Followup: Fedora: Audio auf Android streamen

Im Beitrag Fedora: Audio auf Android streamen wurde eine Methode vorgestellt, wie man den Desktopton schlank zum Android bekommt. Dazu war ein eigener kleiner Streamserver nötig.

Hier nun eine Methode die mit PulseAudio und einem APK auf dem Android auskommt.

Auf Linux starten wir als User erstmal das Streammodul für PulseAudio:

pactl load-module module-simple-protocol-tcp rate=48000 format=s16le channels=2  record=true port=8000

Dann installieren wir auf dem Android dieses APK: PulseDroid

Wir starten den PulseDroid auf dem Androidgerät und tragen die LAN IP des Linuxrechners mit dem Port 8000 ein. Auf Start klicken und schon rauscht es. Das liegt daran, daß jetzt der „Default“ Ton des Linuxrechners übertragen wird, was das Mikro sein dürfte. Im PulseaudioMixer stellt man jetzt einfach die Quelle des Tons so ein, wie man das braucht und schon hört man es auf dem Android.

Wer direkt etwas anderes streamen will, der kann auch direkt die Quelle angeben:

pactl load-module module-simple-protocol-tcp rate=48000 format=s16le channels=2  record=true port=8000 source=pa quell device>

DNF: gezielt downgraden

Neulich bei Wine : „Es geht mal wieder nicht, aber gestern gings noch.“

In einem anderen Beitrag habe schon einmal auf Downgrades hingewiesen. Wenn man mit DNF/YUM einen Downgrade eines Paketes durchführt, geht das erstmal sehr einfach:

dnf downgrade paketname

Aber leider kann es vorkommen, daß bis auf die Basisversion eines Pakets zurück gegraded wird. Wie kommt das, wo doch lediglich eine kleine Revisionsänderung durchgeführt wurde ?

Ganz einfach: Weil das alte Paket nicht mehr im Update-Repository ist und nur noch die uralte Basisversion im Fedorahauptrepository zu finden ist.

Umgehen kann man das so, aber ein bisschen Arbeit ist es schon:

  1. Einen Webserver einrichten oder idealerweise einen bereits fertigen Webserver auf folgende URL konfigurieren :http://dnf.meinedomain.de/$basearch/$releasever/fedora-old/Was in dem Fall meint, daß das Docroot in dem Pfad rauskommt, wo die BASEARCH, also die Basisarchitektur liegt. siehe Punkt 3 als Beispiel.
  2. folgende Datei anlegen : /etc/yum.repos.d/fedora-downgrade.repo  und das reinschreiben:[fedora-old]
    name=Fedora $releasever – $basearch – OLD
    baseurl=http://dnf.meinedomain.de/$basearch/$releasever/fedora-old/
    enabled=1
    gpgcheck=0
  3. jetzt von Koji ( koji.fedoraproject.org/koji/ )  das Paket heraussuchen und die nötigen Dateien der Versionen die man gern hätte, in das Verzeichnis seines Apaches kopieren, in dem das Repo erstellt wurde. Das könnte so aussehen : /home/meinusername/repository/x86_64/23/fedora-old/
    drwxr-xr-x 3 root root     4096  6. Mär 16:09 .
    drwxr-xr-x 4 root root     4096  6. Mär 16:00 ..
    drwxr-xr-x 2 root root     4096  6. Mär 16:09 repodata
    -rw-r--r-- 1 root root    54078  6. Mär 16:07 wine-1.9.3-1.fc23.i686.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    54390  6. Mär 16:07 wine-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root   106054  6. Mär 16:07 wine-alsa-1.9.3-1.fc23.i686.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root   108178  6. Mär 16:07 wine-alsa-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root   143442  6. Mär 16:07 wine-arial-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    59662  6. Mär 16:07 wine-capi-1.9.3-1.fc23.i686.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    59874  6. Mär 16:07 wine-capi-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    74474  6. Mär 16:07 wine-cms-1.9.3-1.fc23.i686.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    75418  6. Mär 16:07 wine-cms-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root   108838  6. Mär 16:07 wine-common-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root 22652170  6. Mär 16:08 wine-core-1.9.3-1.fc23.i686.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root 22292142  6. Mär 16:08 wine-core-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root   133074  6. Mär 16:08 wine-courier-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root 38597470  6. Mär 16:08 wine-debuginfo-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root   159390  6. Mär 16:08 wine-desktop-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    84534  6. Mär 16:08 wine-filesystem-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    66710  6. Mär 16:08 wine-fixedsys-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    53654  6. Mär 16:08 wine-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root   115838  6. Mär 16:08 wine-ldap-1.9.3-1.fc23.i686.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root   117914  6. Mär 16:08 wine-ldap-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    65850  6. Mär 16:08 wine-marlett-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root  1738630  6. Mär 16:09 wine-ms-sans-serif-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    66506  6. Mär 16:09 wine-openal-1.9.3-1.fc23.i686.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    68030  6. Mär 16:09 wine-openal-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    65110  6. Mär 16:09 wine-opencl-1.9.3-1.fc23.i686.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    66114  6. Mär 16:09 wine-opencl-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    96042  6. Mär 16:09 wine-pulseaudio-1.9.3-1.fc23.i686.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    96866  6. Mär 16:09 wine-pulseaudio-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    68910  6. Mär 16:09 wine-small-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    79874  6. Mär 16:09 wine-symbol-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    54238  6. Mär 16:09 wine-systemd-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    72858  6. Mär 16:09 wine-system-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root   160394  6. Mär 16:09 wine-tahoma-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    55270  6. Mär 16:09 wine-tahoma-fonts-system-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root   150314  6. Mär 16:09 wine-times-new-roman-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    85858  6. Mär 16:09 wine-twain-1.9.3-1.fc23.i686.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    87210  6. Mär 16:09 wine-twain-1.9.3-1.fc23.x86_64.rpm
    -rw-r--r-- 1 root root    66466  6. Mär 16:09 wine-wingdings-fonts-1.9.3-1.fc23.noarch.rpm
    
  4. Nun wechselt man in das Verzeichnis und führt den Befehl „createrepo .“ aus. Damit werden die repodata-Files erzeugt, die DNF und YUM brauchen.
  5. Wenn alles geklappt hat, kann man das Repo jetzt mit DNF finden.

Ist das der Fall und man downgraded wine, ist das die nächst neueste Version zu der, die bereits installiert ist und damit downgraded dnf das erst mal im Beispiel auf 1.9.3, bevor es dann mit einem weiteren Downgrade auf die Basisversion 1.7.x geht. Wenn man jetzt mehr als eine Version von Wine in dem OLD Repo hat, kann man sich recht komfortabel von einer Version zur nächsten bewegen und muß nicht erst alles per dnf erase löschen und dann mit rpm -i *rpm die gewünschte Version installieren. Aber nicht vergessen das Paket in der /etc/dnf/dnf.conf zu deaktivieren, sonst kommt das Update abends gleich wieder drauf.

Natürlich kann man in so einem Repo auch eigene RPM’s speichern. So ein Repo ist auch ein prima Cache, wenn man viele, viele Server hat, die sich dann die neusten Versionen aus dem eigenen Cache ziehen, statt alle von Fedora. Der Traffic bliebe dann z.b. im LAN.

WLAN Störerhaftung vielleicht doch nicht vom Tisch

Wenn wir den Ausführungen von Philip und Ulf glauben dürfen, ist die Störerhaftung noch gar nicht vom Tisch, denn in dem letzte Woche beschlossenen „Vorhaben“ , das noch gar keinen Gesetzestext beinhaltet, steht eigentlich nur drin, daß private und kommerzielle Anbieter eines offenen WLANs als Provider angesehen werden sollen. Das für Anbieter dann auch die Störerhaftung als Providerprivileg entfällt, hat wohl keiner ernsthaft vor. Aber hört Euch den Podcast einfach selbst an, Ulf ist/war Richter am Landgericht Berlin (afaik).

Quelle: Lage der Nation Podcast – #10 Stoererhaftung Ceta Energiegipfel