übermäßig viele ITler kochen

meist wegen Ihrer Kollegen, der Vorgesetzten oder Entwickler anderer Firmen, die zum wiederholten Male bewiesen haben, komplett inkompetente Vollidioten zu sein, aber auch auf dem eigenen Herde und dort mit einer Inbrunst, die sie des öfteren in ihren eigenen Werken digitaler Natur vermissen lassen. Kurz um, ich gehöre auch dazu und um die Gruppenbildung abzuschliessen, Softwareentwickler kochen, zocken und programmieren, weil dies alles Aufgaben mit mathematisch-logischem Profil sind oder anders ausgedrückt, wer nicht bis drei zählen kann, sitzt meist vor einem sehr Faden Essen.

Da es zur Natur des Hobbykochens gehört, noch nicht alles zu kennen oder gar gekocht zu haben, wie manche Profiköche einem weismachen möchten, daß diese dies bereits voll umfänglich wüßten, lernen wir ständig neue Techniken, ob beim Kochen oder beim Programmieren. Im krassen Gegensatz zum Erlernen und Anwenden neuer Techniken und Rezepte in Programmen, deren Ergebnis man nicht sofort sieht, werden neue Rezepte sofort offen ersichtlich. Dies ist bereits deswegen schwierig zu verhindern, weil man es zum Essen aus dem Topf in den Mund befördern muß, wozu der geneigte Leser üblicherweise zum Hilfsmittel des Tellers und einer augenfreundlichen Zwischenpräsentation greift. Anbei bemerkt, lediglich eine Jahrtausende alte Tradition verhindert, daß das Präsent direkt ergriffen und verspeist wird, was besonders dem Koch gegenüber einen gewissen Respekt zum Ausdruckt bringt, auch wenn das Ergebnis des öfteren mal hinunter geschlungen wird, so es denn überragend gelungen ist und entsprechend schmeckt.

Ja, heute geht es ums Kochen. Ein Rezept, daß über Nudel mit Kaufsoße hinausgeht, aber dennoch so leicht ist, daß selbst ungeübte Hausfrauen und -männer, auf dem fraglichen Niveau diverser alteingesessener, auf unserem Stadtgebiete befindlicher jugoslawischen Restaurants mitkochen können. Scherz beiseite, es schmeckt echt super. Das schlimmste was passieren kann ist, daß es anbrennt.

Zunächst ein Disclaimer:

Wenn Sie Restaurantbesitzer sind und sich durch obigen Satz angesprochen gefühlt haben, denken Sie mal darüber nach wieso, und ändern Sie es, schon um der Kochehre willen. Ihre Gäste werden es Ihnen danken. Es handelt sich nicht um ein Originalrezept aus Jugoslawien. Es ist lediglich vom Besuch ortsansäßiger Unternehmen inspiriert worden.

Djuvec-Reis mit Gyros und Krautsalat

Wir brauchen :

1. Langkornreis         ( 1,5 Bacardiglass voll aka 2 Tassen voll)
2. ein Stück Butter   ( Schichtdicke 0,5 cm, halbe Breite eines Butterstücks )
3. 400g Pfannengyros
4. griechischen Krautsalat von NP/Edeka, Rewe oder Realkauf ( natürlich genau die Marke, die alle drei Läden gemein haben, davon gibt es nur eine. Bei NP/Edeka ist es am augenscheinlichsten. )
5. eine Dose kleingehackter Tomaten
(optional eine kleine Paprika kleinstgehackt dazugeben)
6. eine kleine Dose Erbsen
7. zwei Zehen Knoblauch, fein gewürfelt.
8. Salz, Pfeffer, etwas Kümmel, arabische Pfeffermischung, 1 TL Paprikapulver, ggf. kleingehackte Petersilie

1. Verfeinern Sie den Krautsalat mit einer Knoblauchzehe und etwas Kümmel. Die Packung wieder zu machen. Den Teil kann auch einen Tag vor dem Essen schon machen. Je länger des Knoblauch wirken kann, desto besser.

