Linux am Dienstag: Programmplan 20.4.2021

Linux am Dienstag – Programmplan für den 20.4.2021:

Desktop: „Gnome 40 – Es wird langsam“

Ein Blick den aktuellen Gnome 40 Desktop. Möglicherweise ist er eine Sackgasse. Schaut selbst mal mit rein.

„Speedtests von Webseiten u.a. mit `curl´“

Curl kann viel mehr, als nur Inhalte von Webseiten downloaden.

ApacheBenchmark – Ein uraltes Programm, daß immer noch aktuelle Ergebnisse liefert.

LiveEvent : „Auf, auf Banditen!“

Wir dringen in einen fremden Rechner ein und erbeuten die Passwörter. Grundlagen von Linux werden spielerisch vermittelt. Natürlich muß man sich selbst rein hängen, aber das ist leichter als man glaubt.

Wir spielen die ersten 5 Level vom OverTheWire Spiel „Bandit“ gemeinsam durch und geben den nächsten Level dann immer als Hausaufgabe mit. In den Fortgeschrittenen Kursen gibt es dann Linux Foo, den kaum einer kennt.

Gemischtes

Wenn ich vorher wüsste was kommt, würde es nicht Gemischtes heißen 😉

 

Linux am Dienstag: Nachlese 13.4.2021

Das gestrige Linux am Dienstag Meeting ging bis spät in die Nacht, eine praktische Einführung in Matrix inklusive.

Linux am Dienstag: Nachlese 13.4.2021

Unser Hauptthema gestern Abend war Matrix. Wie funktioniert es, wo liegen Schwächen, was sind Stärken und vor allem, wie benutzt man das praktisch. Den praktischen Teil kann ich Euch hier natürlich nicht wiedergeben, aber die Theorie findet Ihr auf der Linux-am-Dienstag-Seite oder gleich hier: LUG-2021-Matrix

Matrix – Wie funktioniert das?

Als Anmerkung für Alle, die gestern Abend mit dabei waren, ich habe den Vortrag überarbeitet und alle Punkte die gestern nur frei erklärt wurden mit eingefügt. Ein kleiner Fauxpas ist mir da doch tatsächlich beim Tunnelserver unterlaufen, der heißt TURN, nicht TUN 🙂 Was das genau ist, wie es eingesetzt wurde, wurde mit den Vortrag eingebaut.

NASA und Opensource

Die NASA nervt die Entwickler von Curl derzeit mit Compliancenachfragen, weil auf neuesten Marsrover Linux läuft und da wohl Curl mit eingebunden ist. Wozu die da Curl brauchen könnten, weiß ich allerdings nicht.

Einer der Entwickler von Curl schickte dazu auf Twitter ein Foto rum, das Ihr unter diesem Link einsehen könnt: https://mobile.twitter.com/bagder/status/1379897937141063686/photo/1

(Ist absichtlich nicht verlinkt, weil ungewolltem Twitteraufruf usw. )

Update: KDE Connect Probleme mit Android News

Leider gibt es an der Front wenig erfreuliches zu berichten:

Die Android Version 1.16.x kann nicht mehr mit neueren KDE-Connects kommunizieren, die aber wiederum können das noch untereinander. Es ist also möglich von Fedora 32 ( das noch mit Android kann) zu Fedora 33 und 34 Daten auszutauschen, aber von F33+34 => Android geht das nicht mehr. Da es kein alleiniger Fedora Bug ist, wie sich im Pinephone Weltchat herausgestellt hat, wurde KDE informiert.

