F5 Firewalls ?

Wer täglich die Warnung des Cert liest, wird die Firma F5 mit Ihren Firewalllösungen kennen, ob wir Sie mögen sollten, ist eine andere Sache. Jedenfalls sind die in letzter Zeit Dauergäste in den Emails des Cert.

Heute konnte ich in einer Meldung zu einem lokalen Kernelprivilegienescalation Problem folgendes lesen:

Version 1 (2015-04-30 14:38)
Neues Advisory
Version 2 (2015-05-04 11:00)
Für die Distributionen Fedora 20, 21 und 22 stehen Sicherheitsupdates zur Behebung der Schwachstelle bereit. Die Updates für Fedora 20 und 21 befinden sich im Status ‚testing‘, das Update für Fedora 22 im Status ’stable‘.
Version 3 (2015-05-06 09:32)
Canonical stellt für die Distributionen Ubuntu 12.04 LTS inkl. Trusty HWE, Ubuntu 14.04 LTS inkl. Utopic HWE, Ubuntu 14.10 und Ubuntu (vivid) Sicherheitsupdates zur Behebung der Schwachstelle bereit.
Version 4 (2016-02-01 10:49)
F5 Networks informiert über die betroffenen Produkte und Versionen. Unter anderem ist BIG-IP Protocol Security Module (PSM) in den Versionen 10.1.0 – 10.2.4 und 11.0.0 – 11.4.1 verwundbar. Um Angriffe zu vermeiden, sollten nur vertrauenswürdige Administratoren Zugang zu der erweiterten Shell haben. Im Appliance-Modus kann die Schwachstelle nicht ausgenutzt werden, da Benutzer in diesem Modus keinen Zugriff auf die erweiterte Shell haben.
Quelle:
DFN-CERT Services GmbH

Da ich natürlich zuerst lese, um was es geht und welche Plattform betroffen ist, fiel mit nicht sofort auf, daß es sich um Kernel 4.0.1 handelte, da entgegen sonst üblichen Emails der Kernel gar nicht genannt wurde. (Das DNF Cert schickt manchmal Emailteaser für Ihr Webangebot rum, für den Fall egal.)

Wenn man nun genauer hinschaut, muß man schon etwas stutzen, da Version 1 der Meldung vom 30.4. 2015 ist und erst heute, am 1.2.2016 F5 merkt, daß sie auch betroffen sind. Von einer Firma aus dem Securitybereich, erwarte ich mir mehr, wenn jede Linuxdesktopdistribution schneller ist, als meine Firewalllösung.

Vielleicht mag der eine oder andere ja mal einen Kommentar dazu abgeben.

Wie schnell sollte eine Unternehmensfirewall reagieren ?

Was ist das maximal Grenze, die noch akzeptabel ist, klar sofort die Norm sein sollte.

und der Datenschutz bleibt wieder auf der Strecke

Wenn man diversen Presseveröffentlichungen glauben schenken darf, wird jetzt die nächste Big Data Anwendung gesetzlich verankert. Autonomes Autofahren erfordert, daß Autos sich gegenseitig erkennen und genau wie Menschen, sich an Regel und Absprachen halten.

Das an sich wäre noch kein Problem, wenn die Autokonzerne nicht gleich alles, was so ein Auto an Daten zu bieten hätte, haben wollten:

Wann, wo, wie ist der Wagen gefahren?
Gab es auf der Strecke Probleme ? Wie war das Wetter ?
usw.

Das sich damit Bewegungsprofile erstellen lassen, wird in der ganzen Diskussion weggeredet, schliesslich würde man das nur pseudorandomisiert erlauben. Damit gibt es natürlich jetzt zwei Schwachpunkte, „Pseudo“ meint „nicht echt“, eine Pseudorandomisierung ist eben kein Zufall. Dazu kommt, daß dies niemand überwachen wird und selbst wenn, wir sehen ja grade am Safe Harbor Abkommen, daß es dann doch mal wieder scheissegal ist, hauptsache man kann damit Geld verdienen und Geld verdeinen mit unseren Daten, daß wollen die Großkonzerne alle.

Wenn die Daten dann erstmal da sind, wird irgendein Politiker mit fragwürdiger Loyalität todsicher fordern, daß man ja darüber dann auch gleich die Maut eintreiben kann, schliesslich hätte dies Vorteile, weil als „Kunde“ dann KMgenau abgerechnet wird. Und was jetzt mit den Mautbrückendaten schon alles so getrieben wird, ist ja hinlänglich bekannt.

Kurzum.. die gute alte Alufolie wird dann auch im Motorblock notwendig werden, weil was man nicht rausfunken kann, das kann ein anderer auch nicht auswerten.Wie bei der Vorratsdatenspeicherung auch, liegt es wieder an jedem einzelnen sich zu schützen.

EVE Resourcecache aufräumen

Nach einem halben jahr Ressourcecaching von EVE kommt auf einiges an GB, die man nicht auf seiner Platte braucht. Um das los zu werden, muß man in das EVE installationsverzeichnis wechseln und „rescache.exe purge“ eingeben.  Bei mir hatte das 25 GB befreit.