Update: Fedora: Probleme mit hwdata und Asus Mainboards

Wie bereits vor zwei Tagen mitgeteilt, gibt es bei Fedora ein Problem mit dem Paket hwdata. Darin sind die PCI Ids der Geräte und Hersteller enthalten. Die Quelle der Daten wird bei Github gepflegt und damit betrifft es nicht nur Fedora, sondern alle Distributionen, die Ihre Daten von dort beziehen.

Die Datei oui.txt (Organisational Unit Ids) verursacht dies, offensichtlich sind dort Kennungen falsch eingetragen  oder verloren gegangen, so das Wechselmedien nicht sauber erkannt werden.

Kuriose an der Sache: Der eingesteckte USB Stick war für Root gemountet und nicht für den angemeldeten User.

Wie eine falsche OUI das auslösen kann, wird derzeit geprüft. Ich meine, da liegt ein ziemlich dicker Bug kurz vor seiner Entdeckung.

Linux: auf SD-Karten installieren, gut oder schlecht?

Einem kleinen Experiment gleich, habe ich am Samstag Fedora Linux auf einem i3 Surface Tablet auf einer SD-Karte installiert, da der Besitzer seine WIN-Installation nicht direkt zerstören wollte. Das hat an sich auch geklappt. Leider gab es da ein „kleines“ Problem …

Linux auf SD-Karten und USB-Sticks

Bleiben wir erstmal beim Surface, das normalerweise eine SSD, einen USB-Slot und einen SD-Kartenslot aufweist. Die Installation von Linux auf die SSD ist natürlich die favorisierte Installationsmethode. Jetzt kann man Linux aber auch auf die SD-Karte oder einen USB-Stick installieren und wenn man es nur mal ausprobieren will, ist das ein legitimes Vorgehen. Grub hat das Dualboot auch im ersten Versuch sauber hinbekommen, klasse!

Nun hatte der Besitzer des besagten i3 Surface Pro eine Installation auf die SD-Karte gewünscht. Den Hinweis, daß es auf einer SD Karte natürlich nicht so schnell gehen würde, wie auf einer SSD, hat er akzeptiert. Das Gerät verließ unseren LPD Stand dann auch mit einem aktuellen Fedora 29, RPMFusions MPV, Thunderbird und anderen Apps, was man halt so braucht, mit der Auflage Zuhause dann mal ein Update laufen zu lassen, weil das SD-bedingt ewig dauern würde. Natürlich war es am Mittwoch dann nicht aktualisiert, also haben wir das nachgeholt. Das hätten wir besser nicht gemacht 🙁

Das Update war 1 GB groß und der Download der RPMs noch das kleinste Problem. Die Energieeinstellungen von Gnome waren leider so eingestellt, daß das Gerät irgendwann ausgeht. Da das i3 Surface von 2013 vom aktuellen Kernel voll unterstützt wird, hätte das eigentlich kein Problem sein sollen, zumal ja gerade eh ein Update per DNF läuft. Da würde man annehmen, daß das Abschalten des Bildschirms nicht zu Problemen führt, weil ein Updateinhibitor gesetzt wird. Führte es aber!

Es kam wies kommen mußte…

Die Hardware vom Surface wurde offensichtlich nach einer gefühlten Ewigkeit komplett abgeschaltet und als wir das Tablet wieder aktiviert haben, meldeten die RPMs nur noch IO Fehler. Die Root-Partition sprang wegen eines IO Fehler in den Read-Only-Modus und war auch nicht dazu zu bewegen, daß Read-Write wohl die bessere Wahl während eines Updates wäre. Meine Vermutung: Die Hardwareabschaltung hat den SD-Cardreader wohl überrumpelt und der hat den Schreibschutz von der SD-Karte fälschlich als aktiv gemeldet. Da eine Installation auf einem Read-Only Filesystem nicht funktionieren kann, stoppe DNF dann auch irgendwann… so 200 Fehlermeldungen später 🙁

Ich habe das System schon im Nirvana gesehen und beim nötigen Reboot die Augen zugekniffen 🙂 Es bootete doch tatsächlich noch, was bei Update 650 von 1563 nicht wirklich zu erwarten gewesen ist. Nach dem obligatorischen manuellen Filesystemcheck kam Gnome tatsächlich hoch. DNF ist schlau, aber nicht schlau genug. Natürlich war die RPM Datenbank defekt und mußte repariert werden. DNF aktualisierte dann im Rucksack die restlichen Pakete, als der Besitzer per Fahrrad gen Heimat fuhr. Natürlich hatten wir gelernt und den Akku aufgefüllt und die Energiesparoptionen so angepaßt, daß das hoffentlich nicht nochmal passiert.

Der ganze Update wäre in 5 Minuten durch gewesen, wenn Linux auf der SSD installiert gewesen wäre. Der Besitzer sollte dann Zuhause noch dnf reinstall „*“ ausführen, ob das geklappt hat, erfahren wir dann nächsten Mittwoch.

Sind USB-Stick und SD-Karten wirklich eine gute Idee für Linux?

Nach dieser Erfahrung muß ich sagen : Nein, sind sie nicht. Man kann sich nie sicher sein, ob die Hardware das Speichermedium nach einem Sleep/Hibernate wieder sauber anbietet und das „laufende“ System weiter funktioniert. Ein Strom-Aus für den USB-Port oder den SD-Kartenleser kann halt zu Fehlern führen wie man sieht. Im Gegensatz zum IDE/SATA Port des Mainboards sind USB und SD eben nur untergeordnete Peripherie-Geräte. Da wird von den Kernel- und Treiberentwicklern auch nicht soooooo viel Ambition reingeflossen sein, wie in die Hauptgerätetreiber SATA/IDE/SCSI. Wenn dann noch eine eher exotische Hardware wie ein Surface Pro angesprochen wird, kann es zu dem Fehler kommen.