Bevor jetzt wieder jemand schnippisch sagt: „Das liegt bloß an der Firewall!
muß ich leider antworten: „Was für eine Firewall?“ Die war nämlich zu Testzwecken aus und die anderen KDE Connects im Netz konnten den betreffenen PC ja auch finden und kontaktieren 😉

Pinephone: Phoshupdate

Der Teil kann hier nachgelesen werden:

Pinephone: Phosh jetzt mit Auto-Screenrotation

Die Free-Software-Foundation-und-Richard-Stallman-Geschichte geht in nächste Runde

wie schon berichtet geht es bei der FSF mit RMS weiter:

FSF bleibt Ihrer Line mit RMS treu

Absprache für neuen Kurs: „Linux kennenlernen durch Hacken! :)“

vor einiger Zeit hatten wir in der alten BSLUG schon einmal versucht, den Benutzern die Linuxgrundlagen durch das Over-the-Wire-Lernspiel Bandit näher zubringen. Es wurde beschlossen, dies nächste Woche vorzustellen, die ersten Level gemeinsam zu machen und danach, in wöchentlichem Rhythmus, je einen neuen Level als Hausaufgabe zu präsentieren.

Dann zieht Euch mal warme Handschuhe über die schlecht durchbluteten Finger, wir gehen Passwörter von Servern klauen 😀

Anmerkung: Dies wird ein Live-Event werden, daher gibt davon keine Aufzeichnungen oder Vorträge zum Download, das wäre nicht zielführend für den Rest der Welt 😉

Linux am Dienstag: Programmankündigung 13.4.2021

Das Programm für Dienstag, 13.4.2021 19 Uhr:

Thema: Matrix – Wie funktioniert das?

News: NASA und Opensource
Update: KDE Connect Probleme mit Android
News: Pinephone Phoshupdate

Absprache für neuen Kurs: „Linux kennenlernen durch Hacken! :)“

Treffpunkt ist wie immer im Videochat: https://meet.cloud-foo.de/Linux ab 19 Uhr.

Linux am Dienstag: Nachlese 6.4.2021

Ein Linux am Dienstag Treffen ist wieder vorbei. Für all diejenigen, die nicht daran teilnehmen konnten, wir konnten wieder das ein oder andere Nutzerproblem lösen.

Linux am Dienstag: Nachlese 6.4.2021

Nacharbeiten von Fedora u.a. Upgrades

Wenn nach einem Distro-Upgrade von Fedora z.B. auf 33 mal einiges nicht gehen sollte, dann erinnert Euch an diesen Befehl: sudo restorecon -R -v /*

Er setzt alle SELinux Kontexte wieder auf die richtigen Werte. Wie ich am eigenen Laptop erfahren mußte,wird dies wohl nicht so automatisch gemacht, wie man sich das vorstellen würde. Mehr dazu in diesem Blog-Artikel von 2015:

Probleme mit SELinux reparieren

Wake-on-Lan

Wie funktioniert eigentlich Wake-On-Lan? Die Frage führte selbstverständlich gleich zur nächsten Frage: „Was ist das für eine komische Zahlenfolge da?“ und dies führte zu unserem gestrigen Schwerpunktthema: „Wie werden eigentlich Daten im Netz transportiert?„. Stichpunkte waren ARP, Traceroute, Netzwerkrauschen, Switche, Router und natürlich die Ursache aller Vorträge Wake-on-Lan und was man damit machen kann.

Facebook – 533 Millionen Datensätze aufgetaucht

Facebook: 533 Millionen Datensätze erbeutet

Allerdings gibt es eine erweiterte Anekdote:

Follow-Up: Scammer failen an Ostern per SMS

Herr Kelber, seines Zeichens oberster deutscher Datenschützer, brachte die beiden obigen Meldungen zusammen, auch wenn diese vermutlich nicht zusammenhängen, denn auch Telefone, die nicht im Facebooksystem waren, bekamen diese SMS auch zugeschickt.

Ich nehme daher an, daß einfach alle Nummernblöcke deutscher Mobilfunkanbieter periodisch vollgespammt wurden. Da man das über normale Handies so nicht machen kann, werden dort ausländische S7 Anbieter involviert sein, die in Massen SMS in die Welt spammen. Die diversen Polizeidirektionen Deutschlands warnen dann auch schon seit Mitte Januar in Presseveröffentlichungen vor dieser Welle.

