Fedora 32 RC geht Online

Hallo Fedora Fans,

die Fedora 32 Version ist auf dem Weg in den stabilen Zustand. Am 28.4. geht der RC 1 live und kann ausprobiert werden.

The Fedora 32 Final RC1.6 compose [1] is GO and will be shipped live on Tuesday, 28 April 2020.

For more information please check the Go/No-Go meeting minutes [2] or logs [3].

Thank you to everyone who has worked on this release and getting it out on time.

[1] https://dl.fedoraproject.org/pub/alt/stage/32_RC-1.6/

Ein RC (Release Candidate) ist eine Vorabversion, quasi ein offener Betatest. Wnen es keine negativen Rückmeldungen aus dem Feld gibt, dann wird daraus die tatsächliche Stable Version.

Die kleine Zicke von Nebenan

Ihr habt doch noch Coronapause, da wird Euch dieser kleine Bericht aus der HP Plotterwelt bestimmt gelegen kommen 🙂

Die kleine Zicke von Nebenan

Gestern zog im Raum nebenan ein neuer HP Plotter T830 MFP ein. Nachdem man sich begrüßt hatte, sprach der Hauseigentümer: „Das Gerät sollte sich eigentlich leicht installieren lassen, ist doch von HP.“ sprachs und verschwand um die Ecke. Nun, „Konfigurieren“ war tatsächlich am Gerät möglich und daher bekam der HP die gleiche IP wie der alte Plotter.

Damit wäre die Sache technisch eigentlich erledigt, denn die Plotter sind befehlskompatibel; „Plotten“ hätte also funktionieren müssen und tatsächlich tat es das auch. „Na HP, dann lass uns doch dem Druckerserver mal erklären, daß Du einen anderen Plotter bist.“. Das hätte man den Drucker lieber mal nicht androhen sollen 🙂

Zwei, Drei Sachen noch erledigt und schon konnte man sich auf dem Druckerserver einloggen und das CUPS Interface aufrufen. Suchen wir doch mal nach dem neuen Drucker… waiting… da meinte CUPS: „Keinen neuen Drucker gefunden.“ .. „Kann doch nicht sein, der wurde doch von dem Testpc gefunden.“  … Hmm, vielleicht sucht er ja nicht auf Geräte-IPs die er schon kennt, also alten Drucker gelöscht. „Such CUPS! SUCH!“ … waiting… CUPS: „Kein neuer Drucker gefunden!“  .. nochmal!  „Nein heißt NEIN!“ …. ?????

… versuchen wir doch mal HPLIP

„Hmm.. als CUPS findet den nicht… versuchen wir mal das HP eigene HPLIP System“ … kurz installiert:

dnf -y install hplip hplib-gui

und „hp-setup“ gestartet.. Da wählt man dann „im Netzwerk suchen“ aus und schon … „N.Ö.P.E.!“ … auch das Tool findet den Drucker nicht. Das kann doch nicht sein! Oder doch? Plotter vielleicht gestorben? Netzwerk tod?

„OK Plotter… HARD RESET“

Ein „Strom aus“ später … „… und so startete der Plotter neu… und der Admin fand im TCPDUMP auch jede Menge HP Drucker Kommunikation, die vorher nicht da war 😀 Einen NMAP Scan später, meinte die tote IP vom Plotter plötzlich jede Menge Dienste anbieten zu müssen.  „OH“ sagte der Admin und lies „hp-setup“ nochmal suchen! … „NÖPE! KEINE HP DRUCKER IM NETZ!“.

„WTF!“ .. und was jetzt kommt, kann ich nur rational wiedergeben, sonst stirbt wer: Die lustige HP Software kontaktiert den Drucker nicht mal auf den richtigen Ports, selbst wenn man die exakte IP angibt und das Protokoll auswählt. Es schlägt knallhart vor, daß die Firewall wohl Schuld sei, welche testweise aus war (nur um ganz sicher zu gehen).

„OK.. lass doch jetzt wo der Drucker wieder lebt, CUPS mal nachsehen“ gedacht, getan und oh Wunder! CUPS findet den Drucker … einmal… zweimal … dreimal!  Vermutlich für jeden der angebotenen Dienste ist da vermutlich ein Treffer vorhanden.

„Besser drei Treffer als Null!“

Ok, Plotter eingerichtet, Testseite gedruckt…. GEHT!  Statt aus dem Papierfach A3 zu drucken, plöttelte der Plotter das brav von der großen Rolle ( A0 ), obwohl das anders eingestellt ist. Da experimentieren wir noch ein bisschen.

Den Grund für das Such-Fiasko wird man vermutlich im Energiesparmodus finden, der sich nämlich nicht ausstellen läßt und einen 15 Minuten Timeout eingestellt hatte. Das werden wir morgen nochmal testen.

Merke

Wenn Du einen Drucker von HP nimmst, löscht die HP Druckersoftware!

