Der erste Beitrag nach der DSGVO ist ausnahmsweise mal ein Videobeitrag, den ich eigentlich für YouTube gemacht hatte, aber da Google viel zu viel über seine Nutzer wissen will, kommt Ihr jetzt exklusive in den Genuß meiner Stimme 😀
Der (IT) Blog aus Braunschweig
Der erste Beitrag nach der DSGVO ist ausnahmsweise mal ein Videobeitrag, den ich eigentlich für YouTube gemacht hatte, aber da Google viel zu viel über seine Nutzer wissen will, kommt Ihr jetzt exklusive in den Genuß meiner Stimme 😀
Was bekommt man, wenn man von einer tollen Sicherheitslücke liest, ein lustiges Bild sieht und einen Bug im Grafikprogramm meldet ?
Na ist doch klar, nur Platz #3 in der Reihenfolge der Websites, die über die Schwachstelle berichten 😀
Deswegen auch jetzt nur die Kurzfassung: Außer der EFF und dem ForscherSebastian Schinzelaus Münster, weiß noch keiner, was die gefunden haben. Sie empfehlen aber trotzdem die Plugins für Thinderbird & Co. zu entfernen.
Ich vermute, daß man eine Email bauen kann, die den Plugins Kryptoanweisungen unterjubelt, welche die Ausführen und an den Absender zurück schicken. Ansonsten müßte man ja nicht davor warnen, daß die installiert sind. Vor GPG/PGP an sich, wird ja nicht gewarnt, nur davor die Plugins zu benutzen. Die Autoren müssen auch alles Code aus der gleichen Quelle geklaut haben, weil sonst nicht AppleMail, Outlook und Thunderbird gleichermaßen betroffen wären.
Aber bislang ist das reine Spekulation. Warten wir auf mehr…
Upates: (12:08)
Und da haben wir auch schon den ersten Collateralschaden:
http://www.tagesschau.de/inland/e-mail-verschluesselung-101.html
Die Tageschauredakteure haben die Meldung komplett auf Links gedreht und verbreiten grade, daß die Verschlüsselung gekackt wurde. Leider VERKACKT Leute 😀 Nicht die Verschlüsselung wurde geknackt, sondern die Plugins sind ausnutzbar um auf die verschlüsselten Emails zuzugreifen. Das genau sollen die zwar können, aber nicht, wie ich annehme, fremdbestimmt 😉
Wahrheit: 0 Collateral: 1
Upates: (14:04)
Die Katze ist aus dem Sack. Die Plugins in den Emailprogrammen dekodieren eingebettete Ciphertexte in HTML Emails und leiten die dekodierten Inhalte via HTML Bildlink zu einem eigenen Server aus.
War ja klar, daß die Krypto nicht das Problem sein konnte.
Voraussetzung für so einen Angriff ist aber, daß der Angreifer den verschlüsselten Text einer an das Opfer gesendeten Email hat. Alles-Überwacher wie die NSA haben sowas natürlich auf Lager liegen.
… und so gings weiter …. EFail: Die Katze ist aus dem Sack
Ich dachte bislang eigentlich, daß Wayland drin ist, wenn nicht X11 draufsteht. Aber wie erkennt man das eigentlich?
Indem man das hier eingibt :
[marius@eve ~]$ echo $WAYLAND_DISPLAY
Wie man sieht kommt da nichts. Wenn Wayland im Spiel wäre, müßte da laut Redhat’s AdminGuide für Fedora ( den gibts wirklich ) „wayland-0“ rauskommen.
Das verifizieren wir jetzt mal, in dem wir unsere Loginsession ansehen und befragen :
[marius@eve ~]$ loginctl SESSION UID USER SEAT TTY c2 42 gdm seat0 /dev/tty1 3 1000 marius seat0 /dev/tty2 2 sessions listed.
Ich habs mal aufgehübscht. Die 3 ist, was wir suchen, nämlich unsere SessionID. Mit der können wir das LoginControl lustige Sachen fragen:
[marius@eve ~]$ loginctl show-session 3 -p Type
Type=x11
Und das ist die Bestätigung, daß wir X11 fahren. Jetzt bin ich mal auf Redhats Antwort im Bugtracker gespannt, wie sie das erklären, wo doch Fedora auf Wayland umgestellt wurde und es im Sessionlogincontext auch EXTRA eine Auflistung der Desktopsessions gibt, die mit X11 laufen, was ja impliziert, daß die anderen es nicht tun ( so eine habe ich grade laufen).
Und so sieht die ganze Sessioninfo aus :
[marius@eve ~]$ loginctl show-session 3
Id=3
User=1000
Name=marius
Timestamp=Fri 2018-05-04 09:29:20 CEST
TimestampMonotonic=546595417
VTNr=2
Seat=seat0
TTY=/dev/tty2
Remote=no
Service=gdm-password
Scope=session-3.scope
Leader=7718
Audit=3
Type=x11
Class=user
Active=yes
State=active
IdleHint=no
IdleSinceHint=0
IdleSinceHintMonotonic=0
LockedHint=no
Die interessanten habe ich eingedickt. Bis auf wenige Ausnahmen ( Sessionid ) dachte ich mir schon, daß ich ein User bin 😀