Systemd: wie man Journals sicher verkleinert

Privat wird man das Problem eher seltener anfinden, aber wenn man eine Linux Serverfarm betreibt, kommt es häufiger vor, daß Server wenig Platz auf den Platten melden. I.d.R. passiert das unabsichtlich, weil irgendwelche Logfiles oder selbstgebauten Sicherungssysteme der Kunden jeden Tag Daten auf die Platte kippen, welche die Kunden schon lange vergessen haben.

Bei der Suche nach Platz benutzt man auf einem Server eher selten Baobab, dafür meistens „du -sh /*|grep G“ .

Irgendwann bei der Suche, stolpert man über die großen Mengen Speicherplatz die in /var/log verwendet werden und hier ist i.d.R. der Syslogd der Platzkiller. Nun will man natürlich auch ältere Logs haben, damit darin nach Fehlern suchen kann. Insofern ist es ok, wenn die Logs etwas größer sind. Damit man aber schnell mal 2 GB Platz auf der Platte für andere Sachen gewinnt, kann man z.b. folgende Befehle benutzen:

journalctl --vacuum-time=10d
journalctl --vacuum-size=1G

Der erste Befehl löscht alle Logs, die älter als 10 Tage sind. Der zweite Befehl löscht alles weg, was mehr als 1 GB belegt. Ein 1 GB Log sollte für alle jüngeren Problemfälle reichen.

Jetzt könnte man die Größe des Logfiles in der Systemd Konfiguration dauerhaft hinterlegen, oder man nutzt den freien Platz nur temporär. Wenn man sich für letzteres entscheidet, darf man das Problem nicht auf die Lange Bank schieben, sondern sollte schnellstmöglich eine Entlastung der Platte durch Löschen anderer Daten herbeiführen.

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