Krita 3.0 auch für Fedora

Das neu erschienene Grafikertool Krita 3.0 ist auch für Fedora Linux erhältlich. Krita ist ein Grafikmanipulations- und Malprogramm, das wohl wie Photoshop sein möchte, aber in der Bedienung gibt es noch einige Kleinigkeiten zu überwinden. Natürlich wurde es in der 2.9er und der 3.0 Version kurz angetestet.

Krita 3.0

Krita 3.0

 

Als erstes fällt der schwarze Grundtheme auf, der wenig einladend daherkommt. Nachdem man rausgefunden hat, daß man Texte die man als neuen Layer einfügt, danach nochmal doppelt klicken muß um den Text zu ändern, statt wie von „anderen“ Tools gewohnt mit dem „T“ Tool direkt den Text an die Stelle zu schreiben, wo man hin geklickt hat, funktioniert es an sich ok.

Ein bisschen mit Farbverläufen und Zauberstab gespielt, könnte man mit dem Tool adhoc bereits arbeiten, wären da nicht die bösen Fallen, z.b. CTRL+A für alles selektieren, was nicht geht, weil doppelt belegt !?!?! Kommt leider nur ein Hinweis und das man den Shortcut doch ändern sollte.

Frage: Wie kann man so einen Standart-Shortcut im Default bereits doppelt belegen, also unbrauchbar machen ?

Speichern kann Krita übrigens sogar im Photoshop PSD Dateiformat, was mich gleich mal dazu veranlaßt hat, eine PSD Datei zu laden und ja, es funktioniert, sogar mit multiblen Ebenen im File. Für das hauseigene Format gibt es auch Gnomeerweiterungen die das verarbeiten können, damit es in Vorschauen sichtbar ist. Diese stammen aber noch von der 2.9er Version, welche als caligra-krita im normalen Fedora Repo vorhanden ist.

Ob es meine Wacoms unterstützt werden wir sehen, die Windowsversion soll es können und da Fedora Wacom auch direkt unterstützt, sollte das auch gehen. Selbst Photoshop Elements per WINE konnte vom Wacom korrekt angesprochen und genutzt werden.

Kleines Update: Wacoms Bamboo Touch Tablet wird 1a unterstützt.

Kurzes Fazit: Da ist noch Luft nach oben, aber, es ist deutlich einfacher zu bedienen als GIMP, wenn man es das erstemal auf hat. Ich überlege, ob ich behalten soll 😀

Wer die neue Version für Fedora installieren will, der geht so vor:

  1. „https://copr.fedorainfracloud.org/coprs/g/kdesig/krita-next/repo/fedora-23/group_kdesig-krita-next-fedora-23.repo“ runterladen
  2. Das File ohne @ im Namen als Root nach /etc/yum.repos.d/ verschieben
  3. dnfinstallkrita
  4. und alle Fragen mit Ja beantworten, weil der Key für das Repo ist rpm derzeit unbekannt und muß bestätigt werden.Danach bekommt man Krita dann auch automatisch aktualisiert. Mit 164 MB ist es noch erträglich „groß“.

Projektseite: https://krita.org/item/krita-3-0-released/

UPNP Browser für Fedora

Wer schon immer mal wissen wollte, was seine Fritz!Box so via Universal Plug&Play (UPnP) zur Verfügung stellt, der sollte sich mal die gupnp-tools installieren ( dnf install gupnp-tools -y ) .
Je  nachdem was im Netz mit UPnP so los ist, ist der Baum größer oder kleiner:
Beispiel einer Fritz!Box

Beispiel einer Fritz!Box

Was macht man jetzt damit ?
Wie man im Beispiel unten rechts sehen kann, kann man mit dem UPnP u.a. Daten der (hier) Fritz!Box abfragen bspw. die externe IP Adresse. Gedacht ist das Tool zum Debuggen für Entwickler von Programmen die UPnP nutzen wollen.
Kleiner Kritikpunkt: falsche Desktopfiles
Fedora bietet das Paket zwar im Hauptrepository an, weigert sich allerdings, selbst simpleste Fehler zu fixen. Der „Fehler“ besteht in dem Fall darin, daß für Gnome drei Desktopfiles unter /usr/share/applications/ angelegt werden, die dreimal das gleiche Tool aufrufen, aber ohne andere Funktionen zu bieten.  Darauf angesprochen, lehnt Fedora den Verbesserungsvorschlag ab. Da ich ihn aber für berechtigt halte, könnt Ihr den „Workaround“ hier nachlesen:

cd /usr/share/applications
rm -f gupnp-av-cp.desktop gupnp-network-light.desktop

Die verbleibende Datei gupnp-universal-cp.desktop könnte man dann noch so ändern, daß  der Name des Menüeintrags verbessert wird und daß es in eine andere Kategorie einsortiert wird, denn „Entwicklung“ ist das eigentlich nicht. Hier meine Anpassungen :
Name[de]=UPnP Strukturbrowser
Categories=GNOME;System;Network;

Bash: watch als Prozessüberwacher mißbrauchen

Oftmals hat man das Problem, daß Daemons unter Linux abstürzen und es keinen Masterprozess gibt, der sowas überwacht und neustartet.

Die Daemontools von DJB hatten da eigens so ein Überwachungsprogramm, aber im Prinzip ist so ein Tool nichts anders als eine Endlosschleife, die einfach nur den gestorbenen Prozess neustartet:

for(…) { run(„serverdaemon“); }

Anstatt jetzt jedesmal so ein Loopprogramm zuschreiben, wäre ja etwas universelles gut, oder ? 🙂

Einfach watch benutzen : watch -n 0,1 „… bashzeile zum starten…“

Das könnte dann so aussehen :

#!/bin/bash

watch -n 0,1 „/usr/bin/meinserverdaemon profile.one -s targetmode -p 887“

Leider kann man ja init.d und systemctl Starts nicht in eine Schleife legen, da diese Prozesse die eigentlich zu startenden Programme absplitten.

Zum Stoppen muß man nun allerdings erst das Watch und dann den Serverdaemon stoppen, sonst hat man mit Zitronen gehandelt.