CoronaChroniken: Wieso hört man nicht auf die Experten?

Liebe Maskierte,

wieso hören Leute eigentlich lieber auf Politiker und Verschwörungshansel, als auf die Experten und deren nackte Tatsachen?

CoronaChroniken: Wieso hört man nicht auf die Experten?

Wir suchen doch alle nach Wahrheiten, daher lasst uns doch die nehmen, die wir unumstößlich zur Hand haben:

Die Medizinproduktüberwacher sagen: Masken sind nicht sicher (nutzen im Zweifel nichts).
Die Arbeitsmediziner können sich „denken“, daß Masken helfen könnten.
Das RKI meldet eine stagnierende Verstorbenenanzahl ( auch wenn die überzogen ist ).
Forscher melden nahezu jeden Tag Durchbrüche bei Impfstoffen.

Falls es noch einer weiteren Aussage einer Bundesbehörde bedarf, dann lassen wir jetzt das Statistische Bundesamt mal zu Wort kommen:

7. August 2020 – Um die Frage zu beantworten, ob COVID-19 zu einer Übersterblichkeit führt, beobachten wir anhand einer Sonderauswertung die vorläufigen Sterbefallzahlen in Deutschland. Im Moment sind die Zahlen bis zum 12. Juli 2020 darstellbar. Im März 2020 ist bei einer monatsweisen Betrachtung kein auffälliger Anstieg der Sterbefallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren erkennbar. Im April lagen die Sterbefallzahlen allerdings deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre; seit Anfang Mai bewegen sich die Sterbefallzahlen wieder etwa im Durchschnitt.

Quelle: http://www.destatis.de – Kontextinformationen Gesellschaft

und wie sieht das aus? So :

Beim Vergleich mit bekannten Grafiken denkt bitte daran, oben ist nur der 1.4. – 12.7. zusehen:

Probleme beim Einordnen der Grafiken?

Ok, dann meine Interpretation davon:

Mitte Juni hatten wir den Tönnies Ausbruch mit ~2.400 Infizierten und trotzdem fallen die Sterbezahlen zwei Wochen später weiter ab. Da wir aus der Lancetstudie wissen, das nach dem Ausbruch bei einem schweren Verlauf die Patienten bis zum Tod im Schnitt 12,8 Tage im Krankenhaus leben, bedeutet das IMHO, daß beim Tönnieszwischenfall nicht mehr Menschen gestorben sind, also sowieso in der Zeit gestorben wären.

Das war auch gar nicht zu erwarten, weil die Stadt Krefeld dazu geschrieben hat, daß von den ~2.400 getesteten nur 34 überhaupt ins Krankenhaus mußten und davon 8 auf der Intensivstation lagen. Bei 20% Mortabilität von Intensivpatienten bei Infektionskrankheiten wären das 1,6 Menschen gewesen, halbe Menschen gehen nicht, also 2. Die zwei würde man in der Statistik nicht bemerken, weil die im Grundrauschen der Sterbefälle der Bundesrepublik (oben) untergehen.

Warum ist das wichtig?

Weil Grundrauschen meint, daß es nichts auffälliges gibt. Nichts auffälliges meint, keine Gefahr für die Allgemeinheit. Es gibt also keinen Grund mehr für weitere Schutzmaßnahmen, das Gegenteil ist der Fall, wir können erst einmal beruhigt aufatmen. Mehr Infizierte meint eben nicht automatisch auch mehr Tote wie man oben sehen kann!

CoronaChroniken: Das RKI, der Graph, die Welle

Liebe Maskierte,

in den letzten Tagen fiel mir etwas an den RKI Daten auf, da habe ich mal nachgefragt.

CoronaChroniken: Das RKI, der Graph, die Welle

Vor einigen Tagen habe ich die Pressestelle des RKI gefragt, warum die Zunahmen bei den täglichen Schwankungen der Infektionszahlen farblich hervorgehoben werden, die Abnahmen aber nicht.

Vorweg: das ist an sich kein Drama, da die Abnahmen viel weniger stark sind, als die Zunahmen. Allerdings ist das intransparent gestaltet und da stellt sich die Frage, ob das am Dashboardanbieter liegt, oder gewollt ist.

Ergo, habe ich da mal nachgefragt. Da ich niemanden persönlich vorführen möchte, habe ich den Namen ausgexxt. Natürlich liegen mir meine Emails noch vor, ich kann das also jederzeit belegen 😉

Hier die Frage vom 3.8.:

Guten Tag,

kurze Frage, gibt es einen Grund, wieso die Korrektur der
Infektionszahlen nach unten nicht genauso prominent dargestellt wird,
wie die Korrektur der vorherigen Tage nach oben? Wenn ja, welcher wäre
das? Wenn nein, planen Sie das noch anpassen zu lassen?

und hier die Antwort vom 3.8.:

vielen Dank für Ihre Anfrage. In der aktuellen Krise werden die Daten des infektionsepidemiologischen Meldewesens zu COVID-19 mit einem möglichst geringen Zeitverzug publiziert. Dies trägt der sehr hohen Dynamik der Lage Rechnung. Allerdings werden hierdurch zuweilen auch Daten vor Qualitätskontrollen und Validierungen veröffentlicht. Durch weitere Ermittlungen der Gesundheitsämter und Plausibilitätsprüfungen kann es zu Nachträgen oder Korrekturen kommen, was vereinzelt zu Abweichungen gegenüber den zuvor berichteten Daten führt. Die Fallzahlen werden dann entsprechend korrigiert. Auch Abweichungen nach unten sind möglich, etwa, wenn ein Fall nach der Ermittlung des Wohnortes einem anderen Gesundheitsamt zugewiesen wird. Dies ist Ausdruck der kontinuierlichen Qualitätssicherung durch die zuständigen Behörden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
***** *******
————————————-
Robert Koch-Institut
Pressestelle
Nordufer 20
13353 Berlin

Wer findet da jetzt die Antwort auf die gestellte Frage? 😀 Wäre das in einem Deutsch Aufsatz passiert, hätte der Lehrer unten „Thema verfehlt“ drunter geschrieben 😉

Also habe ich am 4.8. einem dezenten Hinweis an die Pressestelle geschickt, aber leider keine Antwort bekommen 😀

Ok, das ist erst 2 Tage her und vermutlich einfach untergegangen. Ich hatte vorgeschlagen, den Graphen im Dashboard durch zwei Graphen zu ersetzen: 1. mit dem aktuellen Stand in absoluten Zahlen  und 2. dem Delta-Graphen, der die Unterschiede + wie – zum Vortag zeigt.

Das könnte so aussehen:

Man sieht ja den Stand und die Änderungen.

