Tablet: Kernel 5.6.8+ behebt USB Problem

Wer ein Surface Tablet mit Linux hat, kennt das Problem seit Kernel 5.5.8: Das Typecover konnte man nicht abziehen, weil es nicht wieder erkannt wurde, wenn man es dransteckte.

Tablet: Kernel 5.6.8+ behebt USB Problem

Ein Kernelfix in 5.6.8+ behebt das TypeCoverproblem für Linux, wie ich heute mit 5.6.11 nachweisen konnte:

Damit dürften auch andere, verwandte USB Probleme, die u.a. im Bugtracker von Redhat aufgelaufen sind, endgültig behoben sein: https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=1813530

Da hatten sich sogar Leute von ArchLinux gemeldet, weil Google das so schnell im RedHat Bugtracker gefunden hatte 🙂

Wie wir diesem Kommentar entnehmen können, scheint „The Big Boss“ nicht ganz unbeteiligt gewesen zu sein:

If I assume that this issue has been appeared on 5.4.23 and fixed on 5.6.8, the candidate related commits are:

  • issue introduced by commit
    torvalds/linux@8099f58
    („USB: hub: Don’t record a connect-change event during reset-resume“)
  • and fixed by commit
    torvalds/linux@9f952e2
    („USB: hub: Fix handling of connect changes during sleep“)

Wenn ich den ersten Commit richtig interpretiere, hatte da wohl beim Abschalten jemand nicht geprüft, ob er wirklich im Sleep war. Wenn man dann natürlich Geräte abzieht und das ignoriert wird, muß man sich nicht wundern, wenn man die dann nicht mehr benutzen kann. Was ich mich aber wirklich frage ist, wieso der Fix soooooo lange gebraucht hat, bis es gefixt wurde. Das ist ja schliesslich nicht nur bei Exotenhardware wie Linux-Surface-Tablets aufgefallen.

Siehe auch: https://github.com/linux-surface/linux-surface/issues/119#issuecomment-628598029

 

Linuxtablet: NetFlix mit echten Tabletfeeling

Wer hat ein Android Tablet und nutzt da NetFlix oder irgend eine andere Video-App drauf? Vermutlich fast jeder, behaupte ich mal keck 🙂 Ok, was haben ein Linux Surface-Tablet und Android Tablet nicht gemeinsam?  😀

NetFlix mit echten Tabletfeeling

Ist ne blöde Frage, weil so fast alles. Worauf ich heute hinaus möchte ist, daß es keine native NetFlix-App gibt. Wie unterschiedet sich eine native NetFlix App zu, sagen wir mal, einem Browserfenster unter Linux in dem man ja auch NetFlix schauen kann? Nun, der Browser landet nicht sofort auf dem Startbildschirm von NetFlix. Es würde erstmal ein Fenster aufgehen, dann würde man sich einloggen und dann erst bei der Wiedergabe gäbe es vielleicht Fullscreen Video. Das unterscheidet sich von einem Android Tablet, weil da startet man NetFlix und ist „drin“.

So 100prozentig bekommen man das leider nicht hin, aber bis 99.9% würde schon gehen 🙂

Wir brauchen

Für dieses Beispiel brauchen wir einen gültigen NetFlixlogin, einen aktuellen FireFox, ein eigenes Desktopfile und ein eigenes Profil für Firefox mit dem wir spielen können 🙂 Am besten macht Ihr Euch jetzt mal eine Konsole auf ( gibt Leute die nennen das Terminal ):

Schritt 1 – Zugangsdaten besorgen

Wer seine Zugangsdaten nicht anderweitig gesichert hat(dringend empfohlen), der kann sich diese aus seinem aktuellen Firefox Profil kopieren:

Firefox starten -> Einstellungen Menü -> Sicherheit & Datenschutz -> Gespeicherte Zugangsdaten -> nach Netflix suchen.

Pro-Tip: KDE Connect ist das Tool, daß Euch diese Daten auf dem Desktopbrowser direkt auf Mobile Endgerät transportiert. Einfach auf dem Desktop „markieren & kopieren“ (CTRL-C) und auf dem verbundenen Mobilgerät „einfügen“. Fertig. So einfach ist Interkonnektivität und verschlüsselt wars auch 😉

Schritt 2 – ein neues Profil anlegen

Wir starten jetzt mal den Firefox mit der Option „-P“ aus der Konsole:

Wir sehen den Firefoxprofilemanager mit zwei Profilen, eines ist benannt: Netflix Mit „Create Profile“ legt Ihr das NetFlix Profil an. Vergesst aber nicht, daß Ihr den Haken bei „benutze ausgewähltes Profile beim Start“  weg zu machen, weil das nicht unser neues Defaultprofil werden soll, sondern ausschließlich für NetFlix da ist.