„USA. DHS got new smartphones with signal after the solarwind hacks.“

Die Mitarbeiter von Homeland-Security bekommen neue Smartphones, diesmal mit Signal als Messanger, nachdem die US Behörden ja durch den Hack bei der Solarwinds Firewall, Besuch von ausländischen Hackern bekommen hatten. Ob die allerdings damit so richtig froh werden kann bezweifelt werden, da Signal jetzt eine Bezahlfunktion bekommt: https://signal.org/blog/help-us-test-payments-in-signal/

Ein prominentes deutsches IT-Verschwörungsblog meinte daraus bereits das Ende von Signal ableiten zu können, weil wenn die mit Krypto-Geld hantieren wollen, Blockchains dafür einbauen und Nutzerdaten „in die Cloud hochladen“ und den früher immer publizierten Sourcecode seit über einem Jahr nicht mehr bereitstellen, dann kann das nur das Ende bedeuten. Tja.. mir egal, wir nutzen Matrix 🙂

Fedora wird nicht auf 33 aktualisiert

Wie uns gestern berichtet wurde, aktualisierte Packagekit auf mehrfache Anweisung den PC nicht von Fedora 32 auf Fedora 33. Hier nochmal die Anleitung, wie man Fedora als Rootuser von Hand auf die neue Distro umstellt:

„screen“ starten

rpm –import /etc/pki/rpm-gpg/RPM-GPG-KEY-fedora-33-$(uname -i)
dnf clean all;dnf -y upgrade;
dnf –allowerasing –releasever=33 –setopt=deltarpm=false distro-sync

Alles bestätigen was gefragt wird und ab damit 🙂

Screen setzt man ein, falls die Desktopsession mitten im Update sterben sollte. Durch Screen läuft das Update im Hintergrund weiter und man kann sich dann einfach per Terminal und „screen -r“ wieder in die Terminalsession einklinken. Vorteile hat das Update von Hand natürlich auch: man sieht endlich wie weit es schon fortgeschritten ist.

Linux Am Dienstag – Nachlese 30.3.2021

Hallo Linuxfans,

gestern Abend konnten wir uns einen DDOS – Angriff Live ansehen, wer kann das schon als Demonstration bieten 😉

Linux Am Dienstag – Nachlese 30.3.2021

Natürlich war Cybercrime nicht das einzige Thema gestern Abend. Insgesamt haben wir uns drei Stunden ausgetauscht und konnten auch wieder skurile Probleme der Teilnehmer lösen, und wenn ich skurile schreibe, meine ich das auch so 😀 (siehe unten)

„Wie man Pulse-Effects als Hörtest benutzen kann“

Pulse-Effects hat einen Tongenerator dabei, mit dessen Hilfe ein Kopfhörer den Besuch beim Ohrenarzt erspart. Meine Werte gehen von 28 Herz bis 19,2khz, womit ich in meinem Alter weit über dem Durchschnitt liege. Der Versuchsaufbau ist ganz einfach, eine gute Soundkarte vorausgesetzt, steckt man den Kopfhörer einfach nur ein und stellt im Pulseaudio-Lautstärkeregler das Ausgabedevice von Pulse-Effects auf den Kopfhörer um(wenn nötig). Nun schaltet man einfach den Sinusgenerator ein und geht die Frequenzen durch.

„FreeBSD und die WireGuard-Einführung“

https://arstechnica.com/gadgets/2021/03/buffer-overruns-license-violations-and-bad-code-freebsd-13s-close-call/

Die FreeBSD-WireGuard-Implementierung wurde komplett neu geschrieben, weil der Portierer geschlampt hat ohne Ende. Dann stellt sich raus, das war nicht seine einzige Verfehlung …

https://abcnews.go.com/US/exclusive-landlord-hell-defends-terrorizing-apartment-tenants/story?id=20875476

„Die Personalie Richard Stallman“

Die Geschichte um RMS nimmt kein Ende, damit Ihr Euch selbst ein Bild machen könnt, zwei Links:

https://rms-support-letter.github.io/
https://rms-open-letter.github.io/appendix

Github haben die genommen, weil Softwareentwickler da ein Konto haben und per PULL Request Ihre Unterschrift druntersetzen konnten. Suse und Red Hat haben dann gleich die Zusammenarbeit aufgekündigt, wobei die Chefin von Suse was von „Frauenrechten“ von sich gegeben hat. Ob es da noch um die Sache gegangen ist?