Ich würde ja gerne zwei Graphen untereinander haben, so daß der Maßstab für den Änderungsgraphen günstiger ist, aber Calc gibt das leider nicht her 🙁 Egal, Ihr seht was gemeint ist. Am Anfang der Grafik oben, sieht man auch negative Änderungen zwischen dem Stand vom 31.7 und dem von heute 6.8 für die jeweiligen Tage.

Die Ursachen für diese Änderungen sind eigentlich klar: es kam zu Meldeverzug, weil der Arzt nicht mehr gefaxt hat oder das Gesundheitsamt hatte Feierabend oder es war einfach ein erstes Testergebnis, daß sich beim Nachtesten nicht bestätigt hat. Da gibt es genug Gründe, wieso die Zahlen nachträglich geändert werden müssen. Das es auch in beide Richtungen passiert ist ein positives Qualitätsmerkmal.

Nur die einseitige Darstellung im Dashboard des RKI Dienstleisters, die müßte mal mal ändern, weil so der Eindruck entsteht, daß die Lage absichtlich schlimmer dargestellt werden soll, als sie es ist. Ich persönlich denke ja, daß der Anbieter das einfach so nicht vorgesehen hatte und das schleunigst nachholen sollte.

Die aktuellen Zahlen

gibt es jetzt im Graphen:

In zweieinhalb Wochen werden wir wissen, ob das was da leicht ansteigt auch ein Problem ist, denn dann kommen die Zahlen vom Bundesamt für Statistik rein. Und jetzt geht raus und tankt Sonne für Eure Abwehrkräfte 😀

Übrigens Cato läßt grüßen: Ceterum censeo Personae esse delenda!

CoronaChroniken: Einschätzung des Bundesamt für Arzneimittel

Moin Moin liebe Maskenträger,

bei der Quellenüberprüfung in Sachen Community-Maske ergab sich keine grundlegende Änderung seitens der Schutzwirkung von Community-Masken.

CoronaChroniken: Einschätzung des Bundesamt für Arzneimittel

Den aktuell gültigen Stand ( 26.6.2020 ) der Aussage findet Ihr hier:

„Schutzwirkung: i.d.R. nicht nachgewiesen;
durch das Tragen können Geschwindigkeit des Atemstroms oder Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduziert werden“ Quelle: bfarm.de – Schutzmasken.html

Auszug aus dem Digitalen Wörterbuch der Deutschen Sprache zu „können“ :

2. ⟨jmd. kann etw. tun⟩ drückt aus, dass der im Infinitiv genannte Prozess oder Zustand auf Grund bestimmter Umstände oder Voraussetzungen möglich ist

Für alle Nicht-Spachnerds, meint : „‚möglich ist‘ … aber nicht eintreten muß.“

Bevor mich jetzt jemand in den Topf mit dem Protestaufmarsch in Berlin am ersten August Wochenende wirft, ich bin nur gegen unsinnige Maßnahmen. Würden wir FFP Masken mit nachgewiesener Schutzwirkung bekommen (und ich damit noch kucken könnte wo ich hinlaufe) wäre ich wahrscheinlich sogar dafür, aber so wie es jetzt ist, ist es halt Quatsch. Gegen die <5µm Viruspartikel, welche stundenlang in der Luft schweben können, die die eigentliche Gefahr im Supermarkt sind, gegen die schützt die Stoff-Gesichtsmaske halt nicht.
Gegen eine Schmierinfektion, weil man seine Hände nicht von kontaminierten Flächen lassen konnte, und diese nun unbedingt zum Kratzen an der Nase benutzen muß, da wird diese Maske einen kleinen Beitrag leisten können. Allerdings ist das reiner Eigennutz, jemand anderen schützt man so nicht.

Aber ich kann ja viel schreiben, lassen wir doch mal die Experten zu Wort kommen:

Träger der beschriebenen Mund-Nasen-Bedeckungen können sich nicht darauf verlassen, dass diese sie oder andere vor einer Übertragung von SARS-CoV-2 schützen, da für diese Masken keine entsprechende Schutzwirkung nachgewiesen wurde.“ Quelle: bfarm.de – Schutzmasken Stand: 3.8.2020

Offizielle Bundesbehörde – offizielle Erklärung – QED.

Eine Aussage einer anderen Bundesbehörde gefällig? Bitte schön:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:

Mund und Nasebedeckung“ – Einsatz für Private Nutzer : „denkbar¹“

¹) sinnvoll als ergänzende Maßnahmen zur allgemeinen Hygiene- und der Abstandsempfehlung, für alle Personen im öffentlichen Raum einschließlich der Beschäftigten

Stand: 12.6.2020  Quelle: baua.de – Schutzmasken.pdf

Synonyme für „denkbar“ : „vielleicht“, „möglicherweise“, „nicht ausgeschlossen“, „kann sein“, „soll vorkommen“, usw. „Wissen“ und „Schutz“ sieht anders aus 😉

Für Personal, welches mit Infizierten oder auch nur Verdächtigen arbeiten muß, wird übrigens im gleichen PDF eine FFP3 Maske empfohlen, weil das Schutzniveau der anderen Masken nicht ausreicht. Warum machen sich die Leute also noch etwas vor?

Da habe ich einigen Tagen eine schöne Erklärung für gehört: Es liegt am Verlangen des Menschen Kontrolle über sich und sein Schicksal auszuüben. Dies führte direkt zum Regentanz, Opferungen und anderem Unsinn. A hat halt nicht immer was mit B zu tun.

CoronaChroniken: Infizierte sind nicht zwangsweise Kranke oder Tote

Liebe Maskierte,

ich hab da mal eine kleine Umfrage für Euch gestartet, weil meine Frage nicht in der Lancet-Studie über Corona in Deutschland beantwortet wurde.

CoronaChroniken: Infizierte sind nicht zwangsweise Kranke oder Tote

Meine Frage war ursprünglich, sterben jetzt eigentlich immer gleich viele Menschen an/mit Covid-19 oder hat die Sterberate abgenommen?

Dazu braucht man erstmal die Sterbezahlen und rein praktisch, auch die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus. Die AOK, welche die im Lancet veröffentlichte Studie unterstützt hat, war so freundlich mir die Zahlen zu übermitteln:

Die gestorbenen Patienten liegen im Durchschnitt 12,8 Tage im Krankenhaus. Bei den beatmeten verstorbenen sind es 16,4 Tage, bei den nicht beatmeten Patienten sind es 10,3 Tage.
Wie lange die Patienten nach der Diagnosestellung bis zu Ihrem Krankenhausaufenthalt noch zu Hause waren, ist nicht bekannt.