Schritt 3 – Firefox konfigurieren

Zunächst installiert in das Profil mal „NoScript“ rein und schaltet es auch ein. Dann ruft Ihr https://www.netflix.com  auf und aktiviert im Noscript alle nötigen Punkte für NetFlix. Das ist deswegen wichtig, weil der Firefox, solange Netflix offen ist, ggf. Webseitenöffnungen an sich zieht und dann würden die frei laufen, ohne das NoScript das verhindert. Nun installiert Ihr noch das „NetFlix 1080p“ Addon, damit Ihr unter Linux die HD Wiedergabe habt. Da wir nur Netflix brauchen, sind wir fast fertig.

Wichtig ist „mir“ noch, daß  in die „about:config“ geht, nach „Picture-“ sucht und die beiden „True“ Treffer vom Picture-in-Picture abschaltet. Das ist rein optional, aber sieht später besser aus im NetFlix Betrieb. Picture-in-Picture kurz PIP, ist dafür das, daß man ein Video aus der Webseite ausgliedert und es beim weiteren Studium der Webseite sehen kann. Dies kommt aber in unserem Benutzermodell schlicht nie vor, daher würde das kleine blaue Button einfach nur die Ästhetik stören 😉

Ich rate an dieser Stelle dazu, sich mal bei NetFlix einzuloggen und den DRM Support zu aktivieren. Falls was schief geht, hat man noch die Browser UI zur Hand mit der man alles ändern kann, was wir jetzt gleich ändern werden 🙂

Schritt 4 – Desktopfile anlegen

Kommen wir zum „interessanten“ Teil der Aktion, dem KISOK-Modus von Firefox. Der Kioskmodus ist genau dafür da, daß man einen PC irgendwo hinstellen kann und niemand kann an den PC ran, während der eine Webseite mit Infos anzeigt. Sehr praktisch, findet man z.B. immer in Computerläden als Suchmaschine für Produkte des Ladens.

Um den Modus zu aktivieren müssen wir Firefix mit der Option „–kiosk“ starten. Der Browser startet dann im FullScreenmodus ohne Adresszeile und Fensterrahmen. „F11“ funktioniert dann nicht, so daß man den Browser nicht in den Fenstermodus zwingen kann um Ihn zu umgehen. Das geht natürlich trotzdem, aber der Punkt interessiert heute nicht 🙂

Damit wir ein ICON zum Starten von NetFlix ( oder jedem anderen Dienst, den wir so nutzen wollen) bekommen, legen wir ein Desktopfile im Schreibtisch an:

Dateiname: ~/Schreibtisch/netflix.desktop

Da schreibt Ihr das hier rein:

[Desktop Entry]
Version=1.0
Name=NetFlix
GenericName=NetFlix
Comment=Browse the Web
Exec=firefox %u –new-instance –kiosk -P netflix https://netflix.com/browse
Icon=/home/marius/Bilder/netflix-logo.png
Terminal=false
Type=Application
MimeType=text/html;text/xml;application/xhtml+xml;application/vnd.mozilla.xul+xml;text/mml;x-scheme-handler/http;x-scheme-handler/https;
StartupNotify=true
Categories=Network;WebBrowser;
Keywords=web;browser;internet;
X-Desktop-File-Install-Version=0.23

Wer sich ein NetFlixLogo von der NetFlix Webseite abspeichert und nach ~/Bilder/ als „netflix-logo.png“ sichert, der hat mit den obigen Einstellungen gleich das berüchtigte N auf dem Desktop prangen. Normalerweise muß man jetzt das Icon anklicken und die Ausführung als Desktopfile erlauben. Bei Gnome heißt der Punkt „Allow Launch“. Einfach draufdrücken und beim nächsten Doppelklick startet NetFlix dann im Kioskmodus im NetFlix Profil.

Weil wir ein eigenes Profil dafür haben, können wir darin alle Cookies von Netflix gespeichert lassen und erleben das, was wir auf dem Android-Tablet auch hätten. Wir starten NetFlix im Fullscreen, loggen uns einmal ein und bleiben eingeloggt, selbst wenn Ihr das Gerät über Nacht abschaltet. Wenn das nicht zu 99.99% dem Android-Tablet Erlebnis von NetFlix entspricht, weiß ich auch nicht weiter 😀

Der einzige Schönheitsfehler ist die fehlende OFFLINE Runterladerei der Filme. Wenn Euer Surface aber genug Leistung hat, könnt Ihr jeden NetFlixfilm auch so abspeichern. Das ist viel praktischer, weil man es dann auch auf einem anderen Gerät sehen kann.

Wie kommt Ihr aus dem Kioskmodus wieder raus?

