Aus Gnome MPV wurde Celluloid

„Ins Hirn geschissen“ würden Bayern wohl zurecht sagen, wenn Sie von dem neuesten Streich wüßten, der die GTK Gui von MPV erwischt hat.

Aus GNOME MPV wurde Celluloid

Da über den Namenswechsel kaum berichtet wurde, und Google hat sich wirklich ins Zeug gelegt was zu finden, ist es jetzt auch leider zu spät sich dazu zu melden. Trotzdem soll nicht unerwähnt bleiben warum denn der Name geändert wurde:

Weil „GNOME MPV“ ein wenig uninformativ ist, wie GNOME Entwickler Tobias Bernard erklärt:

„Der aktuelle Name ist etwas unelegant und passt nicht wirklich zu anderen Anwendungen auf der GNOME-Plattform. Gute App-Namen sind in der Regel ein einzelnes Substantiv, das mit der Domäne der App zusammenhängt (z.B. „Fragments“ für eine Torrent-App oder „Peek“ für einen Bildschirmrekorder).

Also alleine schon die Auflistung der Beispiele ist ja wohl an den Haaren herbei gezogen! „Torrento“ wäre ein passender Name für eine Torrent-App, aber doch nicht „Fragments“. „Peek“, was soll das bitte sein? „to peek“ meint in der Übersetzung „gucken“, „spähen“, „nachsehen“, aber doch keinen Bildschirmrekorder.

Der alte Name „GNOME MPV“ macht genau das, was angeblich gefordert ist, er beschreibt was es ist: Eine Gnomeversion von MPV. Geht es eigentlich noch besser?

eine Rasenfläche mit Häusern

Um den hier gehts!

Also: Wieso nur?

Über die wahren Gründe kann ich nur spekulieren, aber die Assoziation „Celluloid/Zelluloid“ mit Film, Popkorn und „Rahmen“ ( kannste Dir nicht ausdenken sowas s.u. ) dürfte heutzutage hinken. Wo gibt es denn noch Kinos die analoge Projektoren haben? Im Museumsdorf? Wie alt muß man bitte sein um bei „Film ansehen“ als erstes an durchsichtige Plastikstreifen mit lustigen Bildern drauf und ein Mais-Butter-Komglumerat zu denken?

Ich habe dazu die „Diskussion“ dazu gefunden: https://github.com/celluloid-player/celluloid/issues/353

Wie jemand woanders meinte, könnte Celluloid als Name allein deswegen genommen worden sein, weil alles andere schon belegt war. Das fällt einem sehr schnell auf die Füße, wenn man doppelte Appnamen hat.

Wenn man sich die „Diskussion“ oben mal durchliest, merkt man gleich, daß das nur eine Handvoll Leute entschieden hat. Wenn die sich mal in 1-2 Jahren nicht wünschen werden, daß sie das mal lieber gelassen hätten. Wer jetzt nach MPV sucht, stolpert jedenfalls nicht mehr so leicht über den Player und wer RPMFusion aktiviert hat, wird eh nur leicht irritiert drein schauen und dann nur das reine MPV installieren.

Gesagt – Getan 🙂

Diese Arbeitshypothese habe ich gleich mal getested und dabei gesehen, daß das gnome-mpv Paket noch bei „dnf search mpv“ gefunden wird, weil es vermutlich als Baserpm noch im Repo vorhanden ist. Dabei fiel mir aber auch ein neuer Videoplayer auf MPV Basis auf : deepin-movie. Leider könnt Ihr Euch die Installation schenken, weil:

[marius@eve ~]$ deepin-movie
deepin-movie: symbol lookup error: deepin-movie: undefined symbol: _ZN3Dtk6Widget9DTitlebar7setIconERK7QPixmap

Da passen wohl das exe und die referenzierten Libs nicht ganz zueinander.

Kleiner Rework gefällig?

Wenn man GNOME MPV wieder als Namen haben will, kann sich entweder eine eigene DesktopDatei nach Schreibtisch kopieren oder gleich die systemweite Desktpdatei anpassen:

[marius@eve ~]$ cat /usr/share/applications/io.github.celluloid_player.Celluloid.desktop 
[Desktop Entry]
Version=1.0
Name[bg]=Gnome MPV
Name[ca]=Gnome MPV
Name[cs]=Gnome MPV
Name[da]=Gnome MPV
Name[de_DE]=Gnome MPV
Name[eo]=Celuloido
Name[es]=Gnome MPV
Name[fr]=Gnome MPV
Name[hr]=Gnome MPV
Name[hu]=Gnome MPV
Name[it]=Gnome MPV
Name[ja]=Gnome MPV
Name[nl]=Gnome MPV
Name[pl]=Gnome MPV
Name[pt_BR]=Gnome MPV
Name[pt_PT]=Gnome MPV
Name[ro]=Gnome MPV
Name[ru]=Gnome MPV
Name[sr]=Gnome MPV
Name[sr@latin]=Gnome MPV
Name[sv]=Gnome MPV
Name[tr]=Gnome MPV
Name[zh_CN]=Gnome MPV
Name[zh_TW]=Gnome MPV
Name=Gnome MPV
...