Viele Grüße

Carina Mostert
Forschungsbereichsleiterin

Forschungsbereich Krankenhaus
Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)

Es gibt also einen Unsicherheitsfaktor, aber wir können mit 14 Tagen rechnen. Nicht geantwortet hatte übrigens: das RKI. Nun brauchen wir die Zahlen der Leute die als Covid-19 Verstorbene gelten, die gibts beim Bundesamt für Statistik:

https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/kontextinformationen-gesellschaft.html

Leider gibt es die Zahlen nur Wochenweise, was in Verbindung mit den täglichen Infiziertenzahlen zu einem, sagen wir es mal vorsichtig, gewöhnungsbedürftigen Graphen geführt hat:

Ein vergleich zwischen den Gestorbenen und den InfiziertenTrotzdem ist der Graph sehr aufschlussreich, da er anzeigt, daß zu Beginn der Pandemie die Leute im gleichen Maße wie die Neuinfiziertenzahlen gestiegen bzw. gefallen sind. Der Ausbruch bei Tönnies Mitte Juni hatte keine Zunahme der Sterbezahlen zur Folge … die Zahlen sind sogar weiter gesunken! Aus dem Graphen und den Zahlen der AOK kann man ablesen, daß auch drei Wochen nach dem Anstieg die Zahlen der mit Verbindung zu Corona verstorbenen weiter abnimmt. Drei Wochen sind als Zeitraum deswegen wichtig, weil die durchschnittliche Sterbedauer der Patienten 12,8 Tage (+7 Tage Inkubationszeit) beträgt und innerhalb der drei Wochen defakto Menschen hätten sterben müssen. Was nicht klar ist, ist die Frage, ob die ausländischen Hilfsarbeiter in ihren Ländern an der Infektion verstorben sind, so sie sich überhaupt absetzen konnten. Ein kleiner Unsicherheitsfaktor bleibt hier also im Spiel.

Schlußfolgerung

Das Virus ist entweder so mutiert, daß es weniger tödlich ist, oder die Behandlung wurde erfolgreich verbessert (unwahrscheinlich). Sollte der Virus nicht mutiert sein, dann hatten einige einfach Glück, daß sie in dieser Statistik nicht auftauchen ( Quarantäneerfolg z.B. ) oder die, die für einen tödlichen Ausgang empfänglich waren, sind jetzt bereits tod und können nicht nochmal sterben. Würde letzteres zutreffen, wären alle allgemeinen Maßnahmen zur Ausbreitungskontrolle überflüssig geworden. Auf die Maßnahmen zum Schutz von Risikopatienten hätte das keinen Einfluß.

In ca. drei Wochen wissen wir mehr, was genau der Fall ist, denn dann kommen die Sterbezahlen für den aktuellen Anstieg in die Destatis Auswertung und sollte es auch dort keine zusätzlichen Covid-19 Opfer geben, wäre der Fall klar: Virus Richtung harmlos mutiert oder empfängliche Personen bereits verstorben, denn diesmal ist es kein örtlich begrenzter Herd wie bei Tönnies, sondern aufs gesamte Bundesgebiet verteilt (mit örtlichen Schwerpunkten ). Dann könnten wir eine zügige Normalisierung einleiten und einfordern.

Ich bin optimistisch, daß es auch beim aktuellen Anstieg nicht zu viel-mehr neuen Toten kommen wird. Mit einigen wenigen werden wir aber leider rechnen müssen, da der aktuelle Anstieg andere Gruppen von Menschen getroffen hat, als Menschen im arbeitsfähigen Alter oder kurz „Nicht-Risikogruppe“ wie bei Tönnies. Das es derzeitig überhaupt noch Tote gibt, die Corona zugerechnet werden, liegt auch in dem Umstand begründet, daß das RKI nicht von seiner Politik „Einmal Corona nachgewiesen, immer an Corona gestorben“ abweichen will. Ich halte diese Regel für komplett falsch. Andere Länder sind da weiter: CoronaChroniken: Auch England hat die Statistiken überhöht

Das RKI

Ich finde auch eine Aussage in der letzten RKI-Pressekonferenz von Herrn Wiehler für höchst bedenklich: „Wir dürfen die Maßnahmen ( gemeint sind Maske, Hygiene, Abstand ) nicht hinterfragen!“

Doch Herr Wiehler, das dürfen, nein, das müssen wir sogar! Jeden Tag müssen wir die Zahlen auf die Probe stellen und die Maßnahmen und Entscheidungen überdenken, denn so wie es jetzt ist, ist es für alle nicht gut. Wenn die Implosion von insolventen Unternehmen wie erwartet jetzt im August (durch Auslaufen der Schutzmaßnahmen) stattfindet, dann wird es sogar richtig schlimm für alle!

PS: Ihr glaubt gar nicht, wie mir dieser Artikel unter den Nägeln gebrannt hat 🙂 Ich habe die Analyse rund 8 Tage zurückhalten müssen, weil das Bundesamt mit seinen Zahlen nicht nachgekommen ist 😀 die nächsten drei Wochen werden also seeeeeehr spannend 🙂

Kleine Fun Fakt am Rande: Das RKI zeigt in seiner Dashboard Darstellung der Neuinfizierten immer an, wenn frühere Tage nach oben korrigiert wurden. Was der Graph nicht darstellt ist der Fakt, daß die Zahlen auch nachträglich nach UNTEN geändert werden. Da ich die Zahlen aus dem Graphen übernehme und abgleiche, bevor ich die neuen Grafiken erstelle, bemerke ich das natürlich. Guter Transparenz ist das Verhalten des RKI leider nicht zuträglich, ein Trend zum „nach oben“ könnte natürlich auch gewollt sein 😉

CoronaChroniken: Covid-19 ist ein Problem für Alte

Guten Morgen,

gute Nachrichten für alle Eltern unter 45 Jahren: Kinder unter 15 sterben seltener als in 2019.

CoronaChroniken: Covid-19 ist ein Problem für Alte

Die unter 15jährigen Kinder der Eltern über 45 sterben zwar genauso selten in 2020, aber leider gilt das nicht für sie selbst. Bei den Kinder haben wir bis Woche 29/2020 in Westeuropa +39 Tote zu viel, also mehr als normal wären. Bis Woche 29/2019 waren es dagegen schon +226. Im Jahre 2018 wiederum nur -48, da sind als deutlich weniger gestorben als normal wäre. Wäre bestimmt spannend rauszubekommen, wieso das so war. Leider hielt der Trend in 2018 nicht, am Ende des Jahres waren es in Summe +120 Tote Kinder zu viel.

Bei den Eltern bis 45 liegt 2020 allerdings vorn, da sind es in 29/2020 +1.882 Tote. Richtig schlimm wird es über 45 Jahre, mit +16.195 bei den 45-64 jährigen und +25.247 bei den 65-74 jährigen. Ganz schlimm hat es die 74-84 jährigen getroffen: +61.010 und bei den über 85 Jahre alten Menschen lag die Zahl bei +91.228.

Diese Zahlen sind eine Aufsummierung von 1/2020 bis 29/2020, der rapide Anstieg war bis Woche 20/2020, seitdem stagnieren die Zahlen überall, außer bei den Kindern, da gehen sie weiter zurück.