Wenn Ihr Gnome als Desktop habt, so wie ich Euch das seit März 2019 predige, dann ist der Ausgang nur einen Wisch, vom linken Rand nach Rechts, weg. Und deswegen ist Gnome, der Touchdesktop bislang 😀  Mit einer Tastatur ist das natürlich viel einfacher, weil man dann nur die „Super“ Taste drücken muß, manche nennen das noch die Windowstaste, und schon seid Ihr auf der Desktop-Aktivität. Ein druck auf ALT-TAB  würde das natürlich fast auch bewerkstelligen, aber der geht tatsächlich nur mit Tastatur.

Was Ihr von da aus macht, liegt an Euch. Anders als auf Android, wird die Wiedergabe bei NetFlix nicht aufhören, wenn Ihr in eine andere App wechselt, aber das nervt mich da eigentlich schon seit Anbeginn der Zeit, also nehmen wir das Vorteil einfach mal mit 😀

Falls bei Euch auch der Doppelklick aufs Desktopicon per Touch nicht will

macht folgendes: verschiebt als Root die netflix.desktop vom Schreibtisch nach /usr/share/applications/ . Da liegen alle Programmstarter. NetFlix taucht jetzt in der Anwendungsliste auf und kann so als Favorit ins Dock eingefügt werden. Die Gnomeerweiterung „Dash to Dock“ bringt das dann als intelligentes Dock auf dem Desktop. Wobei, ein linker-Rand-nach-Rechts-Wisch, tut das dann auch 🙂

 

Linux: Surface Tablets und Laptops mit eigenem Kernel-Repo

„Du saga mal, Du hascht doch des Suuhrfaze, gibtsch da scho wos njeues pführ?“ hallte es aus dem mitfünfziger Herrn am Tisch gegenüber. Freundlich, aber bestimmt, machte Ihm mein Sitznachbar darauf aufmerksam, daß er kurz hinter Kiel wäre und folglich kaum zu verstehen sei. Dies schien den Herrn genauso wenig zu stören, wie der Umstand, daß mein Sitznachbar eher andigital veranlagt ist und es sich bei dem Gerät vielmehr um eine kurz Präsentationsleihgabe meinerseits handelte.

Nachdem die beiden Fischköpfe ( wir… vermutlich ) kurz getuschelt hatten, übersetzte eine junge Dame (Bezeichnung Anna-Luisa o7) für uns (daher auch die grobe Entschlüsselung oben) und es entstand eine schöne , wenn auch sehr kurze, Unterhaltung zum Thema: Linux auf einem Surface Pro 4.

Surface Tablets und Laptops mit eigenem Kernel-Repo

„Ja, da gibts was njeues.. ehm.. neues“ und für Euch schalte ich das Gespräch mal auf Allwissenden Erzähler um, sonst darf ich mich in Bayern gar nimmer sehen lassen. Also, Ja Leute, es gibt eine nicht mehr ganz taufrische Entwicklung, die teils sehr erfreulich, weil unheimlich praktisch ist, andererseits leider nicht so ganz funktioniert. Letzterer Teil wird derzeit noch untersucht.

Seit einige Monaten gibt es im Github einen eigenen Prebuild-Kernel für Arch, Debian und Fedora. Den richtet Ihr Euch so für Fedora ein:

  1. Das Repo hinzufügen:

sudo dnf config-manager --add-repo=https://pkg.surfacelinux.com/fedora/linux-surface.repo

2. Den Kernel  installieren:

sudo dnf install kernel-surface surface-firmware surface-secureboot
sudo dnf install --allowerasing libwacom-surface

3. Letztere Anweisung ist eher optional, falls man mit Wacom Probleme hat., was auch die Stifteingabe betrifft.

Surface rebooten, den neuen Kernel auswählen und jetzt kommt es drauf an, ob Ihr ein SP4/SB1 habt oder ein anderes Surfacegerät Euer eigen nennt, denn bei mir (SP4) bootet der Kernel zwar sauber, aber IPTS ist nicht da, was man allerdings für Touchbedienung braucht.  So bin ich kaum einen Schritt weiter als mit dem Kernel von Fedora selbst. Ein Problem an dem derzeit gearbeitet wird.

Und da ist auch schon die Lösung … ( sowas von genial den Artikel schon Tage im Voraus zu schreiben 😀 ) … dem mangelnden Touchsupport kann man so begegnen:

[root@surface]# rmmod ipts
[root@surface]# insmod /lib/modules/5.5.8-1.surface.fc30.x86_64/kernel/drivers/input/touchscreen/ipts/ipts.ko.xz singletouch=y

Was man dann so verewigt:

echo „options ipts singletouch=y“ > /etc/modprobe.d/ipts.conf

Man muß aber wissen, das dann der Stiftsupport abgeschaltet ist. Außerdem ist im 5.5er Kernel die Multitouch-Support komischerweise abgeschaltet, wer das braucht, muß den LTS Kernel 4.19 installieren. Ob das bei einem aktuellen Fedora 30/31/32 eine gute Idee ist, mag ich nicht entscheiden wollen. Allerdings hatte der 5.3er noch Multitouch dabei. Da frage ich mich jetzt, wieso das abgeschaltet wurde.

