Neues Staukonzept in der Nordstadt

Die Verkehrsplanner der Stadt Braunschweig haben zusammen mit der KVG ein neues Staukonzept in der Nordstadt geplant.

Bislang reichte ein Fußballspiel oder Feierabendverkehr von VW aus, um auf dem Mittelweg lange Staus zu produzieren. Auch die gelegentlichen Einlagen der Eisenbahn am selbigen Übergang, führten nicht selten zu Staus und Wartezeiten bis zurück zum Ring. Damit ist jetzt Schluß.

Ab 8. April wird halbstündlich auf dem Mittelweg gestaut! min. 3 Bushaltestellen an den denkbar ungünstigsten Stellen, werden dafür sorgen, das Autofahren in der Nordstadt vom Geduldsspiel ( Niebelungenplatz ) zum Wellness-Urlaub auf der Straße aufsteigt. Die „Haltestelle“ Taubenstraße wurde z.b. direkt auf die Straßenecke gepflanzt, was es besonders ausfahrenden PKW schwer machen wird, den Bus sicher zu umfahren, wenn sie denn dürften und könnten.

Da die nächste Haltestelle, nur einen echten Steinwurf weit weg ist, wird sich der unweigerliche Stau nicht abbauen können. Ein Überholen des Busses ist wegen der Fahrbahnenge gar nicht möglich und spätestens an der Haltestelle „Gastanke“ auch nicht mehr möglich, da die Bushaltestelle direkt auf Höhe der dortigen Mittelinsel verortet wurde.  Da es sich um Haltestellen ohne Busbuchten handelt, dazu hätte man die Häuser entfernen müssen, dürfen PKW den Bus sowieso nur im Kriechgang überholen.

Haltestelle Ecke-Taubenstraße

Radfahrer werden jetzt also nicht nur von LKWs bedrängt, sie dürfen auch noch dem Busdiesel die Lungen öffnen, da ja die Radwege des Mittelwegs zugunsten von Fahrbahnmarkierungen gewichen sind.

Hier kann man mal sehen, wie das in der Endstufe aussehen wird:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bonn/video-bilanz-mindestabstand-fuer-fahrraeder-100.html

Ab Oktober dürfen sich die Anwohner das dann auch noch im Viertelstundentakt pro Richtung antun.

So geht umsichtiges Verkehrsmanagement in Braunschweig heute. Ungeeignete Streckenführung, gepaart mit unsinnigen Haltestellen in Konjunktion mit dem rollenden Entschleunigungsfleischschild auf Lärmkosten der Anwohner. Das Mindeste, was man hätte erwarten können ist, die Mitbenutzung der Gastankstelle als Haltestelle, da dort ohnehin kaum bis gar keine Autos tanken und selbst wenn doch, ist dort noch bequem Platz für einen Bus, eine Imbissbude, zwei Lieferwagen der Stadtwerke und den Maler und Tapezierer, der dort die Werbeplakate klebt.

Bleibt nur zu hoffen, daß es sich finanziell nicht lohnt und das der unumgängliche Antrag auf Einstellung des Linienbetriebs in dieser Steckenführung vor dem Amtsgericht Braunschweig Erfolg haben wird.

 

Autofahrer verstehen Schilder nicht

Es ist unglaublich wie viele Wagenlenker keine Schilder lesen können:

Die Baustelle ist jetzt seit über zwei  Wochen da und trotzdem fahren laufend Leute drauf zu und durch

Auch wenn es komisch klingt, aber die meisten Autofahrer können die Schilder nicht lesen, und die sind gut zu erkennen!

Das Bild oben haben wir an dieser Baustelle mehrmals täglich, weil Leute wie in Trance Autofahren und erst direkt vor der Baustelle glauben, daß es wirklich nicht weiter geht. Einige ignorieren die „Durchfahrt verboten“ Schilder auch und fahren einfach weiter. Ich warte nur darauf, daß da mal eine Polizeistreife steht und die Durchfahrer abkassiert.

Etwas Kontext: Die Baustelle ist jetzt seit über zwei  Wochen da.

 

Teilsperrung des Mittelwegs

Für Autofahrer gab es heute eine böse Überraschung als der Mittelweg wegen Bauarbeiten der Stadtwerke stadtauswärts gesperrt wurde. Viele Überraschte mußten vor der Sperre wenden.Eine Straßensperre auf dem Mittelweg in Höhe des alten VerlagsgeländesEs steht außerdem der Verdacht im Raum, daß es sich bei den Arbeiten um eine Verlegung/Erweiterung im Rahmen des Neubaugebietes Taubenstraße handelt. Dies wurde bereits vor dem Neubau des Mittelwegs 2014 auf einer Anwohnerversammlung an die Bauleitung herangetragen, die mit einem „äh…?“ auf die Frage antwortete, ob man daran gedacht habe, daß einzuplanen oder ob man die neue Straße, welche die Anwohner teuer bezahlt haben, gleich wieder kaputt macht.

Das nur als mickrig zu bezeichnende Kontingent an Arbeitskräften auf dieser Baustelle, nährt allerdings den Verdacht, daß von Planung nicht die Rede gewesen ist 🙂  Bis auf weiteres kommt man nur Stadteinwärts durch den Engpaß.