Kurze Ansage für alle, die den Virus Covid-19 an sich leugnen wollen: Im gesamten Grippejahr 2018 ( +121.927 ) sind knapp 70.000 Menschen weniger gestorben als bis Woche 29/2020 bereits verstorben sind ( +197.646 ). Den Virus gibt es also. Das er nicht für alle Altersgruppen gleich gefährlich ist, ist eine andere Sache.

Kommentar

Die Wochen 11/2020 bis 19/2020 werden vermutlich als Todeswochen in die Geschichte eingehen. Woche 15/2020 markiert den Wendepunkt und zugleich die Spitze der Sterbewelle. Die Maskenpflicht wurde erst Ende Woche 17/2020 eingeführt, da war die Sterbekurve bereits massiv zusammengebrochen. Wenn man von 3-4 Wochen Behandlungsdauer bei schweren Verläufen ( die zum Tod führen ) berücksichtigt, dann haben sich die Gestorbenen in Woche 6-10 (Inkubationszeit ~7-10 Tage beachtet) angesteckt. Und wieder ein Indiz, daß die Maskenpflicht politischer Aktionismus ist.

Das es Deutschland und andere Länder nicht so hart getroffen hat, wie Spanien, Frankreich, England, Italien, muß andere Ursachen haben, als reine Abschottung, denn das Virus war ja bereits im Land. Es wäre wirklich Spannend da die wahren Ursachen, seien es Behandlungsfehler, Verhaltensweisen, Mangelernährung oder Demographie, herauszufinden.

Da wo Schatten ist, gibt es ja auch immer Licht, daher möchte ich hier nochmals darauf hinweisen, daß man Covid-19 auch mit über 100 Jahren noch überleben kann. Wichtig ist eine gesunde Ernährung, ein trainiertes Immunsystem zur Abwehr der Angreifer und wenige Vorerkrankungen, also alles, was man ohnehin braucht um überhaupt 100 zu werden 😉

Wer über 60 Jahre alt ist, sollte sich bei Viruswellen und anderen Infektionsquellen ohnehin immer etwas besser schützen als die jüngeren. Aber unsinnige Maßnahmen helfen keinem. Abstand halten, Kontakt vermeiden, ordentlich ernähren und hygienisch handeln, sind sinnvolle Maßnahmen.

Datenquelle: https://euromomo.eu/graphs-and-maps/

CoronaChroniken: Für diese Welle braucht es eine Lupe

Guten Morgen,

ich sage ja immer lasst Zahlen sprechen, aber die muß man auch lesen können 😉

CoronaChroniken: Für diese Welle braucht es eine Lupe

Fangen wir mit Pressezitaten an:

„Sehr beunruhigend“ fand das Rober-Koch-Institute die jüngsten Corona-Ifiziertenzahlen“.

und

„Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). „Die zweite Corona-Welle ist schon längst da. „

Quelle für beides: www.welt.de/politik/deutschland/article212210173 (25.4.2020)

Andere Zeitungen berichten ähnlich, da gehe ich jetzt mal davon aus, daß die die gleiche Quelle zitieren.

Da kann man leider nur folgendes zu sagen: „Ähm, nein.“, weil, diese Welle müßte man derzeit noch mit der Lupe suchen. Schauen wir uns mal die Zahlen grafisch an:

Ich habe in der Euch bekannten Grafik die beiden anderen Linien auf weiß gestellt, daß das man nur die relevanten wahr nimmt. Ich habe keine Lust laufend neue Grafiken zu erstellen in Calc, nur weil eine Info mal nicht so wichtig ist 😉

Ihr seht den roten Huckel im R um den 17.6. rum? Tönnies. Ihr seht wie stark der ist? Das lag an den Meldezahlen, die sahen so aus:

(Quelle: https://npgeo-de.maps.arcgis.com – RKI)

Weil es hier einen Sprung von 500 auf 1000 Meldungen gab, sprangt der R-Graph auch heftigst. Der rechnet das Verhältnis zwischen Vortagen zu Jetzt aus. Hier die Zahlen in absoluten Werten:

13.06.20295
14.06.20169
15.06.20262
16.06.20540
17.06.20990
18.06.20630
19.06.20888
20.06.20530
21.06.20260
22.06.20488

Eine Formel für den R Wert sieht so aus:  R = Summe( T-3: T-0 ) / Summe(T-8:T-4)  ( T= Tag ). Das kann man auch mit 7 Tagen (meine Version im Graphen ist eine andere) machen, dann wird es stärker geglättet. Jetzt schwankt das R deswegen so stark, weil die Mathematik das bei kleinen Ganzzahlen so vorschreibt. „Ganzzahlen“ übrigens, weil halbe Menschen gibt es nicht 😉 Brüche können also nicht vorkommen in der Summenbildung, im Ergebnis allerdings schon.

Mit den Zahlen oben, kleine Beispielrechnung:
(Hinweis: die Zahlen hier sind größer, weil die Ausgangsdaten nicht geglättet wurden)

20.6. ( 3038 ) / ( 1266  ) = 2,399684044
21.6  ( 2308 ) / ( 1961 ) = 1,176950535
22.6. ( 2166 ) / ( 2422 ) = 0,89

Jetzt sagen wir mal, es wären am 20.6. nur 30 / 12 gewesen = 2,5 und am 21.6 käme raus = 1,21 und am 22.6 wären es dann 0,875 . Jetzt das ganz mit noch kleineren Zahlen:  3/1 = 3,  2/1 = 2 und 2/2 = 1 .

Man sieht, die Schwankung der Zahlen hängt von dem absoluten Wert ab. Je kleiner der Wert, der größer die Ungenauigkeit im Ergebnis. Jetzt machen wir das mal mit größeren Zahlen:

( 30380 / 12660 ) = 2,399 … ups, das ist das gleiche Ergebnis wie oben, weil beide Werte in der Bruchrechnung nur mit 10 vergrößert wurden. Das hatte keinen Einfluß mehr, weil die absoluten Zahlen einen Grenzwert über die Genauigkeit des Ergebnisses überschritten hatten und sich das „*10“ natürlich wegkürzt ;).

Ergebnis: Wenn die absoluten Zahlen zu klein werden, dann kommen größere Schwankungen im R raus, weil die Genauigkeit nicht mehr gegeben ist. Ab einem bestimmten absoluten Wert, machen Rechnungen so keinen Sinn mehr!

Woran kann man das jetzt anschaulich sehen?

Das ist die Grafik zur prozentualen Schwankung ( rote Linien ) der Tageswerte von Neuinfizierten ( blaue Linien ):

Ihr seht, wie am Anfang, als die absoluten Zahlen noch klein waren, die roten Linien stark schwanken? Das ist zum einen der Effekt der kleinen Ganzzahlen, zum Anderen der wirklich starke Anstieg der Infizierten Zahlen. Das machte in Summe die prozentualen Anstiege sehr groß.

