Fedora: Upgrade von 29 auf 30 (Beta) mit Problemen

Von Updates des Systems via DNF auf die F30 Beta von Fedora sollte man derzeit Abstand nehmen.

Wie man in der Developerliste nachlesen kann, gibt es derzeit einige Blocker bei libdnf, systemd & GDM:

  1. libdnf – F29 to F30+ upgrades fail unless –allowerasing is used due to issue with module_platform_id, even explicit –setopt=module_platform_id does not work
  2. createrepo_c is marked as fixing this in F30, but it’s not clear if an update is also needed for the F29 package.
  3. systemd – gdm Fails to load with „nomodeset“
    SystemD has been backported a fix but does not appear to address the issue for all scenarios (only UEFI VM works. UEFI bare metal and BIOS for VM and metal still exhibit the issue). Further investigation is required.

Und dann hätten wir noch die Probleme, die noch nicht akzeptiert sind:

grub2 – grub2-common kernel.d plugin removes $ESP// directory rendering machine unbootable

Es ist schwerlich vorstellbar, damit ein System zu updaten, wenn es danach nicht mehr bootet. Wie der Bug noch nicht als Bug akzeptiert werden konnte, ist mir ein Rätsel 😉

Also Leute, nicht gleich auf die Beta stürzen, aber falls doch, hab Euch gewarnt 🙂

Links:

https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=1683197
https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=1656509
https://bodhi.fedoraproject.org/updates/FEDORA-2019-bc9607a8dc
https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=1648907

Fedora 28 und das Upgradeaftermatch

„Hey, Fedora 27 ist Geschichte, freu Dich auf Fedora 28, User!“ Ich habe ihn nicht gehört, aber der MCP hat das bestimmt vorhin beim Upgrade gesagt oder gedacht. Leider hat es nicht funktioniert.

Keine Friends in Sicht…

Ja, heute war es soweit: das obligatorische Sechsmonatsupgrade auf Fedora 28 war dran. Auf dem Laptop läuft es seit letzter Woche, also sollte das ja jetzt kein Problem werden. Flugs den Desktop stoppen, in eine Root-Shell und DNF mit Arbeitsanweisung versorgen. Gesagt, getan. 15 Minuten später waren alle 3800 Pakete geladen und bereit. Zwei unwichtige Downgrades und 3 unwesentliche Altpaketentfernungen waren abgesegnet. Schritt 1/7550 kam in Sicht und …. hey… (nanü? Was ist mit der Absatzüberschrift los?)… ging 🙂

7550 Schritte später, wartet mein Cursor, meine Root-Shell und mein neues Fedora auf mich, also „reboot“ getippt, beide Daumen zerquetscht und gewartet. Bios .. Grub \o/ … die seit Jahren vertraute Meldung, daß die Kernel-Module vom Systemd nicht geladen werden konnten…( Anm.d.R „auch diesmal“ wieder nicht 🙁 ) .. Fedora Bootlogo… wird weiß… Login! … DESKTOP! … P.R.O.G.R.A.M.M.E !.! … was ist das denn?

„Wollen Sie die Default Ordner rename to die lokal gewählte Sprache…“

Was zum Geier… wie kommt Cinnamon darauf, daß ich bei einem Deutschen Desktop englische Verzeichnisnamen haben können wollte? Könnten die Spracheinstellungen defekt sein? Nachguck.. Nö. Deutsch/Deutsch. Sieht ok aus. „Da hat bestimmt Gnome beim Update was zerlegt.“ war der Gedanke, also ins Gnome gewechselt… was ein schwerer Fehler war, den GNOME ist nicht mehr .. DAS hat es tatsächlich beim Upgrade zerlegt, denn die Gnome-Shell kommt nicht an den Start. Die Programme schon, aber ohne Windowmanager nützt das nicht viel 😀 … Hmm.. Programme melden sich aber in Deutsch, das ja komisch.

Mit STRG+ALT+F3 ab in die Root-Shell, anmelden …. was ist das denn? „setlocale: Konnte LC_TIME nicht setzen“ (War natürlich auf english, aber zum besseren Verständnis wird es hier eingedeutscht). Wie kann das denn sein?

