Die Gnome Surface Tips

Und es geht weiter mit dem Tablet und seinen Problemchen. Heute zeigen wir einen Fall von Links-weiß-nicht,was-Rechts-tut! Und das es sowas in Computerprogrammen gibt, war lange ein Mythos, aber mit dem räumen wir heute auf. Und wir brauchen nicht mal eine KI dafür bemühen 🙂

Gnome und das Touchpad

Vorweg, das betrifft vermutlich auch die TouchPads von Laptops, daher können die Laptopuser auch gleich mitlesen.

Also, was war passiert? Am Anfang hatte das Touchpad nur eine Linke Taste, d.b Rechts ging nicht. Da kam eine Option in den Gnome-Tastatureinstellungen gerade recht : Die Halten zum Klicken Funktion ….

Gnome Tastatureinstellungen

Überraschenderweise klappte das seit einigen Tagen nicht mehr. Da es um Gnome geht, kommen einem ja nur min. zwei bis drei Möglichkeiten in den Sinn, wie man das verkonfigurieren kann. Da noch kein DCONF-Editor drauf war, schied das schonmal aus. Aber, es ist das Gnome-Tweaktools installiert worden und jede Menge Gnome-Extentions, da sollte man mal nachsehen 🙂

Und ohne es in die Länge zu ziehen, das war aktiviert :

und SO hätte es eigentlich sein müssen :

Damit verhält sich zwar der Mauszeiger nicht mehr wie das zuerst erwartet war: Anklicken-Halten-Rechtsklick simulieren. Dafür aber kann man jetzt mit dem Touchpad endlich wieder so arbeiten, wie man das mit einer Maus gewohnt ist. Vorausgesetzt, das TypeCover ist angeschlossen.

WordPress 5.1.1 Multisites mit DB-Updateproblem

Nächste Warnung: Wer eine WordPress Multisite betreibt und von 5.0 auf 5.1.1 aktualisiert wird, der könnte ein Problem haben, ohne es zu wissen.

Datenbankupdate nicht ausgeführt

Die Fehler reichen von Logmeldungen wie dieser:

WordPress-Datenbank-Fehler Table ‚db466398.wp_blogmeta‘ doesn’t exist für Abfrage SELECT blog_id, meta_key, meta_value FROM wp_blogmeta WHERE blog_id IN (6) ORDER BY meta_id ASC von include(‚wp-load.php‘), require_once(‚wp-config.php‘), require_once(‚wp-settings.php‘), require(‚wp-includes/ms-settings.php‘), ms_load_current_site_and_network, get_site_by_path, get_sites, WP_Site_Query->query, WP_Site_Query->get_sites, _prime_site_caches, update_site_cache, update_sitemeta_cache, update_meta_cache

bis hin zu 500er Fehlern, wenn man die Webseiten aufruft.

Das Problem wurde vor 4 Wochen bereits bekannt, konnte aber nicht zuverlässig reproduziert werden von den Devs, tritt aber so oft auf, daß es kein Zufall mehr ist, ich habs ja auch gehabt 😉

Lösung:

Einloggen in die Datenbank und das hier ausführen:

CREATE TABLE `wp_blogmeta` (
`meta_id` bigint(20) unsigned NOT NULL AUTO_INCREMENT,
`blog_id` bigint(20) NOT NULL DEFAULT 0,
`meta_key` varchar(255) DEFAULT NULL,
`meta_value` longtext DEFAULT NULL,
PRIMARY KEY (`meta_id`),
KEY `meta_key` (`meta_key`),
KEY `blog_id` (`blog_id`)
) ENGINE=MyISAM DEFAULT CHARSET=utf8

Dann hören die Meldungen im Errorlog des Apachen auf. Ob das auch den 500er behebt, kann ich nicht sagen, da er mir nicht passiert ist. Wer sich jetzt fragt wo ich die Struktur her habe, es gibt in WP eine Datei, in der die DB Schemata drinstehen, da bekommt man das her.

 

TPM2 Update zerlegt Fedorainstallation

Ihr habt einen TPM Chip im System ? Ihr setzt Fedora ein und habt deswegen den TPM Chip im Bios abgeschaltet ? Dann jetzt bloß nicht updaten!

Was passiert, wenn SEL auf TPM trifft

Ich fürchte ja, daß es dafür schon zu spät ist, aber sei es drum: NICHT UPDATEN! Sperrt das Paket in /etc/dnf/dnf.conf mit => „exclude=tpm2*“

Ok, das wird jetzt kompliziert, also langsam lesen.

Q: Wen betrifft das ?
A: Rechnerhardware mit einem TPM Chip auf dem Mainboard.

