Fedora: Gnome-Shell 40.0 Alpha auf dem Pinephone

Liebe Linuxphone-Fans,

ich habe für Euch Gnome 40.0 Alpha ausprobiert, und ja, das wird das spannend als Mobildesktop.

Fedora: Gnome-Shell 40.0 Alpha auf dem Pinephone

Kleiner Nachtrag zur Phoshumstellung:

Wenn man in Gnome-Tweaks die Text-Skalierung auf „1“ stellt, dann paßt der Unlocker auf den physikalischen Bildschirm.

Bei den Ganzen Toolkits ist mit dem DPI Scaling echt was faul, anstatt erst den Text zu vergrößern und dann zuberechnen wo der hin muß, wird erst berechnet wo das hin müßte und dann der größere Schriftsatz verwendet.

Das Lego-Film Motto kann man hier leider noch nicht anwenden, aber das wird schon 😀

Um Gnome ausprobieren zu können, muß man phosh erstmal stoppen. Das bedeutet, erst Phosh benutzen, damit man ins WLan kommt, dann per SSH als root einloggen und „systemctl stop phosh“ eingeben. Jetzt wärs es clever, die passenden Gnome Pakete zu installieren.

Die Pakete

Hier, was bei mir funktioniert hat:

chrome-gnome-shell-10.1-12
desktop-backgrounds-gnome-33.0.0-2
f33-backgrounds-gnome-33.0.8-2
gnome-autoar-0.2.4-5
gnome-backgrounds-3.38.0-2
gnome-backgrounds-extras-3.38.0-2
gnome-bluetooth-3.34.3-2
gnome-bluetooth-libs-3.34.3-2
gnome-calculator-3.38.2-2
gnome-classic-session-40.0~alpha.1-2
gnome-clocks-3.38.0-2
gnome-color-manager-3.36.0-4
gnome-contacts-3.38.1-2
gnome-control-center-3.38.3-2
gnome-control-center-filesystem-3.38.3-2
gnome-desktop-2.32.0-30
gnome-desktop3-3.38.3-2
gnome-disk-utility-3.38.1-2
gnome-icon-theme-3.12.0-15
gnome-initial-setup-3.38.3-2
gnome-js-common-0.1.2-22
gnome-keyring-3.36.0-5
gnome-keyring-pam-3.36.0-5
gnome-keyring-sharp-1.0.1-0.35.133722svn
gnome-maps-3.38.3-2
gnome-menus-3.36.0-4
gnome-online-accounts-3.38.0-2
gnome-phone-manager-telepathy-0.69-34
gnome-power-manager-3.32.0-6
gnome-remote-desktop-0.1.9-3
gnome-screenshot-3.38.0-2
gnome-session-3.38.0-3
gnome-session-wayland-session-3.38.0-3
gnome-session-xsession-3.38.0-3
gnome-settings-daemon-3.38.1-2
gnome-shell-40.0~alpha.1.1-4.20210202git9ce666ac1
gnome-shell-extension-apps-menu-40.0~alpha.1-2
gnome-shell-extension-common-40.0~alpha.1-2
gnome-shell-extension-horizontal-workspaces-40.0~alpha.1-2
gnome-shell-extension-launch-new-instance-40.0~alpha.1-2
gnome-shell-extension-places-menu-40.0~alpha.1-2
gnome-shell-extension-user-theme-40.0~alpha.1-2
gnome-shell-extension-window-list-40.0~alpha.1-2
gnome-system-monitor-3.38.0-2
gnome-terminal-3.38.1-3
gnome-themes-extra-3.28-10
gnome-tour-3.38.0-3
gnome-tweaks-3.34.1-2
gnome-usage-3.38.0-2
gnome-weather-3.36.1-3
libgnomekbd-3.26.1-5
libgnome-keyring-3.12.0-21

Auf die TOUR kann man getrost verzichten, aber ansonsten ist das so das „normale“ Minimalpaket.

Euer Pinephone zeigt jetzt einen schwarzen Bildschirm. Jetzt brauchen wir GDM : „systemctl start gdm“ .

Ein paar Sekunden später erscheint die neue Loginmaske von Gnome 40. Jetzt als „pine“ User einloggen und etwas Geduld, startet die Gnome-Shell sehr langsam vor sich hin. Leider gibt es vom Greeter keinen Screenshot, mangels Möglichkeit.

Was Ihr jetzt nicht seht, Euch aber leider eine Weile begleitet, der GDM Prozess läuft im Kreis mit 100% auf einem CPU-Core. Ihr habt also nur 3 Kerne und das Telefon wird jetzt sehr schnell, sehr warm. Zum Ausprobieren reicht das, aber ein als Dauerzustand kann man das vergessen.

Links seht Ihr, was Euch dann erwartet. Irgendwas passend skalieren scheint keiner richtig sauber hinzubekommen 🙁

Das ist der App-Starter, den man aber nicht anklicken kann, sondern ausschließlich per Swipe von Links->Rechts reinbekommt. Das Gnome-Dock von früher wurde nach unten verlegt und auch hier patzt die Gnome-Shell mit dem Scaling wieder. Zieht sich durch wie ein roter Faden 😉 Es ist eine Alpha, da ändert sich noch sehr viel.

Die Aktivitätenübersicht

Die App-Übersicht aka. Aktivitäten kann man links oben in der Ecke anklicken oder per Drei-Finger-zusammenzieh-Swipe aktivieren. Der Swipe ist allerdings eher hinderlich, weil die laufenden App allergisch auf die ersten Klicks der Finger reagieren könnten 😀 Das war bei 3.38 auch nicht anders.

Oben im Bild seht Ihr diese Minivierecke, das ist die Aktivitätenvorschau, auch hier hat das Skalieren komplett versagt. Das wird unmöglich so bleiben, weil viel zu winzig. Jetzt dürft Ihr mal raten, wie man App von einer Aktivität in die andere bekommen… ja, der dicke Finger hat, schafft das niemals gewollt das richtige Minivierreck zutreffen 🙂

Die Extensions

Wer alte Extensions im Home hatte, der darf die Updaten. Da das eine Alpha ist, gibt es da nur sehr wenig zum Updaten, ergo funktionieren die meisten Extensions nicht mehr, so auch meine Internet Radio App und da hatte ich mich schon so gefreut.

… Was cooles …!!!

