„Liebes Aldi, Deine Kunden können Dich kaum noch erreichen“

Folgenden Kundenbrief habe ich an Aldi geschickt, weil die Trampelpfade vom Ringgleis aus von einem Gartenbauunternehmen abgesperrt wurden, da nun dort bepflanzt wir. Verständlich, daß da keiner durchlaufen soll, aber wie hatte sich Aldi  bitte vorgestellt, daß man dann noch hinkommt?

„Liebes Aldi, Deine Kunden können Dich kaum noch erreichen“

Die Masse der Einkäufer kommt aus dem Wohngebiet, daß jetzt von der Baustelle abgeschnitten ist. Ohne einen riesigen Umweg, kommt man da nicht mehr hin. Das Aldi nicht viel von den örtlichen Gegebenheiten weiß, wurde jüngst deutlich, als eine Werbeagantur Hinweisschildern mit wegtechnisch unmöglichen Strecken durch bordsteinhohe Straßenbahnbegrenzungen (und querenden Straßenbahnen 😉 ) vom alten zum neuen Standort aufgehängt hat. Wozu gibts eigentlich Google Maps? 😀

Hier mein Brief, natürlich extra wehleidig, für die ältere Bevölkerung.

„Filiale: Hamburgerstraße ehemals Mittelweg, in Braunschweig

Seite 2 Tagen kann man aus dem Wohngebiet Mittwelweg nicht mehr zu Aldi gelangen, ohne eine Outdoorkletterausrüstung zu benutzen. Der Aldimarkt befindet sich vom Wohngebiet aus hinter einer Baustelle. Bis vor zwei Tagen war ein Zugang über den Ringgleisradweg und ein bisschen Trampfelpfad möglich. Dies wurde nun durch Baumaßnahmen unterbunden.

Auch die zweite Möglichkeit, durch eine Baustraße zu Aldi zugelangen, schlägt jetzt mit unter fehl, weil der Weg nur noch einem See gleicht bzw. das Tor zu der Straße geschlossen wurde.

Einen direkten Weg zu dem Markt gibt es für die Anwohner, die den Mark bislang genutzt haben, nicht mehr, ohne um das gesamte Baugelände zu fahren und dort mit dem Auto einzukaufen.

Fangfrage: Hätte man das nicht VOR dem Umzug mal klären müssen, wie denn die Kunden in den Markt kommen sollen, OHNE zur Umweltsau zu werden? Man wird jetzt also bestraft, weil man zu Fuß einkaufen geht. Wie Sie auf einer Karte der Gegend leicht erkennen können, verdoppelt/dreifacht sich der Fußweg, wenn man vom Mittelweg kommt,. was die Masse der bisherigen Kunden ausmachen dürfte.

Daher bemühen Sie Sich doch mal bitte um eine sinnvolle Lösung z.b. teeren der Baustraße (nebst Nivellierung wegen des Sees).“

Das hier ist das Bild, daß ich von dem See aufnehmen konnte. Es ist der derzeit einzige Weg und da muß man dann schon Stiefel mitbringen:

Wem die Begrünungsmaßnahmen egal sind, der trampelt halt die Böschungen hoch. Sowas wäre mit etwas Nachdenken aller Beteiligten dann leicht vermeidbar gewesen.

 

 

Neues Staukonzept in der Nordstadt

Die Verkehrsplanner der Stadt Braunschweig haben zusammen mit der KVG ein neues Staukonzept in der Nordstadt geplant.

Bislang reichte ein Fußballspiel oder Feierabendverkehr von VW aus, um auf dem Mittelweg lange Staus zu produzieren. Auch die gelegentlichen Einlagen der Eisenbahn am selbigen Übergang, führten nicht selten zu Staus und Wartezeiten bis zurück zum Ring. Damit ist jetzt Schluß.

Ab 8. April wird halbstündlich auf dem Mittelweg gestaut! min. 3 Bushaltestellen an den denkbar ungünstigsten Stellen, werden dafür sorgen, das Autofahren in der Nordstadt vom Geduldsspiel ( Niebelungenplatz ) zum Wellness-Urlaub auf der Straße aufsteigt. Die „Haltestelle“ Taubenstraße wurde z.b. direkt auf die Straßenecke gepflanzt, was es besonders ausfahrenden PKW schwer machen wird, den Bus sicher zu umfahren, wenn sie denn dürften und könnten.

Da die nächste Haltestelle, nur einen echten Steinwurf weit weg ist, wird sich der unweigerliche Stau nicht abbauen können. Ein Überholen des Busses ist wegen der Fahrbahnenge gar nicht möglich und spätestens an der Haltestelle „Gastanke“ auch nicht mehr möglich, da die Bushaltestelle direkt auf Höhe der dortigen Mittelinsel verortet wurde.  Da es sich um Haltestellen ohne Busbuchten handelt, dazu hätte man die Häuser entfernen müssen, dürfen PKW den Bus sowieso nur im Kriechgang überholen.

Haltestelle Ecke-Taubenstraße

Radfahrer werden jetzt also nicht nur von LKWs bedrängt, sie dürfen auch noch dem Busdiesel die Lungen öffnen, da ja die Radwege des Mittelwegs zugunsten von Fahrbahnmarkierungen gewichen sind.

Hier kann man mal sehen, wie das in der Endstufe aussehen wird:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bonn/video-bilanz-mindestabstand-fuer-fahrraeder-100.html

Ab Oktober dürfen sich die Anwohner das dann auch noch im Viertelstundentakt pro Richtung antun.

So geht umsichtiges Verkehrsmanagement in Braunschweig heute. Ungeeignete Streckenführung, gepaart mit unsinnigen Haltestellen in Konjunktion mit dem rollenden Entschleunigungsfleischschild auf Lärmkosten der Anwohner. Das Mindeste, was man hätte erwarten können ist, die Mitbenutzung der Gastankstelle als Haltestelle, da dort ohnehin kaum bis gar keine Autos tanken und selbst wenn doch, ist dort noch bequem Platz für einen Bus, eine Imbissbude, zwei Lieferwagen der Stadtwerke und den Maler und Tapezierer, der dort die Werbeplakate klebt.

Bleibt nur zu hoffen, daß es sich finanziell nicht lohnt und das der unumgängliche Antrag auf Einstellung des Linienbetriebs in dieser Steckenführung vor dem Amtsgericht Braunschweig Erfolg haben wird.

 

Autofahrer verstehen Schilder nicht

Es ist unglaublich wie viele Wagenlenker keine Schilder lesen können:

Die Baustelle ist jetzt seit über zwei  Wochen da und trotzdem fahren laufend Leute drauf zu und durch

Auch wenn es komisch klingt, aber die meisten Autofahrer können die Schilder nicht lesen, und die sind gut zu erkennen!

Das Bild oben haben wir an dieser Baustelle mehrmals täglich, weil Leute wie in Trance Autofahren und erst direkt vor der Baustelle glauben, daß es wirklich nicht weiter geht. Einige ignorieren die „Durchfahrt verboten“ Schilder auch und fahren einfach weiter. Ich warte nur darauf, daß da mal eine Polizeistreife steht und die Durchfahrer abkassiert.

Etwas Kontext: Die Baustelle ist jetzt seit über zwei  Wochen da.