Wenn wir uns hier den 16.6.  in der dunkelroten Linie ansehen, schwanken de Tageswerte um biszu +20% gegenüber dem Vortag. Die absolute blaue Kurve der selben Zahlen unten dagegen, schwankt nur leidlich. Wenn man solche Effekte der zugrundliegenden Mathematik nicht beachtet, sagen prozentuale Schwankungen nicht viel aus. Da R auch nur ein Verhältniswert ist, genau wie Prozente, gelten da die gleichen Regeln.

Deswegen bleibe ich immer entspannt, wenn jemand ruft, „der R Wert ist über 1“ .. „krasse Änderung von R!“ „Wir werden alle Sterben“  .. ok 🙂 Werden wir nicht. Ihr wisst ja jetzt, beide Werte muß man im Auge haben um Panik zu vermeiden. Es ist auch zu erwarten, daß das Basisrauschen an Infizierten das ganze Jahr so weitergeht. Der Wert wird immer wieder schwanken. Das ist normal.

Die zweite Welle ist vielleicht schon die dritte

Den Anstieg, den Herr Kretschmar da sieht (und ihr hoffentlich auch) ist also nicht mal so groß wie beim Fall „Tönnies“. Natürlich kann sich die Infiziertenzahl weiter vergrößern und der Anfang eines größeren Berges werden, wissen tun wir das aber noch nicht. Auch wenn mein persönlicher R Wert 2 Tage in die Zukunft schaut, bleibt das nur eine Schätzung, mehr nicht. Eigentlich ist es auch eher eine Erwartung und die kommt bekanntlich auf den Erwartenden an 😉

Es spielt eh keine Rolle, wir werden diesen Virus alle früher oder später bekommen, falls er nicht zu einem neuen Virus mutiert, bevor Ihr den hattet. Das ist schließlich ein Virus, den interessieren unsere Maßnahmen nur begrenzt solange es keine Impfung gibt oder wir uns alle 4 Wochen in ein Loch eingraben und zwar jeder für sich. Auch wenn das immer so hart und herzlos klingt, aber die Masse der Bevölkerung hat bestenfalls eine grippeartige Erkrankung zu erwarten, auch wenn daran dann leider einige sterben werden.

Durch den Lockdown und die Vermeidung von Toten, wird es jetzt im Laufe des Jahres auch immer wieder zu, für sich genommen, größeren Herden mit Infizierten und ja auch Toten kommen. Das ist unvermeidbar ohne Impfstoff, ob Ihr mit Stofftuch vor der Nase rumrennt oder nicht. Hätte man die 1. Welle ausgesessen ohne Lockdown, wären die Toten die jetzt noch kommen, bereits tot.

Machtlosigkeit

Mir ist klar, daß viele Menschen nicht damit zurecht kommen, machtlos dem eigenen Tod gegenüber zu sein, aber wenn die Zeit für einen gekommen ist, dann ist sie gekommen. Da kann man nichts machen. Sprecht mal mit Menschen die auf Intensivstationen arbeiten oder im Altenheim. Die werden das bestätigen. Wir können den Punkt des Todes zwar manchmal etwas hinauszögern, aber das Ende kommt sicher, todsicher sogar.

Aus dieser Machtlosigkeit dem Unvermeidbaren gegenüber, ist übrigens auch die Maskenpflicht entstanden. „Wir müssen was tun! Egal was.“ Menschen reden sich dann auch immer ein, daß das was sie getan haben, einen Zusammenhang hat mit dem was dann geschieht. So ist der Regentanz entstanden, Religion, Aberglaube, hat alles den gleichen Ursprung: das völlige versagen, die Unwichtigkeit des eigenen Handelns der Welt gegenüber zu erkennen. Ab hier übergebe ich an die Philosophen 🙂

Mein Rat: ernährt Euch gut, entspannt Euch, nehmt weniger Drogen, treibt etwas Sport, geht an die Sonne, schlicht und einfach: gebt Euch die besten Chancen eine Krankheit zu überleben, wenn sie kommt. Das hilft sogar gegen anderen Viren 😉

CoronaChroniken: die App, die nichts tat.

Guten Morgen,

ich lese heute morgen Nachrichten und wäre fast aus dem Bett gefallen vor Lachen: 69 Millionen Euro für eine App, die ein Anfänger hätte zusammen klicken können und die bei Millionen nicht funktioniert hat.

CoronaChroniken: die App, die nichts tat.

Die Sache mit den Handies ist schon komisch, die sind dauernd an und laufen doch tagelang durch. Wieso fragt Ihr? Na weil die Handybetriebssysteme die Apps runterregeln, wenn die nicht gebraucht werden. Dieser Umstand war jetzt Pech für alle CoronaFans, die unbedingt wissen wollten, ob da einer mal irgendwann in Ihrer Nähe war, der Ihnen das Virus hätte vorstellen können: (Links dazu unten)

Chip.de: Millionen Android-Nutzer betroffen: Corona-Warn-App hat nicht gewarnt

Business Insider: Corona-Warn-App seit Wochen defekt, Millionen Deutsche betroffen

Auf Samsung und Huawei Handies (vermutlich Androidhandies im Allgemeinen) wurde die 69 Millionen Euro teure Corona-App, die man auch für einen vierstelligen Betrag hätte entwickeln lassen können, wenn man nicht SAP und die DTAG als Eurogräber beauftragt hätte, einfach von Hintergrundaufgaben wie „nach Handies suchen“ befreit. Ein Umstand, der erfahrenen Androidentwicklern bekannt gewesen wäre 🙂  Seit der Version 1.1.1 der App, soll das Problem jetzt behoben sein.

Da heute bei Heise.de ein Bericht über den Algorithmus zur Berechnung des Risikos gekommen ist, mußte ich wieder schmunzeln, weil da wieder „fiktiv“ und „RKI“ zusammen genannt wurden, was ich schon bei dem NowCast des RKI auch so gesehen habe 😉  Fakt ist nämlich, daß aufgrund des Energiesparprinzips, der Scan soll nur alle 5 Minuten passieren, Einer Einen mit eingeschalteter Warnung anniessen kann, weg geht und die App das nicht merkt. Das dürfte so ziemlich das wichtigste Szenario zur Ansteckung überhaupt sein, von „Bei Tönnies in der Produktion arbeiten“ mal abgesehen. Auch sonst macht die Berechnung der Wahrscheinlichkeit zur Ansteckung in der App nicht sofort Sinn. Mehr dazu bei Heise.