Bei all den kleinen Problemen gibt es auch was positives zu berichten: Automatische Bildschirmrotation und GPS gehen mit Gnome auf dem Pinephone \o/ Die Bildschirmrotation arbeitet sauber und schnell. Sie läßt sich wie auch auf Laptops und Tablets mit einem Klick blockieren, wenn einem das auf den Keks geht.

Erstes Fazit

Wenn man mal von der Langsamkeit des belegten CPU Kerns absieht, dem allgemein langsameren Start von Gnome an sich und den Skalierungsproblemen, fühlt sich das ganz gut an, wenn man es benutzt. Deswegen kann es neben Phosh wieder spannend werden, welcher Desktop am Ende das Rennen machen wird.

Was leider nicht klappt ist, daß man in GDM beim der Anmeldung auf Phosh oder Cinnamon zu wechseln. Das wäre genial gewesen. Die Anmeldung wird bei GDM übrigens per OSK erledigt und daher auch ein echtes Passwort sein kann, statt nur Zahlen wie bei Phosh.

Hat also alles seine Vor- und Nachteile.

Fedora: Pinephone – Es funktioniert \o/

Ich habe gute und schlechte Nachrichten für Euch… bin gespannt, ob Ihr da mitzieht.

Fedora: Pinephone – Es funktioniert \o/

Also, mein Fedora Pinephone kann jetzt auch die natürlichste Sache für ein Telefon … „Telefonieren“ und die Kopfhörer funktionieren auch vollständig. Das Headsetmikro geht 1a und eins muß man dem eingebauten Pinephone Mikro lassen, das hat eine HAMMERMÄßIGE Reichweite. Aus 40cm Entfernung klingt das wie direkt am Mund. Ich befürchte allerdings, daß das im Freien dann weniger günstig für den Angerufenen ist 🙂

Musik hören macht so richtig Spaß \o/ Jetzt muß ich natürlich schon aus Prestigegründen LAHA ( @Malte … freu Dich auf die nötige GUI 😀 ) auf dem Handy zum Laufen bekommen  und das mit Pipewire statt PulseAudio, denn das ist die schlechte Nachricht, der ganze Kram geht nur mit Pipewire, aber da geht er gut. Um Pipewire aber zum Laufen zu bekommen, braucht Ihr das Januar 2021 Sys-Image und müßt leider vollständig von vorn anfangen.

Daten sichern

Ich rate dringend dazu, sich eine Kopie vom /home und den wichtigen Systemeinstellungen im /etc/ zu machen, z.B. dnf , yum-repos.d, ssh configs, .ssh Verzeichnisse für die ganzen pubkeys für den Zugriff ) und zieht auch eine Kopie der installieren Programme (rpm -qa | sort > rpm-liste.txt), damit der Wiederaufbau schneller geht. Denkt auch an die ganzen Hacks die wir schon gebaut haben: max-battery.sh z.B. !

Da man jetzt Manjaro, oder eine andere vorinstallierte Distro, nicht mehr braucht, kann man Fedora natürlich gleich auf die interne MMC schreiben, was alles deutlich schneller macht. Aber zieht Euch vorher eine Kopie, wer weiß wann man das mal wieder braucht.  ( dd if=/dev/mmcblk2 bs=1M status=progress | gzip -9 > /pfad zu einem Netzwerklaufwerk/pine-baseimage.img.gz  )

Erstmal kein Gnome mehr

Meine ganzen Arbeiten am Gnome sind erst einmal auf Hold, da keine Gnome mehr zur Auswahl steht. Dazu muß man sich erst GDM installieren und dann irgendwie umständlich was aktivieren. Das sehe ich mir in Ruhe an. Das bedeutet aber leider auch erst einmal, daß kein Webradio funktioniert und die ganzen anderen Helferchen die das unter Gnome richtig cool gemacht haben. Naja, telefonieren geht, das ist das richtigste.

Was man aber auch sagen muß, Phosh funktioniert jetzt viel besser als vorher. Es sieht alles halbwegs so aus, als ob das so gewollt wäre.

Ein echter Akt war das Aktivieren des Mobilen Netzzugangs, denn der Dialog passt nicht auf den Hochkantmodus ( Portray ) 🙂 geht also nur, wenn man vorher auf Landscape stellt.

Klingeltöne

Auch einen eigenen Klingelton einzustellen, endete im Bugzilla, weil ich davon ausgegangen bin, daß die Entwickler schon einmal ein normales Telefon in Händen gehalten haben 😀 Setzt man sich nämlich einen normalen Klingelton:

cp musicfile.oga /usr/share/sounds/freedesktop/stereo/phone-incoming-call.oga

wird der Klingelton nämlich bis zu Ende abgespielt, EGAL WAS PASSIERT 😀 Nehmt Ihr ab oder legt der Anrufer auf, endet das Playback nicht. Das fällt natürlich nicht auf, wenn der Klingelton nur 1.46s lang ist, so wie das bei dem Default Ton der Fall ist.

Wenn Ihr das selbst ausprobieren wollt, muß das Musikstück als OGG-Vorbis vorliegen, dem freien MP3 Ersatz. Das könnt Ihr über Audacity einfach exportieren oder mit anderen Tools in der Konsole umwandeln. Für die Kopieraktion müßt Ihr auf dem Telefon dann Root sein.

Ich habe mir jetzt ein 20 Sekunden Stück ausgewählt, das ist zwar eigentlich schon zu lang, aber macht wenigstens was her 😀  Aus dem Umstand, daß es noch keinen Klingeltonsetzer gibt, könnt Ihr meinen nächsten Beitrag ableiten 😉

natürlich kann man so auch jeden anderen Ton auf dem Pinephone anpassen.

Bildschirmfotos mit grim

Da das normale Gnome-Screenshottool nicht funktioniert, mußte ein Ersatz her. Ein Programm von dem ich noch nie hörte: grim . Dank an Peter, der das empfohlen hatte.

Allerdings ist das nicht so komfortabel wie das Gnome-Tool, man muß es in der Shell starten und selbst mit sleep so timen, daß es nur auslöst, wenn man das Programm vor sich hat, das man ablichten will 😉

Das müssen wir irgendwie über die Medientasten auslösen können, wie bei anderen Telefonen auch.