2. In einem Topf schmelzen Sie die Butter und schwitzen die kleingehackte Zwiebel goldgelb an.

Danach geben Sie die Dose Tomaten ( + optionale Paprikawürfel ) , die Erbsen, den restlichen Knoblauch, die Gewürze, den Reis  und ein Glas Wasser hinzu. Es ist ratsam heisses Wasser zu nehmen, sonst dauert alles unnötig lange. Sobald der Reis zu quellen beginnt und somit weniger freies Wasser im Topf ist, müssen Sie umrühren, und zwar dauernd. Füllen Sie ggf. Wasser nach. Ob Sie Wasser nachfüllen müssen, erkennen Sie leicht am Härtegrad des Reises, also einfach mal probieren. Da kann man auch gleich Salzgehalt usw. testen.  Aber Achtung, wir wollen keine Suppe! Der Reis muß am Ende formbar sein.

Kleiner Tip, die Zutaten und der Reis ziehen auch durch, wenn er mit geschlossenem Deckel nicht mehr auf den Herd steht, es brennt dann aber praktischerweise nicht mehr an. Der Deckel verhindert auch, daß noch mehr Wasser ausdampft. Wenn man also den perfekten Punkt erreicht hat, runter vom Herd damit. Deckel drauf.

3. Wenn der Reis auf dem Weg ist, kommt Öl in die Pfanne. Wenn das Öl heiß ist, kommen die Gyros rein. Das dürfte nicht schwer sein. Mit starker Hitze arbeiten, bis das Fleisch angeraten ist, dann runterdrehen. Das Fleisch soll ja nicht trocken werden, sondern in 10 Minuten erst zusammen mit dem Reis gar sein.

Man Ende hat man ein Gericht, daß dem, aus einem Restaurant sehr ähnlich ist, aber deutlich weniger kostet und trotzdem sehr lecker ist.

Tips:

Beim Reis mehr Salz dazugeben, da kommen schliesslich eine Menge Zutaten dazu, die auch Salz und Pfeffer brauchen. Etwas Kümmel kann hier nicht schaden.

Die Gyros mit etwas mehr Thymian verfeinern, daß gibt einen leckeren Geschmack. Auch die arabische Pfeffermischung gibt dem Ganzen noch den passenden Beigeschmack. Wer sein Fleisch komplett selbst würzen möchte, darf gern Kümmel nehmen, paßt prima.

Wenn man in kleinere und dünnere Scheiben geschnittenen Bauchspecks mit zu den Gyros gibt, vielleicht in einer zweiten Pfanne oder dem Grill noch ein halbes Schnitzel, Kotelett oder eine Frikadelle dazu gibt, einige Kartoffelstäbchen hinzufügt, kommt man den berüchtigten Grilltellern ziemlich nahe.

Wenn Sie den Reis vorher machen und wie empfohlen ziehen lassen, können Sie auf der freien Platte das Bratgut oder die Pommes  bereiten. Ein auf 70 Grad vorgeheizter Backofen  und eine Metalschüssel mit Deckel ( zur Not auch ein Topfdeckel ) sind für die Gyros ein prima Platz um warm gehalten zu werden und weiter durchzuziehen. Den Platz auf dem Herd kann man dann für die bereits vorgewärmte Fritteuse nutzen, sofern man kein Elektrogerät gleichen Namens besitzt.

Damit können Sie Ihre Freunde auch Zahlenmäßig einladen und beeindrucken. Für einen guten Geschäftsabschluss darf natürlich ein guter Wein nicht fehlen.

FFMPEG – Desktopsessions dirket encoden

Jeder Gamer kennt das Problem, man möchte seine Gamesession aufzeichnen und später bei Youtube hochladen. Unter Windows gibt es einige gute Tools das zu tun, z.b. Fraps. Unter Fedora Linux ist das noch einfacher, da im GNOME bereits der Desktop-Recorder integriert ist, sollte man jedenfalls meinen.

Wenn es funktionieren würde, gäbe diesen Beitrag wohl nicht, also was brauchen wir tatsächlich alles :

1. Pulse Audio
2. FFMpeg

Pulse Audio ist bereits drauf, sonst könnte man nichts hören, wichtig wäre aber für Pulse noch das Tool „pactl“ aus dem „pulseaudio-utils“ RPM . Damit ermittelt man zunächst mal den sogenannten Sink auf dem alles zusammen gemischt wird:

# pactl list sinks
Sink #0
    State: RUNNING
    Name: alsa_output.pci-0000_00_14.2.analog-stereo
    Description: Internes Audio Analog Stereo
    Driver: module-alsa-card.c
    Sample Specification: s16le 2ch 48000Hz
    Channel Map: front-left,front-right
    Owner Module: 8
    Mute: no
    Volume: front-left: 95197 / 145% / 9,73 dB,   front-right: 95197 / 145% / 9,73 dB
            balance 0,00
    Base Volume: 65536 / 100% / 0,00 dB
    Monitor Source: alsa_output.pci-0000_00_14.2.analog-stereo.monitor
    Latency: 25933 usec, configured 26000 usec
    Flags: HARDWARE HW_MUTE_CTRL HW_VOLUME_CTRL DECIBEL_VOLUME LATENCY
    Properties:
        alsa.resolution_bits = „16“
        device.api = „alsa“
        device.class = „sound“
        alsa.class = „generic“
        alsa.subclass = „generic-mix“
        alsa.name = „ALC887-VD Analog“
        alsa.id = „ALC887-VD Analog“
        alsa.subdevice = „0“
        alsa.subdevice_name = „subdevice #0“
        alsa.device = „0“
        alsa.card = „0“
        alsa.card_name = „HDA ATI SB“
        alsa.long_card_name = „HDA ATI SB at 0xfe300000 irq 16“
        alsa.driver_name = „snd_hda_intel“
        device.bus_path = „pci-0000:00:14.2“
        sysfs.path = „/devices/pci0000:00/0000:00:14.2/sound/card0“
        device.bus = „pci“
        device.vendor.id = „1002“
        device.vendor.name = „Advanced Micro Devices, Inc. [AMD/ATI]“
        device.product.id = „4383“
        device.product.name = „SBx00 Azalia (Intel HDA)“
        device.form_factor = „internal“
        device.string = „front:0“
        device.buffering.buffer_size = „352768“
        device.buffering.fragment_size = „176384“
        device.access_mode = „mmap+timer“
        device.profile.name = „analog-stereo“
        device.profile.description = „Analog Stereo“
        device.description = „Internes Audio Analog Stereo“
        alsa.mixer_name = „Realtek ALC887-VD“
        alsa.components = „HDA:10ec0887,10438444,00100302“
        module-udev-detect.discovered = „1“
        device.icon_name = „audio-card-pci“
    Profile:
        analog-output-lineout: Line Out (priority: 9900, available)
        analog-output-headphones: Analoge Kopfhörer (priority: 9000, not available)
    Aktive Profile: analog-output-lineout
    Formats:
        pcm

Das Rote ist nicht der benutzbare Name, immer die Monitor Quelle nehmen. Das geben wir direkt im FFMpeg Befehl als Audioquellenangabe an:

# ffmpeg -f x11grab -s 1440×900 -i :0.0 -r 25 -f pulse -i alsa_output.pci-0000_00_14.2.analog-stereo.monitor -c:v libx264 -preset slow -pix_fmt yuv420p -s 1440×900 -strict experimental -acodec aac -ab 128000 -ar 48000 -ac 2 -vbsf h264_mp4toannexb -f avi testvideo.avi

Diese Bashzeile müssen Sie nur entsprechend an Ihre Bildschirmauflösung anpassen und natürlich Ihr passendes Sink ermitteln. Der Rest ist an sich klar :

– X11grab: aktiviert den Screengrabber
– Audioinput von Pulse Audio
– h264 Codec fürs Video
– das Preset Slow sorgt für gute Qualität
– AAC mit 128kbit für den Audiocodec
– und Stereosoundkanäle
und am Ende noch der Dateinamen und das Dateiformat. Das war es schon und im Gegensatz zum GNOME-Screenrecorder kommt dabei auch was brauchbares aus. Das Ergebnis kann sofort im GNOME-Mplayer angesehen werden.

Hier ein paar Tips:

Die zweite Angabe von „-s 1440×900“ ist die Zielgröße fürs Video. Weicht diese vom ersten Wert ab, wird automatisch passend skaliert.

FFMpeg nimmt im Beispiel oben bei einer Mehrmonitorlösung den linken Monitor.

In einem früheren Beitrag habe ich bereits auf die Möglichkeiten des Autocroping von FFMpeg hingewiesen. Wenn man also von einem zweiten Monitor capturen möchte, muß man die Gesamtgröße des Bildschirms angeben und nicht nur die vom linken Monitor. Dann benutzt man den Cropfilter und schneidet den linken Monitor einfach weg.