Weniger Energieverbrauch .. vielleicht

Eine andere Sache, die noch untersucht werden muß, ist der anscheinend geringere Stromverbrauch des 5.5.8 Kernels auf dem Surface Pro 4. zunächst sah es eher nach einem Batteryauslesebug aus, weil das Gerät lange auf 100% blieb, aber mittlerweile könnnte auch ein leichter Einspareffekt vorhanden sein. Ich hab das SP4 noch nicht lange genug im Referenzkernel laufen lassen, um da einen Vergleich zu haben. Ich schau nachher mal.

Kameras gehen immer noch nicht

Tja, schlechte Nachrichten für die NSA, die Kameras der Surface Pro 4+ funktionieren immer noch nicht unter Linux, was an sich jetzt schade für reguläre Kameranutzer ist. Dafür soll das Wifi jetzt im 5G Betrieb stabiler sein, was ja auch nicht ganz unpraktisch ist.

Die Sache mit dem Secure Boot

Nachdem ersten Boot, kommt im Bootprozess eine mördermäßig wichtige Einblendung, die einem bei der Installation auch mitgeteilt wird, allerdings steht im Installationshinweis, daß man, WENN MAN danach gefragt wird, ein Password eingeben soll um den signierten Kernel, bzw. dessen Signatur, ins Bios zu bekommen um dann Secure Boot nutzen können. Tja, was soll ich sagen, die Abfrage kam so nicht, denn dazu muß man während ein Timer runterzählt auf eine Taste drücken, sonst wird man auch nicht nach dem Passwort gefragt 🙂

Da ich da noch unsignierte Kernels zum Testen liegen habe, kann ich SecureBoot eh nicht einschalten, insofern ist mir das auch egal 😉 Wenn der neue Kernel natürlich dauerhaft funktioniert, dann kann man das später immer noch mit Hilfe des mokutil erledigen.

Der TypeCover Bug

Zwar prellt das TypeCover nicht mehr, aber dafür funktioniert es auch nicht mehr, wenn man es abzieht und wieder dran steckt. Was ein Problem darstellt, da man das Surface Pro 4 neu booten muß.

Ihr seht, da werden noch einige Fixe nötig werden, bis das stabil läuft.

Surface: TypeCover defekt :(

Gebrauchte Geräte sind so ein Ding, kann gut gehen, muß aber nicht. Deutlich zu niedrige Preise bei Ebay sind auch so ein Ding, kann ok sein, könnte aber auch Fake oder geklaut sein. Um das alles mit einem Linux Tablet zu verbinden, drehen wir die Zeit nochmal 7 Monate zurück….

Ein gebrauchtes Surface Pro 4

Aufgrund der Neukosten und Verfügbarkeit, ersteigerte ich im Guerillaverfahren im Februar ein gebrauchtes Surface Pro 4 auf Ebay. Ihr kennt die Geschichte ja. Im Juni setzte für einen Tag der Lüfter aus, weswegen es zu dem Geflimmer kam:  „Das wars dann mit dem Linux Tablet 🙁

Vor ein paar Wochen, ging plötzlich die Tastatur aus und ich meine aus, weil die Lichter der Tastaturbeleuchtung das deutlich zeigten. Ich hab erst gedacht, daß der USB-Hub nicht mehr will, und die Tastatur abgezogen und dann wieder dran gesteckt, was auch für wenige Minuten geholfen hat, bis die wieder ausgefallen ist. An dem Tag ging da nichts mehr, was komisch war.

Einen Tag später aka. zu Hause, ging die Tastatur dann wieder anstandslos! Technik halt. Ab und zu gabs mal einen kurzen Ausfall, aber ein Muster lies sich nicht ableiten. Um Kontaktschwierigkeiten auszuschliessen, wurden die Kontakte und Pins kurz geschliffen. Es änderte sich nichts. Egal wie man es knickte und kickte, es gab einfach keinen gezielten Ausfall. Damit war die Sache erstmal erledigt, weil Abziehen und wieder dranhängen half … bis Vorgestern. Da war Schluss. Ende, aus, tod.

Ihr erinnert Euch, ich hatte ein englisches Typecover mitbekommen, da fehlt die Taste mit dem „|“ Pipezeichen, was bei Linux ein echtes Problem bedeutet. Also habe ich mir bei Ebay ein gebrauchtes deutsches Typecover zugelegt. 12 Monate Garantie und unter 24h angekommen. Super.

Fazit

Bei Ebay gebraucht kaufen, kann durchaus klappen 🙂

Für Surface Pro Besitzer kann ich nur empfehlen, sich einen anderen Besitzer zu suchen und einfach mal die Typecovers umzuhängen. Geht es an beiden Geräten nicht, ist das TypeCover hin. Da die auch gebraucht nicht billig sind, da bekommt man einen schnellen Ryzen 1500 für, lohnt sich der Gang zum Surface Kollegen immer, egal ob der Windows oder Linux fährt.

Linuxtablet zieht Blicke auf sich

 

Neuer Kernel, neues Glück?

Ich sags Euch, daß Surface Pro4 Tablet macht mich fertig. Heute mit neuem Kernel gebootet und siehe.. die Lüfter springen wieder an. Ergo, konnte ich den Flackerbildschirm von gestern nicht reproduzieren.

Ob das jetzt am nächtlichen Strom-Aus, neuer Treibern im Kernel oder an geänderter Firmware ( wie auch immer das passiert sein mag ) liegt, ich weiß es nicht.

Microsoft Support

Der M$ Support erschien zwar auf dem Papier gut, aber in der Realität schaffen die es nicht mal einen zurückzurufen.

Wir werden sehen, wie es ausgeht.

UPDATE:

Die Firma Microsoft hätte gern einen Type-Teile-Tausch durchgeführt und spendiert neue HW, weil Serienfehler. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Hat nur drei Stunden gedauert bis im Chat wer aufgetaucht ist.

Gelöst: Netflix M7702-1003 & FireFox 66

Das wars dann mit dem Linux Tablet :(

Wenig erfreuliche Nachrichten kommen ja immer im Bundle, so auch hier:

Serienfehler in meinem Surface Pro4 schlägt zu

Da nutzt man so ein Gerät mal 2 Monate und schon geht es kaputt. Vorteil, und das muß man hoch anrechnen, M$ wird es wohl komplett austauschen, weil es noch in Garantie und es ein Serienfehler ist.

Klar, wenn die Lüfter ausfallen, grillt der i7 bei Last mal ganz locker die GPU, auch wenn der i7 Chip bis 100 Grad C angegeben ist, geht das ohne Luft nicht lange gut. So kommt es dann zum Flackern des Bildschirms. Das Schicksal hat also auch mein Tablet jetzt erwischt. Ganz offen, könnte ich kotzen, weil der Tausch der Lüftereinheit ist eigentlich eine Kleinigkeit wenn, ja wenn da nicht das verklebte Display wäre.  Der neue Lüfter kostet lediglich 29 € und ist in 10 Minuten getauscht, wenn man eine Heissluftpistole sein eigenen nennt.

Im Fachhandel soll es auch einen Aufsatz fürs Display geben, mit dem der Kleber thermisch gelöst werden kann, ohne das alles andere auch warm wird.

Mal sehen was M$ nachher im Chat dazu sagen wird.

Das Surface Pro im Rechenzentrum nutzen

Hier steht jetzt rudelweise Internet rum, alle Server sind in Käfige gesperrt und das Surface Pro und ich stehen vor unserem Rack und suchen das lokale WLAN 😀 Fast wärs ja soweit gekommen 😉

Der Einsatz im Rechenzentrum

So ein WLAN-Only-Gerät wie ein Surface Pro Tablet ist in einem Rechenzentrum zur Diagnostik ungefähr genauso brauchbar wie ein Marienkäfer in der Wüste. Es gibt nämlich kein WLAN an das man sich anbinden könnte, außer man hat es mitgebracht. Im Rechenzentrum läuft noch alles per Kabel und das ist auch gut so, weil das Chaos und die Insecurity möchte ich mir nicht vorstellen wollen 😀

Was macht man jetzt ?

Joar, also bin in den Laden und habe nach längerem Suchen, einen I-TEC 3x USB Hub mit LAN Buchse für das Tablet gekauft. Entgegen der Händlerbeschreibung warb es auch mit Linux und Androidsupport und ja, das kann das Teil auch wirklich.So siehts aus:

der I-Tec 3xUSB LAN Adapter für USB3.0 A

und was muß man außer es anzustöpseln machen ? Kommt Ihr nie drauf ! ………….Nichts 😀

Ging Out-of-the-Box . Die nötigen Kernelmodule sind bei Fedora 29 mit dabei, die Anforderung dafür liegt irgendwo bei Kernel 3.13, also entspannt für alle halbwegs aktuellen Kernel zu benutzen.

USB ging sofort nach dem Einschalten, und das LAN auch. Als der Gnome-Desktop geladen war, hatte er schon eine stabile Verbindung mit dem DHCP Server im Lan aufgenommen und sich als primäres Netzwerkgerät angemeldet. 1a! Weil, … 119 MB/s Peek zu meinem Desktoprechner. Gigabit ist geil ! 😀

Jetzt kann man nämlich auch mal ein Backup von Tablet machen, ohne gleich eine Krise zu bekommen 😉 Und der Preis ( 22 € ) lag dann auch noch unter der Konkurrenz von LogiLink, hatte einen USB-A Anschluß, d.h. das Teil geht überall an älterer und aktueller Hardware.

Gnome Lollypop & das Tablet

Liferea und Wayland

„Naiver Thor, laß es zuende sein.“ Das wird leider nichts, das Thema will einfach nicht beendet werden ;D Da gibt es soviel was sich erst jetzt, wenn man es voll benutzt zeigt, da wird das Blog noch lange von belegt werden 😉

Gnome – Wayland & Liferea

Liferea kennt Ihr ? Das ist der RSS-Feedreader meiner Wahl. Ihr habt ihn auch schon hier gesehen:

Jetzt sieht das auf dem Bild natürlich so aus, daß alles geht. Geht im Prinzip auch, aber der dort zusehende Firefox, kann dummerweise kein OSK aufrufen, weil es die NICHT-Waylandversion ist, und man halt die Waylandunterstützung braucht. Jetzt fragt Ihr zu Recht, daß mir das ja hätte auffallen müssen, als ich das Bild da gemacht habe.

Leider nein, weil man das OSK nicht braucht, um eine Webseite zu scrollen. Das fiel dann erst heute morgen auf, als ich einen Webseitenlink wie gewohnt an jemanden, der sich für das gelesene Thema interessiert, mailen wollte. Der Thunderbird-Verfassen-Dialog ging auch auf, nahm aber keine Eingaben an 😀

Ursache – eine ungünstige Verkettung

Im Liferea ist in den Tool-Einstellungen der zuverwendende Browser auf Mozilla als Synonym für Firefox gestellt. Das führt natürlich dazu, daß der normale Firefox geladen wird. Der lädt natürlich auch den normalen Thunderbird 😀

Also stellen wir das von :

Liferea Einstellungen tools - browser

auf

immernoch die Browsereinstellungen in Liferea

um. Jetzt ist die Kette korrekt: Firefox-Wayland lädt Thunderbird-Wayland und das OSK ist da und benutzbar.

Merke: Mit Wayland als Basis, wird man noch an einigen Stellen nachjustieren müssen, bis das einwandfrei läuft. Ich bin gespannt, was der nächste Beitrag so bringt. Ach was solls, das nächste Thema ist „USB-LAN Adapter am Surface“.

Das Surface Pro im Rechenzentrum nutzen

Tablet und kein Ende in Sicht

Ihr dachtet echt, Ihr hättet es überstanden 😀 Nein, ein Beitrag kommt noch. Alles, was nicht reingepaßt hat bislang, soll jetzt mal erwähnt werden.

JACK

Nein, nicht der Audioserver, die 3,5mm Kopfhörerbuchse 🙂 Schon auf meinem Acer Laptop sollte diese Buchse wie bei einem Handy auch als Eingang fürs Handyheadset funktionieren, ging es damals aber nicht. Heute gehts 😀 Also Ihr könnt jeden 4 poligen Headset für Handies reinstecken und im Pulse auf die Buchse umstellen, geht:

Wo wir grade schon bei PulseAudio sind:

Displayport auf HDMI

Ich sagte ja schon mal, die Hardware hat es in sich und das meint hier, daß ein Displayport verbaut wurde. Bis zu fünf Ports wären laut Baustein möglich, es gibt aber nur einen Anschluß. Da kann bestimmt ein Extender dran. Steckt man dort aber einen (Achtung: wichtig) MINI-Displayport auf HDMI Adapter rein, kann man zwar HDMI machen, aber dummerweise wird das angeschlossene Gerät als gleiches Gerät erkannt.

Meint: Man kann zwar den Ton auf HDMI umstellen, aber leider nur alles oder nichts. Wie man das vom Desktop kennt, z.b. am HDMI Monitor den Kopfhörerausgang zu benutzen, weil man dann QMMP auf HDMI, aber den Rest auf Lautsprecher belassen kann, solche Spielchen gehen leider nicht ( Bugreport ist raus 🙂 ).

Zur Ehrenrettung, wann braucht man das auch schon mal auf einem Tablet?

Dafür treibt der SoC des Tablets den angeschlossenen FULLHD Monitor allerdings derart gut an, daß man nicht meckern kann. Zwei verschiedene Videos intern und extern sind kein Problem. Man bekommt was für sein Geld.

Das Gewicht

Wo wir grade bei Wertigkeit sind, das Tablet ist schwerer als ein Plastegegenstück von Samsung. Es ist ja auch mit einem Metallgehäuse, mit Lüftern und einem Monitorständer versehen. Das Alles muß man ständig mitschleppen, da es sich nicht wie das TypeCover entfernen läßt. Ich kann das mit einer Hand grade so heben ohne es gleich so fest zu packen, daß es zerbricht 😉 Im Bett, auf dem Bauch abgestellt ist das nicht mehr ganz so tragisch 😉 Aber „leicht“ ist es definitiv nicht. Meine Testopfer empfanden es allerdings nicht als zu schwer.

Wenn die Druckerei endlich die Fedora Folienaufkleber für die Rückseite geliefert hat, dann sieht es auch noch stylisch aus und zwar in jeder Hand 😉

Die Bedienung

Egal was Ihr von Android und Desktops gewohnt seid, schiebt es zur Seite. Android kann man ganz vergessen, nichts davon bleibt Euch erhalten. Wobei da einige UIs besser sind, z.b. bei AndroidMail. Die sind einfach auf Touch ausgelegt. Thunderbird, auch wenn es mit Wayland ein OSK bekommt, ist halt noch immer die Desktop UI mit Scrollbars die man anklicken muß. Einige Flächen lassen sich auch mit Touch scrollen, aber der Bringer ist das nicht.

Dafür bekommt man aber durch die GnomeUI und die vielen Extentions auf der anderen Seite sehr viel einfacher Zugriff auf Sachen, als das bei Android möglich ist. Z.b. die Webradio Erweiterung. Da die im Gnometoppanel eingeblendet ist, sind nur zwei Klicks… ups.. Touches nötig und Radio ist an und der Sender ausgewählt. Lautstärke und Helligkeit regeln ? Einfach. Apps starten ? Da scheiden sich die Geister.

Die DesktopIcons Extension im Gnome funktioniert eigentlich nur bei einer Maus. Mit Touch ist das, sagen wir mal, schädlich für die Glasplatte 😀 Das Dock ist eigentlich gut benutzbar und die App Auswahl ist auch ohne größere Probleme intuitiv nutzbar. Man ist sogar geneigt zu glauben, daß Touch immer im Vordergrund stand, selbst als es noch gar kein Touch war. Die erste Touchversion von Gnome habe ich mit 3.24 gesehen, jetzt haben wir 3.30 und der App-Auswähler war schon bei 3.08 so.

QMMP ist defakto nicht DPI-aware und skaliert nicht hoch. Da ist das Treffen der einzelnen Tasten ein Glücksspiel. Bleibt aber im Laptopmodus Favorit 😉 Ist halt ein guter Player. Da fällt mir ein, daß ich ja neulich mal ein paar Verrisse über GTK Musikplayer geschrieben habe, die müßten eigentlich automatisch skalieren.

Das OSK Verhalten

Das OSK Verhalten ist nicht grade super. Z.B. wenn eine Tastatur dran hängt, müßte man es abschalten, weil das nur im Weg ist. Hat keiner dran gedacht 😉 Bei Thunderbird und Firefox funktioniert es ja passend, aber mit Gnome-Terminal, da verklappt sich das OSK zu einem echten Ärgernis ( Bugreport abgesetzt ). Es schiebt nämlich die Anwendung einfach mal rauf und runter, nur dummerweise auch komplett aus dem Bild raus.

Das ist an sich, genau das was man bei einem überlappenden OSK erwarten würde, weil man sonst den unteren Teil, und beim Terminal würde da meistens der Cursor sein, nicht sehen kann. Wenn aber bei jedem Touch auf das Terminal das OSK ein- bzw. ausklappt, dann nervt das nur noch. Wenn dann auch noch von /dev/random gesteuert mal und mal nicht das Terminalfenster hoch geschoben wird, grenzt das an Trizerrei 😉 Arbeiten kann man dann jedenfalls nicht.

Für heute wärs das. In unregelmäßigen Abständen wird es nochmal Beiträge zum Surface Pro 4 geben, vermutlich dann, wenn die Kameras funktionieren 😀

Was bisher geschah

Ein verlangen wird geboren
Surface Pro4 und nichts ist wie es sein sollte
Tablet ohne Tabletfunktionen Intel i915-ipts
Das Surface Pro4 mit dem Linux Touch
Das Linux Tablet dreht auf

Die Gnome Surface Tips

Das Linux Tablet dreht auf!