Ein paar Eindrücke:

DPI Scaling

An der Front gibt es auch so manchen Bug zu berichten. Was Ihr oben im Screenshot seht, ist einmal die 200% Auslösung bei Lollypop und einmal was passiert, wenn mal das Scaling auf 100% einstellt. Dann passt zwar ordentlich was auf den Bildschirm und auch die App-Icons sind endlich in einer vernünftigen Größe, aber Phosh patzt wie man sieht 😀

Das DPI-Scaling wirkt sich auch auf den Sperrbildschirm aus. daher überlegt Euch das gut, die 100% Einstellung bewirkt doch recht kleine Ziffern auf dem Sperrbildschirm. Das Fat-Finger-Syndrom sollte man im Hinterkopf behalten.

Ich hatte es in einem früheren Beitrag zum DPI Scaling schon mal gesagt, wenn man auf 100% umstellt, verschwinden die beiden Buttons und man kann nieeeeeeeeeeeeee mehr zurück ;D Das ist immer noch so. Aber, beim nächsten Phoshstart sind die 200% wieder da. Also einfach mal kurz Neustarten, wenn man auf 200% zurück will.

Alternativ kann man über die gsettings auf das 200 Scaling setzen. Das geht so:

gsettings set org.gnome.desktop.interface scaling-factor „2“
gsettings set org.gnome.settings-daemon.plugins.xsettings overrides „[{‚Gdk/WindowScalingFactor‘, <2>}]“

Wer seinen Desktop richtig verdrehen möchte…

schaltet auf 100% und benutzt dann Gnome-Tweaks um Schriftgröße und Text Skalierung anzupassen. Dann passt viel auf den Bildschirm und ältere Augen können damit noch arbeiten.

So damit lasse ich Euch erst einmal alleine, ich muß nämlich mal telefonieren 😉

 

 

Gnome ist in einem schlechten Zustand

Moin, Moin, ich habe wieder mal eins meiner Pinephone Probleme gelöst und dabei so viele Bugs in Gnome gefunden, daß ich keinen Bock mehr da drauf habe 😀

Gnome ist in einem schlechten Zustand

Wer „wmctrl“ nicht kennt, sollte ich das jetzt mal an tun. Es kann Fenster von Arbeitsflächen verschieben, Vergrößern, Verkleiner usw. weil die Windowmanager alle die gleiche API implementiert haben, damit Programme nur einmal geschrieben werden müssen.

Ich hatte das schon mal im Blog drin: Runes of Magic : Der schwarze Fix

Mit dem Tool habe ich jetzt alle Fenster so positioniert wenn sie sich öffnen, daß sie handylike den ganzen Platz verwenden, der da ist. Spricht: die maximieren sich jetzt alle… sagte ich alle? Nein, nicht alle. Alle Fenster die man mit dem Gnomeproject verbindet, wie die Einstellungen, die Extensionverwaltung, Maps, Wetterapp usw. die maximieren sich nicht.. warum sollten sie auch? Die machen das hier:

Alle anderen Fenster, also alles was nicht direkt mit Gnome zu tun hat, die fügen sich brav der Anweisung 😀

mehr als 16 Bugs eingereicht

Ich habe jetzt 16 offene Bugs bei Gnome, und alle sind mehr oder weniger offensichtlich, wenn jemand sein Produkt mal testen würde. Es scheint aber Usus zu sein, daß der Test von den Benutzern gemacht werden soll.

Das geht so gar soweit, daß ich jetzt die Gnome-Shell DOSen kann, indem einfach das onboard OSK Window, auf volle Größe des Bildschirm gezogen wird, weil dann kracht die Gnome-Shell in sich zusammen.

Ein Fenster aus dem Fullscreen zu swipen ( bugreport lesen wenn es interessiert ) crasht Mutter so hart, daß der Stacktrace vom Coredump 3 Bildschirmseiten lang ist!

Das Projekt ist in einem erbärmlichen Zustand, wenn Ihr mich fragt. Die sollten aufhören neue Version zu bauen und die ganzen Fehler mal fixen. Aber sowas ist ja uncool, oder? 😉 Die haben zur Zeit 1.231 offene Tickets. Das spricht Bände, finde ich.

Pinephone: Der Spiele Guide

Gnome-Extensions für das Pinephone

Willkommen zurück zu Eurem neuen Linux-Smartphone. Heute peppen wir die Gnome-Shell etwas auf. Falls sich jemand wundern sollte, wieso man nie das Mobilfunksymbol sieht, ich habe keine SIM Karte drin.

Gnome-Extensions für das Pinephone

Damit das alles klappt, eine kurze Einführung in die Gnome-Einstellungen. Öffnet die Einstellungen über das Pull-Down rechts oben in der Ecke, oder in der APP-Übersicht. Sucht die „Barrierefreiheit“, dazu müßt Ihr runterscrollen:

Wie bekomme ich die Fenster eigentlich so schön groß?

Packt das Fenster mit dem Finger am Titel und zieht es gegen den oberen Bildschirmrand. Ein Doppelklick hätte das gleiche Ergebnis, ist aber meistens nicht erfolgreich.

Eine der Apps die wir nachinstalliert haben, ist das Gnome-Tweaktool alias Optimierungen. Damit lassen sich sehr, sehr viele Aspekte von Gnome nachjustieren, z.b. die Schriftgröße oder … und das wird Euch gefallen… die Bildschirmvergrößerung zum DPI Ausgleich:

Das sollte erst einmal als Basis genügen. Ihr könnt natürlich einstellen, was Ihr wollt, ist ja Euer Telefon 😉

Gnome-Extensions – Das Salz in der Suppe

Zunächst muß sicher gestellt sein, daß die gnome-chrome-shell und unzip installiert sind. Die brauchen wir um per Firefox die Apps für das Pine zu installieren. Es gibt zwar auch welche aus dem Fedora-Repo, aber unsere leider nicht. Nun steuert Euren Firefox auf folgende Seite: https://extensions.gnome.org/

Auf der Webseite gibt es eine Suchfunktion, benutzt die einfach oder stöbert durch alles durch. Einige Extensions sind seit etlichen Gnome-Shellversionen überholt oder von Ihren Autoren aufgegeben worden. Das zieht sich leider durch den Gnome-Extensionpool durch. Dabei können einige ohne weiteres auch auf aktuellen Versionen von Gnome laufen, wenn die minimalen Fehler behoben werden.

Da es sich um Javascriptprogramme handelt, kann jeder Webentwickler da Hand anlegen. Ich z.b. habe einen Quickfix für die onboard-Integration eingereicht(hochtrabende Bezeichnung für den Maintainer einen Einzeiler zu senden 😉 ), der jetzt auch im Update drin ist.