Ich halte die App daher für eine ziemlich teure Todgeburt. Von den 16 Mio. Usern waren gerade mal ~500 mit Warnung unterwegs, da kann man sich leicht ausrechnen, daß die anderen 16 Mio. kaum eine Chance hatten, auf einen zu treffen und dann muß die App das ja auch noch mitbekommen und das Risiko für gegeben halten. Wenn dann noch Millionen Corona-Apps im Energiesparmodus rumdümpeln, kann man das nur einen Flop nennen.

Wenn man dann noch so etwas von einem Unbekannten Forenbenutzer liest: „…die Corona-Warn-App flankiert noch die viel ’stärkere‘ Maßnahmen wie Maske, Abstand, …“  hmm.. ja, genau, diese Maske die nichts brachte 🙂 Da kann ich nur sagen, „Ihr habt es nicht besser verdient.“

Eine gute Idee

Wer sich schützen möchte, der sollte Abstand zu anderen ein- und seine ungewaschenen Hände vom Gesicht fernhalten. Eine gute Idee ist es, jetzt im Sommer nach draußen in die Sonne zu gehen, Vitamin D aufzutanken und sich keine unnötigen Sorgen zu machen, denn das schwächt das Immunsystem zusätzlich.

Ein Blick auf die Zahlen, ein leichter Anstieg ist zu bemerken, nichts dramatisches:

Wie immer: Zahlen vom RKI, Grafik von mir.

Kleiner Tipp zu dem was Ihr oben seht: Ich meine das ist das normale Grundrauschen eines Virus, außerhalb seiner Saison. Am Anfang der Kurve die 0 kann zwei Sachen bedeutet: Entweder „Virus schon immer da, aber keine Tests vorhanden/durchgeführt“ oder „Virus neu (und keine Tests)“, deswegen kein Grundrauschen. Wenn jetzt auf dem Niveau weiter geht, dann dauert es 166.000 Tage bis die Bevölkerung rein rechnerisch voll durchsetzt wäre, das sind immerhin 454 Jahre 😉 Bis dahin sind min. 414.558.750 Menschen in Deutschland gestorben, falls uns kein Krieg o.ä. einen Strich durch die Rechnung macht.

Quellen:

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/69-millionen-euro-warum-die-corona-warn-app-so-viel-kostet/25929302.html

https://www.chip.de/news/Millionen-Android-Nutzer-betroffen-Corona-Warn-App-hat-nicht-gewarnt_182865757.html

https://www.businessinsider.de/tech/corona-warn-app-seit-wochen-defekt-millionen-deutsche-betroffen-samsung-huawei-smartphones

https://www.heise.de/hintergrund/So-berechnet-die-Corona-Warn-App-Ihr-Ansteckungsrisiko-4851495.html

CoronaChroniken: Der negative Maskeneffekt

CoronaChroniken: Auch England hat die Statistiken überhöht

Guten Abend,

heute kam raus, daß die englischen Statistiken zu Todesfällen um Covid-19 wohl überhöht sind, weil auch Menschen gezählt wurden, die zwar an Covid-19 erkrankt waren, aber nicht daran gestorben sind.

CoronaChroniken: Auch England hat die Statistiken überhöht

Erstmal der Medienlink, sonst glaubt es womöglich keiner: Der Spiegel – Großbritannien setzt Veröffentlichung von täglicher Todesfallstatistik aus

Im Gegensatz zum heimischen RKI, hat man jetzt die Veröffentlichungen der falschen Zahlen gestoppt. Soviel Respekt vor den Toten solle man in Deutschland auch zeigen.

CoronaChroniken: Anstieg der Woche

Normalerweise würde ich ja mit „Liebe Kasernierte“ anfangen,

aber die Zeiten sind ja glücklicherweise vorbei, außer man wohnt in Göttingen, arbeitet bei Tönnies oder wurde sonst wie positiv auf was getestet, von dem Ärzte sagen, daß man da vielleicht mal mit was anderen Testen sollte. Es könnten nämlich tierische RNA Fragmente im Spiel sein, da wird schliesslich mit Fleisch gearbeitet, von dem man nicht weiß, mit wem es sich vorher abgegeben hat 😉

CoronaChroniken: Anstieg der Woche

Bevor ich die aktuellen Grafiken präsentiere, muß ich was los werden. Ich bin glücklicherweise nicht auf Twitter, und lese daher her weniger Dünnpfiff als andere Menschen erleiden müssen. Aber das bisschen reicht schon um bestätigt zu sehen, daß die meisten Menschen Ihr Hirn nicht einsetzen können. Da werden Rassisten erschaffen, weil dummerweise von den 8 Milliarden Menschen nur knapp 1 Milliarde „blass“ als Hautfarbe gewählt hat, da werden Leichenberge übersehen, weil die Länder mit den Toten zu arm sind, um sich um Todesursachen zu kümmern, da werden statistische Todesraten ignoriert, die nur unter optimalen Bedingungen gelten ( gut ernährt, medizinisch auf Top Niveau betreut ) und anerkannte Journalisten angefeindet, die gefragt haben, wieso nicht alle Leben gleich viel zählen, egal welche Hautfarbe Täter und Opfer haben.

Um es all denen mal einfach zu machen: JEDES Leben zählt gleichviel!

Deswegen gibt es keine Todesstrafe mehr in Deutschland, auch wenn im Einzelfall verständlicherweise die Antwort auf die Frage, wieso jemand leben darf und jemand anderes nicht, sehr schwer fällt. Es ändert aber nichts daran. Und das bringt uns zurück zu Corona, denn da entscheiden auch Kleinigkeiten über Leben und Tod: Hast Du die richtige Blutgruppe, die richtigen Antigene,  hast Du einen gesunden Körper, eine gute Ernährung und hast Du eine gute Behandlung. Wenn eins davon nicht passt, kann sich das negativ bei einer Viruserkrankung auswirken.  Je ärmer man ist, desto mehr Risikofaktoren werden im Spiel sein und desto kleiner sind die Chancen. Könnten wir das ändern? Klar könnten wir, aber dann müßten die Superreichen, die Reichen und die weniger Reichen aufhören, auf Kosten der Ärmsten zu leben und diese nicht mehr auszubeuten. Die Umweltverschmutzung müßte aufhören und der Irrsinn, alles überall verfügbar zu haben.

Nichts davon wird passieren, wenn wir alle nicht gemeinsam mit dem Blödsinn aufhören und uns ändern. Meine Prognose: Wird nicht passieren. Keiner wird etwas aufgeben, weil er von sich auf die Anderen schließen wird und die werden auch nichts abgeben. Unsere Gene lassen gar nichts anderes zu. Interessiert das wen? Vermutlich nicht.

Jetzt zu den Zahlen: wir haben zur Zeit 400k Tote weltweit, von denen „man weiß“ das da Corona im Spiel gewesen sein könnte. Kleiner Schocker für die Rumheuler: da fehlen noch 30,3 Millionen Tote. Das ist also nur die Spitze des Eisbergs und wieso kratzt Euch das eigentlich, die ca. 45 Millionen Tote 2018, die an Influenza gestorben sind, waren die es nicht auch wert betrauert zu werden?

