CoronaChroniken: Ist es DER Knick?

Liebe Maskierte,

wir haben einen Knick 🙂 Falls die Zahlen vom RKI nicht wieder eine Nachmeldeverzugsproblem haben, siehts besser aus, als letzte Woche.

CoronaChroniken: Ist es DER Knick?

Schauen wir direkt auf die Entwicklung der Zahlen von Infizierten, Hospitalisierten und SterbefÀllen.


Man achte auf die orange Linie, die zeigt eine Abflachung der Hospitalisierten an. Ein Trend der seit 3 Wochen vorherrscht.Man sollte ja eigentlich annehmen, daß die Hospitalisiertenzahlen erst mit einem Verzug abnehmen, aber komischerweise paßt die Entwicklung zeitlich genau zum Wendepunkt vor dem Lockdown.
Herr Lauterbach meint ĂŒbrigens angesichts der Zahlen, daß Sie auf Shopping verzichten sollten, daß Böllern bei Wind ( so wie die letzten Jahre an Silvester ) ein Infektionsrisiko birgt und daß es keine Entspannung der Situation gibt. Ich habe da so meine Zweifel 😉

Was ich nicht leiden kann ist, daß jemand aufgrund von Zahlen, die er nicht versteht, Maßnahmen beschließt, die völlig nutzlos sind. Ich darf mal:

  1. MNB aka Alltagsmasken reduzieren laut Studie der Bundeswehr Uni in MĂŒnchen nicht die Virenlast in einem Raum. Die sind nur ein direkter Spuckschutz, und das ist auch genau die Funktion von chirurgischen Masken im OP, weil kein Arzt, der nicht 100% fitt ist, operieren sollte. Wer hat das Anfang des Jahres klargestellt: Die Professoren und Doktoren, die als Covidleugner bezeichnet werden. „Told you so“ wĂ€re die richtige Floskel!
  2. Ihr habt doch bestimmt auch schon davon gehört, daß die Maskenpflicht so eine tolle Sache ist, oder? 🙂

    Zitat von Dr. Kay E. Winkler LL.M. auf https://community.beck.de/2020/11/01/grundgesetz#comment-225061 ( Beck ist ein Verlag fĂŒr Rechtswissenschaften, also Steuer-, Strafrecht usw. sieht man extrem oft auf Tischen RechtsanwĂ€lten und Richtern stechen. ):

    In Bezug auf die Bußgelder bei VerstĂ¶ĂŸen gegen die Maskenpflicht findet sich in einem Diskussionspapier der SĂ€chsischen Staatskanzlei vom 24. Oktober 2020 ein Kommentar, der Wasser auf die MĂŒhlen der „Querdenker“ oder „Corona-Leugner“ ist:

    „Das Thema Maskentragen ist zwar ĂŒberall jetzt als Maßnahme in der Umsetzung, dennoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass das Tragen oder nicht-Tragen von Masken an Stellen, an denen es ĂŒberprĂŒft werden könnte, aus medizinischer Sicht eher ein Zeichen der SolidaritĂ€t und Wahrnehmung der Problematik ist. Die Infektionen finden an anderen Stellen statt, an denen keine Masken getragen werden. Es ist zu vermuten, dass das die BĂŒrger eher als weitere Schikane ansehen. Von daher sollte man auch verstĂ€rkt AufklĂ€rung betreiben, damit der BĂŒrger auch im privaten Umfeld Einsicht walten lĂ€sst.“

Was mich wirklich interessiert ist, ob die Welle gebrochen wurde, weil dem Virus die Opfer ausgegangen sind, oder weil sich tatsÀchlich etwas anderes positiv verÀndert hat.

Hospitalisierte Erkrankte

Gleiches gilt fĂŒr folgenden Fakt:  Hospitalisierte in …

Woche 11: 519
Woche 12: 2.205
Woche 13: 5.106
Woche 14: 6.058
Woche 15: 4.706
Woche 16: 3.353
Woche 17: 2.222
Woche 18: 1.356
Woche 19: 1.067

jetzt in Welle „2“:

Woche 40: 794
Woche 41: 1.436
Woche 42: 2.097
Woche 43: 3.612
Woche 44: 4.949
Woche 45: 5.407
Woche 46: 5.298
Woche 47: 4.221

Wir haben also JETZT, mit mehr verfĂŒgbaren Betten in den KrankenhĂ€usern, ĂŒberfĂŒllte KrankenhĂ€user, wo aber tatsĂ€chlich weniger Patienten im Krankenhaus sind! Hat irgendwer im MĂ€rz/April irgendwas davon gehört, daß die KrankenhĂ€user voll wĂ€ren??? Es liegt also nicht an den Coronapatienten, sondern an den anderen FĂ€llen 😉

CoronaChroniken: Samstagupdate

Liebe Maskierte,

keine Antikörper im Blut zu haben, könnte kein wirksamer Beweis gegen die eigene ImmunitÀt sein.