Gnome-Extensions

Wir fangen mit den unproblematischen an:

„Applications Menu“ Falls Ihr horizontal arbeiten wollt, funktioniert das gut, aber vertikal ist in der Leiste eine unnötige Platzverschwendung. Wie der Name schon sagt, kann man da ein Anwendungspulldownmenü aller Apps bekommen.

Übrigens: Ein Swipe(Wischen) vom linken Rand nach Rechts öffnet die Appübersicht. Links und Rechts sind natürlich von der Rotation des Bildschirms abhängig.

„Caribou-resize-workspace“ Programme, die eine Eingabe haben für die eine Tastatur eingeblendet wird, werden verkleinert, so daß Programm und Tastatur vollständig zu sehen sind. Das sollten die Keyboards eigentlich von alleine machen, tun sie auch, aber nicht immer perfekt. Die Erweiterung verbessert das Ergebnis etwas.

Übrigens: Ein Swipe(Wischen) vom unteren Rand nach oben bring die Bildschirmtastatur zum Vorschein.

„Internet Radio“ Wer gern mit einem kurzen Klick Musik oder Nachrichten hören möchte, dem sei diese Erweiterung empfohlen, deswegen habe ich das Handy gekauft 😉

„Disconnect Wifi“ ggf. eine Bereicherung, weil es das Wifi nicht komplett abschaltet, sondern nur das aktuelle Netz trennt.

„Refresh Wifi Connections“ fügt einen Kopf für das aktualisieren der Netzwerkliste in den Wifi-Kontext. Das kann hilfreich sein.

„Openweather“ ist eine Wettereinblendung in der Gnome-Statusleiste. Horizontal sehr praktisch, vertikal eher ein Platzfresser.

„Netspeed“ blendet die derzeit genutzte Bandbreite ein. Das dürfte sehr praktisch sein, wenn man mobil surft und ein bisschen drauf achten muß.

Übrigens: Linux juckt es nicht, ob Ihr mobil im Netz seid, oder im WLan unterwegs seid, es macht Downloads ohne Rücksicht auf Verluste für Euren Geldbeutel 😉 Von Auto-Updates ist daher abzusehen.

Ich überlege, ob ich ein kleines Script an den Network-Manager anhänge, daß das Update auslöst, wenn sich das WLAN verbindet. Damit hätte man das dann im Griff.

„CPU-Freq“ hilft einem Energie zu sparen in dem man der CPU befehlen kann, weniger hoch zu takten oder weniger Cores zu benutzen. Wieso das mit den Cores nicht das Normal ist, werden wir wohl nie erfahren.

Das wäre doch echt cool, daß wenn die Load über 1 geht, jeweils der nächste Core hinzugeschaltet und dann auch wieder dynamisch abgeschaltet würde, wenn die Load sinkt. Das würde Energie sparen helfen. Ich glaube ich schlage das mal vor.

Kommen wir zu den schwierigeren Kandidaten:

„LightDM Lock screen“ fügt einen Lockbutton in der Gnome-Statusleiste hinzu. Das ist für uns jetzt wichtig, weil die aktuelle Gnome-Shell keinen Screensafer mit Passwortabfrage hat. Muß man also sein Smartphone sperren, braucht man diese App. Jetzt kommt der Haken: Es sperrt zwar den Bildschirm, aber leider kann man dann nicht mehr das Telefon per Powertaste abschalten ( Schlafmodus ). Das ist wiedersinnig, liegt aber darin begründet, daß es das Telefon noch nicht gab, als die Erweiterung gebaut wurde.

Außerdem müßt Ihr die vor dem Start erst einmal fixen:

$ vi .local/share/gnome-shell/extensions/lockscreen\@dev.antergos.com/extension.js

und dann dafür sorgen, daß es so aussieht:

_lockScreenButton = new St.Bin({ style_class: 'panel-button',
                                 reactive: true,
                                 can_focus: true,
//                               x_fill: true,
//                               y_fill: false,
                                 track_hover: true });

danach die Gnome-Shell neustarten. Das würde man mit ALT+F2 + Eingabe „r“ machen, aber weder ALT noch F2 stehen als Taste zur Verfügung. Ergo die harte Tour und Ihr seid ja eh schon in der Bash drin : „killall gnome-shell“ …

Breaking News: LightDM Lock v2 verfügbar

YES, I CAN! Vergesst einfach den letzten Block 😀 Einer Eingebung folgend, habe ich mir LightDM Lock mal angesehen und es um die nötigen Funktionen erweitert, das nach dem Screenlock, auch das Smartphone schlafen gelegt wird ( Suspend ). Damit ist das Telefon jetzt genauso absicherbar, wie ein normale Handy auch \o/

https://github.com/Cyborgscode/pinephone/blob/main/lightDM-lock-v2.zip

Der nächste Schritt wäre dann, die Power-Taste entsprechend umzupolen*.

Mit der Gnome-Shell sind wir für heute durch. Aber:

Gnome ist in einem schlechten Zustand

Im nächsten Teil der Serie spielen wir ein bisschen. Nicht alles, was auf dem Handy auch startet, kann man auch spielen, leider 😀

Pinephone: Der Spiele Guide

Link zum vorherigen Teil der Serie:

Das nackte Pinephone aufmotzen

*) Das läuft bereits erfolgreich auf meinem Pine:

Follow-Up: Pinephone Gnome Powerbuttonpatch

 

Pinephone: Wie man das doppelte Iconset behebt

Moin, Moin,

der nächste Pinephone Tipp für Euch. Diesmal gibt es ein Problem mit Fenster Icons.

Pinephone: Wie man das doppelte Iconset behebt

Hier erst einmal das Problem:

Achtet mal auf die linke und rechte obere Ecke. Das ist nicht normal und ein Bug Im… und genau da scheiden sich die Geister. Das dürfte man so gar nicht setzen dürfen und wenn es doch gesetzt wird, müßte es eine Entscheidung gegeben, ob links oder rechts. Wenn das jetzt kein Telefon wäre, sondern ein Desktop, dann hätte dieser Bug sogar was 🙂

Auf Bashebene kann man das so finden:

$ gsettings get org.gnome.desktop.wm.preferences button-layout
minimize,maximize:minimize,maximize,appmenu‘

Beheben kann man das so:

$ gsettings set org.gnome.desktop.wm.preferences button-layout „:minimize,maximize,appmenu“

Da Euch das mit Gnome auch auf dem Desktop-PC passieren kann, ist das eine universelle Lösung, die nicht auf Pinephones beschränkt ist.