In einem anderen Beitrag wurde gezeigt, wie man sich mit xwininfo anzeigen lassen kann, wie die Maße des Bildschirms sind.

FFMpeg kann gleichzeitig zwei oder mehr Audioquellen in den Film mit einbinden. Damit kann man sich z.b. auch eine Audiokommentarspur ins Video einfügen, wenn man das Micro mitschneidet. Meistens ist die PC-Hardware aber so lausig, daß man den Ton noch mal nachbearbeiten muß und vor allem soll das Video ja am Ende vermutlich noch geschnitten werden. Sinnvoll wäre es daher, den Ton mit Audacity aufzunehmen und dann gleich das Rauschen zu entfernen. Ansonsten muß man den Ton erst aus dem Video abspalten und dann am Ende das Video sowieso neu mischen, was beim Schneiden ohnehin passiert. Das besondere an FFMpeg ist nun, daß es die beiden Tonspuren auch gleich live zu einer Tonspur zusammen mischen kann. Wenn dann aber Geräusche oder Musik im Video vorkommen, wird das mit den Scheiden dann nichts mehr. Überlegen Sie also vorher was Sie wollen.

Eurograb Angry Birds Friends

Bevor ich ein Tablet hatte, kannte ich Angry Birds nur aus Videos. Das Spielprinzip war einfach, aber herausfordernd. Das Prinzip ist so verbreitet, daß es tausende Spiele gibt, die es umsetzen, aber keins ist so gut gemacht wie Angry Birds.

Die Omnipräsenz als Browser-, Handy- und Tabletspiel machen es fast unmöglich ihm zu entgehen. Ein Tablet ist dabei optimal geeignet um Angry Birds zu spielen, also spielte ich. Erst alle Level durchspielen, egal wie. Dann, alle 3 Sterne bekommen, nicht egal wie, so einfach ist es nicht. Aber Hartnäckigkeit, Zeit und logisches Denken brachten den Erfolg. Immer schneller, immer einfacher wurden die Level. Einem Zwang gleich wurden alle neuen Erweiterungen und alle Ableger gespielt. Einer Sucht gleich flogen die Vögel, platzten die Schweine und fielen die Mauern aus Stein in sich zusammen. Angry Birds wurde zum Ende jeden Tages.

Dann kam Angry Birds Friends und änderte die Welt. Zuerst mit Facebookzwangsanbindung, dann direkt im Tablet spielbar gegen die ganze Welt. Die Süchtigen konnten sich endlich messen und Sie taten es.

Das Ergebnis

SC20141117-222310

SC20141124-085730

SC20141215-084743

SC20141229-084320

 

Vier Weltligachampiontitel später und Null Euro ärmer, war mir klar, daß Angry Birds von Süchtigen, aber oft  nicht so talentierten Spielern dominiert wird. Alle Merkmale eines Freemium Suchtspiel werden in Angry Birds Friends extrem deutlich, wenn man es spielt.

1. Jeden Tag bekommt man freie BirdCoins, um sich damit Erweiterungen zu kaufen. Im Jargon „GnadenCoins“ genannt.

2. Jedesmal, wenn man in der Liga von einem Spieler überboten wird, bekommt man eine Benachrichtigung

3. Für BirdCoins können Gegenstände und Power-Ups gekauft werden, die das Spiel einfacher machen.

4. einige Level sind ohne Power-Ups nicht als Bester schaffbar, auch nicht mit Talent.

Der letzte Umstand sorgt dafür, daß die GnadenCoins aufgebraucht werden. Dafür müssen neue gekauft werden, gegen echtes Geld versteht sich. Spieler, die das nicht machen, schaffen es nur bis in die unteren Ligen, durch Zufall, der bei Angry Birds sehr dominant in das Ergebnis eingreift, vielleicht auch etwas höher, aber sicher nicht an die Spitze, die nur mit Power-Ups erreichbar ist.

Das beste Beispiel für diese Behauptung ist ein Eislevel, bei dem das beste Ergebnis mit einer Bombe erreicht werden kann, die am Ende des Feldes liegt. Mit nur einem „Vogel“ kann der gesamte Level geschafft und die meisten Punkte erreicht werden, nur daß kein normaler Vogel überhaupt soweit fliegt. Mit einem Power-Up geht das.

