Fedora: Pinephone hat nur noch 1 Majorproblem

Moin Linux-Phonies,

kleines Update zum Pinephone und dem Einsatz von Linux auf Telefonen.

Fedora: Pinephone hat nur noch 1 Majorproblem

Was eine Telefon mindestens können müßte, steck schon im Namen: Telefonieren. Bislang hat das Pinephone mit Fedora da leider gepatzt. In einem Anfall von Testwahn habe nach eine sehr großen Update gestern Abend einfach mal ausprobiert, wie das so mit Gnome und Phosh jetzt hinhaut.

Nach Einlegen einer Sim-Karte konnte das Telefon tatsächlich in Netz, hat eine funktionierende IP bekommen und konnte SMS empfangen und senden. Per Firefox ohne WLAN ins Internet war auch kein Problem.

Nun die Königsdisziplin: Telefonieren.

Also Calls App gestartet, Festnetznummer ausgewählt und auf anrufen geklickt. Sauschnell klingelte es auf dem Festnetz und das sage ich nicht einfach so, weil mit Skype kann sich so etwas richtig ziehen ;). Der Anruf an sich kam zustande, aber es war nichts zu hören, auf beiden Seiten.

Die Ursache im Pinephone liegt in den komischen Audiodevices im Pulseaudio. Die Eingabegeräte sind stumm und dummerweise nicht einfach stumm geschaltet, sondern echt stumm. d.b. die Kommunikation mit der Hardware funktioniert nicht sauber. Das auch das Gegenüber nicht zu hören war, hat ähnliche Ursachen. Mit Fedora Ton aus dem Pine zu bekommen, ist schon bei normalen Audio schwer, aber die interne Umschaltung der Geräte und deren Modi ist leider immer noch nicht funktional.

Da dies aber das letzte große Problem ist, und es hier tatsächlich kleine Fortschritte ( Quantumbereich ) gegeben hat, habe ich Hoffungen vor 2030 noch damit normal zu telefonieren 😉

Als kleine Randnotiz: Gnome-Shell

Nach meiner Updateaktion zeigte die Gnome-Shell ordentliche Macken, was aber nicht an einem Update von Gnome lag, sondern bei dem 267 anderen Updates zu suchen sein muß. Leider ist das so umfangreich, daß es eine Weile dauern wird, bis die Ursache gefunden ist.

 

 

Cinelerra: Videoschnitt der anderen Art

Neulich entdeckte ich in den Updatemeldungen ein mir unbekanntes Videoschnittprogramm: Cinelerra. Das die Herstellerfirma Heroine Virtual Ltd. seit 13 Jahren daran arbeitet, kann man sich beim ersten Eindruck gar nicht vorstellen 🙂

Cinelerra: Videoschnitt der anderen Art

Ich habe Cinelerra nur gestartet und war schon von Schritt 1 geschockt: Ein Medium in die Sammlung von Dateien zu laden, ist schon eher untypisch gestaltet worden 😉Falls Ihr das OK Button sucht, es ist das grüne + links 😉

Die Idee, alle Einzelteile des Schnittprogramms in eigenständigen Fenstern zu präsentieren ist bei nur einem Bildschirm ungewöhnlich, aber wenn man das auf zwei oder mehr Bildschirme überträgt, macht das eigentlich richtig viel Sinn, allerdings auch nur dann.

Schauen wir uns mal das erste Ergebnis, was übrigens auch das letzte Ergebnis ist, denn jetzt treten bereits die ersten heftigen Bugs auf 😀

Was Ihr hier nicht seht, aber passiert ist, war, daß anstatt den Film als eine Videospur + zwei Audiospuren aufzuführen, war er zweimal mit Video drin und hatte insgesamt 5 Tonspuren 😀

Das das Aspektratio in der Vorschau nicht paßt, seht Ihr natürlich dagegen selbst 😉

Die Effekte sind, sagen wir es vorsichtig, „interessant“ und … buggy 😀 Der Feuereffekt, der naja, es fehlen mir die Wort es zu beschreiben und da hört der Bericht jetzt auch auf. Es macht einfach keinen Spaß das Programm zu testen 🙁

Fazit: Lasst die Finger davon.