 

Pinephone: Gnome Power-Buttonproblem gelöst

Gestern noch Extension, heute schon Downstream Patch. Naja, noch nicht ganz, aber schon eingereicht.

Pinephone: Gnome Power-Buttonproblem gelöst

Ich habe es ja schon geschrieben, das Pinephone unter Gnome läßt sich erfolgreich per Gnome Extension locken und ausschalten. Aber den Handy übliche Weg ging leider nicht, bis jetzt.

In einer nervenaufreibenden installationsschlacht, weil jedes sch*** Abhängigkeit mußte einzeln im Repo gesucht und installiert werden, was Stunden gedauert hat auf dem Pinephone, aber am Ende war alles dann sehr, sehr schneller erledigt. Mein Pinephone kann jetzt auf Druck der Powertaste gesperrt und runtergefahren werden. Damit ist ein alltägliches Mindestsicherheitsfeature von Handies erfüllt.

Da ich den Maintainer des entsprechenden Pakets gestern noch informiert habe, müßte es bald einen Downstreampatch geben für den Fedorabuild, der das dann sauber an alle Pines verteilt 🙂 Allerdings werden sollte Patche einer Reihe von Tests unterworfen, bevor sie akzeptiert werden. Ich bin da aber zuversichtlich.

Mehr dazu in Teil 6 ? der Artikelserie 🙂

Pinephone: Endlich! Linux auf dem Handy

Ja, ich gebs zu, ich habe es getan! Ich habe mir ein PinePhone 1.2 zugelegt.

Pinephone: Endlich! Linux auf dem Handy

Donnerstag vor einer Woche war es soweit, mein nur eine Woche vorher geordertes Pinephone erreichte mich eher überraschend. Statusinformationen zum Versand gibt es so gut wie keine, wenn man bei Pine etwas bestellt. Die Bestellung an sich war kurz und schmerzlos: Modell auswählen „2 oder 3 GB RAM“, Lieferadresse eingegeben und mit Paypal bezahlt.

Link zu PinephoneDas neue Telefon erreichte mich dann an einem Tag, an dem ich glücklicherweise frei hatte, also wurde das Telefon in Betrieb genommen und kurz geladen. Und damit kommen wir schon zum ersten Tip: Nehmt ein passendes Werkzeug, weil an Tag 1 bekommt Ihr den Deckel der Rückseite niemals mit dem Fingernagel auf 😀 Wenn das erstmal ein paar mal gemacht wurde, dann geht es ohne Probleme auch mit dem Fingernagel. Vor dem Laden muß man nämlich zunächst die Transportsicherung des Akkus entfernen und die MircoSIM-Karte einlegen. Hat man das geschafft kommt Level Zwei der Inbetriebnahme: Das Telefon entsperren 😉 Anders als Android und iOS Geräte, kommt das Pinephone im abgesicherten Modus aus der Box.

Apropos Box: Das übliche Unboxingvideo verkneife ich mir, so etwas machen nur Clickhuren auf Youtube 😉

Ab jetzt wird es spannend 😀

Abhängig von der vorinstallierten Distribution ist das Entsperrpasswort anders. Für meine Manjaro Community Edition lautetet es „123456“ und das sollte Euch irgendwie bekannt vorkommen 😀

Für später merken: Aufgabe Nummer Eins lautet Passwörter ändern!

Nach dem erfolgreichen entsperren bekommt man das hier zu sehen ( mangels Screenshotfunktion in Handyqualität 🙁 ) :

Sieht aus wie AndroidWas Ihr hier seht, ist die Phosh Oberfläche. Das ist eine Gnome-Shell mit stark an das Handy angepasster Funktion und im reinen Handybetrieb ist das auch gar nicht so falsch. Die Probleme kommen mit den Details. Damit es eine funktionsfähige Version der Oberfläche gab, mußte z.b. die automatische Bildschirmrotation abgeschaltet und durch einen Wahlschalter ersetzt werden. Was ihr dem Foto nicht entnehmen könnt, ist der Umstand, daß es ein 2:1 Format hat, es also berechtigter Weise als Handyknochen bezeichnet werden darf 😉 2:1 meint, es ist doppelt so hoch wie breit. Damit sind Probleme aller Art vorprogrammiert, die man mit Phosh aber nicht lösen kann.

Da es aber nur Phosh für Manjaro gibt, habe ich mich nach einem kurzen Check der Funktionen auf Fedora als OS verlegt. Dazu später mehr und das ist auch der Grund, wieso es keine Screenshots gibt 😉

Manjaro Community Edition

Die Manjaro Community Edition bietet ein vollständig funktionierendes Handy, auch wenn die Hardware (HW) eher substandard Ergebnisse liefert. Telefonieren kann man mit dem Gerät nur im Winter und auch nur draußen 🙂 Das liegt daran, daß das Handy eine Fehlkonstruktion ist. Möchte man telefonieren klappt das zwar, aber das Handy wird warm und jetzt ratet mal wo! Genau: direkt am Ohr … und es wird sehr warm. Stundenlang mit der Freundin quatschen ist aus zwei Gründen nicht drin: Das haltet Ihr nie aus ohne Headset und der Akku wird schnell geleert. Das Headset von jedem normalen Handy mit Klinke geht und auch per Bluetooth sollte das kein Problem sein. BT habe ich nicht ausprobiert.

Für alle die Wert auf aktuelle Kernel legen, ausgeliefert wird von Manjaro Kernel 5.6 . Das neueste Androidhandy kam auf 3.x :DDD aber Fedora stiehlt allen die Show: Kernel 5.10.rc6. Der Kernel läuft auch noch stabil, solange er bislang lief.

Phosh

Das Ziel von Phosh ist, alles möglichst groß darzustellen. Nativ hat das Display 1440×720 Pixel und bei der physischen Größe des Displays, ist das klein. Phosh hat dazu das DPI Scaling der Gnome-Shell aktiviert. Ich vermute 200-300% werden es sein. Damit werden zwar „kleine“ Appfenster gut dargestellt und auch die Icons der Apps sind super gut erreichbar, aber Apps ohne Vorbereitung fallen durch überbreite Fenster auf, wo man zum Teil keine Buttons erreichen kann um die Fenster wieder zu schließen oder die gewünschte Funktion zu aktivieren. Hier ist noch viel Arbeit von allen Seiten nötig.