Es handelt sich also glasklar um ein Pay-To-Win Spiel. Geködert durch einen leichten Einstieg, viel Bum, Peng, Krach und Hurra hier und da und eine lange Ära von ähnlichen Spielen, fangen die Leute an, spielen eine Weile, kaufen ab und zu etwas und hören wieder auf. Die Süchtigen dagegen bleiben dabei und finanzieren die gesamte Firma. Hier geht es nicht im ein paar Euro im Monat, um ganz oben mit zuspielen sind 80 Euro im Monat vermutlich die unterste Grenze. Diese Grenze zu testen, habe ich nicht gewagt. Mein Gerechtigkeitsinn und das Wissen, ausgenutzt zu werden, waren dagegen. Ich zog mich zurück.

Dieses Spiel fällt meiner Meinung nach unter das Glückspielgesetz und dürfte für Kinder und Süchtige nicht spielbar sein.

Würde Rovia entsprechend reguliert, wäre die Firma wohl alsbald Pleite.

Dabei könnte das Prinzip recht einfach auf ein Abosystem umgestellt werden, bei dem es unnötig ist, dauerhaft nachzukaufen. Ein Abomodell verhindert das Ausnehmen von Süchtigen und liefert adequate Einnahmekonstanz. Damit wäre beiden Seiten Genüge getan. Am meisten würden die Spieler profitieren, die am meisten Talent haben. Eine echte Weltliga wäre die Folge, was zu begrüßen wäre.

Wer mehr über die Gefahren wissen möchte, kann ich das gern bei South Park ansehen : South Park s18e06 – Freemium isnt free

 

:facepalm: BSI-Checkliste unsinnig

„Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.“

Zum heutigen Safer-Internet-Day hat das BSI Checklisten zum sicheren Surfen  in Form von Postern veröffentlicht. Das Motto lautet „Surfen, aber sicher! Basis-Schutz für den Computer“.  Darin finden sich neben sinnvollen Hinweise auch unsinnige wie :

Fertigen Sie regelmäßig Sicherheitskopien an.

Das hilft jetzt genau wie gegen Angriffe aus dem Netz ?

Laden Sie Daten nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunter.

Wie genau sieht denn eine vertrauenswürdige Quelle aus ?

Seien Sie vorsichtig bei E-Mails und deren Anhängen. Fragen Sie im Zweifelsfall beim Absender nach.

Ich frage beim Absender des Trojaners nach, ob das wirklich virenfrei ist. Klar doch, der wird auch bestimmt sagen, daß ein Trojaner oder anderer Exploit in dem PDF drin ist.

Echte Hilfe

Wenn Sie jetzt darauf hoffen, daß das BSI Ihnen die einzelnen Punkte erläutert und damit obenstehende naheliegende Fragen beantwortet haben Sie auf das falsche Pferd gesetzt.  Also mache ich das jetzt für Sie :

Fertigen Sie regelmäßig Sicherheitskopien an.

Frage: Das hilft jetzt genau wie gegen Angriffe aus dem Netz ?
Antwort: gar nicht. Das Backup sorgt nur dafür, daß der Datenverlust beim Neuinstallierten von Windows in Grenzen bleibt.

Laden Sie Daten nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunter.

Frage: Wie genau sieht denn eine vertrauenswürdige Quelle aus ?
Antwort: Software sollte man nur von der Herstellerseite herunterladen und selbst das kann gefährlich sein, da auch deren Webseiten gelegentlich gehackt werden. Softwarearchive wie http://software.heise.de können auch als sicher gelten, da hier ein Verlag mit einem Sicherheitsbewußtsein sein Fachwissen nutzt um soviel Sicherheit wie möglich zu gewährleisten. Aber schon beim Downloadarchiv von CNET wäre ich persönlich nicht mehr so sicher. Anderes Beispiel: Der Computer Bild DVD traue ich persönlich gar nicht.

Frage: Wie bekomme ich denn die Herstellerseite einer Software raus ?
Antwort: Wenn das Programm in einer alten Version bereits installiert ist, gibt es im Programm meistens einen Menüpunkt „Über uns/diese Software“ o.ä. . Dort steht dann die Webadresse unter der man ein Update laden kann, wenn dort nicht gleich ein Updatebutton platziert ist.  Wenn es eine neue Software ist, dann fragt man hier am besten Google mit „Softwarename homepage download“. Im Suchergebnis muß man dann die üblichen Downloadarchive ausfiltern. Nach neusten Studien verteilen einige nur noch Viren und keine Software mehr.