Linux: grep Magie

Geht es Euch auch so auf den Senkel, das, wenn man grep benutzt um in minifizierten Dateien etwas zu suchen, die ganze Datei ausgegeben wird, weil grep als Ergebnis die ganze (eine) Zeile ausgibt?

Ich präsentiere: Das Ende vom Minifizierungsergebnis

Für alle Linux Neulinge, mit grep kann man Dateien, meistens Text, aber nicht notwendigerweise, nach Suchbegriffen durchsuchen. Beispiel:

# grep ErrorLog /etc/httpd/sites/vhosts
ErrorLog logs/error_log
ErrorLog logs/error_log
ErrorLog logs/error_log
ErrorLog logs/error_log
#

Man sieht, das in der Datei vhosts 4x der Begriff ErrorLog in vier verschiedenen Zeilen vorkommt. So weit, so gut.

Was aber, wenn es nur eine einzige Zeile in dem zu durchsuchenden Textblock/Datei gibt?

Damit Ihr das nachvollziehen könnt, hier eine kurze Anweisung:

# wget „https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.10.2/jquery.min.js“
–2020-04-14 22:57:08– https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.10.2/jquery.min.js
Auflösen des Hostnamens ajax.googleapis.com (ajax.googleapis.com)… 2a00:1450:4007:811::200a, 216.58.204.138
Verbindungsaufbau zu ajax.googleapis.com (ajax.googleapis.com)|2a00:1450:4007:811::200a|:443 … verbunden.
HTTP-Anforderung gesendet, auf Antwort wird gewartet … 200 OK
Länge: nicht spezifiziert [text/javascript]
Wird in »jquery.min.js« gespeichert.

jquery.min.js [ <=> ] 90,92K –.-KB/s in 0,07s

2020-04-14 22:57:08 (1,33 MB/s) – »jquery.min.js« gespeichert [93100]

Das Ergebnis des obigen Befehls ist eine Datei in Eurem Verzeichnis, die „jquery.min.js“ heißt. Schaut Sie Euch mit einem Texteditor an und Ihr werdet sofort verstehen um was es geht.

Suchen wir darin etwas, sagen wir das Wort „function“, was in einer Javascriptdatei häufig vorkommen sollte, erhalten wir lediglich die Zahl „3“ als Ausgabe:

# grep -c function jquery.min.js
3
#

Das liegt daran, daß es in der ganzen Datei nur 3 „Zeilen“ gibt, in denen das Wort vorkommt. Bisschen wenig für JQuery, dem Javascriptframework oder? Schauen wir mal:

# grep function jquery.min.js

Wie man sehen kann, kommt das Wort „function“ da deutlich mehr als dreimal vor und es wird einem praktisch die gesamte Datei ausgegeben, statt nur anzuzeigen, was um den Suchbegriff drumrum ist, wie das bei einer zeilenbasierten Formatierung ( siehe erstes Beispiel ) der Fall wäre. Mit anderen Worten: Je nachdem wie groß die minifizierte Datei ist die man durchsucht, desto mehr völlig unnötigen Zeichensalat bekommt man als Ergebnis, was einem nicht weiterhilft.

Bis jetzt!

Jetzt sagen wir mal grep, daß es nur die Zeichen um das Suchergebnis herum ausgeben soll:

# N=10; grep -roP „.{0,$N}function.{0,$N}“ jquery.min.js
(function(e,t){var
=f.trim,x=function(e,t){retu
-z])/gi,H=function(e,t){retu
Case()},q=function(e){(a.add
ady())},_=function(){a.addEv
or:x,init:function(e,n,r){va
0,toArray:function(){return
his)},get:function(e){return

und siehe da, es werden viel, viele, sehr viele Treffer vom Wort „function“ ausgegeben, jede mit „Kontext“ darum.

Das funktioniert so

„N=10;“ setzt vor dem grep Befehl die Variable N auf 10, was am Ende meint „+- N Zeichen um den Suchbegriff“
„grep -roP“ sucht (-r) rekursiv, (-o) zeige nur den Suchbegriff an und (-P) benutze Reguläre-Suchausdrücke von Perl.
„.{0,$N}function.{0,$N}“  meint jetzt: 0-Nx beliebige Zeichen + „function“ + 0-Nx beliebige Zeichen

Also bekommen wir die obige Ausgabe, weil neben dem was wir suchen vorn und hinten noch maximal 10 beliebige Zeichen zum Suchbegriff zählen. Wer dem jetzt nicht folgen kann, aber interessiert ist, sollte nach „Reguläre Ausdrücke“ googeln und eifrig studieren. Reguläre Ausdrücke, auch Regex genannt, sind eine mächtige Sprache zur Musterformulierung.

Damit können wir jetzt beliebige minifizierte Dateien nach sinnvollem Kram durchsuchen, ohne unsinnig viel Müll zu bekommen.