Firefox: ungepatchte 17 Jahre alte Sicherheitslücke

Wie uns die TheHackerNews heute mitteilen, gibt es im Firefox eine ungepatche Sicherheitslücke, die streng genommen, seit 17 Jahren im Firefox schlummert.

Same-Origin-Policy versagt

Die Same-Origin-Policy versagt bei Zugriffen auf „file://“ URLs. Was andere Browser schon vor Jahren behoben haben, ist für die Firefox Entwickler nicht wichtig, da es bislang keinen Exploit dafür gab. Das hat sich geändert:

Was wir hier sehen, wenn das Bild denn scharf wird (runterladen per youtube-dl hilft dabei), ist folgendes:

Eine Email mit einem HTML Attachment wird in einem Webmail geöffnet.
Die HTML Datei wird von Firefox abgespeichert, wie man sieht im HOME des Users!
Die HTML Datei wird mit Firefox über file://…  geöffnet und ..
präsentiert uns den Inhalt des Verzeichnisses.

Die HTML Seite enthält Javascriptcode, der über die File und Fetch Api vom Browser das Verzeichnis und die Dateien ausliest und dann mit AJAX die Daten exfiltriert.

Ein Patch dafür ist nicht in Arbeit, da Mozilla die Lücke nicht als solche anerkennt. Mal sehen ob sich das jetzt ändert 😉

Quelle: https://thehackernews.com/2019/07/firefox-same-origin-policy-hacking.html

Wie man bei Jitsi verpasste SIP Anrufe sieht

Wenn man Jitsi mit Sipgate zusammen laufen hat, kann es vorkommen, daß man in der GUI nicht erkennen kann, wer denn da nun angerufen hat. Das liegt wohl an Sipgate und deren defekten From:-headern.

So könnt Ihr trotzdem an die Nummer kommen:

# strings .jitsi/log/jitsi0.pcap |grep From: |sed -e „s/tag=.*$//g“ | sort -u
From: „Deine Anschlussnummer“ <sip:Anrufernummer@sipgate.de>;

Wenn man das macht, kommen noch andere Nummern zum Vorschein, aber das sind i.d.R. nur interne SIP Nachrichten oder auch Chaos im Protokoll. Wer das so designed hat, mochte auch „Das Auge der Pyramide„, ein Buch, daß man nur unter Drogeneinfluss lesen sollte. ( Es macht sonst eher einen verwirrten Eindruck. )

Fedora 31: keine i686 Kernels mehr?

Die Schlacht um i686 geht in die nächste Runde, kaum das Ubuntu zurück gerudert hat bzw. sich da noch windet, schlagen die ersten bei Fedora in die gleiche Kerbe: Keine i686 Kernels mehr.

Keine i686er Kernels mehr für Fedora 31+

Ben Cotton hat dazu geschrieben:

On Fri, 21 Jun 2019 at 14:15, Ben Cotton <bcotton@redhat.com> wrote:

https://fedoraproject.org/wiki/Changes/Stop_Building_i686_Kernels

== Summary ==
Stop building i686 kernels, reduce the i686 package to a kernel-headers package that can be used to build 32bit versions of everything else.

Anders als bei Ubuntu sollen alle Supportpakete weiterhin gebaut werden, so daß Wine keine Probleme machen würde, man könnte halt nur keine 32Bit Systeme mehr mit einem neuen Kernel booten und dann in Folge irgendwann gar nicht mehr, weil der Kernel zu dem ganzen Boot/Init des Systems ja in nicht unerheblichen Teilen beiträgt.

Früher oder später war der Schritt ja zu erwarten. Das wenigsten die 32Bit RPMs weiterhin gebaut werden, damit 32 Bit Anwendungen auch unter 64 Bit  funktionieren, ist ein Lichtblick, außer für Besitzer von 32 Bit Systemen.
Ein Wine ohne 32 Bit wäre für viele User ein absolutes No-Go, weil zig alte Windowsgames auf 32 Bit laufen!