Beispiel: „winff download homepage“

WinFF ist die Windowsversion vom freien Videoencoder FFMpeg. Bei der Suche bekommen wir mehrere Suchergebnisse. Zum Glück ist das erste bereits das richtige:

Wo Sie auf keinen Fall draufklicken sollten ist das hier: Platz 10 linux.softpedia.com  Das ist ein Softwararchiv, bei dem selbst ich nicht weiß, ob es ok ist. Da wir aber die echte Homepage gefunden haben, brauchen wir dort auch gar nicht zu klicken.

Seien Sie vorsichtig bei E-Mails und deren Anhängen. Fragen Sie im Zweifelsfall beim Absender nach.

Frage: Kann ich dem Absender soweit trauen, daß ich Ihn frage ?
Antwort: Nein. Und nu ?

Zunächst mal das allgemeine: Emailabsender kann man fälschen und selbst wenn der Absender echt ist, muß die Email nciht missbraucht worden sein, der Absender könnte also ein echter Angreifer sein. Daher muß folgende Sicherheitsmaßnahme gelten:

Öffnen Sie keine Emailanhänge, wenn Sie nicht drauf warten! Alles was ihnen ungefragt zugeschickt wird, kann ein Virus sein.

Wenn es sich um eine unbekannte Adresse handelt, die mir nicht von einem „Geschäftspartner“ vorab angekündigt wurde, geht die EMail in die Tonne.  Derjenige könnte Sie im Fehlerfall ja nochmal senden.

Außerdem kann man mit einfachen Prüfungen, die in meinem Blog nun schon mehrfach an vielen Beispielemails durchgeführt wurden, feststellen, ob es ein Virus ist. Wenn das alles nichts hilft, kann man das Attachement bei Virustotal.com hochladen und überprüfen lassen. Meisten ist das aber nicht nötig. Kurzform :

1. Prüfen Sie den Emailheader
2. Wo kommt die Email wirklich her? Steht da ein Absender aus Deutschland dran ( .de ) und kommt die Email vielleicht China , dann weg damit.
3. heißt das Attachement vielleicht dateiname.pdf.zip oder dateiname.exe.zip ? Dann weg damit. Das ZIP wurde in dem Fall nur benutzt um den Inhalt vor einem Virenscanner zu verstecken.

Mit den drei Tests filtern Sie schon 99% aller Angriffe aus.

4. Doppelklicken Sie auf keinen Fall blind ein unbekanntes Attachement auf.

Forderung an das BSI

Keine sinnfreien Poster mehr, nur um der Poster willen! Gebt echte Tips raus!

Verschweigen möchte ich hier nicht, daß es auf der Seite des BSI tatsächlich noch eine Broschüre mit detaillierteren Informationen gibt. Leider nicht zum Thema „Sicher Surfen!“  :FACEPALM:

 

Windows: „Meine Desktopicons sind weg!“

Ach ja, wenn an der IT Guy ist, dann bekommt man verzweifelte Anrufe von Usern und Bekannten, selbst wenn man gar kein Windows mehr benutzt. Lesen die mein Linux-Blog eigentlich nicht ? Kratz …

Naja, einer davon lief Samstagabend auf:

„Meine Desktopicons sind weg! Ich bekommen die nicht wieder zurück und ich muß meine Terminarbeit abgeben.“ 🙂

Immerhin hatte er schon versucht das Dokument einfach per Arbeitsplatz zu suchen, leider ohne Erfolg.

Mit Windows 8 habe ich zwar keine eigenen Erfahrungen, aber das Web kennt das Problem, wie Google sofort feststellte. Allerdings ist es ein Windows allgemeines Problem, da es tatsächlich eine Option im Anzeigemenü gibt, mit der man die Desktopicons abschalten kann. Den tieferen Sinn davon muß man aber nicht verstehen, oder ?

Lösung:

Rechtsklick auf den Desktop -> Anzeige -> Desktopicons einschalten

Ursache:

Dafür gibt es wohl einen versteckten Tastaturshortcut, den man unabsichtlich auslösen kann.