Schön, weil fast wie auf Android, ist die Liste offener Anwendungsfenster, welche sich mit einem Wischen schließen lassen, was aus Gründen die offensichtlich sind (siehe oben), für einige Fenster gar nicht anders geht. Wer jetzt denkt, daß wäre idiotensicher, der muß das Handy nur mal auf Landscape Modus umstellen. Wie Ihr dann feststellen könnt, kommt Ihr an diese Liste nicht mehr ran! Die Umsetzung ist knallhart Portray-Mode-only. Der Wechsel von Portray zu Landscape und zurück ist allerdings schnell erledigt. Es fällt in den Bereich von „bedingt lästig“.

OpenSSH Server aktiviert

Bevor wir zur Sektion kommen, was alles geht und was nicht, brechen wir uns erstmal die Finger und Updaten das Phone per SSH, denn per App „Gnome-Software“ geht das nicht 😉

Dazu müßt Ihr es natürlich erstmal im WLAN haben, aber der Schritt ist harmlos ( einfach aufs WLAN Icon klicken und Frage beantworten ). Jetzt wird schwieriger.. die Wifisoftware hat nämlich einen „Bug“, das „Feature“ „zufällige MAC-Adresse erzeugen“ ist permanent aktiviert. Jedes mal, wenn das Pine startet, hat es eine andere Mac-Adresse. Weil es eine neue MAC hat, bekommt es eine neue IP „Hallo neues Gerät!“. Keine Ahnung wer das witzig fand, ich bin nicht begeistert!

Um die IP des Gerätes zu bekommen gibt es zwei Wege: entweder Ihr macht die Terminal App auf dem Handy auf und gebt „ip a“ ein oder Ihr fragt Eure Fritzbox nach der aktuellen IP des Handies, was aber schnell eher unübersichtlich werden wird.

Per SSH könnt Ihr dann direkt mit „ssh manjaro@IP“ einloggen, wenn Ihr als Passwort das „123456“ eingebt. Ein „sudo su“ später seid Ihr dann Root. Ja, ROOT... AUF DEM HANDY! So muß das sein!

ACHTUNG: Alles was Ihr jetzt gemacht habt, betrifft nur Manjaro und ist ohne Gewähr.

Jetzt sichert Ihr erstmal den SSHD gegen Wörterbuchattacken ab:

$ vi /etc/ssh/ssh_config

Den Punkt „PermitRootLogin without-password“ aktivieren und abspeichern.

$ systemctl reload sshd

Dann hinterlegt Ihr einen SSH Schlüssel unter /root/.ssh/authorized_keys.  Auf dem PC dazu „ssh-keygen -b 4096 -t rsa“ oder auch was besseres eingeben und die Ausgabe vom .pub-Teil des erzeugten Schlüssels in die authorized_keys Datei des Handies schreiben. Das sieht dann am Ende ungefähr so aus:

ssh-rsa AAAAB3NzaC1yc2EAAAADAQABAAABAQC4/CkjqfdfBZFbuR2eADHlUeMbVyWKpoi0y9ZiXNsO5sEbEC3GMQSGzh+inNhktsCpBBy85FjxpsEuSd3vkHOBu8SAD8MhPVsTjt12+Me9un16fHOOUPopSIYnYFEJKExPYAIy9bXkqG9QKwiT610OQ9VfHMqyM3NLLOpoYc2GLnapymmgvXNgSouZ387CxDZAG5RQx3QAPEy4Cafmr8enLUKRrDrgLYVtxb91J9lzuvySQz+pHalfhWvQanW6GzH1t7MlumBjNzpqXIfK+R4+GjJlD+3W1DvuRPluWE3YX8yi2LQzuu6pTEQtb2RYJLCDebw0D4cNAem+49z6UYun user@pc

Ich habe übrigens keine Ahnung wem dieser Pub Key gehört, ehrlich nicht 😀

Jetzt ändert Ihr noch das Passwort für den Benutzer „manjaro“ auf etwas kreativeres um. Denkt dran, das ist dann auch das Passwort zum Entsperren des Handies 😉

$ passwd manjaro

jetzt zweimal neues Passwort benutzen und das war es. Jetzt noch die Software updaten:

$ pacman -Syu

Damit wird alles aktualisiert. Alternativ „pamac update *“ benutzen.

Die Apps

Wir gehen nicht alle durch, keine Sorge.

Unter Phosh ist Gnome Maps vorinstalliert, liefert aber nur einen Überblick wo man gerade ist. Der Fensterinhalt lässt sich mit Zwei-Finger-Zoom Gesten vergrößern und verkleinern, an die Buttons zur Routenplanung und den Einstellungen kommt man aber nicht ran. GTK ist vermutlich nicht die Wahl für responsive Layouts.

Gnome Maps funktioniert ungefragt auch gleich mit dem eingebauten GPS! In den Datenschutzeinstellungen kann man das Abschalten, allerdings bleibt der Chip an und frisst Strom. Kennt man von anderen Handies auch. Aber das Pinephone hat ja anders als andere Handies eine Reihe von mysteriösen Datenschutzschalten auf der Rückseite ( unter dem Deckel ) verbaut, mit denen man alle Module wie Mic, Lautsprecher, GPS, usw. abschalten kann. Den Strom müßte man auch softwaretechnisch kappen können, finde ich. Jedes mal den Deckel aufmachen wäre irgendwie blöd.

