Pinephone: Streaming vom Pinephone

Das Pinephone ist um einen Anwendungsfall reicher: Livestreaming ( z.b. des Desktops ) über einen Desktoprechner mit OBS an einen HLS/RTMP Server.

Pinephone: Streaming vom Pinephone

Ja, Ihr seid richtig, ab sofort könnt Ihr Livestreaming von Eurem Pinephone an x-beliebige Dienste senden.

Das Pinephone unter Fedora wird mit Phosh und Wayland betrieben, was bedeutet, daß wir den Desktop über den Umweg wf-recorder streamen müssen. Das hat aber den Vorteil, daß das Encoden für den eigentlichen Streamdienst nicht auf dem Pinephone stattfinden muß, sondern an OBS auf dem Desktop oder Laptop outgesourced werden kann.

In der Theorie kann man natürlich auch gleich OBS auf dem Pinephone nehmen, wenn ihr einen ARM Build dafür findet. Wir nutzen jetzt den Weg „DesktopPC mit OBS“.

Schritt 1: Das Setup

Welche IP das Pine in eurem Netz hat, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur die IP vom DesktopPC: 192.168.0.10

Auf welchem Port ihr das machen wollt ist Euch überlassen, alles ab 1024 dürfte funktionieren, sofern da nicht bereits jemand anderes arbeitet.

Schritt 2: Das Pinephone

macht eine SSH Session als Desktopuser ( Fedoradefault ist „pine“) oder ein Terminal auf. Gebt ein:

wf-recorder -a –muxer=“mpegts“ -f „udp://192.168.0.10:28081“

Schritt 3: OBS

Im OBS braucht Ihr eine neue Medien Quelle. Öffnet dazu eine neue NICHTlokale Medienquelle:

In die Eingabe kommt „udp://192.168.0.10:28081“. Drückt auf OK, richtet die Medienquelle im Bild so ein, wie Ihr das Pinebild positioniert haben möchtet ( Erfahrungen mit OBS sind von Vorteil ). Fertig.

Schritt 4: Das Streaming

Das kann ich Euch jetzt nicht mehr zeigen, weil das davon abhängt über welchen Dienst Ihr das Streamen wollt. OBS hat da diverse vorbereitete Dienste parat, die Ihr nur noch mit Euren Zugangsdaten füllen müßt.

Wenn es nicht gleich will…

…liegt das vermutlich daran, daß wf-recorder beim Muxen nicht laufend die nötigen Infos für einen Streamclienten wie OBS liefert. Am besten startet man erst die Medienquelle und dann erst wf-recorder auf dem Pine. Das kann man z.b. durch einen Szenenwechsel forcieren.

Auf dem Pine muß man normalerweise nicht darauf achten, daß das Audiodevice stimmt, aber schaden kann es nicht.

Ein Livebild der Kamera bekommt man in den Stream, in dem man einfach Megapixels startet 😉

Verzögerungen

Ja, das hat mich auch überrascht. 10 Sekunden Bildverzögerung liegen an den Medienquelleneinstellungen, aber der Ton brauchte 48 Sekunden bis er im Stream auf der Webseite ankam. Ob das an einem ungünstigen Kodierfehler beim wf-recorder liegt, oder ob OBS da nicht richtig sortiert ( unwahrscheinlich ) weiß ich leider nicht. Ich denke, dies wird man im wf-recorder ausbügeln müssen. Vielleicht lags auch am Wifi/UDP Lag .

FireFox: Das NetFlix-Linux-FullHD-Paradox

Was muß ich da lesen, Firefox würde unter Linux keine NetFlix HD Streams anzeigen? Ja, wenn man das so macht wie Heise.de dann geht das auch nicht 🙂

Wie man FULL HD 1080p in FireFox mit Linux ansieht

Bestimmt habt Ihr Euch mehr darunter vorgestellt, als jetzt wirklich nötig ist. Zwei Dinge müssen zusammenkommen, damit Ihr FullHD mit NetFlix genießen könnt:

1. Ihr braucht das Netflix HD Addon für FireFox

2. und Ihr braucht einen Film, der auch wirklich FullHD ist.
( 3. und einen FireFox der die Addons aktiviert hat 😉 )

Wie bekommt man jetzt die Statistikansicht ?

Nicht so wie Heise das sagt, die STRG+SHIFT+ALT+D ist veraltet, für Linux braucht Ihre STRG+SHIFT+ALT+Q und schon klappt es mit den Filmstats von NetFlix 😉

Scene aus NetFlix: Star Trek Discovery mit Statistiken

Wichtig ist, daß bei DFR ( unten ) 1080p steht, weil NetFlix, logischerweise, das Bild auf die FullHD vom Monitor hoch skaliert und das teilweise sehr gut aussieht, so daß man gar nicht merkt, daß es nicht FullHD ist.

Beispiel:

Last Action Hero z.b. ist nur „853×480“ aber wenn man das nicht anders gewohnt ist, merkt man das nicht sooooofort. Naja 😉 An einigen Stellen merkt man eher den Digitalmatsch des schlechten Codecs an, als die mangelnde Auflösung 🙂

Sobald Ihr einen echten FullHD Streifen vor Euch habt, merkt Ihr das sofort 😀

Audiostreaming im Linuxnetzwerk

oh Ja, heute gibt es wieder was auf die Ohren 😉 Wir verteilen Audiodatenströme im Netzwerk per Multicast an alle angeschlossenen Stationen.

Wir brauchen : Pulseaudio und PAPrefs

Alles was wir tun müssen ist PAPrefs zu starten und im Multicast/RTP Menü den Empfang und das Senden von Multicaststreams zu aktivieren :

Bildschirmfoto von »2016-05-10 11-17-00«

Man sieht ja jetzt drei Auswahlmöglichkeiten. Ich empfehle ein eigenes Device zunehmen, denn das kann man dann im Mixer für die einzelnen Programme auswählen und so ganz gezielt sagen, welcher Ton zuhören sein soll.

Wenn man sich das sparen will, kann man auch einfach sagen, daß alles was die Lautsprecher erreicht umgeleitet werden soll. Das gleiche gilt für den Mikrofoneingang.

Jetzt braucht man nur noch ein anderes Linuxgerät im Netzwerk auch so konfigurieren.

Natürlich stellt man nur Sender oder Empfänger ein, jenachdem was man will. Man kann sich z.b. ein kleines Kommunikationsnetzwerk für verschiedene Zimmer aufbauen, Netzwerklautsprecher realiseren ( muß ja kein Laptop dranhängen, ein Rasperi tut es ja auch ) oder einfach mehrere Lautsprecheranlagen zusammenschalten. Ich kann mir gut vorstellen, daß auf Konferenzen ein Multicast läuft, auf dem die ganzen Ansagen durchkommen. Ist nur blöd, daß jeder auch Sender sein kann, was natürlich auf einem Geektreffen todsicher ins Auge gehen wird 😉