Was ihr macht ist irgendwie heuchlerisch, weil „diese Toten“ müssen betrauert werden, aber „jede Toten“ sind uns egal. Das ist genau das Gegenteil von „Jedes Leben zählt gleich viel.“. Also, entweder Ihr kommt mal wieder in der Realität an, oder Ihr seid argumentatorisch für mich gestorben.

Wie komme ich denn zu den Zahlen?

Wer im Blog aufgepasst hat, der wird mitbekommen haben, daß es da von Herrn Streek eine kleine Auswertung mit einer Sterberate von 0.37% bei Corona gegeben hat. Bei 8,3 Milliarden Menschen sind das rund 30 Millionen auf dem ganzen Planeten.( 1% von 8,3 Milliarden sind 83 Millionen, womit Deutschland 1% der Bevölkerung des Planeten stellt, nur mal so nebenbei bemerkt)

Fakt: die werden nie in einer Statistik auftauchen, weil in den meisten Ländern kaum Tests bei Toten gemacht werden und wir das Wort „Corona“ da auf Totenscheinen, falls es die überhaupt gibt, nicht finden werden. Daher sind die 400k bisher bekannten Tote nur die Spitze des Eisbergs. Wären das alle, wäre die Menschheit gut weggekommen. Ist sie aber nicht. Das liegt u.a. auch daran, daß die 0.37% unter optimalen Bedingungen der medizinischen Versorgung und der körperlichen Verfassung gelten. Die Rate wird also höher sein, wenn der Virus die ärmeren Teile der Welt trifft. Gefällt Euch nicht? Ihr wisst ja, was Ihr dagegen tun könntet.

Jetzt hatte ich was von 45 Millionen 2018 geschrieben, WTF? Wo kommen die denn jetzt her? Na, aus der Influzenawelle 2018. Die hat knapp 50% mehr Menschen dahin gerafft als normal. Diese Zahl basiert auf einer Abschätzung der Eurozone dieser Grafik von EuroMOMO.eu, es „genau“ auszurechnen könnte mangels Basisdaten schwierig werden:

Ich werde niemanden an einer genauen Analyse hindern. Ein genauer Wert würde mich auch interessieren, also wenn es mal jemand macht, bitte melden, wird auch publiziert. Versprochen.

Wie man der Grafik oben ablesen kann, ist der Drops Covid-19 gelutscht. Ich meine, da kommt todestechnisch nicht mehr viel nach. Warum wir immer noch mit unsinigen Masken rumrennen müssen ist ein anderes Thema.

Kommen wir zu den anderen, jetzt eigentlich unbedeutend gewordenen Grafiken:

Die Maskenpflicht in OpenOffice Calc abzubilden ist nicht ganz einfach 🙁 Tipps bitte an mich.

Wie immer gilt, die Zahlen stammen vom RKI, die Auswertung von mir.

Wieso sind die Grafiken jetzt eigentlich unbedeutend?

Na deswegen: Untersterblichkeit

(C) euromomo.eu

Man kann von den „anderen Virologen und Experten“ halten was man mag, aber die haben das vorausgesagt und hier wird es noch deutlicher:

(C) euromomo.eu

Die Grafiken sagen aus, daß in diesen stark betroffenen Ländern und auch in anderen ( seht selbst nach ) der EU jetzt weniger Menschen sterben, als normal wäre. Das ist eine Folge davon, daß der Virus die von uns genommen hat, deren Zeit dies Jahr noch gekommen wäre. Da man aber nur einmal sterben kann, fehlen die jetzt.

Wir können auch annehmen, daß die Herde jetzt die verloren hat, die empfänglich waren und alle anderen eine Infektion überleben werden. d.b. wir bekommen zwar eine neue Infektionswelle, aber die Todeswelle wird ausbleiben bzw. schwächer ausfallen, als die letzte. Das würde in der Konsequenz die drastischen Einschnitte in unsere Freiheit nicht länger rechtfertigen und das das möge doch bitte jeder mal kurz auf sich wirken lassen.

Fairerweise der Hinweis: nicht in allen Graphen von Ländern die eine hohe Rate hatten, wirkt sich das gleich aus. Genau wird man das erst am Ende des Jahres sehen. Da der Z-Index von EuroMomo nur in Index ist, müßte man die Zahlen genau prüfen, weil für Land X könnten 100 Tote mehr schon viel sein, aber für Land Y wäre das nicht mal ein Ausreißer. Bei Land X könnten sich die „fehlenden“ Toten auf ein Jahr verteilt ggf. weniger markant auswirken. Es wäre wünschenswert wenn wir am Ende des Jahres eine genau Auswertung für jedes Land bekommen würden, mit absoluten und relativen Zahlen darin. Ich hoffe sehr, daß wir das bekommen.

Eins kann man schon jetzt sagen: Covid-19 ist mit Abstand der bestausgewertete Virus, den es je gab. Würde man bei anderen Viren auch so genau hinschauen, käme man aus den Lockdowns nicht mehr raus.

CoronaChroniken: Corona-App öffnet Angriffen Tür und Tor

Liebe Kasernierte,

da nächste Woche die Corona-App der Bundesregierung (offiziell) lanciert werden soll, ist es Zeit da mal vor zu warnen.

CoronaChroniken: Corona-App öffnet Angriffen Tür und Tor

Solche Grafiken sind die beste Argumentationshilfe überhaupt.

Kommen wir zur Corona-App:

„Wenn wir in den kommenden Wochen einige Millionen Bürger von der App überzeugen, dann bin ich schon zufrieden“ (Jens Spahn).

Ich vermute, daß es dazu nicht kommen wird, denn die App schaltet dauerhaft Bluetooth ein. Bluetooth ist bekannt dafür den Akkustand zu drücken, denn anders als sonst, wird Bluetooth auch wirklich benutzt, um aktiv nach anderen Coronakennungen zu suchen. Das dürfte schon ohne weitere Informationen zum Thema dafür sorgen, daß es aus vielen Handies nach einigen Tagen wieder entfernt wird.

Diese Art der Selbsthygiene ist auch dringend nötig, denn Bluetooth hat eine Sicherheitslücke, die auf nahezu allen bislang gebauten Geräten vorhanden ist:

Managed to reproduce BIAS (Bluetooth Impersonation Attack) CVE 2020-10135.
Impersonation of any previously paired and connected Bluetooth device in
vulnerable setup. Reproduction on Linux host and Samsung S3 Neo+ mobile.

