Apache – .htaccess: No comments are allowed here

Schock in der Morgenstunde. Apache Produktionswebserver ausgefallen.

„No comments are allowed here“

Was zunächst nach einer Anpassung an die EU Datenschutz Grundverordnung klingt, ist ein harter Apachefehler, der seit 2.4.33-4 auftritt. Zum Glück ist das ein echt seltener Fehler, der durch eine Änderung des Configparsers des Webservers ausgelöst wird.

Von so einen Kommentar in einer .htaccess wird es ausgelöst :

### Hijackenden Proxys sperren ###
order deny,allow
deny from 1.1.2.4 #Webseite klaut Inhalte
### Ende Hijackenden Proxys sperren ###

und so müßte das korrekt aussehen:

### Hijackenden Proxys sperren ### 
order deny,allow 
#Webseite klaut Inhalte
deny from 1.1.2.4  
### Ende Hijackenden Proxys sperren ###

Also wenn Euch seit neustem ein 500er Fehler Eurer Webseite entgegenblickt, dann denkt an diesen Beitrag 😉

Alle Apacheprozesse gleichzeitig stracen

Der Apache Webserver kommt ja mit mehreren Methoden daher, wie er effektiv möglichst viele Anfragen gleichzeitig beantworten kann. Die alte Prefork-Methode, die nicht mit HTTP2 kompatibel ist, startet dazu einen Prozess mit wenigen Kindern und splittet neue Prozesse ab, sobald eine Anfrage reinkommt.

Ein einfaches strace -f -p [pidvonerstemhttpd] reicht völlig aus um alle Zugriffe auf den Apachen zu tracen.

Das Event-Modell

Im Eventmodell , das für HTTP2 nötig ist, klappt das nicht mehr ganz so leicht. Hier müssen tatsächlich alle laufenden Prozesse gleichzeitig getraced werden, was in dem Beispiel hier:

├─httpd─┬─httpd(apache)
│ └─4*[httpd(apache)───63*[{httpd}]]

schon sehr,sehr viel Tipparbeit wäre ( > 240 pids) . Natürlich kann man das vereinfachen, indem man ein paar kleine Shellanweisungen nutzt:

strace -f -p `pidof httpd | sed -e "s/ /,/g"`

pidof als Befehl gibt uns leerzeichensepariert alle Prozessids zurück, die zum Httpd gehören. Leider kann strace die so nicht verarbeiten, also müssen wir die Ausgabe in kommasepariert umwandeln, dies macht der SED – Befehl. Die Backticks führen die Befehlsanweisung vor dem Aufruf von strace aus, so daß das Ergebnis direkt als Argument benutzt werden kann.