CoronaChroniken: Samstagupdate

Es mehren sich die Hinweise, daß Antikörper sehr schnell aus dem Blutkreislauf verschwinden können, dies aber keinerlei Aussage ĂŒber eine fehlende ImmunitĂ€t zulĂ€sst.

„So betonten Experten, dass es nach einer Infektion völlig normal sei, dass der Antikörperspiegel im Blut abnimmt. Außerdem wĂŒrde die Anzahl der Antikörper nichts ĂŒber die ImmunitĂ€t gegenĂŒber einem Erregers aussagen, sondern vielmehr das „GedĂ€chtnis“ des Immunsystems.“ Quelle: Ruhr24.de

Ich finde dazu die Schlagzeile der New York Times echt geil:

„Scared That Covid-19 Immunity Won’t Last? Don’t Be“

meint „Besorgt das die Covid-19 ImmunitĂ€t nicht bleibt? Brauchen Sie nicht“  und das im Land mit den meisten offiziellen Toten. Wow, das macht Hoffnung.

„So sagte die Immunologin Akiko Iwasaki der New York Times, dass sie „nicht ĂŒberrascht“ sei, dass der Körper nach ĂŒberstandener Infektion eine Abwehr gegen das Coronavirus aufbaut.“ Quelle: Ruhr24.de

Konkret meint das folgendes:

Die Antikörper bleiben eine Weile im Blut um letzte Reste der Infektion zu beseitigen und dann werden keine neuen mehr gebaut, weil sie nicht mehr gebraucht werden. Die meisten Zellen im Körper haben ohnehin nur eine begrenzte Lebenszeit.  Rote Blutkörperchen z.b. leben im Schnitt nur 4 Monate.

Ihr habt 24–30 Billionen ( ja, die Zahlenmenge nach Milliarden ) davon im Blut 😀  Das sind 2,000x als das Universum Jahre alt ist. Rechnet das mal auf 8,3 Milliarden Leute hoch (1,992×10ÂČÂł++).

Nach einigen Monaten kann man die Antikörper nicht mehr nachweisen, aber das ist nicht entscheidend fĂŒr die Immunantwort. Es gibt Zellen die sich die angreifenden Viren und Keime merken, das ImmungedĂ€chtnis, und darin ist es Jahre bis lebenslang (Masern z.B.) gespeichert. Das kann man aber nicht messen. Deswegen wĂ€re ein Nachweis, daß man Immun ist, nicht möglich.

Genauso wenig zielfĂŒhrend ist ein Impfnachweis, fĂŒr eine Immunantwort, die vielleicht gar nicht bis zum Lebensende im ImmungedĂ€chtnis bleibt. Alles was die aussagen wĂŒrde wĂ€re, daß man da möglicherweise noch geschĂŒtzt ist. Deswegen muß man ja auch z.b. alle 10 Jahre gegen Tetanus geimpft werden. Das wĂŒrde uns wahrscheinlich bei Covid-19 auch bevorstehen. Ich sage möglicherweise, weil im Gegensatz zu Tetanus, eine Covid-19 Infektion in der Masse folgenlos bis harmlos verlĂ€uft. Es ist also nicht fĂŒr jeden nötig geimpft zu sein, sondern nur fĂŒr Menschen mit Risikofaktoren. Das entsprĂ€che dann dem Sinn und Umfang einer Grippeschutzimpfung.

Wieso unsere Landesregierung in Niedersachsen dann jetzt schon mal 60 Impfzentren aufbauen lĂ€sst, ist erkwĂŒrdig. Außer man wĂŒrde eine Zwangsimpfung an allen Gesunden durchfĂŒhren wollen, fĂŒr die es keinen konkreten Grund gibt. Die Menschen in Pflege mĂŒĂŸten eh daheim geimpft werden und alle anderen können das vom Hausarzt oder im Gesundheitsamt machen lassen. Die Zielgruppe ist ja mengenmĂ€ĂŸig bekannt. Impfzentren einzurichten ist daher, wie vieles, unnötig.

PrimÀrquellen:

https://www.lji.org/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5480291/
https://www.nature.com/articles/ni.3123

nytimes.com / coronavirus-antibodies-immunity.html

Graphen

Keine Ankedote: Das RKI hat zwar alle Zahlen als Download parat, aber in einer geschwurbelten Fassung, mit der man nicht viel Anfangen kann, wenn man nur man eben so einen Graphen malen will. Also habe ich mir ein Javaprogramm geschrieben, daß aus dem Dashboard alles relevante rausliest und in die Tabellenkalkulation ĂŒberfĂŒhrt 😀

Die Graphen sind jetzt mit geringem zeitlichen Aufwand komplett seit Februar auf Stand 😀

 

Fedora: Wechsel zu Matrix im GesprÀch

Eine zum kleinen Teil hitzige Diskussion in der Fedora-Mailingliste, um einen möglichen Wechsel von IRC als Kommunikationskanal hin zu Matrix, hat letzte Nacht zu einem krĂ€ftigen „Emailchat“ gefĂŒhrt.

