Linux – Pulseaudio Sink umbenennen

Im deutschen Fußballspiel bei der WM in Russland ist einiges im Argen, so auch in Pulseaudio 🙂 Seit meinem Upgrade auf Fedora 27 haben meine Pulseaudio Sinks andere Namen bekommen und die sind zum Teil echte Monster 🙂

Sinks auflisten

Schauen wir uns erstmal den Ist-Zustand an :

[marius@eve ~]$ pacmd list-sinks|grep -E „(name:|description)“
name: <alsa_output.pci-0000_01_00.1.hdmi-stereo-extra1>
device.profile.description = „Digital Stereo (HDMI 2)“
device.description = „GP107GL High Definition Audio Controller Digital Stereo (HDMI 2)

Wenn man jetzt in der PA Lautstärkenkontrolle die Selectboxen mit den verfügbaren Audioausgängen anklickt, springt einem so ein Name natürlich ins Auge. Viel zu lang 🙂

Das können wir ändern

Dafür gibt es den Befehl „pacmd“ . Der kann einiges mit PA anstellen, aber da wir nur den Namen updaten wollen, ist es eigentlich recht simple:  pacmd befehl option1 option2 …

Wir brauchen als Befehl update-sink-proplist und dazu das Audiodevice das wir ändern möchten und natürlich das Feld, welches wir anpassen müssen.

Beispiel:

pacmd update-sink-proplist alsa_output.pci-0000_01_00.1.hdmi-stereo-extra1 device.description=“HDMI2-(Stereo)“

Wenn man jetzt ein Leerzeichen im Namen haben will, wie das ja wohl möglich sein muß, weil es ja vorher auch drin war, dann hat man ein kleines Problem, denn der Kommandozeilenparser von pacmd hat einen Bug: Er kann keine Leerzeichen verarbeiten 😉

Wenn man das braucht, muß man den Interaktiven Modus wählen:

$ pacmd
Welcome to PulseAudio 11.1-rebootstrapped! Use „help“ for usage information.
>>> update-sink-proplist alsa_output.pci-0000_01_00.1.hdmi-stereo-extra1 device.description=HDMI2 (Stereo)
>>>

Wenn man jetzt in dem Modus „exit“ zum Verlassen der Konsole  eintippt, dann passiert nicht, was man erwarten würde, denn „exit“ steht für Pulseaudio-Exit und beendet den Server 😉 Wer da raus will muß mit CTRL+C arbeiten… allgemeines Kopfschütteln ..

Anmerkung:

Das ist keine permanente Einstellung, daß muß man nach jedem Start machen.

Linux – FireFox Wayland Patch killed WebGL

Mit einem Patch, ist alles weg. Die Entwickler von Firefox haben es geschafft, statt WebGL auf Wayland zu laufen zu bringen, haben sie mit einem anscheinend un/schlechtgetesteten Patch WebGL komplett abgeschossen.

WTF is WebGL

Was die WebGL Schnittstelle vom Firefox und anderen Browsern kann, könnt Ihr hier ansehen:

http://helloracer.com/webgl/

Nach nein, geht ja nicht mehr. Wurde ja durch einen schlechten Patch für Wayland deaktviert, statt es kompatibler zu machen 🙁

Wayland, nicht fertig, in aller Munde, alle nur am fluchen und das wohl zu recht. Das Teil macht nur Ärger an jeder Ecke,und dann hat man es noch gar nicht laufen 😀

Bei Redhat kann man sich z.b Glück mit einem Befehl ( rpm -q –changelog packagename) die Changelogs ansehen und beim Firefox findet man das hier:

… which makes GL layer compositor usable …

* Mi Mai 30 2018 Martin Stransky <stransky@redhat.com> – 60.0.1-5</stransky@redhat.com>
– Added workaround for mozbz#1464823 which makes GL layer compositor usable on Wayland.

* Di Mai 29 2018 Martin Stransky <stransky@redhat.com> – 60.0.1-4
– Added fix for mozbz#1464808 – Set default D&D action to move on Wayland.

* Fr Mai 25 2018 Martin Stransky <stransky@redhat.com> – 60.0.1-3
– Added fix for mozbz#1436242 (rhbz#1577277) – Firefox IPC crashes.
– Added fix for mozbz#1462640 – Sandbox disables eglGetDisplay() call on Wayland/EGL backend.