Q: Was ist TPM ?
A: Der Trusted Platform Modul – Chip signiert und prüft im Bootprozess, ob am System rumgespielt wurde und verweigert dann ggf. den Boot. Das macht in der Theorie den Rechner sicherer. Davon ab, kann man in dem Chip auch Digitale Signaturen und andere Kryptografische Informationen speichern und prüfen.

Q: Woher weiß ich, daß ich reinen TPM Chip habe?
A: Schaut ins Bios, der Chip wird da eine Option zum Ein- und Ausschalten haben.

Q: Was verursacht das Problem ?
A: Das Paket tpm2-abrmd-policies in der Version ( tpm2-abrmd-selinux-2.0.0-3.fc29 )  aktiviert beim Update wohl den TPM Chip und/oder setzt falsche SEL Policies im System, so daß der Rechner nicht mehr sauber bootet.

Q: Passiert das immer ?
A: Wissen wir noch nicht, ich war der einzige mit Fedora und TPM Chip.

Q: Sind spezielle Kernel im Spiel ?
A: Nein, wir haben 5.0.3, 4.19.23 und 4.20.5 ausprobiert => spielt keine Rolle.

Q: Wie wirkt sich das aus ?
A: Während des Bootprozesses stürzt der Kernel mit diversen Kernel-OOPS Meldungen ab. Mit Glück bootet er durch, bei mir war vor GDM Schluß mit lustig => System halt.
Wenn er durchbootet, dann bekommt man vom ABRT laufend Meldungen über Kernel-Abstürze, die automatisch behoben werden, teilweise 4x pro Minute.

Gegenmaßnahmen

als Root: systemctl stop tpm2-abrmd;systemctl disable tpm2-abrmd;

Dann rebooten und im BIOS den TPM Chip abschalten. Das hat bei mir dazu geführt, daß der vorherige Kernel 4.19.23 ( zu 4.20.5 ) sauber gestartet ist und im Bootprozess die SEL-Policies neu gesetzt wurden, im ganzen System, was ein Weilchen dauern kann. Danach lief jeder Kernel wieder normal, auch 5.0.3 .

Ein Bugreport wurde bei Red Hat abgesetzt. Ich wette, daß auch die TPM Maintainer vor einem Rätsel stehen, aber ich habe Augen- und Ohrenzeugen, da es mitten in unserer wöchentlichen LUG Sitzung passierte 😉

Update: Beitragstitel geändert, war zu reißerisch.

 

Tablet und kein Ende in Sicht

Ihr dachtet echt, Ihr hättet es überstanden 😀 Nein, ein Beitrag kommt noch. Alles, was nicht reingepaßt hat bislang, soll jetzt mal erwähnt werden.

JACK

Nein, nicht der Audioserver, die 3,5mm Kopfhörerbuchse 🙂 Schon auf meinem Acer Laptop sollte diese Buchse wie bei einem Handy auch als Eingang fürs Handyheadset funktionieren, ging es damals aber nicht. Heute gehts 😀 Also Ihr könnt jeden 4 poligen Headset für Handies reinstecken und im Pulse auf die Buchse umstellen, geht:

Wo wir grade schon bei PulseAudio sind:

Displayport auf HDMI

Ich sagte ja schon mal, die Hardware hat es in sich und das meint hier, daß ein Displayport verbaut wurde. Bis zu fünf Ports wären laut Baustein möglich, es gibt aber nur einen Anschluß. Da kann bestimmt ein Extender dran. Steckt man dort aber einen (Achtung: wichtig) MINI-Displayport auf HDMI Adapter rein, kann man zwar HDMI machen, aber dummerweise wird das angeschlossene Gerät als gleiches Gerät erkannt.

Meint: Man kann zwar den Ton auf HDMI umstellen, aber leider nur alles oder nichts. Wie man das vom Desktop kennt, z.b. am HDMI Monitor den Kopfhörerausgang zu benutzen, weil man dann QMMP auf HDMI, aber den Rest auf Lautsprecher belassen kann, solche Spielchen gehen leider nicht ( Bugreport ist raus 🙂 ).

Zur Ehrenrettung, wann braucht man das auch schon mal auf einem Tablet?

Dafür treibt der SoC des Tablets den angeschlossenen FULLHD Monitor allerdings derart gut an, daß man nicht meckern kann. Zwei verschiedene Videos intern und extern sind kein Problem. Man bekommt was für sein Geld.

