surface Tablets und Laptops mit eigenem Kernel-Repo

„Du saga mal, Du hascht doch des Suuhrfaze, gibtsch da scho wos njeues pführ?“ hallte es aus dem mitfünfziger Herrn am Tisch gegenüber. Freundlich, aber bestimmt, machte Ihm mein Sitznachbar darauf aufmerksam, daß er kurz hinter Kiel wäre und folglich kaum zu verstehen sei. Dies schien den Herrn genauso wenig zu stören, wie der Umstand, daß mein Sitznachbar eher andigital veranlagt ist und es sich bei dem Gerät vielmehr um eine kurz Präsentationsleihgabe meinerseits handelte.

Nachdem die beiden Fischköpfe ( wir… vermutlich ) kurz getuschelt hatten, übersetzte eine junge Dame (Bezeichnung Anna-Luisa o7) für uns (daher auch die grobe Entschlüsselung oben) und es entstand eine schöne , wenn auch sehr kurze, Unterhaltung zum Thema: Linux auf einem Surface Pro 4.

Surface Tablets und Laptops mit eigenem Kernel-Repo

„Ja, da gibts was njeues.. ehm.. neues“ und für Euch schalte ich das Gespräch mal auf Allwissenden Erzähler um, sonst darf ich mich in Bayern gar nimmer sehen lassen. Also, Ja Leute, es gibt eine nicht mehr ganz taufrische Entwicklung, die teils sehr erfreulich, weil unheimlich praktisch ist, andererseits leider nicht so ganz funktioniert. Letzterer Teil wird derzeit noch untersucht.

Seit einige Monaten gibt es im Github einen eigenen Prebuild-Kernel für Arch, Debian und Fedora. Den richtet Ihr Euch so für Fedora ein:

  1. Das Repo hinzufügen:

sudo dnf config-manager --add-repo=https://pkg.surfacelinux.com/fedora/linux-surface.repo

2. Den Kernel  installieren:

sudo dnf install kernel-surface surface-firmware surface-secureboot
sudo dnf install --allowerasing libwacom-surface

3. Letztere Anweisung ist eher optional, falls man mit Wacom Probleme hat., was auch die Stifteingabe betrifft.

Surface rebooten, den neuen Kernel auswählen und jetzt kommt es drauf an, ob Ihr ein SP4/SB1 habt oder ein anderes Surfacegerät Euer eigen nennt, denn bei mir (SP4) bootet der Kernel zwar sauber, aber IPTS ist nicht da, was man allerdings für Touchbedienung braucht.  So bin ich kaum einen Schritt weiter als mit dem Kernel von Fedora selbst. Ein Problem an dem derzeit gearbeitet wird.

Und da ist auch schon die Lösung … ( sowas von genial den Artikel schon Tage im Voraus zu schreiben 😀 ) … dem mangelnden Touchsupport kann man so begegnen:

[root@surface]# rmmod ipts
[root@surface]# insmod /lib/modules/5.5.8-1.surface.fc30.x86_64/kernel/drivers/input/touchscreen/ipts/ipts.ko.xz singletouch=y

Was man dann so verewigt:

echo „options ipts singletouch=y“ > /etc/modprobe.d/ipts.conf

Man muß aber wissen, das dann der Stiftsupport abgeschaltet ist. Außerdem ist im 5.5er Kernel die Multitouch-Support komischerweise abgeschaltet, wer das braucht, muß den LTS Kernel 4.19 installieren. Ob das bei einem aktuellen Fedora 30/31/32 eine gute Idee ist, mag ich nicht entscheiden wollen. Allerdings hatte der 5.3er noch Multitouch dabei. Da frage ich mich jetzt, wieso das abgeschaltet wurde.

Weniger Energieverbrauch .. vielleicht

Eine andere Sache, die noch untersucht werden muß, ist der anscheinend geringere Stromverbrauch des 5.5.8 Kernels auf dem Surface Pro 4. zunächst sah es eher nach einem Batteryauslesebug aus, weil das Gerät lange auf 100% blieb, aber mittlerweile könnnte auch ein leichter Einspareffekt vorhanden sein. Ich hab das SP4 noch nicht lange genug im Referenzkernel laufen lassen, um da einen Vergleich zu haben. Ich schau nachher mal.

Kameras gehen immer noch nicht

Tja, schlechte Nachrichten für die NSA, die Kameras der Surface Pro 4+ funktionieren immer noch nicht unter Linux, was an sich jetzt schade für reguläre Kameranutzer ist. Dafür soll das Wifi jetzt im 5G Betrieb stabiler sein, was ja auch nicht ganz unpraktisch ist.

Die Sache mit dem Secure Boot

Nachdem ersten Boot, kommt im Bootprozess eine mördermäßig wichtige Einblendung, die einem bei der Installation auch mitgeteilt wird, allerdings steht im Installationshinweis, daß man, WENN MAN danach gefragt wird, ein Password eingeben soll um den signierten Kernel, bzw. dessen Signatur, ins Bios zu bekommen um dann Secure Boot nutzen können. Tja, was soll ich sagen, die Abfrage kam so nicht, denn dazu muß man während ein Timer runterzählt auf eine Taste drücken, sonst wird man auch nicht nach dem Passwort gefragt 🙂

Da ich da noch unsignierte Kernels zum Testen liegen habe, kann ich SecureBoot eh nicht einschalten, insofern ist mir das auch egal 😉 Wenn der neue Kernel natürlich dauerhaft funktioniert, dann kann man das später immer noch mit Hilfe des mokutil erledigen.

Der TypeCover Bug

Zwar prellt das TypeCover nicht mehr, aber dafür funktioniert es auch nicht mehr, wenn man es abzieht und wieder dran steckt. Was ein Problem darstellt, da man das Surface Pro 4 neu booten muß.

Ihr seht, da werden noch einige Fixe nötig werden, bis das stabil läuft.