CoronaChroniken: Alles beim Alten

Liebe Kasernierte,

außer einem Ende der Maskenpflicht in Thüringen Anfang Juni, gibt es leider nichts bewegendes zu berichten.

CoronaChroniken: Alles beim Alten

Daher hier nur die Updates der Woche für Euch in Bildern:

Trotz Maskenpflicht will dieser Virus einfach nicht weniger Leute anstecken, wer hätte das von den Null-Effekt-Masken auch anders erwartet. Ich fordere hiermit ein Ende der unsinnigen Community-Maskenpflicht in ganz Deutschland.

Wie die Kurve oben zu interpretieren ist, findet Ihr hier:  CoronaChroniken: Der negative Maskeneffekt

In anderen Nachrichten: „Pathologen finden schwere Lungenschäden in … Toten, die an Lungenentzündung mit/durch Covid-19 gestorben sind“. Was bitte hatten die da sonst erwartet?  Aber man kann ja schon froh sein, daß überhaupt mal wer nachschaut.

CoronaChroniken: Zahlen lügen nicht – Teil 3

Liebe Kasernierte,

heute gab es einen Pressevorfall, der schon an Fakenews grenzt. Es geht um die angebliche Übersterblichkeit in Deutschland. (Alle die wegen IT hier sind, scrollt mal runter zum nächsten Artikel)

CoronaChroniken: Zahlen lügen nicht – die Nicht-Übersterblichkeit

Die Webseite Spektrum.de des Spektrum-Verlags präsentierte jüngst folgende These: „Übersterblichkeit »vergleichsweise gering«“

Der ganze Artikel ist hier erreichbar, aber absichtlich nicht verlinkt, um die nicht auch noch zu belohnen:  https://www.spektrum.de/news/uebersterblichkeit-vergleichsweise-gering/1735480 )

Die Grundaussage ist: Es gab im April eine leichte Übersterblichkeit und im Vergleich z.B. zu Frankreich wäre das ja nur vergleichsweise gering ausgefallen.

Da sich der Artikel auf das Bundesamt für Statistik beruft, sollten wir doch mal deren Meinung im Originalbild und „Ton“ vergleichen:

(C) Bundesamt für Statistik Stand 22.5.2020

Erklärung: die rote Linie ist der Sterbeverlauf 2020, die blau gestrichelte Linie ist der Durchschnitt 2016-2019 und die grauen Linien sind die beiden letzten Jahre.

Was sehen wir da?

Das im Jahr 2018 in Kalenderwoche 10 ( KW10 ) ~7.000 Menschen mehr gestorben sind als in 2020. In 2020 sind sogar unterdurchschnittlich wenige Menschen gestorben, erkennt man daran, daß die Kurve unter dem gepunkteten Verlauf entlang zieht. In ca. KW 15 fällt der Durchschnitt dann stark ab (Ende der Grippewelle 2-3 Wochen vorher) und die Sterberate in Deutschland steigt in 2020 dagegen leicht an.

Da sind dann ca. 900 Menschen in einer ganzen Woche mehr gestorben, als im Vergleich zu letzten großen Grippewelle 2018. (Kleiner Tip: https://www.destatis.de/ besuchen, die Grafik ist interaktiv und zeigt bei jedem Punkt die nativen Zahlen direkt an.) Am Tag sind das 128 Menschen, oder 5,12% mehr als „normal“. Das sind pro Tag 0,00015418% der Bevölkerung (83Mio).

Was schreibt das Bundesamt dazu?

Um die Frage zu beantworten, ob COVID-19 zu einer Übersterblichkeit führt, beobachten wir anhand einer Sonderauswertung die vorläufigen Sterbefallzahlen in Deutschland. Im Moment sind die Zahlen bis zum 19. April 2020 darstellbar. Im März 2020 mit insgesamt mindestens 86 400 Sterbefällen ist bei einer monatsweisen Betrachtung kein auffälliger Anstieg der Sterbefallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren erkennbar. Seit der letzten Märzwoche liegen die Zahlen allerdings über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

Quelle: https://www.destatis.de

Es liegt leicht über dem Durchschnitt der letzten 3 Jahre, aber noch im Toleranzbereich der Normalkurve (95% Regel). Diese Kurven haben zwar ein relativ ähnlichen Verlauf jedes Jahr, aber das am Tag 2500 Menschen Sterben, ist natürlich auch nur wieder ein Mittelwert/Durchschnitt. Hätte es einen Flugzeugabsturz gegeben, wären an einem Tag eben auch mal deutlich mehr als 2500 gestorben, die Kurve hätte einen Ausreißer gehabt und das wärs dann auch schon gewesen. Es sterben eben doch nicht jeden Tag gleich viele Menschen.

Argumentieren wir mal wie die Gegenseite

„Die Kurve liegt über dem Durchschnitt, also hatten wir eine Übersterblichkeit“ Stimmt technisch natürlich, aber was war eigentlich in KW 8 – KW 13 los? Da lag doch unsere 2020 Kurve deutlich unter dem Durchschnitt oder? War das nicht eine Untersterblichkeit? Ja, war es, wenn man das mit zwei extrem Grippejahren vergleicht sowieso.