* Fr Mai 25 2018 Martin Stransky <stransky@redhat.com> – 60.0.1-2
– Enable Wayland backend.

* Mi Mai 23 2018 Jan Horak <jhorak@redhat.com> – 60.0.1-1</jhorak@redhat.com>
– Update to 60.0.1

Als ich den Hohn in den Patchnodes gelesen habe, wäre ich fast vom Stuhl gefallen.

which makes GL layer compositor usable on Wayland“ und schaltet ihn für alle anderen ab 🙁 WOW.. Echt gut getestet Mozilla.

HOW TO FIX

Die Auswirkungen von dem Patch kann man teilweise beheben, so daß wenigstens etwas noch funktioniert, nämlich die 3D Demo oben 😉

Dazu geht man in die „about:config“ und ändert bei „webgl.force-enabled“ den Wert von False auf True.

Und wer alles wieder sehen will, der ändert noch „webgl.webgl2-compat-mode“ auf  True.

Damit kann man dann auch wieder „https://map2fly.flynex.de/“ sehen.

Update (14:29):

… oder, wie uns grade berichtet wird, in 60.0.2 soll der Bug behoben sein.

… wurde so ebend bestätigt. Wer das Update schon installieren will, bevor es im Stable verfügbar ist, hier der Link:

https://koji.fedoraproject.org/koji/buildinfo?buildID=1090754

Könnt Ihr Euch aber sparen, ich habs grade als stable ins repo gepusht. Kommt also die nächsten Stunden bei Euch so oder so an 😉

Linux – Softwaregröße ermitteln

Ihr habt ein RedHat basiertes Linux ( Fedora, CentOS, RHEL ) und das letzte Systemupgrade wollte satte 6,5 GB an OS Updates ziehen ?  Schonmal gefragt, was wohl die installierte Software mit dem fettesten Plattenverbrauch ist ? Abhilfe naht.

Die TOP 20

Eure TOP 20 bekommt Ihr so :

rpm -qa –queryformat ‚%10{size} – %-25{name} \t %{version}\t %{distribution}\n‘ | sort -r -n | head -n 20

Das könnte dann so aussehen:

2107049784 - 0ad-data                  	 0.0.23	 Fedora Project
 573182723 - supertuxkart-data         	 0.9.3	 Fedora Project
 525223953 - wesnoth-data              	 1.14.2	 Fedora Project
 319608404 - naev-data                 	 0.7.0	 Fedora Project
 255255974 - wine-debuginfo            	 1.9.3	 Fedora Project
 233338453 - stellarium                	 0.18.0	 Fedora Project
 232662604 - skypeforlinux             	 8.22.0.2	 (none)
 232447142 - pocl                      	 0.15	 Fedora Project
 231246894 - freedroidrpg-data         	 0.16.1	 Fedora Project
 215009186 - firefox                   	 60.0.1	 Fedora Project
 211907984 - widelands                 	 0	 Fedora Project
 211049524 - linux-firmware            	 20180525	 Fedora Project
 204226588 - fluid-soundfont-lite-patches 	 3.1	 Fedora Project
 199781645 - wine-core                 	 2.10	 Fedora Project
 196211495 - wine-staging-common       	 2.10	 (none)
 193901581 - wine-core                 	 2.10	 Fedora Project
 189052708 - google-chrome-stable      	 67.0.3396.79	 (none)
 164080235 - thunderbird               	 52.8.0	 Fedora Project
 162898103 - clamav-data               	 0.99.4	 Fedora Project
 149740146 - blender                   	 2.79	 Fedora Project

Ich weiß nicht, wieso ich POCL installiert hatte.. aber auf die freien 220 MB freue ich mich jetzt schon 🙂 Das 0.AD soviel Platz zieht ist keine Wunder, bei der Grafik!

 

Tello – Der Spaß kommt vor dem Aufschlag

Ihr kennt ja mittlerweile meine Tello Drohne. Die Firmware dieser Drohne, hat einen kleinen Bug. Im Handbuch der Drohne steht, dass wenn die Drohne die Sicht nach unten verliert, also nicht mehr weiß, wie sie sich positionieren soll, in den Attitude Mode übergeht. Dieser Flugmodus bedeutet eigentlich nur, dass die Drohne diese Selbststeuerung abschaltet und anfängt zu driften. Das bedeutet, dass sie einfach nicht mehr gegensteuern, weil sie ja nicht mehr weiß, wo sie ist und folgerichtig auch nicht mehr sagen kann wo sie wieder sein sollte, wenn der Wind sie weggeschoben hat.

