Android – Jitsi Probleme mit der Fritz!Box beheben

Im Chaos um die VOIP Probleme der einzelnen Linuxclienten, kommt hier nun der Fix für das Passwort-vergessen-Problem von Jitsi für Android.

Das Problem

Jitsi für Android, was ja nur eine jahrealte Alphaversion ist, hat offensichtlich Probleme die Verbindung zur Fritz!Box zu halten. Normalerweise gibt es dafür den KEEP ALIVE oder die REGISTER Funktion, aber hier macht Jitsi wohl soviel falsch, daß es der Fritz!box auf den Keks geht und es Jitsi rauswirft. Da sich Jitsi jetzt nicht mehr anmelden kann, kommt es zu einer Rückfrage bei der Jitsi das eingegebene Passwort, das zu allem Überfluss auch nicht gespeichert war, vergißt. Als Folge ist man laufend auf der Fritz!Box gesperrt, und muß dauernd das Passwort eingeben.

Da mich das an die Probleme mit SIPGate errinnert hat, habe ich da den gleichen Fix versucht: die Connection auf TCP umstellen. Nur dazu braucht man einen Proxyserver :)Also fragen wir bei AVM nach, was dort eingetragen werden muß und ob das überhaupt klappen wird.

Der AVM Support

Hier die erste Anfrage :

Detaillierte Beschreibung:
Guten Tag,die Frage ist allgemeiner Natur, da die Jitsi Androidversion immer wieder die Anbindung zum Server verliert und nach dem Passwort fragt.Da ich ähnliche Probleme mit Sipgate hatte und dort der Wechsel auf TCP via Proxyservereinstellung die Probleme behoben hat, wollte ich gern wissen, ob das mit einer FritzBox ähnlich gehen würde. Auch wenn das in einem lokalen Netz eher komisch klingt 😀mit freundlichen Grüßen,
….

Die von AVM kommende Antwort war schon etwas merkwürdig, aber fairerweise muß man ihm zugestehen, daß nicht jeder Jitsi kennen muß, nur weil er bei AVM arbeitet:

….
vielen Dank für Ihre Anfrage an den AVM Support.Leider muss ich gestehen, dass ich Ihr Anliegen anhand Ihrer Informationen noch nicht vollumfänglich verstanden habe. Für die weitere Analyse benötigen wir umfangreichere Informationen.Bitte beantworten Sie mir folgende Fragen:
An was für einem Internetanschluss von welchem Anbieter setzen Sie die FRITZ!Box ein (z.B. Telekom DSL 16 Mbit/s)?

  • Welche Geräte (z.B. Computer, NAS-System, Hub/Switch) verwenden Sie? Geben Sie Hersteller und Modellnamen an.
  • Wie ist das Android-Gerät mit der FRITZ!Box verbunden?
  • Was für ein „Server“ wird verwendet?
  • Welche Protokolle werden verwendet?
  • Was soll das „lokale Netz“ leisten?
  • Wie sieht Ihr Wunschszenario aus?
  • Wie äußert sich das Fehlerbild in Ihrer bisherigen Konfiguration?

    Senden Sie mir bitte anschließend die Fehlerbeschreibung und das ZIP-Archiv mit den Support-Daten zu.

Wir werden die Support-Daten nach Erhalt detailliert analysieren und Ihnen anschließend eine Rückantwort zukommen lassen.

Bitte beachten Sie, dass dieser Prozess eine gewisse Dauer in Anspruch nimmt.
Ich wünsche Ihnen schon jetzt einen guten Start ins Wochenende.

Freundliche Grüße aus Berlin
….

Ich mußte dem Mitarbeiter Recht geben, er hatte es nicht verstanden, also beschrieb ich es etwas sehr eindeutig :

Fritzbox -> wlan -> android handy -> Software: jitsi android per SIP > fritzbox

Ich möchte eigentlich nur wissen, ob es für die SIP Anbindung zur Fritzbox eine TCP Option auf der Box gibt und wenn ja, was man(wenn überhaupt) als Proxyserver eingeben muß.

Sehr Ihr da irgendwo die Erwähnung der FritzPhone-App ? Der Mitarbeiter wohl schon :

vielen Dank für Ihre Geduld.
Die Anmeldung der App an der FRITZ!Box ist technisch möglich. Hierzu muss eine IP-Nebenstelle innerhalb der FRITZ!Box angelegt werden.
Die Eintragung eines Proxys ist möglich, aber nicht erforderlich.