Dazu kommt, daß die SD-Karte echt lahmarschig war. Für die 650 Updates vergingen locker 2 Stunden. Der USB Port wäre vermutlich schneller gewesen, weil der schafft auch 1 Gb/s aka 120 MB/s. Also, wenn Ihr das vorhaben solltet, und ich rate dringend ab, nehmt einen schnellen USB-3-Stick.

Zum Glück hängt der Besitzer nicht soooooo an Win10, nach einer kleinen Datensicherung und Umpartitionierung von Windows, werden wir wohl auch Linux noch auf die SSD quetschen können. Das wird an sich eine spannende Sache, weil… wie wird Win10 auf den Verlust einer geliebten Partition reagieren? Auch das erfahren wir nächste Woche 😉

 

 

immer diese unhackbaren USB Sticks..

Fox Mulder hat ja immer das schöne „Trust Noone“ Poster an der Wand hängen gehabt, wie recht die Macher der X-Files damit hatten ist erschreckend 😉 Da bekanntlich in der Kürze die Würze liegt, hier das Dessert:

Immer diese unhackbaren USB-Sticks

eyeDisk ist ein USB-Stick, der seine Datenpforten nur aufmachen soll, wenn man das richtige Auge davor hält. In dem Kickstarter-Projekt ging es nicht um das große Geld, weswegen auch großes Können nicht Teil der Vereinbarung war, wie es jetzt aussieht. Bescheidene 10.000 $US waren das Ziel, das mit 21.000 $US leicht übertroffen wurde. Dafür gibt es den „unhackable USB-Stick“ der jetzt leider doch gehackt wurde, weil… ja, weil Dummerheit immer im Spiel ist. Eine englische Firma „Pen Test Partners“ hat mal genauer hingesehen und dabei meinte das USB Gerät sein Backuppasswort im Klartext in die Welt posaunen zu müssen, und zwar vor dem Entschlüsseln des Sticks.

Wer das sicher machen will, hier nochmals die Beiträge mit der Doppellagenverschlüsselung und den USB-Sticks von mir 😉

Wie man besser USB Sticks verschlüsselt mit Linux

Double Layer Encryption mit Veracrypt (ganz reinzufällig auf einem USB Stick gemacht 😉 )

Quelle: Techcrunch.com

Das Surface Pro im Rechenzentrum nutzen

Hier steht jetzt rudelweise Internet rum, alle Server sind in Käfige gesperrt und das Surface Pro und ich stehen vor unserem Rack und suchen das lokale WLAN 😀 Fast wärs ja soweit gekommen 😉

Der Einsatz im Rechenzentrum

So ein WLAN-Only-Gerät wie ein Surface Pro Tablet ist in einem Rechenzentrum zur Diagnostik ungefähr genauso brauchbar wie ein Marienkäfer in der Wüste. Es gibt nämlich kein WLAN an das man sich anbinden könnte, außer man hat es mitgebracht. Im Rechenzentrum läuft noch alles per Kabel und das ist auch gut so, weil das Chaos und die Insecurity möchte ich mir nicht vorstellen wollen 😀

Was macht man jetzt ?

Joar, also bin in den Laden und habe nach längerem Suchen, einen I-TEC 3x USB Hub mit LAN Buchse für das Tablet gekauft. Entgegen der Händlerbeschreibung warb es auch mit Linux und Androidsupport und ja, das kann das Teil auch wirklich.So siehts aus:

der I-Tec 3xUSB LAN Adapter für USB3.0 A

und was muß man außer es anzustöpseln machen ? Kommt Ihr nie drauf ! ………….Nichts 😀

Ging Out-of-the-Box . Die nötigen Kernelmodule sind bei Fedora 29 mit dabei, die Anforderung dafür liegt irgendwo bei Kernel 3.13, also entspannt für alle halbwegs aktuellen Kernel zu benutzen.

USB ging sofort nach dem Einschalten, und das LAN auch. Als der Gnome-Desktop geladen war, hatte er schon eine stabile Verbindung mit dem DHCP Server im Lan aufgenommen und sich als primäres Netzwerkgerät angemeldet. 1a! Weil, … 119 MB/s Peek zu meinem Desktoprechner. Gigabit ist geil ! 😀

Jetzt kann man nämlich auch mal ein Backup von Tablet machen, ohne gleich eine Krise zu bekommen 😉 Und der Preis ( 22 € ) lag dann auch noch unter der Konkurrenz von LogiLink, hatte einen USB-A Anschluß, d.h. das Teil geht überall an älterer und aktueller Hardware.

Gnome Lollypop & das Tablet

GNOME – Endlich mal Was Cooles

Ihr erinnert Euch an den Abspann von 22 Jump Street ? Ganz in dem Sinne habe ich hier was von Gnome für Euch:

Ihr seht richtig: Ein USB Deviceverweigerer, der einen davor schützt, daß jemand in Abwesenheit einfach mal einen USB Stick in das Laptop/Sportgerät steckt und was auslöst.

Das finde ich super wichtig. Beste Entwicklung in der letzten Zeit und schon laaaaaaaaange überfällig.

Quelle & More : https://ryuzakikk.github.io/gnome/internship-update-6/