Update: Fedora: Probleme mit hwdata und Asus Mainboards

Wie bereits vor zwei Tagen mitgeteilt, gibt es bei Fedora ein Problem mit dem Paket hwdata. Darin sind die PCI Ids der Geräte und Hersteller enthalten. Die Quelle der Daten wird bei Github gepflegt und damit betrifft es nicht nur Fedora, sondern alle Distributionen, die Ihre Daten von dort beziehen.

Die Datei oui.txt (Organisational Unit Ids) verursacht dies, offensichtlich sind dort Kennungen falsch eingetragen  oder verloren gegangen, so das Wechselmedien nicht sauber erkannt werden.

Kuriose an der Sache: Der eingesteckte USB Stick war für Root gemountet und nicht für den angemeldeten User.

Wie eine falsche OUI das auslösen kann, wird derzeit geprüft. Ich meine, da liegt ein ziemlich dicker Bug kurz vor seiner Entdeckung.

Games: Sam & Max sind wieder da!

Wie wir aus informierten Kreisen erfahren haben, sind die brutalsten Ermittler der 80er und 90er Jahre wieder im Einsatz. Diesmal ermitteln Sie gegen die Untergrundmafia. Ermittler Max dazu: „Dieser Hamster fühlt sich bereits an wie Gummi!“ Das verwundert kaum, da besagter Hamster bereits seit über 4 Stunden in der Hand des als gewaltbereit geltenden Max ist. Zeugen des Verhöres konnten ein Bild aus dem Tollhaus schmuggeln:

Weiterhin wurde bekannt, daß ein bekannter Mediziner in die Ermittlungen von Sam & Max involviert ist. Der als verschroben geltende Doktor betreibt ein erfolgloses Landhotel in der Nähe von Freelance, in dem einst der Strom entdeckt wurde und einige andere, etwas bizzare Dinge. Doktor E. , dereinst von dem Physikstudenten B.B. aus Freelance, eines Umweltverbrechens überführt, scheint heute als Unschuldiger in den Akten geführt zu werden, was bezweifelt werden darf, traut man den Insiderinformationen einer gewissen Laverne, nebenfalls von Beruf Studentin.

Im Fokus der Ermittlungen steht ein Hamster, der ohne Beweise von Sam & Max in einem der Hotelzimmer verhört wird. Dies wird solange der Fall sein bis laut Sam: „Jemand einen anderen Verdächtigen beschafft.“ Wir wissen nicht, wer diesen Verdächtigen „besorgen“ soll. Kennen Sie zufällig so jemanden?

Hallo und herzlich willkommen zu …


…dem Prologue zum Fanspiel von David Schornsheim und Stefanie Enge. Ihr hattet jetzt Sam & Max II erwartet oder? Reingelegt 🙂 Aber, die kommen natürlich auch vor, sonst hätte ich das nicht erwähnt 😉 Das Spiel ist für Linux verfügbar, da es mit der Unity Engine gemacht wurde, die für alle Majorplattformen eine Version erstellen kann. Wer sich ein Bild von der Sache machen will, kann sich ein kleines Let’s Play von mir ansehen. Lediglich die erste halbe Stunde wird gezeigt, das noch nicht ganz fertige Spiel dauert aber bequem 2 Stunden und hält eine Reihe von wahnsinnigen Stunts bereit 😀

Der inoffizielle Nachfolger von Day of the Tentacle  macht dem Original alle Ehre und kommt in moderner 3k Auflösung daher, die man aber auf eigenen Wunsch hin, wieder in die Zeit der 80er Jahre verwandeln kann 🙂 Genau wie in Day of the Tentacle dreht sich alles um zeitreisende Hamster, ein verschrobenes Genie, dicke Bandmitglieder und eine Lila Tentakel! Das Nicht-Seefood will wieder die Welt erobern und ist noch mächtiger und böser als im ersten Teil, denn diesmal steht auch das Schicksal des Universums auf dem Spiel! Gemäß dem Schurken Motto: „Die Welt ist nicht genug!“

Genug der Worte, lasst Bilder sprechen !! Mu har har !!!