Die Telefonieapp namens Calls ist noch in der Steinzeitphase seiner Entwicklung: sie geht aufrecht, aber schick ist anders. Auch öffnen sich die Apps nicht alle im Fullscreenmodus. Dies hängt davon ab, ob die Apps auf das Pinephone vorbereitet wurden oder nicht. Chatty finde ich cool und als ich dann endlich rausgefunden hatte, wo denn die geschickte SMS ist, kam der nächste Facepalm! Statt eine SMS App zu schreiben, tauchen die SMS als Chatkontakte auf! Deswegen ist die App auch vorinstalliert. Zum Glück kann die XMMP, besser bekannt als Jabber, und so ist die App auf dem Handy ein gewollter Begleiter. Leider kann man darüber nicht per Jabber oder SIP telefonieren. Das wäre auch wegen des Energiemanagements von Linux nicht möglich. Dafür braucht man Gajim, aber eigentlich Jitsi, wenns denn funktioniert 😉

Geary als Mailprogramm ist eine handytaugliche Wahl. Ich habe das auf meinem Tablet auch drauf. Hier stößt es aber an Grenzen, die man mit GTK und aktiviertem DPI-Scaling nicht mehr in den Griff bekommt. Megapixels heißt die einzig funktionierende Fotoapp. Diese wird aber noch von nur einem einzigen Entwickler geschrieben, der sich durch undokumentierte Funktionen eines noname Chips schlagen muß. Wenn Ihr Geld, Bier oder Pizza spenden wollt, hier ist seine Webseite: https://brixit.nl/ . Megapixels könnte sogar QR Codes auslesen, wenn der Patch schon in der Mainstreamversion enthalten wäre.

Ein Telegram Chat ist auch gleich mit drauf. Den habe ich aber nicht ausprobiert.

Was nicht geht mit Manjaro

Die Firefoxversion ist ein Kuriosum, es scheint die Android Mobile Version zu sein. Verbindet man sich nämlich mit diesem Firefox auf eine Meet Jitsi Instanz, so sagt einem die Webseite, man solle doch die App nehmen 🙂 Youtube „geht“, aber es ruckt.

Kalender sind auch so ein Ding: hier kommt Evolution zum Einsatz … oder mangels Nutzbarkeit auch nicht 😉 Evolution ist aber eigentlich ein Mailprogramm, fragt erst gar nicht.

Cheese kann man gleich löschen, das kann die Cams gar nicht ansprechen.

Mit dem Handy kam ein Dock. An dem Dock war ein HDMI Anschluss. Wohl dem, bei dem dieser Dock so funktioniert wie er sollte. Meiner scheint defekt zu sein. Ich bekomme zwar beim Booten kurzzeitig ein HDMI Bild vom Bootscreen, aber das war es dann auch schon. Als Netzwerkadapter kommt es auch nur auf 100 Mb/s, was aber deutlich mehr ist, als das Wifi. Das Wifi ist 2.4 Ghz only, schafft aber, und das ist mir unklar, 4,4 MB/s. Das kann eigentlich gar nicht sein, weil 2.4 GHz Wlan nur 1,8 MB schaffen sollte. Die Fritz!box und das Handy müssen mehr als nur einen Kanal benutzen.

Man kann Videos mit MPV abspielen, aber dafür wird die unterdimensionierte CPU benutzt. D.b. der Film ruckelt und ist nicht synchron zum Ton. Dabei hat das Handy eine Mali400 GPU, die das locker schafft. Woher weiß ich das? Das sehr Ihr in drei Tagen in „Fedora erobert das Pinephone“ 😉

Fazit Tag 1

Mit den leichten Abstrichen ist das jetzt schon ein Handy, das man benutzen könnte, aber für „Normalos ohne fundierte Linux Kenntnisse“ ist das natürlich noch nichts.

Was Ihr jetzt aber schon einmal machen könnt, ist Euch eine schnelle Mircro-SD Karte ab 16 GB, besser 32+ GB, zu besorgen und einen Cardreader zu organisieren, der die Karte auch sauber ansprechen kann. Achja, Handy bestellen nicht vergessen 😉

Wir lesen uns Montag wieder, wenn wir das Telefon Stück für Stück in einen brauchbaren Zustand überführen, am Ende rockt es richtig, versprochen 😀

 

Fedora erobert das Pinephone

 

 

Fedora: Ubuntu knockt Fedora aus dem Secure-Boot

Die Schlagzeile hat was, oder?  😀

Fedora: Ubuntu knockt Fedora aus dem Secure-Boot

Der Releasetermin für Fedora 33 wackelt, da kurzfristig einer neuer Blocker dazu bekommen ist. Ubuntu hat offensichtlich etwas voreilig eine aktuelle Revocationliste für Bootloader ins EFI-Bios verteilt und damit Fedora 33 Beta unbrauchbar gemacht. Um dem Bug zu begegnen, muß man natürlich erst einmal Ubuntu installiert oder laufen gehabt haben und dann Fedora booten wollen.

5. shim https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=1883609 NEW
Secure Boot fails to boot F33 Beta image

It appears that Ubuntu has pushed a Secure Boot revocation list early, so people who have previously installed Ubtunu will not be able to boot Fedora. This is accepted as a FESCo blocker.

Nachlesen kann man das auf Bugzilla.

Nicht ganz unüblich dürfte das bei Menschen sein, die sich gerade durch diverse Livedisks durchtesten, auf der Suche nach Ihrem zukünftigen Lieblingsbetriebssystems.

Da es auch mein Problem mit dem Bootvorgang auf dem Tablet betrifft, habe ich da natürlich Hoffnungen. Was mir gerade so einfällt: Wo ist eigentlich der Sinn von Secure-Boot, wenn man das im Bios einfach abschalten kann?

In anderen Fedora News

DoT oder DNS-over-TLS kommt wohl doch erst mit Fedora 34. Nicht aufgegriffen wurden auch die anhaltenden pcscd & RDP Probleme mit Gnome, oder der Umstand, daß man mit Fedora keine Screencasts in Videokonferenzen machen kann 🙁  Kommt alles ein bisschen spät für die Deadline, schon klar, war aber mit Sicherheit schon so, als F33 intern das erste mal durchkompilierte.

Von der Geary Front, vorgestellt im letzten BS-LUG Meeting, gibt es auch eine neue Entwicklung: Ein bereits vor Monaten eingereichter Bugreport über einen Formatierungsfehler bei in Antworten erzeugten Daten wie „ER/SIE schrieb am …. um .. das folgende…“ sind allesamt falsch lokalisiert. Als Zeitzone kommt UTC+0 und als Format „english“ zum Einsatz, was bei einer rein Deutschen Konversation per Email mit dem Satz endete: „Das hast Du doch nie vor 2 Stunden geschrieben!“ 🙂 Da ist jetzt neue Bewegung rein gekommen, da der Hauptmaintainer langsam versteht, daß es sich nicht um ein Übersetzungsproblem handelt, sondern um ein Lokalisierungsproblem. Solche Jobs übernehmen Betriebssystembibliotheken normalerweise für einen, aber man muß die natürlich richtig füttern 😉

 

Gnome 3.38: fühlt sich wie ein Rückschritt an

Fedora 33 BETA im Test und es ist nicht so wies sein sollte.