Das Gewicht

Wo wir grade bei Wertigkeit sind, das Tablet ist schwerer als ein Plastegegenstück von Samsung. Es ist ja auch mit einem Metallgehäuse, mit Lüftern und einem Monitorständer versehen. Das Alles muß man ständig mitschleppen, da es sich nicht wie das TypeCover entfernen läßt. Ich kann das mit einer Hand grade so heben ohne es gleich so fest zu packen, daß es zerbricht 😉 Im Bett, auf dem Bauch abgestellt ist das nicht mehr ganz so tragisch 😉 Aber „leicht“ ist es definitiv nicht. Meine Testopfer empfanden es allerdings nicht als zu schwer.

Wenn die Druckerei endlich die Fedora Folienaufkleber für die Rückseite geliefert hat, dann sieht es auch noch stylisch aus und zwar in jeder Hand 😉

Die Bedienung

Egal was Ihr von Android und Desktops gewohnt seid, schiebt es zur Seite. Android kann man ganz vergessen, nichts davon bleibt Euch erhalten. Wobei da einige UIs besser sind, z.b. bei AndroidMail. Die sind einfach auf Touch ausgelegt. Thunderbird, auch wenn es mit Wayland ein OSK bekommt, ist halt noch immer die Desktop UI mit Scrollbars die man anklicken muß. Einige Flächen lassen sich auch mit Touch scrollen, aber der Bringer ist das nicht.

Dafür bekommt man aber durch die GnomeUI und die vielen Extentions auf der anderen Seite sehr viel einfacher Zugriff auf Sachen, als das bei Android möglich ist. Z.b. die Webradio Erweiterung. Da die im Gnometoppanel eingeblendet ist, sind nur zwei Klicks… ups.. Touches nötig und Radio ist an und der Sender ausgewählt. Lautstärke und Helligkeit regeln ? Einfach. Apps starten ? Da scheiden sich die Geister.

Die DesktopIcons Extension im Gnome funktioniert eigentlich nur bei einer Maus. Mit Touch ist das, sagen wir mal, schädlich für die Glasplatte 😀 Das Dock ist eigentlich gut benutzbar und die App Auswahl ist auch ohne größere Probleme intuitiv nutzbar. Man ist sogar geneigt zu glauben, daß Touch immer im Vordergrund stand, selbst als es noch gar kein Touch war. Die erste Touchversion von Gnome habe ich mit 3.24 gesehen, jetzt haben wir 3.30 und der App-Auswähler war schon bei 3.08 so.

QMMP ist defakto nicht DPI-aware und skaliert nicht hoch. Da ist das Treffen der einzelnen Tasten ein Glücksspiel. Bleibt aber im Laptopmodus Favorit 😉 Ist halt ein guter Player. Da fällt mir ein, daß ich ja neulich mal ein paar Verrisse über GTK Musikplayer geschrieben habe, die müßten eigentlich automatisch skalieren.

Das OSK Verhalten

Das OSK Verhalten ist nicht grade super. Z.B. wenn eine Tastatur dran hängt, müßte man es abschalten, weil das nur im Weg ist. Hat keiner dran gedacht 😉 Bei Thunderbird und Firefox funktioniert es ja passend, aber mit Gnome-Terminal, da verklappt sich das OSK zu einem echten Ärgernis ( Bugreport abgesetzt ). Es schiebt nämlich die Anwendung einfach mal rauf und runter, nur dummerweise auch komplett aus dem Bild raus.

Das ist an sich, genau das was man bei einem überlappenden OSK erwarten würde, weil man sonst den unteren Teil, und beim Terminal würde da meistens der Cursor sein, nicht sehen kann. Wenn aber bei jedem Touch auf das Terminal das OSK ein- bzw. ausklappt, dann nervt das nur noch. Wenn dann auch noch von /dev/random gesteuert mal und mal nicht das Terminalfenster hoch geschoben wird, grenzt das an Trizerrei 😉 Arbeiten kann man dann jedenfalls nicht.

Für heute wärs das. In unregelmäßigen Abständen wird es nochmal Beiträge zum Surface Pro 4 geben, vermutlich dann, wenn die Kameras funktionieren 😀

Was bisher geschah

Ein verlangen wird geboren
Surface Pro4 und nichts ist wie es sein sollte
Tablet ohne Tabletfunktionen Intel i915-ipts
Das Surface Pro4 mit dem Linux Touch
Das Linux Tablet dreht auf

Das Linux Tablet dreht auf!