More info in the repo:
https://github.com/marcinguy/CVE-2020-10135-BIAS

Diese Lücke kam erst vor wenigen Tagen ans Licht. Kurz gesagt, jeder kann einem verwundbarem Geräte(so ziemlich alles was Android fährt) vorgaukeln ein anderes, früher bereits gepairtes Gerät zu sein. Je nachdem welche App dann mit Daten versorgt wird, kann der Angreifer von da an prinzipbedingt weitere Schwachstellen in Prozessen exploiten, von der offensichtlichen Lücke, sich z.B. als Lautsprecher auszugeben und Audio abzugreifen ganz zu schweigen.

Und diese Lücke ist nur eine von vielen, die ungepatcht durch die Handyhersteller, auf alten Geräten warten.

A.d.R. wer mit BT Kopfhörern rumrennt, wird von den CVEs nichts mitbekommen, bis seine Wiedergabeliste so merkwürdige Einträge enthalten wird.

Merke:

Bluetooth ist auf alten Geräten eine komplette Sicherheitslücke und gehört abgeschaltet!

Da wären z.B. noch CVE-2020-0022, eine Lücke mit der man durch Bluetooth Pings an Teile des Hauptspeichers kommt, weil es da wohl an Sanitychecks mangelt. Stichwort: negative memcpy-Länge args!

Das ist zwar im aktuellen Android durch Google gefixt worden, aber wieviele Handies haben das schon und wieviele mehr werden diesen Patch nie sehen, weil sie noch AOS 4,5,6,7 fahren? Die völlig verkappte Updatepolitik von Google und den Handyherstellern sorgt für unsichere Geräte. Was war so schwierig daran, die Treiber per OTA zu updaten ohne gleich Kernelreinstalls zu machen? {Irgendeine Gottheit} sei dank, wird sich das ja jetzt mit den reinen Linuxsmartphones beheben. Android kommt mir jedenfalls nicht mehr auf irgendwelche Geräte.

In 2019 hatten wir dann noch diese lustige Lücke, wo man durch gezielte Pakete die Verschlüsselung von Verbindungen bis auf NSA Niveau erniedrigen konnte:

https://arstechnica.com/information-technology/2019/08/new-attack-exploiting-serious-bluetooth-weakness-can-intercept-sensitive-data/

Auch die ist in AOS 4,5,6,7 nicht behoben worden.

Welchen Grund sollte man also haben, einen Chip mit Strom zu versorgen, der bestenfalls nur den Akku schnell entleert, aber schlimmstenfalls das Gerät kapern lässt? Der informierte Leser hat jedenfalls keinen.

Das waren die Rahmenbedingungen unter denen eine Corona-App laufen soll, kommen wir zum Knackpunkt der Sache: die App selbst.

Die zentrale dezentrale Lösung der Bundesregierung

Versprochen hatte man uns die dezentrale Lösung, also alle Daten auf den Smartphones und keinen zentralen Server. Bekommt habt Ihr jetzt: viele Daten auf dem Smartphone und … einen Zentralserver von dem sich Euer Handy eine Liste mit Kennungen zum Abgleich mit Euren lokalen Daten zieht. Dazu muß aber regelmäßig nachgesehen werden, ob es da Updates gibt. Außerdem mußte eine Trollvermeidungsstelle eingerichtet werden bei der Telekom 😀

Wie regelmäßig der Datenabgleich ist, habe ich derzeit nicht zu Hand, aber zu lange Perioden werden es nicht sein, sonst wäre das nämlich komplett unsinnig. Eine Woche nach dem Infektionszeitpunkt brauche ich die Info nicht mehr, da liege ich schlimmstenfalls schon im Bett oder habe gemerkt, daß ich mich nicht angesteckt habe. Ergo wird das im Stundenbereich liegen.

Eine rein dezentrale Lösung konnte schon gar nicht sein, weil irgendwoher muß ja die Info kommen, wer infiziert gewesen ist. Selbst wenn die App einen Schalter hätte mit „Ich bin infiziert“ darauf und den Status im Signal mit ausstrahlen würde ( da fällt mir sofort der Judenstern ein ) , potentiell nutzt das anderen Menschen nichts, weil man sich halt nicht immer zweimal im Leben sieht. Daher war ein Zentralserver zwangsläufig immer mit im Spiel.

Andere Zentralserverlösung nutzt Ihr übrigens auch laufend:

WhatApps, Facebook, Twitter, Wetterdienste, News- und Rss-Feeds usw.

Da gibt es nur einen Unterschied: die kommen nicht so leicht an Namen zu (Mobilfunk-)IPs. Gut, Facebook wird das auch nicht müssen, Ihr habt Ihnen ja schliesslich gesagt, wer Ihr seid 😉 Aber denkt mal drüber nach, wer so alles weiß, daß Ihr jetzt gerade in der Stadt rumrennt oder zur Ostsee fahrt. Wie gut die GEO-Locationdatenbanken heutzutage sind, ist echt erschreckend.

Corona-App öffnet Angriffen Tür und Tor

Nun hatte der Artikel die Überschrift, daß die Corona-App Angriffen Tür und Tor öffnet und damit sind nicht die Trollangriffe gemeint, die eine Infektion nur vortäuschen und so alle Empfänger in der Nähe unnötig in den Coronatest stürzen.

Ich denke, die Lücken im BT sprechen für sich und da die Corona-App BT automatisch aktiviert, stimmt das so auch. Selbst wenn die Software nicht selbst auch noch für bislang unbekannte Angriffe genutzt werden kann, reicht die Sache mit dem BT schon von alleine aus um diesen Zwang abzulehnen, da der Nutzen ohnehin fraglich ist.

Wie man an den Grafiken sieht, ist die Zahl der Neuinfektionen pro Tag zwar nicht Null, aber praktisch kaum vorhanden. Es ist also schwierig überhaupt jemandem zu begegnen, der die Krankheit gerade verteilt. Von den jüngsten Pressemitteilungen ausgehend, wird die derzeit maßgeblich betroffene Gruppe auch diese App nie einsetzen, da sie sich schon den Tests verweigert hat, die nachsehen sollten, ob die überhaupt infiziert sind.

Wenn man den Horizont seiner Blasengruppe nicht verlässt, dann lernt man eben nichts neues dazu. Das hätte den Dinos auch mal rechtzeitig jemand sagen sollen, bevor sie ausgestorben sind.

PS: unsere diesjährig direkt im Baum neben dem Schlafzimmer ziemlich ortsfeste Dinogruppe namens „Krähenschwarm“ trat dann doch nach Beginn der Bauarbeiten den Rückzug an, was besonders morgens um 5 für Ruhe sorgte. Leider wars dann nach 6 Uhr nicht mehr so ruhig 🙁  Bauarbeiter sind echt alle gleich, mirgens um 6 Uhr 1h Lärm machen und dann den ganzen Tag ruhig sein, anstatt abends 1h Lärm zu machen und morgens dann die ruhigen Arbeiten zu erledigen.