Wenn der Support ratlos ist

Wir halten fest: Problem nicht verstanden und Anfrage nicht richtig gelesen und damit bei der Antwort Thema verfehlt. Spätestens bei dem Stichwort SIP hätte es klingeln müssen.

In dem Fall hilft also nur ausprobieren und genau das tat ich 🙂

Lösung

Jitsi starten, dann ins Menü und die ACCOUNT SETTINGS aufmachen. Dann den Fritzboxeintrag auswählen und dessen Settings öffnen. Und kommt nach einigen Scrollen ein Schiebeschalter unter, der bei der automatischen Proxykonfiguration steht. Den abschalten und dann das „Proxy“ aka. die Fritzbox selbst angeben:

Da es die heimische Fritz!box ist, können wir hier natürlich die IP der Box eingeben und den Port 5060 benutzen. Als bevorzugten Transport dann wieder TCP auswählen und das Problem ist scheinbar erledigt. Denn, wenn Ihr diesen Beitrag lest, gab es eine Woche lang keine Probleme mehr und damit auch keinen Grund, den Beitrag zu löschen 😉 Telefonieren geht mit den Einstellungen auch noch, also scheint das so zu laufen.

Diese Woche im Netz

ZFS wurde endlich als stabile Version für Debian vorgestellt und soll kurzfristig für alle GNU Linuxe wie Fedora und Ubuntu usw. bereit stehen. ZFS ist ein Userland Filesystem, daß durch Dedublikation Speicherplatz einsparen kann. Wie das allerdings den meisten Endanwendern helfen soll, die kaum über doppelte Daten verfügen dürfen, ist mir ein Rätsel. Im Serverbereich ist die Dedublikation schon lange ein Thema, da hier tatsächlich oftmals die gleichen Daten anfallen. Beispiel: 10 User installieren WordPress 4.5. Mit ZFS gibt es die Files nur einmal auf der Platte, aber 10 User glauben Sie hätten das für sich 🙂 Im Prinzip sind das Symlinks auf Datenblockebene, die vom Filesystem selbst gemanagt werden. Ich bin mal gespannt wie stabil das wirklich ist, denn mein letzter Versuch endete im Datengau, zum Glück ohne realen Datenverlust.

Quelle: ZFS on Linux

Android Central hat T-Mobile geehrt, als den Carrier ( Mobilfunkanbieter ) bei dem man am einfachsten aus dem Vertrag raus kommt, wenn man wechseln will. Wie schlimm muß das bei den anderen sein, wenn der Mutterkonzern von T-Mobile, also die DTAG, schon ! 6 ! Monate braucht, um einen Festnetzanschluß zu kündigen und die Nummer zur Portierung freizugeben ?

Hab das gerade selbst erlebt, also keine Schmähkritik, sondern leider die Realität.

Quelle: How do i cancel T-Mobile

Endlich mal eine sinnvolle IT Entscheidung: der EuGH Gutachter meint, daß IP Adressen zwar persönliche Daten sind (, weil ja auch jeder sofort herausbekommen kann, wer die IP grade inne hat 😉 ), aber trotzdem von Webseitenbetreiber auf „Vorrat“ gespeichert werden dürfen, denn diese hätten ein „berechtigtes Interesse“ ihre Infrastruktur in Stand zu halten. Das meint übersetzt, daß man IP’s speichern darf, damit man z.b. DOSangriffe erkennen und abwehren kann.  Wir halten das für SINNVOLL!

Der Bundesdatenschutz sieht das übrigens anders, denn wenn es nach den Datenschutzgesetzauslegungen gehen würde, dürfte man die IPs nicht speichern, weil das persönliche Daten sind und die unterliegen ja, zu Recht, einem besonders starken Schutz. Dahingehend haben Datenschützer auch Webseitenbetreiber mit Strafe gedroht, sollte jemand mal IPs auf Vorrat speichern. Dumm nur, daß schon der Webserver im Errorlog die IPs speichert und man das nicht abschalten kann. Von den Accesslogs mal ganz abgesehen.

