Linux – Die Legende von Edgar

Die Legende von Edgar ist jetzt kein Artikel zum Personenkult von Edgar in der Linuxwelt, nein, vielmehr ein Jump&Run-Game wie man es in unseren Kindertagen gespielt hat, nur mit besserer Grafik und Sound 🙂

Zur Storyline

Edgar ist von Beruf Sohn, ein Genie und seine Berufung ist, seinen Vater aus dem Kerker des bösen Zauberers, dessen Name nicht genannt wird, zu befreien. Das zumindest legen die ersten drei Spielszenen nahe. So mutig Edgar auch an die Sache ran geht, blendet er komplett aus, daß sein Vater die Nacht auch bei einer anderen Frau  verbracht haben könnte, Ihn offensichtlich vergessen hat und vermutlich gerade durch die Weltgeschichte rennt. Um herauszufinden, ob der Vater wirklich von dem Zauberer ohne Namen verschleppt wurde und vor allem, wieso ĂŒberhaupt ???? Dazu mĂŒĂŸt Ihr Edgar auf seinen Abenteurer begleiten!

Schritt 1 – An Waffen kommen

Bösen Zauberern kommt man ĂŒberlicherweise auf zwei Arten bei, man freundet sich mit einem Drachen an und der brĂ€t den Zauberer am Spieß, oder man schlĂ€gt ihm den Kopf ab. FĂŒr letzteres braucht man Waffen und die muß man sich bei Freunden leihen. Jetzt wollen die natĂŒrlich was dafĂŒr haben, also gehts erst mal in den Wald Holz hacken und damit man das kann, muß man dort erst einmal die AXT finden.

Wer jetzt einfach losrennt und im Wald sucht, wird nicht weit kommen, weil die Waldbewohner nicht ganz ohne sind. Daher erst mal einen weiteren Job annehmen und die Spitzhacke besorgen, denn anders als durch seine HĂ€nde, kann Edgar damit die Waldbewohner erledigen und sich so seine verloren gegangenen Lebenspunkte auffrischen, was Maggie ĂŒbrigens auch kann, wenn man die denn findet.

Wer mehr Hilfe braucht, könnte das Video ansehen, ansonsten rate ich dringend davon ab, damit man es selbst erfahren kann 😉

 

Ich hab es angespielt und es ist leicht zu spielen. Wer fleißig an allen Speicherpunkten absichert und sich nicht  offensichtliche Flapsigkeiten mit Edgar leistet, der wird eine ganze Weile daran Spaß haben.

Unter Fedora installieren

Mit  „sudo dnf install edgar“ oder ĂŒber den Softwarecenter installiert Ihr das Spiel:

Runes of Magic – Der schwarze Fix

So ein diabolisches Programm wie Runes of Magic hat man selten. Da möchte ich Euch einen Bug zeigen, fĂŒr den ich endlich einen Fix gefunden habe, da zeigt sich der Bug nicht mehr 😀

Der Bug

Zum GlĂŒck braucht man es nur ein paar mal starten und der Bug manifestiert sich, als ob er UhrzeitabhĂ€ngig wĂ€re 😀 Wem das hier bekannt vorkommt:

Dem kann ich jetzt helfen 🙂 Ein Fenster mit Fehlermeldungen, die nicht angezeigt werden, weil das Fehlerfenster einen Programmierfehler hat :D, ist vor dem Spielfenster zu sehen. Es lĂ€ĂŸt sich nicht wegbewegen und ist auch ansonsten einfach defekt.

NatĂŒrlich gibt es dazu dutzende Bugreports an Wine und Runes of Magic, aber die schieben sich gegenseitig den Fehlerteufel zu und machen nix.

Um das zu lösen, braucht Ihr wmctrl,  das Window-Manager-ControlProgramm, also quasi WMCP 😉 Der Befehl:

wmctrl -l

listet alle offenen Fenster Eures Desktops auf, was so aussehen könnte:

0x03800003 -1 MeinRechner Schreibtisch
0x0380000b -1 MeinRechner nemo-desktop
0x08400006 0 MeinRechner marius@MeinRechner:~
0x09800001 0 MeinRechner Runes of Magic
0x09800003 0 MeinRechner Error List
0x0a400019 0 N/A ROM-Fix1.png (2.6M) — Krita

Ihr seht den Titel des Fensters und die WindowID. Spontan wollte ich mit der WindowID und der -c Option von wmctrl das Fenster einfach schliessen, aber da spielt Runes of Magic nicht mit aka. das ignoriert das kaputte Windowsfenster einfach. Es mĂŒssen andere Mittel her 😀

Die Lösung

Die Lösung sieht dann so aus:

wmctrl -r „Error List“ -e 0,0,0,1,1

Damit wird das Fenster mit dem Titel „Error List“ auf dem derzeitigen Desktop, Links oben auf die Koordinate 0/0 geschoben ( da wars vorher schon ) und dann auf 1×1 Pixel reduziert. Es ist jetzt also nur noch genau ein Pixel links oben in der Ecke, wo man sowieso den Fensterrahmen hat. Damit ist es aus der Störgleichung entfernt und das Spiel kann losgehen.