„UPLOADFILTER passieren den Bundesrat“

Im neuen Urheberrecht sollen nur noch 15 Sekunden je eines Filmwerkes oder Laufbildes und einer Tonspur, 160 Zeichen eines Texts sowie 125 Kilobyte je eines Lichtbildwerkes, Lichtbildes oder einer Grafik frei verwendet werden dürfen. Die letzte Formulierung macht mir da echt Kopfschmerzen, denn das ist eine Quatschkopfdefinition die Ahungslose von sich geben.

https://www.heise.de/news/Urheberrecht-Bundesrat-freundet-sich-mit-Upload-Filtern-an-5999740.html
https://www.heise.de/news/Urheberrechtsreform-Bundesregierung-billigt-Upload-Filter-und-Sperrknopf-5044702.html

Thema: „DOS – Angriff – LIVE – Analyse und Gegenmaßnahmen“

Den Schwerpunktvortrag habe ich hier für Euch gelinkt:

Vortrag – Linux am Dienstag – DOS Angriff

Natürlich fehlen alle Kommentare und Hintergründe, denn wir konnten uns einen DDOS Ressource-Angriff gestern Abend live ansehen.

„Wie Bitcoin Betrug funktioniert.“

Traue niemandem der Dein Geld aus Gutmütigkeit einfach verdoppelt zurücksenden will 😉

https://t3n.de/news/bitcoin-scam-millionen-dollar-1369666/

„Journalist Brian Krebs Ziel vom Hähme durch Cyberkriminelle“

Nein, der Brian greift Eure Exchange-Server nicht an, auch wenn die Domain so heißt :

https://krebsonsecurity.com/2021/03/no-i-did-not-hack-your-ms-exchange-server/

Xfce4 Uhr zeigt Zeitzone richtig an, aber die Zeit stimmt nicht 😀

Aus der Abteilung “ Du traust Deinen Augen nicht “ heute: Xfce4 Uhr zeigt Zeitzone richtig an, aber die Zeit stimmt nicht!

Der Xfce4 Desktop von Manjaro zeigte bei einem Teilnehmer einfach eine um 2 Stunden versetzte Zeit an. Alle Einsteller zeigten deutlich an, daß die richtige CEST Zeitzone eingestellt und genutzt wurde,auch „date -r“ zeigte in der Konsole die richtige Zeit an, trotzdem blieb die Uhr dabei, es wäre erst 19, statt 21 Uhr 🙂 Jetzt könnt Ihr als Xfce4 Benutzer zwei Dinge tun: alle, wirklich alle configfiles in Eurem Homeordner durch sehen, ob Ihr den Fehler finden oder einfach das Uhren-Widget entfernen. Fügt man das nämlich erneut hinzu, aktualisiert es seine falsche Zeitzone, die es uns nicht anzeigt!, und ist wieder im Einklang mit dem Rest vom System 😉 Nicht Fragen, einfach machen!

 

Linux Am Dienstag: Programm für den 30.3.2021

Liebe Linuxer,

hier das Programm für morgen Abend:

Vorführung: „Wie man Pulse-Effects als Hörtest benutzen kann“

Ihr wolltet schon immer wissen wie gut Ihr noch hört? Kein Problem. Ihr braucht nur Pulse-Effects installieren, einen guten Kopfhörer an Euren PC anschließen und könnt direkt mitmachen.
Mein Gehör ist überraschend gut, nur glauben wollten das die anderen nicht 🙂

Aus dem Bereich OpenSource geht es im Diskussionsteil um gleich mehrere aktuelle Punkte:

„FreeBSD und die WireGuardeinführung“
„Die Personalie Richard GNU Stallman“
„UPLOADFILTER passieren den Bundesrat“

Zur Cyberkriminalität hätten wir:

Thema: „DOS – Angriff – LIVE* – Analyse und Gegenmaßnahmen“

Wir schauen uns einen live* DDOS Angriff auf einen realen Server an und erläutern die Grundlagen zum Angriff und dessen Abwehr.
Dieser Vortrag ist einfach gehalten, so das auch Anfänger mitkommen.