Eine Tello Drohne

Eine Tello Drohne

Leider stimmt das nicht. Die Firmware dieser Drohne schaltet nämlich nicht in den Attitude Mode, sondern in den ich-stürzt-immer-ab Modus. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass die Drohne versucht zu landen, was mit einer eindringlichen Warnung verbunden ist, die man aber dummerweise nur dann sieht, wenn man auf die Kontrollen guckt. Wenn die Drohne das über Wasser tut, geht sie baden. Wenn die Drohne das über einem Baum tut, na ratet mal, dann braucht ihr wieder mal eine Leiter. So oder so, es ist zum Kotzen, wenn das passiert.

Jetzt ist diese Drohne nicht die Schnellste im Sinkflug, so kann man diese meistens noch retten, wenn man hoch genug fliegt. Hoch genug kann man aber nur dann fliegen, wenn man die Drohne gehackt hat 😀

Natürlich hat das Hacken den erfreulichen Vorteil, dass man höher fliegen kann. Die maximale Höhe die man so erreichen kann ist 30 m. Die 30 Meter sind direkt in der Firmware verankert und man müsste die verändern, damit man noch höher fliegen kann was durchaus möglich ist, denn die Drohne hält sich in der Luft recht gut mit ihren 8 Metern in der Sekunde. Das größte Problem mit einer Tello ist allerdings, dass man sie meistens nicht mehr sieht, wenn sie weiter als … Meter weg ist. Wir haben das neulich mal ausprobiert und sind mit der Drohne im Park Gassi geflogen. Auf einer recht langen Geraden konnten wir dann zu zweit die maximale Entfernung ausprobieren.

Zumindest war das der Plan. Hat leider nicht ganz funktioniert, denn die maximal Reichweite konnten wir nicht erreichen, weil man die Drohne nicht mehr sehen konnte. Wir haben immerhin über 200m geschafft. Natürlich ist das auch nicht mit Bordmitteln möglich, denn wenn man die Drohne an das Telefon angekoppelt hat, dann kommt man vielleicht 100 m weit und das auch nur mit Ach und Krach; und bei 10 m in der Höhe ist sowieso Schluss.

Damit man weiter als 100 Meter fliegen kann braucht man natürlich einen WLAN Verstärker. Ich habe da neulich mal drüber geschrieben mit welchem Modell ich derzeit arbeite. Ich bin zwar mit der Funktion zufrieden, die dieser Repeater bringt, aber der Repeater selber bzw die Herstellerfirma … sagen wir mal so …. Datenschutz geht anders und App Programmierung sowieso.

Zum Glück braucht man für den Repeater einer Drohne kein Zugriff auf das echte Internet, und auch keinen Zugriff auf irgendwelche anderen Netzwerke, was die Sicherheitslücken und Datenschutzbedenken des RRepeaters auf den einmaligen Vorgang des Installierens auf einem Handy bzw. über das Handy reduziert. Solange euch eure Tello Drohne nicht abhaut und Ihr kein neues Wifi braucht, läuft der Repeater auch ohne zu murren weiter.

Der ganze Vorgang, dass der Repeater eingeschaltet, das Netzwerk aufgebaut und die Drohne sich dahin verbindet, das Handy sich dahin verbindet, ist eigentlich Easy. Das passiert von ganz alleine, wenn man es mal richtig gemacht hat.

Zurück zum Thema, das Versagen des VPS ist ein echtes Problem. Die Firma Ryze hat ja zusammen mit DJI die Tello Drohne gebaut. Das ist aber auch schon alles was man Positives darüber sagen kann, denn der Support ist grauenhaft. Die wollen partout keine Bugreports annehmen und auch natürlich keine Verbesserungsvorschläge. Ich hatte z.b. vorgeschlagen, dass die Drohne dringend eine Positionsleuchte haben muss und eine Fehlerleuchte. Jetzt hat die Drohne ein LED Indikator, die nennen das Flugindikator, der wollte nämlich eigentlich anzeigen, wenn die Drohne von dem VPS Modus in den Attitude Modus übergeht. Jetzt ist er aber dummerweise vorne neben der Kameralinse und 30 m in der Höhe von einem weg gerichtet. Das bedeutet natürlich nichts anderes als, daß man das überhaupt niemals sehen wird, denn wenn dieser Indikator irgendwas anzeigt, ist eine Drohne üblicherweise außer Sichtweite 😉  Natürlich hatte ich vorgeschlagen, dass diese Leuchte unter die Drohne montiert werden müsste. Der Supporter sich leider außer Lage, diesen Vorschlag überhaupt zu verstehen. Ich meine das jetzt wirklich, denn es war ein Russe, der für ein chinesisches Unternehmen auf Englisch Support für Deutschland leisten sollte. Wem das noch nicht genug ist, ich habe meinen Vorschlag dreimal hingeschickt, und dreimal hat der Typ nur tschüss arrivederci und bye bye geschrieben . Ich sags ja, die totale Katastrophe dieser Support.