Ein paar Sekunden nachdem Speichern der Änderungen, aktualisiert sich das Menü und alle Appnamen in Nemo und Nautilus. Bis auf den „Celluloid“ Namen im Fensterrahmen, wärs damit erstmal wieder in grünen Bereich 😉

In dem Sinne: gute Nacht.

merkwürdiger Bug: Fenster springen auf und ab

„Stell Dir vor, Du kommst zu Deinem Desktop und die Fenster springen rum!“ Gibts nicht? Virus!? Root-Kit!? Tja, das werden wir dann mal lüften müssen.

Die Beschreibung

Wir haben Fedora 29 , Gnome-Shell 3.32 und als Programme Firefox & den SimpleScreenRecorder laufen.

Nach ca. 8 Stunden mehr oder minder Dauerbetrieb sprangen die beiden Fenster immer gleichzeitig zwei Pixel rauf und wieder runter. So sah es zumindest aus, in Wirklichkeit sprang das ganze Display als Geflacker rauf und runter. Hat man aber erst beim extrem genauen hinsehen bemerkt, weil der Hintergrund monochromatisch und dunkel war.

Ursache

„Thermale Überhitzung durch 8 Stunden Dauerencoden.“

Merke, wer mit einem Tablet Tutorials aufnimmt, sollte ab und zu eine Pause machen. Oder wenigsten mal auf Energiesparmodus schalten, damit die CPU eine Chance hat abzukühlen. Wieso da die Lüfter nicht stärker liefen, bleibt ein Rätsel.

Neuer Kernel, neues Glück?

Gnome Lollypop & das Tablet

Wie man ja unschwer in den letzten Wochen lesen konnte, erobert Gnome gerade seine alte Position als guter Desktop zurück. Heute kommen wir zu dem „QMMP ist zwar der beste Musikplayer, aber halt nicht in 3k+“ Problem.

QMMP und die 3k Auflösung

Es ist ja bekannt, daß QMMP nicht DPI-skaliert. Man kann zwar die UI im Ansichtsmenü verdoppeln, aber das geht bei 3k vielleicht gerade noch gut, bei 4k wäre auch das zu klein.  Also muß ein Player her, der DPI-aware unter Gnome ist. Hmm.. Musikplayer.. da war doch was .. hey, richtig : Lollypop : Musikplayer für GNOME

Den habe vor ein paar Monaten schon mal getest, da allerdings auf dem Desktop in FHD und da war QMMP noch deutlich besser. Das hat sich ja jetzt geändert. So kann es kommen 😀

Riesige Audioplayliste in LollypopOk, also Lollypop unter Gnome

Vorweg, der Player funktioniert. Im Hamburgermenü findet man unter Klangregler auch meinen Kritikpunkt von damals: den fehlenden Lautstärkeregler. Aber da muß ich gleich sagen, das Handling überzeugt mich nicht. Wer ein „Advanced Volume Control“ Widget für Gnome installiert, der kann im Toppanel auf den Ton für jede Anwendung regeln, und das hat massive Vorteile gegenüber der Lösung von Lollypop.

Klangregler für LollypopDer Klangregler in Lollypop hat zwar einen Equalizer dabei, aber der Workflow ist fürn A….. . Wenn man den nämlich im Hamburgermenü ausgewählt hat, dann gibt es keinen Weg zurück zur aktuellen Playlist. Wie Ihr oben im Bild seht, ist es eine zufällige Playlist. Jetzt ratet mal was passiert, wenn man die in der Seitenleiste links wieder aufruft ? Bingo.. die wird neu zusammengestellt. Klar, man kann sie speichern, aber ein Lautstärkeregler sollte immer erreichbar sein, oder mindestens eine „Zurück zur vorherigen Ansicht“ Funktionalität haben.

Hat der hier aber nicht. Also nimmt man besten den Top Panel Volumeregler für die App:

Lollypop mit Gnome Extension für Volume controlJetzt kann man die Lautstärke jederzeit ändern, ohne schädliche Nebeneffekte in Kauf zu nehmen. Finde ich persönlich jetzt besser. Alternativ kann man auch in der Klangregleransicht bleiben und über das Playlistpulldownbutton neben dem „Suche“ Button ( Bild 2 oben ) die Playlist manipulieren. Da ist aber nicht so wirklich überzeugend.

Apropos „Hamburgermenü“ muß ich das echt so nennen ? Es ist einfach nur ein Menü, oder?