So! Endlich! Das Sportgerät darf zeigen was es kann! Bevor wir damit anfangen, gleich mal einige Leserfragen, die jetzt aufgelaufen sein dürften:

„Nein, ich habe das alles an einem Tag geschrieben, das sieht man auch am Datum in den Screenshots oben ;)“
„Ich habe einige Wochen gebraucht, bis das alles so lief, diverse Kernel kompiliert. Ihr lest nur die Zusammenfassung.“
„Nein, die Kameras gehen noch nicht 🙁 “
„Bereue ich es? Ein bisschen, das Pro 3 wäre auch schnell genug gewesen, aber die liebe Gier (und Verfügbarkeit).. naja.“

Und ich erwähnte ja eine ellenlange Liste mit Extentions .. wenns denn sein muß 😉

Nicht alle Extentions arbeiten sinnvoll zusammen, deswegen sind einige abgeschaltet. z.B, sei davor gewarnt, den Touchpadindikator ohne eigenes Nachdenken zu benutzen, weil wenn der das TypeCover abschaltet, aber der Treiber für Touch stirbt, dann .. genau.. ist essig 😀 Da hilft dann nur SSH oder der harte Reboot 😉

..und jetzt Was Cooles \o/

Mein Surface ist ja ein i7 mit 4 Kernen und 3.8 GHZ Turbo ( nach fast 30 Jahren gibt es die Taste wieder 😉 ), also darf der mal zeigen was er kann und der kann was.Aber dazu braucht man MPV und zwar das normale MPV, weil das Gnome-MPV zu lahm ist dafür 😉 Um das zu installieren braucht Ihr Zugriff auf RPMFusion: https://rpmfusion.org/Configuration

Ergo, machen was da steht, „dnf install mpv -y“ eingeben, weiter im Blog lesen 😉

Wenn Ihr das gemacht habt, kann Eurer Laptop/Tablet das hier ohne mit der Wimper zu zucken:

FullHD und 4k UHD Videos mit MPV

Damit Ihr Euch das auch real beurteilen könnt, ist das Display mal auf volle Auflösung gestellt, und die UI skaliert nicht extra hoch, also volle 3k Auflösung. Ihr seht zwei Trailer : einen FullHD von EVE Online (vorn) einen 4k Trailer zum World of Warcraft Film und dazu die Systemeinstellungen der CPU mit Auslastung. Natürlich sind dafür alle Cores nötig, aber es ist noch genug Leistung frei für : 1x Youtubestream + einen Screenrecorder mit 3k Auflösung der das auf Platte bannt, weil es sonst keiner glaubt 😀 Ruckfrei versteht sich 😉

Newsreader

Eine der morgendlichen Aufgaben eines Tablet ist es z.B. Nachrichten des Tages anzuzeigen, dazu braucht es einen Newsreader. Wenn ich das auf Android mache, dann habe ich nur den Newsreader oder den FireFox, aber nicht beides, was schade ist und laufend Zeit verplempert, wenn man hin und her schalten muß. Fefe’s Blog z.b. ist ohne FireFox schwer zu lesen, liegt aber an Fefe 😉

Ganz allgemein kann man eben Sachen machen, die ein normaler PC eben auch so macht:

Ein bisschen NetFlix schauen, während man im Netz was liest, ist genau so drin, wie 3D Games spielen, SuperTuxKart gegen andere zu zocken und das alles gleichzeitig 🙂 Und da ich ja viel behaupten kann :

Ja, es dreht sich wirklich 😀 Das dreht sich sogar bei laufendem Fullscreenvideo ruckfrei 😀

Runes of Magic ( nicht der anspruchsvollste 3D Titel ) einmal als „normale“ Auflösung und..

als Vollscreenversion :

An den Bildergrößen könnt Ihr sehen, was der Chip zu leisten hat und das ist nur ein Intel SoC 😉

Natürlich sind 3D Programme für Mäuse ausgelegt, nicht für OSK’s 😀 Aber von SuperTuxKart gibt es auch eine Version für Touchscreens, die muß man allerdings selbst bauen und da happerts bei STK ein bisschen, das will seinen Compiler nicht finden.

Zeit fürs Fazit

Wenn es geht, dann geht es richtig 😀 Endlich kein Android mehr, endlich bei Bedarf eine Konsole, endlich aktuelle Software, sichere Kernels ( vorausgesetzt man baut sie sich ) , Softwareupdates im 2 Stundentakt und ein richtiges Mailprogramm 😀 Ja, Thunderbird geht. Es geht auch wie man es erwarten würde, aber mit einer anderen UI würds noch viel besser funktionieren 😀

Also Leute :

– Ja, Ihr könnt ein Linuxtablet haben.
– Ja, die gibt es auch von anderen Herstellern.
– Und ja, es lohnt sich am Ende 😀

Daher wünsche ich Euch jetzt soviel mehr Spaß mit einem Tablet als bisher !

PS: Das WLAN ist mit 12,5 MB/s am Limit dauerhaft schnell 😉