Quelle: Webseitenbetreiber dürfen IP langfristig speichern

Erst der Bundestag, dann die CDU, ob das am Prestige der CDU kratzt, nicht die erste Wahl gewesen zu sein? 😀

Quelle: russische Hacker sollen CDU angegriffen haben

Ein Kommentar:

Als Webhoster und Sachverständiger gegenüber den Ermittlungsbehörden, kann ich aus leidlicher Erfahrung sagen, daß das keine gute Entscheidung war, auch wenn Sie vom EU-Generalstaatsanwalt als Empfehlung stammt. Wir haben mit der neuen Regelung einen Freibrief für Kriminelle die jetzt per War Driving im WLAN um die Ecke alles von Erpressung, DOS Angriffen, Hacking, Identitätsdiebstähle usw. machen können, ohne das es eine Handhabe gibt. Da die Betreiber nicht mal grundlegende Informationen aufzeichnen werden, wie z.b. die MAC des Teilnehmers, gibt es keine relistische Chance mehr die Kriminellen zu finden. Was Freifunker als Sieg feiern, werden wir alle sehr teuer bezahlen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Quelle: Golem: BGH Entscheidung zur Haftung von Gästen
Quelle: Heise: Die-Hotspot-Wueste-lebt-Freude-ueber-Ende-der-WLAN-Stoererhaftung

Da hat das FBI wohl TOR-Benutzer durch eine Schwachstelle im TOR eigenen Firefoxbrowser enttarnt und Mozilla hätte jetzt gern den Exploit um die Schwachstelle zu fixen, sofern das in Firefox war.

Update: Mozilla ist mit seinem Gesuch gescheitert, an die genutzte Sicherheitslücke zu kommen 🙁

Quelle: FBI muss Mozilla keine Informationen ueber Sicherheitsluecke uebergeben
Quelle: Mozilla asks Court to disclose Firefox Exploit used by FBI to hack Tor users

Es scheint ja bei der Beantwortung der Frage „wie man WordPress installiert“ echte Defizite zu geben, deswegen einfach mal hier das Video schauen. Es zeigt die Installation auf einem Linux Webserver mit Apache und MariaDB Datenbankserver. Die Konfiguration von WordPress kommt dann ca. 1 Minute später im Video.

Quelle: Wie am WordPress installiert

Hungry Shark World

Screenshot by Marius

Ein Free-2-Play Titel macht grade viral bei Androidbesitzern mit  5 Millionen Downloads in der ersten Woche die Runde : „Hungry Shark World“ .

In App Store wurden bereits die ersten Nachahmungstäter gesichtet 😉 Wir stellen klar, das Spiel ist nur echt, wenn es von UBI SOFT kommt !

Wir haben es angespielt und es ist …. naja.. die Steuerung ist etwas zäh, trotz der 341 MB Installationsgröße lädt das Spiel beim Starten noch Sachen nach. Aber das Spiel scheint ganz nett zu sein. Spielt es aber lieber auf einem Tablet, beim Handyeinsatz verkrampft man so beim Spielen

Quelle: hungry-shark-world-goes-viral

Es scheint lustige IOT Türklingeln zu geben, die allerdings nicht nur das eigene Haus mit der Klingelfunktion versehen, sondern gleich die ganze Nachbarschaften „vernetzen“ 😀 Falls Sie auch eine „Ring Doorbell“ haben, sollten Sie mal prüfen, ob Ihre Tür nicht schon offen ist.

Quelle: some-ring-doorbell-pro-users-could-temporarily-see-other-peoples-houses

Microsoft ändert endlich seine Politik, das WLAN Passwort unter Windows 10 an die „Freunde“ des Besitzers zu „teilen“ 🙂

Quelle: windows10-wifi-sense

Und Sie fahren immer noch durch die Gegend, die gefakten GSM Basisstation in China, über die Spams und Trojaner verteilt werden. Laut Reportern, sollen in der Industrie vor rund 4 Jahren bereits 1,6 Millionen Menschen als Webdesigner, Hacker und Fahrer gearbeitet haben.

Quelle : China-Spam-ueber-gefaelschte-Mobilfunk-Basisstationen

… und dann war da noch die Sache mit dem nutzlosen H264Codec von Cisco für Fedora, der halt nur Baseline Profile codieren kann.

Quelle: OpenH264 in Fedora Workstation