*) Live nur, falls das FBI die Angreifer nicht vorher ausgehoben hat 😉

„Wie Bitcoin Betrug funktioniert.“
„Journalist Brian Krebs Ziel vom Hähme durch Cyberkriminelle“

Treffpunkt ist wie immer https://meet.cloud-foo.de/linux um 19 Uhr MESZ . Denkt an die Sommerzeit, sonst kommt Ihr gefühlt eine Stunde zu spät 😉

Aufgrund von Handwerkern bei der Arbeit, könnte mir leider etwas lautes dazwischen kommen, habt daher den Matrixchannel und das Blog im Auge, falls ich absagen muß.

Linux am Dienstag: Der erste Abend

Gestern Abend begann der erste Linux am Dienstag Videochatabend gleich mit einer sehr positiven Überraschung 😀

Linux am Dienstag: Der erste Abend

Neben vielen alten „Gesichtern“ konnten wir gestern Abend gleich mehrere neue Besucher verzeichnen, die an dieser Stelle nochmals herzlichst gegrüßt werden 🙂 Das diesmal gleich alles geklappt hat mit dem Bildschirmsharing, möchte ich hier positiv erwähnen, da es in der Vergangenheit des öfteren Probleme damit gab. Daher hatte ich noch einen Videostreamfeed in der Hinterhand, für alle Fälle 😉

Wie gestern Abend besprochen, hier jetzt nochmal schriftlich die vorgestellten Tips und Tricks:

System bootet nicht wegen Systemd : raid-check.timer

Nicht nur ich hatte Probleme den raid-check.timer zu finden, auch Systemd zeigt seit dem 1. März in Irland und Großbritannien Probleme bei Booten von Fedora 33+ . Ursache ist .. ta ter a ta .. die Zeitumstellung auf Sommerzeit 😀

Systemd: Problem mit dem raid-check.timer

Ich habe den auf meinem Pinephone auch schon abgeschaltet, da er da nicht gebraucht wird, weil kein Raid vorhanden.

Pulseaudioprobleme beheben

Für Euch nützlich dürfte dieser Konsolenbefehl sein, wenn Pulseaudio mal wieder keinen Ton annimmt oder ausgibt:

systemctl –user restart pulseaudio

Viele von Euch kennen noch pulseaudio -k der auch den PA Prozess beendet um diesen neu starten zu lassen. Im Gegensatz zum systemctl wird dabei aber nicht das gesamte System angehalten, was kuriose Nebeneffekte haben kann. In Anbetracht, daß Pipewire vor der Tür steht, sollte man sich jetzt schon einmal an systemctl gewöhnen, welches dann auch für den Neustart von Pipewire dient.

Kleinere Bugs beim systemd-oomd

systemd-oomd, der schon bei sich andeutenden Speichermangel Situationen eingreifen soll, bevor der Kernel gezwungen ist Prozesse hart zu beenden während diese gerade am Swappen sind, macht leider noch nicht ganz was er soll und tötet dann die falschen Prozesse.

Wer genug Hauptspeicher hat und sich mit dem Dienst nicht rumschlagen möchte, kann diesen einfach abschalten:

systemctl disable systemd-oomd

Natürlich nur, wenn ihr den schon drauf habt, er kommt mit Systemd v248 mit.

Ich habe den auf meinem Pinephone auch schon abgeschaltet, da er da nicht gebraucht wird, bis jetzt.

Swappy – ein Screenshot-Easy-Editing-Tool

Auch vorgestellt wurde Swappy, noch nicht ganz fertig, aber eine nette Idee.

Swappy – ein Screenshot-Easy-Editing-Tool

Mbrola – Sprachsynthese, die etwas besser ist.