Für mich bleibt nur eins was ich positiv mitnehme, sollte ich mir eine größere Drohne zulegen, nehme ich gleich DJI. Die Technik von denen funktioniert eigentlich ganz gut. Definitiv hat meine nächste Drohne 4k bis 8k Kamera Modul montiert, denn wenn man so eine Drohne schon mal in der Luft hat, möchte man natürlich auch vernünftige Bilder zurückbekommen. Der Bildmodus der Tello nicht mal so schlecht. Richtig schlecht ist nur der Videomodus. Der ist nämlich praktisch nicht vorhanden. Wobei ich da tatsächlich heute auf einem Film mehrere vorbei fliegende Insekten drauf hatte, weil die Drohne für mehrere Minuten einfach nur ganz sanft in der Luft schwebte und sich kaum bewegt hat. Da war das Bild dann brauchbar, ansonsten ist das ein Codec, den muss man sich so vorstellen: das Ziel der Übung war vermutlich auf eine Bandbreite von 10 kb/s zu kommen und möglichst nur drei oder viereckige Klötzchen auf dem Bildschirm zu zaubern Punkt der Videomodus der Teile hat das geschafft Komma zumindest wenn man Android benutzt. Unter iOS habe ich bereits Videos gesehen die gar nicht mal so schlecht waren. Jetzt ist das mit der Bildübertragung natürlich so ein Problem, wenn man zwei- dreihundert Meter von so einer Drohne weg ist, die man dann nicht mehr sieht und Angst haben muss, dass man sie in den nächsten Baum rammt. Trotzdem waren die Sachen unter iOS einfach besser aus. Mangels verfügbaren Apple-Handy konnten wir das nicht überprüfen müssen also sagen unter Android sieht nicht so gut aus. „Nicht so gut“ ist aber natürlich eine totale Übertreibung, denn die Videos sind grottenschlecht.

Linux – Gaming – Bluetooth Gamepads benutzen

Da kauft man für seine VR-fähige Drohne einen Bluetooth-Controller und was sagt die blöde Dronen-APP … 我不想用控制器! 🙁

Grrr…

Die Drohne will genau einen von tausenden Controllern und der dumme Kunde muß den doppelt so teuer einkaufen, wie vergleichbare Produkte. Jetzt haben wir den schon einmal da, da können wir den auch mal mit Linuxspielen ausprobieren 😀

Problem .. kein BT am Desktop 🙁 Lösbar, muß das Laptop halt für den Test ran, was auch die Ursache für die miese Framerate im Video ist und die komische Auflösung 🙂

Eigentlich könnte ich jetzt aufhören, denn auch wenn ich gedachte habe, da muß man viel machen, mußte man das gar nicht. 1a!

Alles was man machen muß ist, das BT Gamepad mit dem Laptop zu pairen. Es wird sofort als JoyPad erkannt und akzeptiert. Ab da braucht man nur noch ein Game, daß sich mit Gamepad steuern läßt: SuperTuxCart z.b. 😀 Schon kann es losgehen:

Die Steuerung mit „JoyPad“ ist aber GRAUSAM ungenau verglichen mit den Tasten. Da braucht mal echt lange um sich daran zu gewöhnen. Wie Ihr in dem Video seht, hatte ich das nicht 🙂 Liegt nicht am Gamepad, liegt klar an der Idee einen analogen Joystick für eine Digitale Steuerung zu benutzen 😉

Wer sich das DOBE GamePad zulegen will, es spielt auch direkt mit Android Handies, ist halbwegs gut verarbeitet, kommt mit Handyhalterung und 20h Akku. Für 15 € kann man da nicht meckern: