immer diese unhackbaren USB Sticks..

Fox Mulder hat ja immer das schöne „Trust Noone“ Poster an der Wand hängen gehabt, wie recht die Macher der X-Files damit hatten ist erschreckend 😉 Da bekanntlich in der Kürze die Würze liegt, hier das Dessert:

Immer diese unhackbaren USB-Sticks

eyeDisk ist ein USB-Stick, der seine Datenpforten nur aufmachen soll, wenn man das richtige Auge davor hält. In dem Kickstarter-Projekt ging es nicht um das große Geld, weswegen auch großes Können nicht Teil der Vereinbarung war, wie es jetzt aussieht. Bescheidene 10.000 $US waren das Ziel, das mit 21.000 $US leicht übertroffen wurde. Dafür gibt es den „unhackable USB-Stick“ der jetzt leider doch gehackt wurde, weil… ja, weil Dummerheit immer im Spiel ist. Eine englische Firma „Pen Test Partners“ hat mal genauer hingesehen und dabei meinte das USB Gerät sein Backuppasswort im Klartext in die Welt posaunen zu müssen, und zwar vor dem Entschlüsseln des Sticks.

Wer das sicher machen will, hier nochmals die Beiträge mit der Doppellagenverschlüsselung und den USB-Sticks von mir 😉

Wie man besser USB Sticks verschlüsselt mit Linux

Double Layer Encryption mit Veracrypt (ganz reinzufällig auf einem USB Stick gemacht 😉 )

Quelle: Techcrunch.com

Das Surface Pro im Rechenzentrum nutzen

Hier steht jetzt rudelweise Internet rum, alle Server sind in Käfige gesperrt und das Surface Pro und ich stehen vor unserem Rack und suchen das lokale WLAN 😀 Fast wärs ja soweit gekommen 😉

Der Einsatz im Rechenzentrum

So ein WLAN-Only-Gerät wie ein Surface Pro Tablet ist in einem Rechenzentrum zur Diagnostik ungefähr genauso brauchbar wie ein Marienkäfer in der Wüste. Es gibt nämlich kein WLAN an das man sich anbinden könnte, außer man hat es mitgebracht. Im Rechenzentrum läuft noch alles per Kabel und das ist auch gut so, weil das Chaos und die Insecurity möchte ich mir nicht vorstellen wollen 😀

Was macht man jetzt ?

Joar, also bin in den Laden und habe nach längerem Suchen, einen I-TEC 3x USB Hub mit LAN Buchse für das Tablet gekauft. Entgegen der Händlerbeschreibung warb es auch mit Linux und Androidsupport und ja, das kann das Teil auch wirklich.So siehts aus:

der I-Tec 3xUSB LAN Adapter für USB3.0 A

und was muß man außer es anzustöpseln machen ? Kommt Ihr nie drauf ! ………….Nichts 😀

Ging Out-of-the-Box . Die nötigen Kernelmodule sind bei Fedora 29 mit dabei, die Anforderung dafür liegt irgendwo bei Kernel 3.13, also entspannt für alle halbwegs aktuellen Kernel zu benutzen.

USB ging sofort nach dem Einschalten, und das LAN auch. Als der Gnome-Desktop geladen war, hatte er schon eine stabile Verbindung mit dem DHCP Server im Lan aufgenommen und sich als primäres Netzwerkgerät angemeldet. 1a! Weil, … 119 MB/s Peek zu meinem Desktoprechner. Gigabit ist geil ! 😀

Jetzt kann man nämlich auch mal ein Backup von Tablet machen, ohne gleich eine Krise zu bekommen 😉 Und der Preis ( 22 € ) lag dann auch noch unter der Konkurrenz von LogiLink, hatte einen USB-A Anschluß, d.h. das Teil geht überall an älterer und aktueller Hardware.

Gnome Lollypop & das Tablet

GNOME – Endlich mal Was Cooles

Ihr erinnert Euch an den Abspann von 22 Jump Street ? Ganz in dem Sinne habe ich hier was von Gnome für Euch:

Ihr seht richtig: Ein USB Deviceverweigerer, der einen davor schützt, daß jemand in Abwesenheit einfach mal einen USB Stick in das Laptop/Sportgerät steckt und was auslöst.

Das finde ich super wichtig. Beste Entwicklung in der letzten Zeit und schon laaaaaaaaange überfällig.

Quelle & More : https://ryuzakikk.github.io/gnome/internship-update-6/

Die Platte in Tokyo einhängen

Die Idee ist schon fast zehn Jahre alt, aber es hat wohl eine Weile gedauert bis es funktioniert hat. Der Traum in Tokyo ein USB-Gerät in einen PC zu hängen und in Kenia zu benutzen, funktioniert tatsächlich. Die Lösung lautet: USBIP

Wie funktioniert das ?

Es gibt einen USBIP-Server und einen Clienten. Der Server bindet Geräte ein und stellt Sie im Netz zur Verfügung. Der Server sorgt auch dafür, daß das Gerät lokal nicht mehr zur Verfügung steht. Damit kann es bei der Benutzung keine Kollisionen geben. Der Client verbindet sich zum Server und bindet das USB-Gerät dann lokal ein und stellt es, wie jedes andere Gerät zur Verfügung.

Damit das funktioniert müssen einige Kernel-Module geladen werden. Praktischerweise ist alles was man so braucht im Paket dabei. Alles in allem ein ziemlich übersichtlicher Vorgang.

Die Installation

Die Installation ist ganze einfach:

sudo dnf -y install usbip

Das wars schon.

WARNUNG

Wie man im Beispiel sehen wird, greifen die Befehle direkt auf IP Adressen zu. D.h. wenn Ihr ein Gerät freigebt, kann jeder, der es über das Netzwerk erreichen kann, es auch benutzen. Das kann im Einzelfall ein Problem werden. Daher ist eine Begrenzung des Zugriffs per IP-Firewall zwingend notwendig.

Der USBIPd stellt die Option zur Verfügung, sich auf einen bestimmten Port zubinden :

–tcp-port PORT Listen on TCP/IP port PORT.

Damit kann man, zumindest theoretisch, mehrere Dienste parallel benutzen und somit die Freigabe per Firewall regeln.

Beispiel – Eine Kamera benutzen

Der Server hat IP 192.168.0.103. Auf dem wurden zur Vorbereitung folgende Befehle ausgeführt:

[root@warrior marius]# modprobe usbip-host
[root@warrior marius]# usbipd &

nun müssen wir natürlich noch wissen, welches Device wir überhaupt freigeben müssen:

[root@warrior marius]# usbip list -l
– busid 2-3 (0ac8:0302)
Z-Star Microelectronics Corp. : ZC0302 Webcam (0ac8:0302)

[root@warrior marius]# usbip bind -b 2-3
usbip: info: bind device on busid 2-3: complete

„usbip list -l“ listet die zur Verfügung stehenden lokalen Geräte auf.
„usbip bind -b 2-3“ bindet das USB Gerät mit der ID 2-3 an den usbipd, so daß es exportiert werden kann.

Auf der Clientseite ist das ähnlich einfach:

[root@eve marius]# modprobe vhci-hcd

Das Kernelmodul i.d.R. immer nötig, es können aber auch andere Module zusätzlich benötigt werden.

[root@eve marius]# usbip list -r 192.168.0.103
Exportable USB devices
======================
– 192.168.0.103
2-3: Z-Star Microelectronics Corp. : ZC0302 Webcam (0ac8:0302)
: /sys/devices/pci0000:00/0000:00:14.0/usb2/2-3
: (Defined at Interface level) (00/00/00)

Wie man sehen kann, ist das Gerät jetzt verfügbar. Nun müssen wir es noch lokal einfügen:

[root@eve marius]# usbip attach -r 192.168.0.103 -b 2-3

und nun können wir es benutzen, da es wie jede andere WebCam als Videogerät zur Verfügung gestellt wurde:

[root@eve marius]# camorama -d /dev/video0
… jede Menge unnötige Fehlermeldungen später …
name = medium
name = large

Wenn man es wieder abmelden will, muß man den lokalen USBIP Port kennen:

[root@eve marius]# usbip port
Imported USB devices
====================
Port 00: <Port in Use> at Full Speed(12Mbps)
Z-Star Microelectronics Corp. : ZC0302 Webcam (0ac8:0302)
12-1 -> usbip://192.168.0.103:3240/2-3
-> remote bus/dev 002/004
[root@eve marius]# usbip detach -p 00
usbip: info: Port 0 is now detached!

Das wars. Jetzt noch auf dem Server mit unbind entfernen:

[root@warrior marius]# usbip unbind -b 2-3
usbip: info: unbind device on busid 2-3: complete

und das Gerät ist wieder lokal benutzbar.

Anwendungen

Per SSH-VPN könnte man damit z.b. WebCams in Rechenzentren benutzen, oder Festplatten einbinden, die vollverschlüsselt sind, auch wenn der „Server“ kompromittiert wurde, denn die Verschlüsselung läuft auf dem lokalen Rechner, ein MITM-Angriff kann damit nicht stattfinden. USB-Tastaturen und Mäuse würden auch lustige Sachen erlauben 😉

Zeit für Artikelbashing on How to Forge

Kleiner Disclaimer, es geht nicht um den Inhalt, sondern rein um die Darstellung.

Dieser Beitrag:

https://www.howtoforge.com/tutorial/encrypt-usb-drive-on-ubuntu/

von dem Ihr eine Variante hier findet: Mit LUKS einen USB Stick verschlüsseln mit der Fortsetzung Wie man besser USB Sticks verschlüsselt mit Linux und Double Layer Encryption mit Veracrypt. Letzterer Link beantwortet dann auch spontan die Frage des (bislang) einzigen Kommentators des HtF Artikels, wie man das Windows-kompatibel bekommt. Kurzform: LUKS ist Open Source und es gibt für Windows einen Luks mounter, ergo ist es bereits kompatibel, wenn man als Filesystem nicht EXTx benutzt, sondern NTFS. Wie sinnvoll das ist, laß ich mal im Raum stehen.

Problem

So, How-To-Forge … Wer sich den Artikel ansieht muß zwangweise drüber stolpern: Der hat die Bilder echt mit dem Handy vom Monitor abfotografiert 😀

Grund: Er wollte zeigen, wie die Aufklappmenüs aussehen, wenn man mit der Maus arbeitet, konnte es aber nicht, weil SEIN Desktop das Auslösen per STRG+DRUCK verhindert, wenn das aufgeklappt ist.

Lösung

Den Screenshot per Konsole zeitverzögert auslösen.

so macht mans richtigAlso einfach eine Konsole öffnen und folgenden Befehl eintippen:

gnome-screenshot -p -w -d 5

Das gibt Euch 5 Sekunden Zeit, das Menü auszulösen und den Zeiger in Position zu bringen. Die Zeit kann beliebig angepaßt werden.

Alternative

Macht mit SimpleScreenRecord einfach ein Video und extrahiert das Bild dann da raus 😉

Kommentar

How-To-Forge Monetarisierung an Hand von Links gezeigt

Von einem How-To-Forge Autor hätte ich mehr erwartet, als ein wackliges Handyfoto. How-To-Forge stand mal für eine Adminseite, auf der Profis gezeigt haben, wie es geht. Heute steht das für : Ich verkauf Euch an Google+ Facebook und Konsorten. (Tip: Schaut nur nicht in die Noscript Liste des Grauens rein )

Irgendwie fühle ich mich an die Youtube-Videos errinnert, wo Kinder anderen Kindern zeigen wollen wie es geht und dann mit dem  Satz „Heute zeige ich Euch mal wie..“  anfangen und komplett triviale Sachen verkacken.. Das bringt einen direkt zur Debatte um den CoC, Linus und seine Auszeit und wie Leute die Codequalität unwichtiger einstufen, als den Umgang mit „in Ihren Fähigkeiten am anderen Ende der Kette gehenden Personen“.

Wenn es einer sanft nicht versteht, muß man ihn auch mal anbrüllen dürfen, damit er kapiert, daß es Scheisse war. Die Alternative ist nämlich noch schlimmer: Kick ohne Begründung. Dabei lernt man nämlich nichts aus seinen Fehlern, fühlt sich ungerecht behandelt und verbessert sich nicht.

 

 

How-To-Forge : NoScriptversion .. urgs..

Leider, um den Bogen zurück zu HtF zu schlagen, konnte ich ohne die Werbebeacons, Googletracker, Facebookbuttons zu aktivieren, dort keinen passenden Kommentar zu der Qualität abgeben. Ansonsten wären die Bilder da nämlich jetzt schon weg, ein Ego geknickt, aber ein Mensch auf den richtigen Weg gebracht 😀

Kleines Update:

TOR ist ja unser Freund, also habe ich da mal das Tracking umgangen 🙂

Klickt mal auf die Bilder, da wird einem übel 🙁

 

Alle Tracken einen wegen Werbung, die man nicht will, für Produkte, die man nicht braucht. Alles im Namen des heiligen Commerzius.

Es gibt Hoffnung

Auch auf How-To-Forge gibt es noch Hoffnung, daß alles besser wird 🙂

Diesen Artikel fand ich jetzt schon viel informativer, als den über den USB Stick:

https://www.howtoforge.com/tutorial/passwordless-encryption-of-linux-root-partition/

Das werde ich mir für Fedora auch mal ansehen, ist natürlich obercoolio wenn Du statt ein Passwort einzutippen, bei dem man Dich beobachten kann, einen USB Stick einsteckst. Dabei kann man einen auch beobachten, seinen Schluß ziehen, den Einen dann um den USB Stick und das Laptop erleichtern und schön auf alles zugreifen.

Nein, das ist leider keine Fantasie, so was passiert laufend. ABER, wenn man sich einen RFID unter die Haut implantiert und als menschlicher Mobilfunkmast durch die Gegend läuft (ja, natürlich ist das übertrieben), dann sieht wenigstens keiner wie das Laptop aufgeht, schlitzt einem nicht die Hand auf beim Diebstahl und es könnte trotzdem mit der automatischen Entschlüsselung klappen.

Man muß immer noch einen kleinen Stecker im USB Port haben, weil RFIDs können nur die wenigstens Laptops lesen (afaik gar keine), aber den halten Angreifer dann wenigstens genau für so einen USB-KEY-Dongle, klauen den mit, stellen fest, daß es doch nicht geht und formatieren dann die Platte ohne an den Finger und die Daten gekommen zu sein. Das wäre dann ein Erfolg 😀

Fiktiver Grenzübertritt in die USA

Jetzt stellen wir uns mal ganz blöd an die US-Einreise-Schlange am New Yorker Flughafen, haben ein Laptop, einen RFID-zu-USB-Stick und einen Finger dabei. Der Einreisebeamte sieht das Laptop, geht damit weg, kommt nach 30 Minuten wieder und fragt nach dem Passwort. Man gibt es ihm nicht. Der Mann schleift einen in einen Raum, setzt einen vor das Laptop und sagt „mach auf“. Man sagt: „nö“.

Der Typ schaltet das Laptop ein, das vorher nicht wollte und ohhhhhhhh…. es geht… Ein Wunder! Alle reiben sich verdutzt die Augen! Der Typ im Nebenraum an der Kamera, der als Backup für seinen Kollegen mit Knarre an der Hüfte bereitsteht, traut seinen Augen nicht und ruft das SEK, weil das ja ein Laptop von einem Terroristen oder anderem Schwerkriminellen sein muß. 1 Minute später steht Ihr auf der Fahnungsliste der meistgesuchten Verbrecher, damit Sie das, was dann folgt, auch begründen können 🙂 Naja, so oder so ähnlich 😀

Glaubt Ihr nicht?

https://www.theatlantic.com/technology/archive/2016/05/iphone-fingerprint-search-warrant/480861/

Ist natürlich nicht ganz so wie in meiner kleinen Fanatasie, aber die sollte ja auch nur das Problem verdeutlichen. Kurzfassung: Frau + Iphone + Gerichtsbeschluß, daß Sie Ihr IPhone per Fingerprint entsperrt.

Problem: Man muß sich in einem Rechtsstaat nicht selbst belasten. Wenn ich gezwungen werde, Beweise herzuschaffen, welche die Ankläger gegen mich benutzen können, ist das eine Selbstbelastung und die darf der Staat nicht durchsetzen. Der Staat/Ankläger muß mir ein Verbrechen / Tat beweisen, nicht ich.

Wenn ich also mit einem RFID als Fingerabdruckersatz in der Hand durch die Gegend laufen und durch Handauflegen mein Handy/Laptop entsperren kann, dann wäre das eine Selbstbelastung, wenn der Staat mich genau dazu zwingen würde.

Jetzt mal rein praktisch: Securityrules für Dummies

1. Ein Passwort, daß ich durch die Gegend schleppe, ist kein Passwort

Es entfallen alle Arten von Biometrie.
Es entfallen alle Arten von Geräten wie RFID, USB-Sticks etc.

Kann man alles nachbilden und von außen aufzeichnen. Das kann ich nicht verhindern.
Man kann im Falle der Biometrie den Organismus auch passive zur Authentifizierung nutzen, da ja nur die Anwesenheit des Merkmals nötig ist, nicht die Motivation des Merkmalsträgers.

2. eine Zwei/Drei-Faktor-Authentifizierung wäre hilfreich

Wenn ich eine davon preisgeben muß ( meine Hand mit dem RFID drin z.b. ) dann, bleibt noch min. eine andere Information zum Schutz übrig.

3. „Nur was im Hirn gespeichert ist, ist sicher.“

Problem: Ich muß es irgendwann eingeben. Dabei könnte ich …

… optisch beobachtet werden : kann man verhindern
… digital abgehört werden : kann man verhindern
… ich könnte es vergessen : kann man auch verhindern.
… ich könnte gezwungen werden es preiszugeben: kann man nicht immer verhindern.

Ich könnte lügen. Der Angreifer kann es nur prüfen, indem er es eingibt. Wenn es nicht stimmt, dann droht mir was, ok, aber DAS SZENARIO kann man mit einer Partition mit Fakedaten verhindern, die mit dem falschen Passwort geöffnet werden kann. Das kann der Angreifer nicht mehr so ohne weiteres prüfen.

Da kommt TrueCrypt ins Spiel. Das hatte extra Hidden Volumes im Einsatz, welche die echten Daten hatten und normale Partitionen, falls man mal gezwungen wird, etwas preiszugeben.

Die Option fällt natürlich weg, wenn man den richtigen Key per RFID aussendet. Könnte schwierig werden, das per RFID kontrollierbar für den Anwender zu machen. Ich halte es ja eh für eine blöde Idee 🙂