So! Endlich! Das Sportgerät darf zeigen was es kann! Bevor wir damit anfangen, gleich mal einige Leserfragen, die jetzt aufgelaufen sein dürften:

„Nein, ich habe das alles an einem Tag geschrieben, das sieht man auch am Datum in den Screenshots oben ;)“
„Ich habe einige Wochen gebraucht, bis das alles so lief, diverse Kernel kompiliert. Ihr lest nur die Zusammenfassung.“
„Nein, die Kameras gehen noch nicht 🙁 “
„Bereue ich es? Ein bisschen, das Pro 3 wäre auch schnell genug gewesen, aber die liebe Gier (und Verfügbarkeit).. naja.“

Und ich erwähnte ja eine ellenlange Liste mit Extentions .. wenns denn sein muß 😉

Nicht alle Extentions arbeiten sinnvoll zusammen, deswegen sind einige abgeschaltet. z.B, sei davor gewarnt, den Touchpadindikator ohne eigenes Nachdenken zu benutzen, weil wenn der das TypeCover abschaltet, aber der Treiber für Touch stirbt, dann .. genau.. ist essig 😀 Da hilft dann nur SSH oder der harte Reboot 😉

..und jetzt Was Cooles \o/

Mein Surface ist ja ein i7 mit 4 Kernen und 3.8 GHZ Turbo ( nach fast 30 Jahren gibt es die Taste wieder 😉 ), also darf der mal zeigen was er kann und der kann was.Aber dazu braucht man MPV und zwar das normale MPV, weil das Gnome-MPV zu lahm ist dafür 😉 Um das zu installieren braucht Ihr Zugriff auf RPMFusion: https://rpmfusion.org/Configuration

Ergo, machen was da steht, „dnf install mpv -y“ eingeben, weiter im Blog lesen 😉

Wenn Ihr das gemacht habt, kann Eurer Laptop/Tablet das hier ohne mit der Wimper zu zucken:

FullHD und 4k UHD Videos mit MPV

Damit Ihr Euch das auch real beurteilen könnt, ist das Display mal auf volle Auflösung gestellt, und die UI skaliert nicht extra hoch, also volle 3k Auflösung. Ihr seht zwei Trailer : einen FullHD von EVE Online (vorn) einen 4k Trailer zum World of Warcraft Film und dazu die Systemeinstellungen der CPU mit Auslastung. Natürlich sind dafür alle Cores nötig, aber es ist noch genug Leistung frei für : 1x Youtubestream + einen Screenrecorder mit 3k Auflösung der das auf Platte bannt, weil es sonst keiner glaubt 😀 Ruckfrei versteht sich 😉

Newsreader

Eine der morgendlichen Aufgaben eines Tablet ist es z.B. Nachrichten des Tages anzuzeigen, dazu braucht es einen Newsreader. Wenn ich das auf Android mache, dann habe ich nur den Newsreader oder den FireFox, aber nicht beides, was schade ist und laufend Zeit verplempert, wenn man hin und her schalten muß. Fefe’s Blog z.b. ist ohne FireFox schwer zu lesen, liegt aber an Fefe 😉

Ganz allgemein kann man eben Sachen machen, die ein normaler PC eben auch so macht:

Ein bisschen NetFlix schauen, während man im Netz was liest, ist genau so drin, wie 3D Games spielen, SuperTuxKart gegen andere zu zocken und das alles gleichzeitig 🙂 Und da ich ja viel behaupten kann :

Ja, es dreht sich wirklich 😀 Das dreht sich sogar bei laufendem Fullscreenvideo ruckfrei 😀

Runes of Magic ( nicht der anspruchsvollste 3D Titel ) einmal als „normale“ Auflösung und..

als Vollscreenversion :

An den Bildergrößen könnt Ihr sehen, was der Chip zu leisten hat und das ist nur ein Intel SoC 😉

Natürlich sind 3D Programme für Mäuse ausgelegt, nicht für OSK’s 😀 Aber von SuperTuxKart gibt es auch eine Version für Touchscreens, die muß man allerdings selbst bauen und da happerts bei STK ein bisschen, das will seinen Compiler nicht finden.

Zeit fürs Fazit

Wenn es geht, dann geht es richtig 😀 Endlich kein Android mehr, endlich bei Bedarf eine Konsole, endlich aktuelle Software, sichere Kernels ( vorausgesetzt man baut sie sich ) , Softwareupdates im 2 Stundentakt und ein richtiges Mailprogramm 😀 Ja, Thunderbird geht. Es geht auch wie man es erwarten würde, aber mit einer anderen UI würds noch viel besser funktionieren 😀

Also Leute :

– Ja, Ihr könnt ein Linuxtablet haben.
– Ja, die gibt es auch von anderen Herstellern.
– Und ja, es lohnt sich am Ende 😀

Daher wünsche ich Euch jetzt soviel mehr Spaß mit einem Tablet als bisher !

PS: Das WLAN ist mit 12,5 MB/s am Limit dauerhaft schnell 😉

Tablet und kein Ende in Sicht