Wer frĂŒher mĂŒhselig zig Restarts von Rom hingelegt hatte, bis das Fenster mal nicht zu sehen war, der kann jetzt aufatmen … endlich weg 😀

Ein kleines Manko gibts dann doch, wenn man die ArbeitsflÀche wechselt, ist der Bug wieder da.

Also Terminal aufmachen  und eingeben : watch -n 5 „wmctrl -r \“Error List\“ -e 0,0,0,1,1″

Alle 5 Sekunden wird es damit automatisch wieder verkleinert.

Linux native Games: Battle for Wesnoth

Zu Zeiten von 8bit waren rundenbasierte Fantasy oder Science-Fiction Spiele der Stand der Dinge, bis Elite kam. Mit mehr CPU-Power folgten die ersten Echtzeitstrategiespiele bis das Ganze in 3D Splashmassakern ausartete.

Wenn man die Zeit etwas zurĂŒckdrehen will, kommt man an Battle for Wesnoth nicht vorbei. Das optisch sehr ansprechende und atmosphĂ€risch gut gelungene Strategiespiel ist einfach klasse. Die EinstiegshĂŒrden sind niedrig, aber der Anspruch steigt mit der Zeit an.

BFW-1Besonderheiten: Bei einem zwei Monitorsystem geht das Spiel im Fullscreen & Allmonitor Mode auf, sprich, es nimmt sich einfach alles was die Graka hergibt, weswegen die Screenshots auch so komisch aussehen 😉

Wie man an den Screenshots schon sehen kann, ist es komplett in Deutsch verfĂŒgbar, und da ich aus den Kommentaren vom letzten Spiel weiß, ja es gibt auch Kampagnen.

Das umfangreiche KonfigurationsmenĂŒ kann all die kleinen Anpassungen machen, die man von so einem Programm erwartet, bis auf die Zwei-Monitorlösung. Naja, vielleicht habe ich auch nicht lange genug gesucht 😉

BFW-2

Schauen wir uns so ein Spiel doch mal an. Das hier im Screenshot hat einen mittleren Anspruch. Als Feldherr kann man Einheiten gegen Gold erschaffen oder einberufen, was Einheiten aus der Runde davor meint und einige Helden. Einheiten bekommen Erfahrungspunkte, was es natĂŒrlich sinnvoll macht, diese spĂ€ter wieder einzuberufen, da Veteraneinheiten mehr Schaden machen und mehr Lebenspunkte haben.

BFW-3Solange der Kommandeur auf seinem FeldherrenhĂŒgel steht (siehe Bild oben) kann er Einheiten erschaffen, wenn er genug Gold hat. Das bekommt man, indem Einheiten HĂ€user auf der Landkarte erobern. Dazu muß nur eine Einheit auf das Haus bewegen. HĂ€user gegeben auch einen Heilbonus, wenn man draufsteht. Wo wir grade Heiler hatten, natĂŒrlich gibt es da spezielle Einheiten, die Figuren heilen können, wenn diese SchĂ€den haben. Von Ausnahmen abgesehen können diese aber nie genug heilen, wenn einzelne Figuren von ganzen Horden angegriffen werden. Man muß sich also gut ĂŒberlegen wie die Schlachtaufstellung aussehen soll 😉

BFW-4Einzelne Einheiten haben die Gabe der Fernsicht, können also weiter als andere die Karte im Auge behalten. Entdecken Sie einen Fein, bekommt man das auch mitten im Zug mitgeteilt und unbedarfte Scouts vom Desaster abzuhalten 🙂

BFW-5Kommt es zum Kampf, ist das AngriffsmenĂŒ gefragt. Spezielle Einheiten haben verschiedene Waffen zur Aufwahl und damit u.a. auch die Möglichkeit Spezialeffekte wie „Verlangsamung“ zu casten. Auch wenn Fernangriff nach einem Reichweitenvorteil klingt, muß die angreifende Einheit direkt neben der angegriffenen stehen. Einen Schuss aus zweiter Reihe gibt es nicht. Das begrenzt die Anzahl der möglichen Angreifer auf die Felder neben einer Einheit. Aber Achtung, wenn eine Einheit im Kampf fĂ€llt und das Feld frei wird, können Einheiten mit freien Bewegungspunkten diesen Platz einnehmen.

BFW-6Im Kampf können Gegner zu Freunden werden, aber das hat Folgen. Diese Entscheidungen sollten gut ĂŒberdacht werden, denn sie beeinflussen den spĂ€teren Lauf der Geschichte, ohne das man das vorher bemerkt.

Wenn ich jetzt verraten wĂŒrde, was passiert, wĂŒrde ich Euch den Spielspaß nehmen 🙂

Alles in allem, ist das Spiel gut gelungen und kann bedenkenlos empfohlen werden.

Kleiner Tip:

mit watch -n 5 „gnome-screenshot“ kann man wĂ€hrend des Spiels Screenshots erzeugen, denn InGame geht das zwar auch, aber bei weiten nicht schön und die desktopweiten Tatsturshortcuts funktionieren leider nicht. Das gilt auch fĂŒr Anrufe die man wĂ€hrend des Spiels bekommt und dann nicht annehmen kann, ohne das Spiel zu beenden. Da könnte man noch etwas an der Integration verbessern.