Gnome 3.38: fühlt sich wie ein Rückschritt an

Diverse Probleme plagen Fedora 33 in meinem jüngsten Test. Als Testhardware habe ich mal mein Surface Pro 4 benutzt, was ich besser gelassen hätte, denn Fedora 33 bootet nicht vom USB Stick, oder doch? Mögliche Antworten: Ja / Nein / Vielleicht   und alle sind korrekt :(((

Über das letzte Wochenende habe ich mir mit dem Jungs von der Fedora-Mailingliste einen Debugmarathon gegönnt, nur leider komplett erfolglos.

Steckt man den USB Stick mit Fedora 31 ins Laufwerk, ist ein Booten problemlos möglich, egal wie und wann man den Stick reinsteckt. Mit Fedora 33 geht das nicht mehr. Steckt man den Stick rein, startet die Hardware, wechselt ins Bios und bootet dann von USB, gibt es nur einen Reset. Steck man den Stick erst ein, wenn man schon im Bios ist, dann geht’s 😐  Das macht natürlich wenig Hoffnung, wenn das Gerät bald aktualisiert werden muß.

Wir haben den Grubbootloader ersetzt, die Biosbootconfig in 3 Sekunden zerstört, in 3h wiederhergestellt, und am Bootverhalten vom Surface änderte sich bezüglich Fedora 33 nichts. Es geht einfach nicht und Debuggen geht auch nicht, weil was willste da debuggen, wenn das System einen Instantreset macht? Wir tippen auf Firmwarefehler im EFI Bios des Surface, aber da kein Windows mehr drauf ist, wo sollte das Update dafür herkommen?

Aber, ich habe ne Menge über die Grubkonsole gelernt! Auch das die Anleitung von Fedora zum Recovery nicht funktionieren 🙁

Wenn es denn bootet..

… kommt man zum neuen Gnome 3.38 Desktop. Ich konnte zwar die neuen Monitoranordnung nicht testen, aber ansonsten ist es fast unverändert. Was einen Tabletbenutzer so richtig nerven wird, ist das neue Ausklappmenü zum Abmelden und Abschalten des Rechners.

Was für ein SCHEISS! Sind wir ernsthaft wieder in den Neunziger Jahren angekommen?

Was soll sowas?  Hat wirklich jemand unabsichtlich auf „Bereitschaft“ gedrückt oder versehentlich das Neustarticon nicht gefunden?

Ich glaube kaum, also warum in zum Geier ändert man das von ONE-Click in ein CLICK-MOVE-CLICK System????

Es war doch schon perfekt 🙁

Probleme mit Videokonferenzen

Was jetzt kommt ist eine alter Hut: Wayland ist noch nicht fertig! Party ! Jubbel ! Heiterkeit !  … moment.. nicht fertig? Aber es geht doch!?!?  Nein, tut es doch nicht..  Screenrecording geht nicht:

Wie man in diesem Screenshot sehen kann, sieht man nicht außer einem schwarzen Bildschirm, obwohl Firefox ( siehe oben ) den Bildschirm teilt. Wenn man das nicht in einer VM ( Screenshot ) sondern auf einer HW ( Surface Pro ) macht, dann ist auch das Jitsi Meet Icon links unten in der Ecke passend markiert, weil er wirklich Schwarzbilder streamt. Einfach selbst testen.

Das nächste Desaster naht

Wenn man jetzt LUG Mitgliedern die neuen Sachen wie ZRAM, BttrFS  zeigen will, geht das nicht, also muß man kreativ werden:

Überlegung: Installiere XRDP, lege User an, Verbinde Dich mit User auf RDP  und zeige Ihm einfach alles, indem Du von Deinem Desktop z.b. xFreeRDP oder Remmina überträgst … Tja.. was soll ich sagen.. wie wärs mit „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ …

Und dann steht Ihr da mit Eurem RDP Desktop der NUR NOCH diese Abfrage anzeigt, die man zwar beenden kann, die dann aber in der nächsten ms wieder aufpoppt!

Abrechen => Endlosslooping

Anmelden => neuer Requester mit anderem Text, aber den gleichen zwei Buttons!

Keine Eingabemöglichkeit!

Wie soll man da ein Passwort für einen User eingeben, der gar kein Passwort hat ????

Aus der Nummer kommt man nicht mehr raus, ergo muß man die RDP Session beenden und ALLE PROZESSE des eingeloggten Benutzers als Rootuser KILLEN. Das errinnert mich stark an ein Scherzprogramm aus den 90zigern.. hmm, wieder die 90ziger.. ein Muster deutet sich an 😉

Natürlich gibt es eine Ursache und eine Lösung, aber die Situation sollte gar nicht erst auftreten.

Ursache: pcsc-lite und Konsorten! Ein SmartCard-Service … auf einem Gerät ohne einen SmartCardreader!

Wie dämlich ist das, daß der sich dann auch noch so startet, obwohl er mit nichts arbeiten kann?

Schritt 1 eines SmartCardDaemons wäre festzustellen, welchen SmartCardreader er benutzen soll.
Schritt 2 eine Fehlermeldung ausgeben, weil er keinen gefunden hat.

Aber sicher nicht in einer Endlosschleife ohne Abbruchbedingung sinnlos Leute ärgern, seit JAHREN SCHON!

Lösung

Falls Euch das mal betreffen sollte, denn ich habe so meine Zweifel, daß andere Distris da besser abschneiden:

systemctl stop pcscd;systemctl disable pcscd
killall -9 pcscd
dnf erase pcsc* -y

und weg damit. Viel Spaß, falls Ihr RDP und SmartCards zusammen benutzen müßt. Schreibt mal eine Karte, wenn Ihr den Ort gefunden habt, wo das zusammen funktioniert 😉

Mal sehen was die Jungs von der Liste dazu sagen, weil die User-Experience, die ja so wichtig ist, mal direkt lang auf die Nase gefallen ist.

ZRAM

ZRAM läuft.. aber irgendwie merkt man nichts.. 2 GB RAM sind 2 GB RAM. Tja.. da braucht es wohl erst einmal mehr um überhaupt damit arbeiten zu können.

Bttrfs habe ich nicht ausprobiert, ich habe ja schon funktionierende Festplatten mit einem OS drauf 😉