Linux am Dienstag: Programm für den 18.1.2021

Unser kleiner Ausflug zu DBUS und MPRIS geht weiter, und bringt uns zu völlig neuen Möglichkeiten und Tools.

Linux am Dienstag: Programm für den 18.1.2021

Unsere Themen ab 19 Uhr sind u.a. :

  • Sicherheitslücke – Teslas über Drittsoftware gehackt
  • Kryptoprojekte – BlockchainCity gehackt
  • Sicherheitslücke – Safari Bug setzt User Webseitentracking aus
  • Carola – neue Features und Funktionen
  • Vortrag – „Wie man seine Musik katalogisiert“ von Marius

Wie jede Woche per Videokonferenz auf https://meet.cloud-foo.de/Linux .

Kleine Anmerkung: Die bisherigen Vorträge findet man jetzt unter https://linux-am-dienstag.de/archiv/ .

Carola: Netflix & Mediaplayerkontrolle

Neues aus der Werkstatt.. ups, falsches Blog.. Neues von Carola: „Yes, we can .. control Netflix“ \o/

Carola: Netflix & Mediaplayerkontrolle

Carola hat es jetzt drauf, wir können Netflix auf Kommando starten, ok, das war schon länger drin, aber seit eben, kann ich auch den Inhalt von Netflix per Sprache kontrollieren.

Ihr habt es Euch vermutlich schon gedacht, daß nach dem D-BUS Artikel noch etwas kommen mußte 🙂

Die Mediaplayer API

Folgende Befehle sind intern möglich:

command:“ich |möchte|sehen“,“PLAYVIDEO“
command:“videos.*weiter“,“VIDEONTRACKSFORWARDS“,““
command:“videos.*zurück“,“VIDEONTRACKSBACKWARDS“,““
command:“ein video weiter“,“VIDEONTRACKSFORWARDS“,““
command:“ein video zurück“,“VIDEONTRACKSBACKWARDS“,““
command:“video|weiter“,“VIDEOPLAYBACKPLAY“,““
command:“nächstes|video“,“VIDEONEXTTRACK“,““
command:“letztes|video“,“VIDEOLASTTRACK“,““
command:“starte|video“,“VIDEOPLAYBACKPLAY“,““
command:“video|start“,“VIDEOPLAYBACKPLAY“,““
command:“video|stop“,“VIDEOPLAYBACKSTOP“,““
command:“pausiere|video“,“VIDEOPLAYBACKPAUSE“,““
command:“video|pause“,“VIDEOPLAYBACKPAUSE“,““
command:“wiedergabe|starten“,“VIDEOPLAYBACKPLAY“,““
command:“wiedergabe|stop“,“VIDEOPLAYBACKSTOP“,““
command:“wiedergabe|pausiere“,“VIDEOPLAYBACKPAUSE“,““
command:“wiedergabe|fortsetzen“,“VIDEOPLAYBACKTOGGLE“,““

Die Befehle sind zwar im ersten Entwurf nur für den eingebauten Videoplayerpart gewesen, jetzt aber für alle Mpris Services gültig. D.b. auch, daß es völlig egal ist, welcher und wieviele Player laufen, es werden einfach alle angesprochen.

In der Config gibt es dazu passend jetzt den mediaplayer Teil:

mediaplayer:“find“,…
mediaplayer:“play“,…
mediaplayer:“pause“,…
mediaplayer:“stop“,…
mediaplayer:“nexttrack“,…
mediaplayer:“lasttrack“,…
mediaplayer:“toggle“,…
mediaplayer:“raisevolume“,…
mediaplayer:“lowervolume“,…
mediaplayer:“getvolume“,…
mediaplayer:“status“,…

Die Kommandos selbst sind nicht geheim, aber sehen hier einfach blöd aus, daher schaut Ihr morgen mal ins GitHub Repo, wenn ich das hochgeladen habe 😉

Tip #1:

konfiguriert nicht beides, wenn der Videoplayer auch ein MPris Interface hat. Das hat ganz böse Nebenwirkungen bei „PlayPause“ 😉

Tip #2:

Wenn Ihr MPV von RPMFusion installiert habt und das Pakte mpv-mpris noch nicht drauf habt, macht das mal, weil sonst mpv kein Mediaplayerinterface hat.

PVA: kleines Carola Update

Weil das im Dezember mit dem Video nicht geklappt hat, reiche ich das heute mal nach.

PVA: kleines Carola Update

Wie Ihr Euch vielleicht erinnern mögt, gab es Anfang Dezember einige Anpassungen die Euch das Leben etwas vereinfachen konnten. Carola konnte Dateien suchen und das Suchergebnis einem x-beliebigen Programm übergeben. Diese Funktion wird im Video gezeigt:

RITA

Rita“ muß man kurz erklären. Der Begriff „Krita“ wird von der deutschen Sprachausgabe meisten als Kreta erkannt, manchmal aber auch nur als der Eigenname rita. Da „rita“ im Begriff „Krita“ vorkommt, findet der Sprachassistent das gewünschte Programm trotzdem 🙂

Der PVA durchsucht dafür die Anwendungsliste in /usr/share/applications/ und kann dann auch alle dort befindlichen Apps (auch ohne vorherige Suchergebnisse ) starten, wenn im Programmnamen oder in den Keywords eine Übereinstimmung mit dem Anwendungsnamen besteht. Leider kann das Programm noch keine Relevanz in die Suche einfließen lassen, so daß das Starten von „Bildschirm“ ggf. nicht die Bildschirmeinstellungen, sondern das Bildschirmfoto findet, je nach dem was zuerst gefunden wird.

Seit dieser Aufnahme hat es noch einige andere Veränderungen gegeben. Das Projekt wurde nach /usr/share/pva verschoben. Alles Desktopdateien wurden angepaßt und in /usr/share/applications/ untergebracht. Damit ist es jetzt möglich, daß der PVA für jeden eingeloggten Benutzer start- und nutzbar ist. Jeder Benutzer kann seine eigene Config in ~/.config/pva/conf.d/  haben. Die globalen Einstellungen dienen dabei als Defaults. Beim ersten Start werden die nötigen Dateistrukturen in .config, .cache und .var erzeugt und passend gefüllt, wenn es diese noch nicht gibt. Beispielsweise werden die Suchpfade an den Benutzernamen angepaßt, so daß die üblichen Verzeichnisse  die „Bilder“, „Musik“, „Videos“ usw. benutzt werden, da gloable Vorsteinstellungen für Suchpfade wegen der ggf. beschränkten Nutzerrechte keinen Sinn machen.

Erfreulicherweise können wir Carola jetzt per „Startprogramme“ beim Login in den Desktop starten, so daß der Assistent auch sofort bereit ist. Da das deutsche Sprachmodell 3,2 GB groß ist, braucht der Start auf langsamer Hardware eine ganze Weile. Kleinen PCs, Laptops und Handies empfehle ich daher das kleine 60MB Sprachmodell zu nehmen.

Zur Zeit baue ich für Fedora das RPM zusammen, so daß es den Guidelines vom Fedoraprojekt entspricht.