Coronachroniken: Wir gehen alle drauf in Braunschweig

Guten Morgen liebe Kasernierten, oder gehört Ihr auch zu denen, denen nichts passieren kann?

Die Okerauen

Ich war gestern notfallmäßig beim bestem Sonnenschein zur Altenpflege unterwegs und kam am Okerufer vorbei. Man hätte glauben können, daß es ein normaler Sonntag ( wir hatten Freitag ) im Frühling wäre. Die Sonne knallte vom blauen Himmel, die Fische zogen Ihre Bahnen in der Oker und man hätte auch wirklich etwas von den Okerauen gesehen, wenn nicht so viele Menschen im Weg gewesen wären.

Die Oker gesehen vom Boot aus

(Archivfoto: Die Wege Rechts und Links hiervon sind gemeint)

Familien, Pärchen, Radfahrer und jede Menge schwitzender und feucht ausatmender Jogger, so weit das Auge reichte, säumten die Uferstraße. An den Ampeln standen Sie ohne Abstand zu halten, auf den Brücken kuschelten Sie ( nehme ich mal an, war zu schnell vorbei ) und hielten brav Händchen. Nur ein einziges Rentnerpaar kam adäquat gekleidet mit Maske und Plastikeinweghandschuhen vom Aldi daher, und wirkte prompt fehl am Platz.

Technisch gesehen waren fast alle Beteiligten den Auflagen gefolgt: Sport machen, zu zweit oder allein bummeln, aber am Ende waren es optisch so viele, daß es fast schon absurd war.

Fazit: Die Schwachen werden alle draufgehen. Schon deswegen, weil auch die Teilnehmer der Risikogruppen alles dafür getan haben, den Jackpot abzuräumen. Ein Glück, daß ich schon vor einer Woche meine 2 Wochen Infektion rum hatte. Ich kann es gar nicht erwarten einen Antikörpertest zu machen und final zu wissen, ob es dieser dämliche Virus war oder nicht.

Coronachroniken: Kriminalitätsrate gesunken

Hier die neuesten Zahlen für die Neuinfektionsrate in Deutschland und ein Grund für Hoffnung.

Ich habe gestern mal bei der Polizei angefragt, wie die Lage ist, lest selbst.. 🙂

Guten Abend Presseteam,

uns würde interessieren, welche Auswirkungen die bisherigen Coronaeindämmungsmaßnahmen auf den Autobahnverkehr rund um Braunschweig und ggf. auch in Niedersachsen hatte.

Können Sie uns dazu vielleicht eine kurze Einschätzung im Vergleich zu einer normalen Woche geben?

Der Verkehr auf den Autobahnen, für die das Autobahnpolizeikommissariat der Polizei Braunschweig zuständig ist, ist spürbar zurückgegangen. Das wirkt sich natürlich auch auf die Unfallzahlen aus. Genauere Zahlen hierzu liegen jedoch nicht vor.

Wie sieht es eigentlich an der restlichen Verbrechensfront aus? Sind die Zahlen für Einbrüche, Ladendiebstahl usw. „gefühlt“ zurück gegangen?

Mit der Kriminalität in der Stadt sieht es ähnlich aus. Auch hier liegen keine verlässlichen Zahlen vor, jedoch ist es aus polizeilicher Sicht deutlich ruhiger als zu „normalen“ Zeiten.

 

Aus den Coronachroniken: Stadt Braunschweig vs. Land Niedersachsen

An manchen Tagen kommt man sich vor, als wenn man Protagonist in einem Roman wäre. Heute z.B. wäre ich Arthur Dent aus Per Anhalter durch die Galaxis!

Aus den Coronachroniken:
die Stadt Braunschweig gegen das Land Niedersachsen

Die Stadt Braunschweig hat in einer „Öffentlichen Bekanntmachung„, von der man erst nach Inkrafttreten hört, sich dann erst in den digitalen Keller der Rathauses begeben muß, im Kampf mit Jahrhunderte altem Staub körperlich geschädigt wird und sich erst mit Hilfe eines Brecheisens und einer Polaroidkamera ein Bild machen kann. Euch blieb dies erspart, ich habe Euch die Links eingefügt.

Darin finden wir folgenden Absatz:

„2. Verboten werden:

c) Alle öffentlichen Veranstaltungen; ausgenommen sind Sitzungen kommunaler Vertreter und Gremien sowie des Landtages und der dazugehörigen Ausschüsse und Gremien“

Um jemandem vom einem Verbot auszunehmen, müßte man erstmal in der Lage sei, demjenigen etwas verbieten zu können.

Es stellt sich hier die Frage, wie die Stadt Braunschweig als Teil des Landes Niedersachsen, dem Landtag verbieten können wollte, sich zusammen zusetzen. Die Stadt ist in der Hierarchie zwei Stufen unter dem Landtag angesiedelt und kann dem gar nichts verbieten 🙂

Das kommt natürlich davon, daß man einfach einen Text per Copy&Paste aus der Anordnung des Landes kopiert hat 😀 Glaubt Ihr nicht? Biddeschön:

https://www.niedersachsen.de/download/153172/Allgemeinverfuegung_Muster_zur_Beschraenkung_von_von_sozialen_Kontakten_im_oeffentlichen_Raum_Handel-Freizeit-Kulutr_vom_16.03.2020.pdf

Der peinliche Schreibfehler „Kulutr“ ist nicht von mir … wollte ich nur erwähnt haben, ich kann mich selbst vertippen 😉

„2. Verboten werden:

Alle öffentlichen Veranstaltungen; ausgenommen sind Sitzungen kommunaler Vertreter und Gremien sowie des Landtages und der dazugehörigen Ausschüsse und Gremien

Logisch, daß sich das Land selbst verbieten kann sich zu treffen, aber von unten ( Stadt ) Richtung Landtag (oben ) geht nicht, oder sieht das wer anders? 😀

So, und nun zurück zu den Corona Frühjahrfeiern im Nußberg.. ich übergebe mich an Reporter Kullinger … News38.de.

Links:

https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/nachrichten/medien/200317_Allgemeinverfuegung_Veranstaltungen_Handel.pdf

https://www.niedersachsen.de/download/153172/Allgemeinverfuegung_Muster_zur_Beschraenkung_von_von_sozialen_Kontakten_im_oeffentlichen_Raum_Handel-Freizeit-Kulutr_vom_16.03.2020.pdf

https://www.news38.de/braunschweig/article228713815/Coronavirus-Niedersachsen-Corona-Partys-in-Braunschweig-Polizei-muss-im-Park-einschreiten.html

Und passend zu Per Anhalter durch die Galaxis .. der Soundtrack von 1978 😀

Was für Schlangen?

Ich glaube ich war 1978 mal in Ostberlin im Konsum, dort muß es ähnlich ausgesehen haben, hier eine Impression von Damals:Sie sehen nicht den Interspar 1979 mit leeren Regalen, es ist nur Aldi Nord 2020 :)Konsum, oder Nichtkonsum! Das ist hier die Frage!

Das Bild ist natürlich nicht von meinem Aufenthalt in Ostberlin, war ja klar, oder? Das ist natürlich von heute morgen, aufgenommen bei Aldi-Nord. Ich vermute allerdings damals waren die Regale da genauso voll 🙂

Genau wie Samstag schon, fehlen die kompletten frischen Milchprodukte, Nudel, Zwiebeln und Toilettenpapier, aber dafür gab es wieder Aufbackbrot und Kartoffeln.

Was es nicht gab und was folglich so nicht im Foto festgehalten werden konnte, waren lange Schlangen. Von denen habe ich Montag auch nichts gesehen. Scheint ein Großstadtphänomen zu sein.