Fakt ist, daß aufgrund der erhöhten Vorsicht, der Mahnungen im Fernsehen, der Isolation der Risikogruppen, sprich der Angst des Individuums am „Killervirus“ zu versterben,  weniger Menschen Kontakt hatten und damit natürlich weniger Neuinfektion mit allen anderen Viren da draußen stattgefunden haben, was zu weniger Sterbefällen bei den Risikogruppen geführt hat. Da sich die Natur von uns nicht verarschen lässt, starben diese geschützten Menschen dann halt etwas später, an ihren Resterkrankungen.

Schauen wir uns mal Frankreich an, da kann man das derzeit hervorragend sehen:

(C) Euromomo.eu Woche 19

Es mag uns nicht gefallen, aber der Virus macht seinen Job und rafft gehäuft die Alten und Schwachen dahin. Die sind ab Woche 17 in Frankreich nicht nochmal gestorben, ergo sterben jetzt weniger als „Normal“. Auf Frankreich bezogen sogar „deutlich“ weniger als normal wäre.

Die Auflösung ist ganz einfach:

Der Virus hat die Sterberaten von Menschen in Frankreich, die ohne den Virusinfekt nicht gleich gestorben wären, im Datum nach vorn verlegt. Wir in Deutschland haben das Sterbedatum von Menschen durch die Isolation für viele Menschen nach hinten verlegt. Als Folge werden wir im ganzen Jahr eine leichte Erhöhung des Sterbeschnitts sehen, bis alle die verstorben sind, die bereits an der Viruswelle hätten versterben sollen.

Können wir jetzt bitte endlich zurück zum Alltag übergehen, dieser Virus ist in seiner Auswirkung auf die Gesellschaft nicht anders als andere Viren auch. Er mag ja andere schwere Verläufe hervorrufen als bislang bekannte Viren, aber ansonsten ist an dem Virus nichts besonderes, außer wir machen was besonderes daraus.

 

CoronaChroniken: Schulen sind keine „Todeslager“

Lieber Kasernierte,

eigentlich wollte ich heute nichts zu Corona posten, nachdem gestern der Nichteffekt der Masken publiziert wurde. Allerdings traf diese Schlagzeile einen Nerv:

Schlagzeile eines Newsportals: Todeslager für KinderCoronaChroniken: Schulen sind keine „Todeslager“

Schulen sind natürlich keine Todeslager für Kinder, aber was war da genau passiert?

Kurze Zusammenfassung:

England – Bei einer fünfjährigen wurde eine Covid-19-Infektion festgestellt und auskuriert. Nach 6 Wochen entwickelte das Kind das Kawaski-Syndrom. Der Artikel gibt eine Überlebenschance von 20% an. Die Eltern „warnen“ jetzt davor, daß Schulen „Todeslager für Kinder“ wären.

So sehr ich die Eltern verstehen kann, die Angst um Ihr Kind haben, aber das ist komplett übertriebene Panikmache vom feinsten. Das Kind hatte den Covid-19 Infekt gut überstanden und sich, vielleicht sogar ausgelöst durch den Covid-19-Virus, das Kawasaki-Syndrom eingehandelt.

Jetzt muß man über Kawasaki wissen, daß es eine sehr seltene Erkrankung bei Kindern ist, man sprach bislang von 9 Fällen auf 100.000 Kinder pro Jahr in Deutschland. Covid-19 scheint das vermehrt auszulösen, es kann aber auch jeder andere Virus sein. Die Ursachen für Kawasaki werden in einem nicht ausgereiften Immunsystem vermutet.

Nur 2-6 von 100 behandelten Kindern, also weniger als ein Kind auf 100.000 Kinder, entwickelt ein Aneurysma, bei dem die Gefahr besteht, daß es platzt und der Patient verstirbt. Aufgrund dieser geringen Rate an schweren Verläufen ist es definitiv falsch von einer Schule als „Todesfalle für Kinder“  zu sprechen. Medien, die das auch noch so propagieren, handeln verantwortungslos.

Wo wir bei „verantwortungslos“ los sind…

Alle EU Länder sind auf dem Weg zur oder schon über die Sterbenormalitätsrate hinaus, bis auf Großbritanien:

Die Grafik stammt mal wieder von EuroMOMO.eu

Was die da auf der Insel machen, scheint alles in den Schatten zu stellen, was man bei Gesundheitssystemen sonst so falsch machen kann. Selbst Italien ist bei der Normalität angelangt und die Franzosen performen quasi unter dem Normal, d.b. da sterben gerade weniger Menschen als sonst üblich:

Es handelt sich bei den Grafiken um die Darstellung zur 19. Woche, also brandaktuell und auch wieder von EuroMOMO.eu .

Wenn man so sieht, wie sich die anderen betroffenen Länder schlagen, muß man sich wirklich fragen, was genau machen die Briten da falsch? Genau wie immer noch nicht klar ist, was die da in Bergamo so besonderes hatten, als alle anderen.