 

Return of the Tentacle ist noch nicht ganz fertig, da die zweite Hälfte des Spiel noch in der Mache ist. Bis dahin haben wir aber locker 2 Stunden Spielspaß vor uns! Wer Day of the Tentacle kennt,  wird sich gleich richtig zurecht finden, besonders da die Steuerung des Spiel sagenhaft einfach geworden ist. „Nimm“ „Gib“ „Benutze“ usw. sind einer intuitiven Maussteuerung gewichen, was leider zum einzigen Schwachpunkt des Spiels wird: Touchpads, und damit Tablets, kann man leider nicht benutzen.

Wer das (unfertige) Spiel downloaden will, kann das hier tun:

https://catmic.itch.io/return-of-the-tentacle

Neben Deutsch und Englisch als Tonspur sind eine Menge übersetzte Untertitel für eine Vielzahl von Sprachen verfügbar.

Ich wünsche allen ganz viel Spaß mit dem Spiel! Und DANKE an die Macher!

Fedora 31: keine i686 Kernels mehr?

Die Schlacht um i686 geht in die nächste Runde, kaum das Ubuntu zurück gerudert hat bzw. sich da noch windet, schlagen die ersten bei Fedora in die gleiche Kerbe: Keine i686 Kernels mehr.

Keine i686er Kernels mehr für Fedora 31+

Ben Cotton hat dazu geschrieben:

On Fri, 21 Jun 2019 at 14:15, Ben Cotton <bcotton@redhat.com> wrote:

https://fedoraproject.org/wiki/Changes/Stop_Building_i686_Kernels

== Summary ==
Stop building i686 kernels, reduce the i686 package to a kernel-headers package that can be used to build 32bit versions of everything else.

Anders als bei Ubuntu sollen alle Supportpakete weiterhin gebaut werden, so daß Wine keine Probleme machen würde, man könnte halt nur keine 32Bit Systeme mehr mit einem neuen Kernel booten und dann in Folge irgendwann gar nicht mehr, weil der Kernel zu dem ganzen Boot/Init des Systems ja in nicht unerheblichen Teilen beiträgt.

Früher oder später war der Schritt ja zu erwarten. Das wenigsten die 32Bit RPMs weiterhin gebaut werden, damit 32 Bit Anwendungen auch unter 64 Bit  funktionieren, ist ein Lichtblick, außer für Besitzer von 32 Bit Systemen.
Ein Wine ohne 32 Bit wäre für viele User ein absolutes No-Go, weil zig alte Windowsgames auf 32 Bit laufen!

Fedora hat Krita 4.1.8 bekommen und wir ein Problem

Freude, Fedora hat ein Krita Update bekommen \o/ … öhm…auf die sechs Monate alte Version 4.1.8, statt der aktuellen Version 4.2.2. Und damit einen Bug, den Linux Mint schon im Januar hatte, man kann jetzt nämlich das Fenster nicht mehr maximieren. WTF !

„Erfreut Euch an den Bugs, was anderes habt Ihr nicht!“ (Bill Gates)

Ich spare mir mal das lange Palaver über die Ursachen alte Versionen zu compilieren, wenn dann auch noch Bugs drin sind. *Kopfschüttel*  Der Fix ist jedenfalls denkbar einfach. Auf der rechten Seite sind Docker untergebracht. Auf den ersten Blick bemerkt man, daß die Seite komisch aussieht, weil jede Menge neue, völlig unnütze Docker da drin sind. Aus einem mir unverständlichen Grund, triggert das Krita dazu, das Maximize Button im Fensterrahmen abzulehnen und sonst auch alle Request an den Windowmanager das Fenster doch mal zu vergrößern zu verneinen.

Wenn man jetzt ein paar von den Dockern entfernt, braucht man vermutlich eh nicht, dann kommt zuerst die Maximize Funktion wieder und nach dem ersten Refresh des Fensterrahmens ist auch das Button wieder da.