Fedora: Wechsel zu Matrix im GesprÀch

Hinweis: Die folgenden Zitate sind stark auf das wesentliche gekĂŒrzt, ebenso die Namen. Wer es nativ nachlesen möchte, mĂŒĂŸte sich das Archiv der Mailingliste von Fedora ansehen.

Matthew Miller vom Fedora FĂŒhrungsgremium weitete die Diskussion um die Idee des Fedora Council’s auf die Fedora Mailingliste aus. Dazu lud er zu einer Videokonferenz aller interessierten Personen ein. In dem Meeting soll besprochen werden, daß IRC als Kommunikationskanal abgelöst und zu Matrix als „besserem“ System gewechselt werden sollte. Der an sich gute Vorschlag, ĂŒber die Idee etwas breiter zu diskutieren, löste sofort Panikreaktionen einiger Listenteilnehmer aus.

„No, please. IRC bridges need to be closed to force users to switch to Matrix.“ V. Z.

UrsprĂŒnglich geplant war eine BrĂŒcke zwischen Matrix und IRC zu nutzen und so beide Systeme mit ihrem jeweiligen Vorteil zu betreiben. Zwischenzeitlich rutschte aber jemandem der Begriff „Force“ im Sinne von „Zwingen“ raus, was schon nach wenigen Minuten zur Detonation fĂŒhrte 😉

„force“? You may have said the quiet bit aloud … R.

gefolgt von:

„force“? You may have said the quiet bit aloud …

yes, it got my attention too … D.P.

Matthew Miller konnte dann die beruhigen, die schon eine Verschwörung witterten:

„To be clear, V.Z. isn’t an insider to some secret decision here. I think you should just read this as enthusiasm.“ M.M.

Matthew konnte dann auch den Plan etwas nĂ€her belegen, da schon einige Untergruppen auf Matrix gewechselt waren und wohl gut Erfahrungen gemacht haben. Selbst Red Hat unterstĂŒtzt den Wechsel, weil sie dann auch bei sich auf die Erfahrungen von Fedora zurĂŒckgreifen können. Fedora ist ja bekanntermaßen der Testballon von Red Hat.

2h20m nach dem Start lÀutete dann T.H. den ersten krÀftigen Downer ein, als er seine Testergebnisse prÀsentierte:

„More amusingly one of them crashed as soon as I logged in and a second went into a „your window is too small mode“ as soon
as I resized it to match my IRC client.“ T.H

Die Situation beruhigte sich etwas, falls man bei einem „Chat“ ĂŒber Email da ĂŒberhaupt von sprechen kann. Man konnte sogar noch etwas ĂŒber die Fensterbedienshortcuts lernen:

You don’t have to grab by the edge to resize, GNOME has useful features:

– winkey+left mouse button inside the window let you move it (no need to target header bar)
– winkey+middle mouse button inside window let you resize closest edge

M.C. hatte dann die gleiche Idee wie ich, nur mir fiel nicht mehr ein, wo ich das gesehen hatte:

„Enjoy: https://github.com/matrix-org/purple-matrix/“ M.C.

Mir war nĂ€mlich auch so, daß es einen Matrixbackend fĂŒr Pidgin geben wĂŒrde, wo mit sich die Crashe beim Start von Programmen auf Pidgin beschrĂ€nken wĂŒrde. Ich erwĂ€hne das nur, weil mein Pidgin auf dem Tablet, auch gern Crashmeldungen sendet 😉 Damit ist es den Matrixclienten mindestens gleichwertig 🙂

Die Diskussion wird dann im Web weitergefĂŒhrt:

https://discussion.fedoraproject.org/t/the-future-of-real-time-chat-discussion-for-the-fedora-council/24628

leider mit Discourse, und da hört es dann schon wieder auf. So blöd es klingt, aber die Matrixdiskussion im Discourse, könnte die Discourse Webseite bei Fedora dann ĂŒberflĂŒssig machen, weil die gleichen Features dann im selbstgehosteten Matrixserver wĂ€ren, aus denen man Discourse benutzt hat 😀 Da wĂ€re ich dann wieder dafĂŒr 😀

IMHO: Die Idee mit dem Matrixserver, zumal selbstgehostet, ist gar nicht blöd. Ich wĂŒrde dies unterstĂŒtzen, obwohl auch ich mal ein UUCP/IRC Dino war