Mbrola ist bei Fedora nicht dabei, da es aus Lizenzgründen nicht ausgeliefert werden kann. Wer das selbst ausprobieren will schaut hier nach:

Mbrola – etwas bessere Sprachsynthese

OpenSource ist nicht immer makellos

OpenSourceSoftware steht in der Regel für Vertrauen, weil man im Code keine bösen Sachen verheimlichen kann. Auch kann man selbst, oder überhaupt „jemand“, nach Schwachstellen suchen. Das Problem daran ist ein anderes: Auch wenn man kann, es wird kaum getan.

Der OpenSource Android Mailclient pEp kam diese Tage aus einem anderen Grund in die Negativschlagzeilen: Einer der Geschäftsführer hatte privat einen Testballon mit Fakebewertungen im Appstore beauftragt. Im Gegensatz zu anderen Mailprogrammen, bekam pEp jüngst einen Preis dafür, keine Benutzerdaten abfließen zu lassen, was vorbildlich ist, aber von K9Mail u.a. auch nicht gemacht wird.

Die Aktion kann damit als fatal für das Image der jungen Firma hinter pEp betrachtet werden und ist ein exemplarisches Beispiel für folgenden Rat:

Nur weil OpenSource dransteht, heißt das nicht, daß sich jemand die Mühe macht in den Code zu sehen oder das niemand Schindluder mit der Anwendungen, seinen Daten oder dessen Ruf treibt.

Wir als OpenSource Nutzer gehen also leider mit dem Banner der Integrität spazieren, aber im Schatten des Banners kann es eben doch dunkler sein, als man es wahr haben möchte.

Denk einfach mal daran, wenn das nächste mal jemand OpenSource über den grünen Klee lobt.

Mbrola – etwas bessere Sprachsynthese

ESpeak kennt Ihr sicher alle. Diese Roboterstimme, die beim Desktop dabei ist, damit sehbehinderte Menschen einen Bildschirmleser haben können. Jetzt ist espeak aber nicht wirklich toll 🙂

Mbrola – etwas bessere Sprachsynthese

Mbrola wird in einigen Distors, wie bspw. Fedora, nicht ausgeliefert, da die Lizenzen und deren Verständnis dies nicht zu lassen. Wer das selbst austesten möchte, kann sich die nötigen Files hier runterziehen:

https://github.com/numediart/MBROLA

https://github.com/numediart/MBROLA-voices

Mbrola muß kurz kompiliert werden, aber das ist selbst für Anfänger leicht zu meistern, weil es kein kompliziertes Buildsystem gibt und man eigentlich nur den GCC Compiler und CMAKE auf dem Rechner installiert haben muß. Ich bin mir ganz sicher, daß Ihr das alleine schafft 🙂

Nicht? na ok: „cd MBROLA-master; make; cp Bin/mbrola /usr/local/sbin/“ das wars 😀

Die Stimmen kommen nach /usr/shar/mbrola/ , die muß man nicht extra kompilieren.

Um espeak kommt man leider nicht rum

Da mbrola keine Übersetzung von geschriebenem Text in Phonetische Abbildungen macht, muß man das espeak machen lassen. Damit Euch das nicht über den Kopf wächst, habe ich da mal was vorbereitet:

/usr/local/sbin/say:

#!/bin/bash

if [ „$VOICE“ == „“ ]; then
      VOICE=“de5″
fi

if [ ! -f „$1“ ]; then
      espeak -v mb-$VOICE -q –pho –phonout=/tmp/out.pho „$1“
else
      A=$(cat „$1“)
      espeak -v mb-$VOICE -q –pho –phonout=/tmp/out.pho „$A“
fi

mbrola -t 1.2 -f 0.8 /usr/share/mbrola/$VOICE/$VOICE /tmp/out.pho -.au | aplay 1>/dev/null 2>/dev/null
rm -f /tmp/out.pho

Die Datei noch mit chmod 755 aufrufbar machen und wir sind fertig.