Wer das Zitat von Bill Gates nicht kennt, kann ja mal auf den Text klicken 😉

Systemd: Aus den Wirren des Paketmanagements

„Aus den Wirren der Paketabhängigkeiten im Dschungel von Systemd“ man könnte einen Roman damit betiteln 🙂  Gestern abend, es war mal wieder Serverupdatezeit, flutschte eine Anzeige eines Fedora-Paketes, daß keinen Sinn machte, über den Bildschirm: qrencode-libs

QR Codes auf einem Server?

Ja, wenn man eine Webseite hat, die z.b. QR Codes ausgibt, weil eine HandyApp einen Bestätigungscode haben will, warum nicht. Dummerweise hatte dieser Server genau einen Job und der hatte nichts mit QR Codes zu tun. „Naja,ok, das wird jemand mal irgendwann für was ausprobiert haben… kann weg!“ denkste Dir so.. und dann kommt das Erwachen: „Wieso will dnf jetzt systemd löschen?“

$ sudo dnf erase qrencode-libs
[sudo] Passwort für  ….. :
Fehler:
Problem: The operation would result in removing the following protected packages: systemd

Das kommt so …

Der Systemd hat eine harte Abhängigkeit auf die lib von dem qrencoder :

$ rpm -q -R systemd | grep qrenc
libqrencode.so.3()(64bit)

ganz genau genommen ist es journalctl:

$ ldd /usr/bin/journalctl |grep qrenc
libqrencode.so.3 => /lib64/libqrencode.so.3 (0x00007fef36540000)

„Kann mir bitte einer erklären, wieso journalctl QR CODES bauen können müßte ?????“

Kann ja wohl nur ein Fehler sein 😉   Der Maintainer bei Redhat war da jetzt anderer Meinung:

What do you mean "wrongfully"? It's "rightfullly" linking against qrencode-libs because that functionality is used by journalctl.
While somewhat unfortunate, it's correct.

Steht aber allein da, denn auch bei Manjaro Linux ist das schon mal jemandem vor mir aufgefallen und siehe:

https://forum.manjaro.org/t/systemd-238-51-1-has-picked-up-a-dependency-on-qrencode/43070

Could this be due to a dirty chroot?

$ ldd `which journalctl`
	linux-vdso.so.1 (0x00007fff47fc9000)
	libpthread.so.0 => /usr/lib/libpthread.so.0 (0x00007f55fd82e000)
	libc.so.6 => /usr/lib/libc.so.6 (0x00007f55fd477000)
	libsystemd-shared-238.so => /usr/lib/systemd/libsystemd-shared-238.so (0x00007f55fd027000)
	libqrencode.so.4 => not found

I’m pretty certain journalctl doesn’t need qrencode?

Das sehe ich auch so, trotzdem habe ich mal etwas geforscht und die Ursache gefunden:

journalctl .c

#if HAVE_QRENCODE
/* If this is not an UTF-8 system don’t print any QR codes */
if (is_locale_utf8()) {
fputs(„\nTo transfer the verification key to your phone please scan the QR code below:\n\n“, stderr);
print_qr_code(stderr, seed, seed_size, n, arg_interval, hn, machine);
}
#endif

Jetzt wirds spannend:

Wozu wird das benutzt?

Um, wenn es ein UTF8-System ist UND der Code mit dem QR Support kompiliert wurde, einen Verifikations Schlüssel als QR CODE fürs Handy auszugeben, um mit dem Versiegelungs-Schlüssel abgesicherte Journaleinträge zu prüfen.

Das Verfahren heißt bei Systemd Forward Secure Sealing (FSS).  Keine Ahnung wer das Feature von Journald nutzt. Es klingt jedenfalls nach einer brauchbaren Idee, falls ein Hacker die Einträge manipuliert. Ich bezweifle aber stark, daß der Key dabei per QR Code an ein Handy übermittelt werden muß, statt per SCP an einen anderen Server.

Für diese eine Zeile Code da oben, die kaum jemand jemals einsetzen wird (Bitte Zahlen liefern, wer welche hat), immer noch diese Lib mit sich rumschleppen… was solls, GB sind billig  😉