Fazit

Lollypop im Touch unter Gnome funktioniert. Im Waylandmodus von Gnome, kommt bei der Suchmaske auf das OnScreenKeyboard raus, so daß das wirklich benutzt werden kann. Im Gegensatz zu Skype übrigens, das streikt mal so richtig fies im Chatwindow 😀

Grade wenn das Lollypop-Fenster voll aufgezogen ist, kommt ein gutes Feeling auf. Weniger gut ist der F11/Vollbildnmodus, der suckt richtig, aber nur wenn die eigene Musikothek Dateien ohne Albumbilder und korrekt MP3 Tags hat. Mit Bildern von Alben und Titeln, wird es optisch etwas besser. Als Partymodus wird es aber auch mal ohne gehen 😉

Apropos Partymodus … ich darf an der Stelle mal vermelden, daß das ProjektM Problem mit Fedora behoben wurde. Nachdem dem Entwickler mein Post mit den ganzen Problemen in die Hände gefallen ist, kam Bewegung in die Sache 🙂  ProjektM ist allerdings eher psychedelisch veranlagt IMO, aber wems gefällt 😉

Was mir noch fehlt, ist son klassischer FFT Analysator der den Sound in 3D anzeigt. Da gabs damals für WinAMP so richtig geile Teile. Selbst fürn Amiga waren da schöne Sachen dabei. Warum gibt es so etwas nicht für Linux? Mit PulseAudio sollte das doch kein Problem sein.

merkwürdiger Bug: Fenster springen auf und ab

Wayland: Firefox 66.0.1 macht noscript unbedienbar

Wer am 4.5.2019 auf diese Seite zugreift sucht eigentlich => Firefox Bug schaltet Plugins ab !!!

Ich fühle mich ja echt geehrt, daß Ihr diesen Artikel lesen wolltet, aber der Link oben bringt Euch an die wirklichen Infos zum aktuellen Firefox Addon-Signing  Problem.


Moin moin, frisch aus der Bugliste von Redhat habe ich da einen Fehler von Wayland für Euch. Ja, Wayland ist wohl Ursache für die Probleme, weil unter Xorg geht das gleiche Programm tadellos.

Firefox – Wayland – Gnome

Heute morgen habe ich das Update für Firefox auf 66.0 reinbekommen, und dann den Firefox-Wayland unter Gnome benutzt. Als dann die Debatte im Parlament über die Urheberrechtsreform dran war, wollte ich da mal auf Phönix reinsehen und mußte feststellen, daß man so lange klicken kann wie man will bei Noscript, es juckt die Buttons im Einsteller nicht. Das hier ist gemeint:

In den Options konnte man klicken wo man wollte, es landete immer im Domainnamen am Ende, statt auf den Buttons vorn. Teilweise fuhr das auch nicht aus. Das Verhalten war chaotisch. Beim Analysieren des Fehlers habe ich auf X11 umgestellt und schwupps, war der Bug weg.

Also, wer das derzeit auch erfährt, schaltet von Wayland auf X11 um, denn ein Update auf 66.0.1 half nichts.

 

Liferea und Wayland

„Naiver Thor, laß es zuende sein.“ Das wird leider nichts, das Thema will einfach nicht beendet werden ;D Da gibt es soviel was sich erst jetzt, wenn man es voll benutzt zeigt, da wird das Blog noch lange von belegt werden 😉

Gnome – Wayland & Liferea

Liferea kennt Ihr ? Das ist der RSS-Feedreader meiner Wahl. Ihr habt ihn auch schon hier gesehen:

Jetzt sieht das auf dem Bild natürlich so aus, daß alles geht. Geht im Prinzip auch, aber der dort zusehende Firefox, kann dummerweise kein OSK aufrufen, weil es die NICHT-Waylandversion ist, und man halt die Waylandunterstützung braucht. Jetzt fragt Ihr zu Recht, daß mir das ja hätte auffallen müssen, als ich das Bild da gemacht habe.

Leider nein, weil man das OSK nicht braucht, um eine Webseite zu scrollen. Das fiel dann erst heute morgen auf, als ich einen Webseitenlink wie gewohnt an jemanden, der sich für das gelesene Thema interessiert, mailen wollte. Der Thunderbird-Verfassen-Dialog ging auch auf, nahm aber keine Eingaben an 😀

Ursache – eine ungünstige Verkettung

Im Liferea ist in den Tool-Einstellungen der zuverwendende Browser auf Mozilla als Synonym für Firefox gestellt. Das führt natürlich dazu, daß der normale Firefox geladen wird. Der lädt natürlich auch den normalen Thunderbird 😀

Also stellen wir das von :

Liferea Einstellungen tools - browser

auf

immernoch die Browsereinstellungen in Liferea

um. Jetzt ist die Kette korrekt: Firefox-Wayland lädt Thunderbird-Wayland und das OSK ist da und benutzbar.

Merke: Mit Wayland als Basis, wird man noch an einigen Stellen nachjustieren müssen, bis das einwandfrei läuft. Ich bin gespannt, was der nächste Beitrag so bringt. Ach was solls, das nächste Thema ist „USB-LAN Adapter am Surface“.

Das Surface Pro im Rechenzentrum nutzen