Um die Anwendung zu vereinfachen kann man entweder eine Datei als Argument angeben oder den Text:

say „Ich bin ein Roboter.“

say Bunte-Schafe-von-Arthur-Miller.txt

Die Stimme ist auf die de5 Stimme voreingestellt, es geht aber auch jede andere Sprache:

env VOICE=de7 say text

Die Aussprache kann man noch stark verbessern. Beispiel: Das Wort „Zumutung“.Versucht mal diesen Satz:

say „Dies ist eine Zumutung“

und dann schreibt ihn mal so:

say „Diehs ihst eine Zumuhtung“

Ihr werdet den Unterschied heraushören können. Genauso ist es mit „gähnt“ und „gehnt“, weil das „ä“ überbetont wird. Es klingt wirklich besser es pauschal mit „e“ zu ersetzen. Wenn man sich dann erst einmal eine Datenbank mit „besseren“ Worten zusammen gesetzt hat, kann man das Script so erweitern, daß vor dem espeak aufruf, erst noch die Ersetzung passiert. Von einer SED Orgie kann ich aber nur abraten. Lasst dies besser ein spezialisiertes Programm wie „replace“ machen oder schreibt gleich ein eigenes kleines C Tool, daß sich eine Art Datenbank einliest.

Viel Spaß damit 😀

Swappy – ein Screenshot-Easy-Editing-Tool

Für das Pinephone habe ich neulich ein Tool ausprobiert, daß Screenshot gleich nach dem Aufnahmen nachbearbeiten soll: Swappy

Swappy – ein Screenshot-Easy-Editing-Tool

Ganz so einfach war es dann allerdings nicht, da es ..hmm.. irgendwie nicht zu ende gedacht wurde bei der Installation.
In der Desktopdatei „/usr/share/applications/swappy.desktop“ findet sich folgender Exec Eintrag:

[Desktop Entry]

Exec=swappy -f %F

d.b. beim Klick auf das Icon soll Swappy ein File über den Platzhalter %F übergeben werden. Das klappt natürlich nicht, weil wir nur das Starticon angeklickt haben und überhaupt nicht wissen, welches File da in Frage käme. Ergo kommt im Log dann gleich die Quittung: „parameter -f braucht ein Argument.“

Swappy ist also gar nicht für den Direktstart gedacht, daher müssen wir das in eine Befehlskette einbetten:

Wir legen uns einen Shell-Wrapper unter /usr/local/sbin/swappy-wrap mit folgendem Inhalt an:

#!/bin/bash

grim -g „$(slurp)“ – | swappy -f –

Mit einem chmod 755 machen wir die Datei dann noch ausführbar. Dann installieren wir noch grim und slurp nach: dnf -y install slurp grim

Das Desktopfile /usr/share/applications/swappy.desktop ändern wir jetzt noch passend ab:

[Desktop Entry]

#Exec=swappy -f %F
Exec=swappy-wrap

und schon bekommen wir nach dem Start von Swappy via Icon eine bewegliche AuUswahlbox auf dem Bildschirm bzw. können mit dem Finger einen Ausschnitt markieren, der dann von grim ausgelesen wird und an Swappy zur Bearbeitung weitergereicht wird.

Das sieht dann in etwa so aus:

Gedacht ist das um gleich nach dem Screenshot Anmerkungen in das Bild einzufügen, Pfeile hinzufügen, Bereiche zuverpixeln usw. z.b. um Bugreports zu vereinfachen. Leider gibt es da ein Problem: Man kann es nicht abspeichern 😀 Das Button dafür ist zwar da, aber es kommt leider kein Dateikontext, wenn man dort klickt 🙂

Das Besondere an Swappy ist, das es für Wayland gebaut ist, so funktionieren auch die hinzugefügten Tools nur unter Wayland. Auf einem Xorg Display kann man zwar den Editor von Swappy benutzen, aber einige andere Features bleiben auf der Strecke (das kleine Icon neben dem Speicherbutton).

Für mein Pinephone habe ich das jetzt erst einmal auf die Kandidatenliste gesetzt, weil das nützlich sein kann, wenn es richtig funktioniert. Der Bugreport ist raus, mal sehen was wird.