 

Pinephone: Updates für Mesa, Vulkan und Phosh

Kleines Update für alle Pinehpone-Fans und Pannenliebhaber 😀

Pinephone: Updates für Mesa, Vulkan und Phosh

Zunächst kann man die Mesa Pakete wieder in die normale Aktualisierung aufnehmen, die Probleme die sie verursacht haben sind vom Tisch. Das betrifft auch den Mesa-Vulkantreiber.

In die Kategorie „Wer nachschaut ist selbst schuld“ kann man auch das Phosh 0.8.0 Update einordnen. Ich habe doch glatt den Fehler gemacht und Hoffnung gehegt, daß es seit 0.6.0 besser geworden wäre. Tja.

Natürlich gab es Detailverbesserungen, aber davon merkt man nichts. Im Gegenteil, weil es diese Verbesserungen gab, kam es zu kuriosen Fehlern 🙂

Da hätten wir:

Da jetzt die TextScaling-Einstellungen der Original Gnomeshell benutzt werden, wurden alle Texte auch in Phosh größer. Das betraf allerdings nicht nur die Desktoptexte z.b. der Icons und die der Apps, sondern auch den Unlockerscreen. Was dabei rausgekommen ist, seht Ihr auf dem Bild.

Natürlich betrifft dies auch den Zahlenblock zum Entsperren 😉

Und Ihr seht hier noch die glimpfliche Variante, weil, wenn das Handy im Landscapemodus läuft und dann in den Lockscreen wechselt, könnt Ihr Euch dann denken was passiert?

Ja, der Lockscreen wechselt nicht in den Portraymodus, so das man nicht mal mehr das Handy entsperren kann, weil die dafür nötigen Flächen und Buttons nicht mehr innerhalb des Bildschirm liegen. ARGS!!!

Dabei sind das vielleicht 3 Zeilen Code extra :

int orientation = display.getOrientation();
display.setOrientation(DISPLAY_PORTRAYMODE);
lockDevice();
display.setOrientation(orientation);

Mehr ist das nicht. Schon traurig, oder?

Wohl Ihr noch ein ARGS haben?

Ihr erinnert Euch doch daran, daß ich die fehlenden DPI-Scaling Optionen im Bildschirmeinsteller moniert hatte. Das sind die „100%“ „200%“ „300%“ Voreinsteller, damit die Oberflächen lesbar werden, wenn das physikalische Display eine 3k, 4k oder 8k Auflösung hat. Unter Phosh sind die jetzt da 100% und 200%, aber, wenn man es wagt, da auf 100% zu klicken, dann verändert sich der Bildschirm doch tatsächlich entsprechend.(Bild stammt nicht vom Pinephone)

Jetzt der Knaller: Die Buttons lösen sich dann aber in Luft auf. Es gibt also keinen Weg zurück. Erst nach einem Neustart von Phosh startet es dann wieder mit den bekannten 200%.

Dafür startet aber Gnome-Tweaks nicht mehr .. aber nur unter Phosh nicht, bei Gnome gehts noch normal.

Andere Statusmeldungen zum Pinephone

Es gibt eine neue Call Version und der CallaudioDaemon wurde aktualisiert. Wenn man jetzt die Kopfhöhrer ins die Klinkenbuchse steckt, wird der Ton zwar auch im Kopfhörer abgespielt, aber auch auf dem Lautsprecher. Außerdem muß man selbst noch im Pulseaudio-Lautstärketool das Kopfhörer Device auf „laut“ stellen. Das wird nämlich gemutet und mit Volume 0 gestartet! Das ist aber nicht das schlimmste.

Macht man das, geht das Touchdisplay nicht mehr. Bugreports sind offen 🙁

Tut mir echt leid das so sagen zu müssen, aber das ist Scheiße Leute! In dem Zustand ist das keine Beta, sondern eine tiefe Alpha.

Ich habe außerdem den Verdacht, daß der Cam-Chip in dem Pinephone aus einer nachtaktiven Überwachungskamera stammt. Die Iso kann man soweit aufdrehen, daß das Pine in der Nacht brauchbare Aufnahmen machen kann, nur durchs Restlicht. Die Kamera-LED geht ja auch noch nicht unter Fedora.