Kurz mal die Umgebungsvariablen checken:

# strings /proc/self/environ 
...
LANG=de_DE.UTF-8
...
_=/usr/bin/strings


# locale
LANG=de_DE.UTF-8
LC_CTYPE="de_DE.UTF-8"
LC_NUMERIC="de_DE.UTF-8"
LC_TIME="de_DE.UTF-8"
LC_COLLATE="de_DE.UTF-8"
LC_MONETARY="de_DE.UTF-8"
LC_MESSAGES="de_DE.UTF-8"
LC_PAPER="de_DE.UTF-8"
LC_NAME="de_DE.UTF-8"
LC_ADDRESS="de_DE.UTF-8"
LC_TELEPHONE="de_DE.UTF-8"
LC_MEASUREMENT="de_DE.UTF-8"
LC_IDENTIFICATION="de_DE.UTF-8"
LC_ALL=

Alles ok, Deutsch ist eingestellt. Übersetzungen gingen ja in den Programmen, aber tatsächlich war die Zeit in English mit 12H+AM/PM .. schauen wir doch mal mit strace auf welche Locale will das Programm eigentlich zugreifen: also „strace -f locale de_DE.UTF-8“ eingegeben und es würde gern diese Datei benutzen „/usr/lib/locale/de_DE.utf8/LC_TIME“ … ist ja merkwürdig, die ist gar nicht vorhanden…. hey! den ganzen Ordnerbaum gibt es gar nicht! HIER FEHLT DEUTSCH!

Und so behebt man das

Die Sachelage ist klar: Keine Deutsche Locale vorhanden, also nachinstallieren. Da wir den Pfad kennen, fragen wir dnf wer das bereitstellen könnte:

# dnf provides „/usr/lib/locale/de_DE.utf8/LC_TIME“

glibc-langpack-de-2.27-32.fc28.x86_64 : Locale data for de
….

also installieren wir das und rebooten kurz ( damit auch die Bootprozesse in Deutsch melden können, wenn Sie das wünschen):

# dnf install glibc-langpack-de

und da merkt man dann, daß das kein Witz war, weil der jetzt „j“ nicht mehr als „ja“ => „yes“ erkennt .. muß man also wirklich „y“ drücken 🙂

Nach dem Reboot war es dann in Ordnung. Warum der den Language-pack nicht installiert hat, werden wir nicht erfahren. Um GNOME werde ich mich wohl mit „rm -rf .config/gnome-session“ kümmern müssen.

Update Tag 2:

Die WetterApp geht nicht. Libmozjs crasht beim Start extrem hart, incl. Coredump. Autsch. Mal sehen was von den HinterbänklerApps noch so nicht geht.

Linux Mint 19 alias „Tara“ erschienen

Linux Mint, der Hersteller der gleichnamigen Linux-Distribution, gab am Freitag die allgemeine Verfügbarkeit einer neuen Version ihres Betriebssystems bekannt. Unter dem Namen Linux Mint 19 „Tara“ bietet die neue Version eine Reihe neuer Funktionen, Verbesserungen und ein Versprechen, dass sie noch eine Weile halten wird.

LTS Version von Mint

Brian Fagioli schrieb bei BetaNews:
„Der wichtigste Aspekt von Linux Mint 19 ist die neue Ubuntu 18.04 LTS Basis. Tara wird bis 2023 Updates erhalten – sehr beeindruckend. Der Kernel ist auf 4.15, und alle drei Desktop-Umgebungen werden ebenfalls aktualisiert. Mate ist jetzt in Version 1.2, Cinnamon wird auf 3.8 erhöht und Xfce auf 4.12 aktualisiert.“

Neue Funktionen

Die neue Vorzeigefunktion ist „Timeshift“, was System SnapShots nutzt, um im Falle eines defekten Updates, das System in den letzten fuktionierenden Zustand zurückversetzt zuwerden. Ob es das wirklich bringen wird, wird nur die Zeit zeigen. Vermutlich sind die Probleme, die sich dadurch ergeben werden, so wie bei Systemd oder Wayland, noch gar nicht voll erfaßt worden, trotzdem wird es jetzt durchs Linuxdorf gehypt 🙂

Solange man selbst nicht von dem Testlauf betroffen ist, kann man sich jetzt entspannt zurück lehnen und abwarten wie es ausgeht 😉 Es wäre ja immerhin möglich, daß es tatsächlich der bessere Weg ist. Da ich in 7 Jahren Linux Desktop erst einen kompletten Crash durch ein OS Upgrade erlebt habe, sehe ich da persönlich nicht viel Verbesserungspotential, weil ein „dnf downgrade“ tut es in so einem Fall meistens auch und dessen Folgen sind vorhersagbar.

Gesehen bei SlashDot. übersetzt mit www.DeepL.com/Translator, verfeinert durch Marius 😉