Für Euch noch ein Impressionen von Netto in der Weststadt, … Tomatendosen gabs auch keine

4.3.2020 Netto Weststadt.. Quasi Tag 1 der Belagerung des Supermarkts
… als die Sache mit Hamsterkäufen losging und noch alle dachten die Welt geht unter… stimmt, denken die immer noch. Ich habe da schlechte Nachrichten: die Welt geht nicht unter, es werden nicht alle sterben und nein Italien, wir sind nicht schuld an Eurem schlechten Gesundheitssystem. Die Chinesen haben uns auch angesteckt!

Was erfreuliches für Euch: (Achtung Twitter-Link)

https://mobile.twitter.com/MichelaMeloni1/status/1238559214441762819

Das Wasser im Hafen von und in Venedig! ist wieder so sauber, daß man den Grund sehen kann und Delfine zu Besuch kommen! Delfine im Hafen von Venedig! Der Wahnsinn! Danke Coronavirus!

„Liebes Aldi, Deine Kunden können Dich kaum noch erreichen“

Folgenden Kundenbrief habe ich an Aldi geschickt, weil die Trampelpfade vom Ringgleis aus von einem Gartenbauunternehmen abgesperrt wurden, da nun dort bepflanzt wir. Verständlich, daß da keiner durchlaufen soll, aber wie hatte sich Aldi  bitte vorgestellt, daß man dann noch hinkommt?

„Liebes Aldi, Deine Kunden können Dich kaum noch erreichen“

Die Masse der Einkäufer kommt aus dem Wohngebiet, daß jetzt von der Baustelle abgeschnitten ist. Ohne einen riesigen Umweg, kommt man da nicht mehr hin. Das Aldi nicht viel von den örtlichen Gegebenheiten weiß, wurde jüngst deutlich, als eine Werbeagantur Hinweisschildern mit wegtechnisch unmöglichen Strecken durch bordsteinhohe Straßenbahnbegrenzungen (und querenden Straßenbahnen 😉 ) vom alten zum neuen Standort aufgehängt hat. Wozu gibts eigentlich Google Maps? 😀

Hier mein Brief, natürlich extra wehleidig, für die ältere Bevölkerung.

„Filiale: Hamburgerstraße ehemals Mittelweg, in Braunschweig

Seite 2 Tagen kann man aus dem Wohngebiet Mittwelweg nicht mehr zu Aldi gelangen, ohne eine Outdoorkletterausrüstung zu benutzen. Der Aldimarkt befindet sich vom Wohngebiet aus hinter einer Baustelle. Bis vor zwei Tagen war ein Zugang über den Ringgleisradweg und ein bisschen Trampfelpfad möglich. Dies wurde nun durch Baumaßnahmen unterbunden.

Auch die zweite Möglichkeit, durch eine Baustraße zu Aldi zugelangen, schlägt jetzt mit unter fehl, weil der Weg nur noch einem See gleicht bzw. das Tor zu der Straße geschlossen wurde.

Einen direkten Weg zu dem Markt gibt es für die Anwohner, die den Mark bislang genutzt haben, nicht mehr, ohne um das gesamte Baugelände zu fahren und dort mit dem Auto einzukaufen.

Fangfrage: Hätte man das nicht VOR dem Umzug mal klären müssen, wie denn die Kunden in den Markt kommen sollen, OHNE zur Umweltsau zu werden? Man wird jetzt also bestraft, weil man zu Fuß einkaufen geht. Wie Sie auf einer Karte der Gegend leicht erkennen können, verdoppelt/dreifacht sich der Fußweg, wenn man vom Mittelweg kommt,. was die Masse der bisherigen Kunden ausmachen dürfte.

Daher bemühen Sie Sich doch mal bitte um eine sinnvolle Lösung z.b. teeren der Baustraße (nebst Nivellierung wegen des Sees).“

Das hier ist das Bild, daß ich von dem See aufnehmen konnte. Es ist der derzeit einzige Weg und da muß man dann schon Stiefel mitbringen:

Wem die Begrünungsmaßnahmen egal sind, der trampelt halt die Böschungen hoch. Sowas wäre mit etwas Nachdenken aller Beteiligten dann leicht vermeidbar gewesen.