CoronaChroniken: Da hatten wir mal eine kräftige Abnahme

Liebe Kasernierte,

nichts neues an der Coronafront, außer, daß wir einen kräftigen Abfall an Neuinfiziertenhaben und das RKI Alarm schlägt, weil sein R mal wieder steigt. Ich weiß wirklich nicht, was die da so berechnen.

CoronaChroniken: Da hatten wir mal eine kräftige Abnahme

Macht Euch selbst ein Bild davon, hier sind die üblichen Grafiken:Wiedereinmal zeigt unser R einen Abfall an, wo das R von RKI angeblich über 1 liegt. Da es aber mittlerweile 3 Vorfälle gibt, wo nachgewiesen wurde, daß sich die Leute im RKI verrechnet haben, gehe ich mal Brust-Voraus auf den Balkon und behaupte: „Mein R stimmt“ 😉

Der Abfall am 31.5. ist in absoluten zahlen nicht weiter wild (blaue Linie oben und unten), aber im prozentualen Bereich, da hauts einem fast die Füße weg ( rote Linie unten ):

Das ist einer der stärksten Abfälle überhaupt seit beginn der Rechnung und er scheint anzuhalten. Ist das jetzt endlich das Ende vom Ende? Wir werden sehen.

In anderen „Nachrichten“ : Das Städtische Klinikum in Braunschweig hat unsere Redaktionsanfrage (ja, so etwas gibts hier bei Bedarf 😉 ) unbeantwortet gelassen. Habe ich fast befürchtet, daß es so kommen würde, dabei war das eine ergebnisoffene Anfrage.

CoronaChroniken: RKI – Neue Grundlage für R

Liebe Kasernierte,

der Aufreger des Tages: Das RKI hat eingesehen, daß Ihre Grundlage für R wenig Aussagekraft hat, weil es zu sehr springt.

CoronaChroniken: neue Grundlage für R – TOLD YOU SO!

Da das bisherige Verfahren für die Ermittlung von R zu stark springt und damit keine Vorhersage ( oder überhaupt eine Aussage ) möglich war, stellt das RKI jetzt intern auch (endlich) auf eine geglättete Kurve um, wie Sie bei mir schon seit 2 Monaten zum Einsatz kommt und aus der „mein“ R abgeleitet wird.

Das RKI behaart zwar noch auf seiner modellierten Kurve mit Ansteckungsdatum und fiktiven Heilungsdatum, aber niemand ist perfekt 😉 Sie werden noch merken, daß Ihnen das wenig nutzt.

Ich fände ja einen Graphen toll, wo nur der Infektiösezeitraum enthalten ist. Das wäre mal eine genaue Kurve für eine Vorhersage.

Besser oder Schlechter?

Mit meinem R ist nur eine Nachbetrachtung der Lage möglich. Da ein Neuinfizierter nicht gleich zum Arzt geht, wird er ggf. erst später in die Kurve eingebaut, weswegen das RKI korrekterweise auch die Meldedaten berücksichtigt. Wenn man auf die Infektiösephase eines Menschen für die Berechnung von R abzielt, dann wäre das Erkrankungsdatum wichtig.

Ich bezweifle allerdings, daß wir das jemals genau erfassen können, da die Inkubationszeit von 5 – 10 Tagen schwankt. Da könnte man nur mit einem Fenster arbeiten, aber bei der Spanne von 100% Schwankung wäre das wenig hilfreich. Das „NOWCasting“ ( über den Begriff könnte ich noch jahrelang herziehen ) soll vermutlich genau das berücksichtigen, was IMHO nicht berücksichtigt werden kann.

Bei der Sache wären ja noch die Schwankungen bei der Zeit die es dauert Antikörper auszubilden einzubeziehen. Da dies ein weiteres Fenster ist, weil es einige schneller und andere langsamer schaffen, ist auch wieder ein Unsicherheitsfaktor mehr im Spiel. Ich wette, daß im RKI so eine Berechnung versucht wird. Da würde ich gerne zusehen 🙂

Wichtig für uns sollte sein, daß jetzt beide Rs auf geglätteten Kurven aufbauen und damit ein besseres Bild der Situation möglich ist. Weniger Panikmeldungen werden die Folge sein und damit ein entspannterer Umgang mit dem „Problem“.

PS: Das Schreiben des gemaulkorbten Bundesinnnenministeriumsmitarbeiters ist geleakt worden: Es sei gesagt, es ist nicht die offizielle BMI Meinung zu dem Thema

 

Coronachroniken: Wie man eine Überwachungsapps unters Volk bringt

Liebe Kasernierte,

Ihr wisst es vielleicht nicht, daß dies eigentlich ein IT Blog ist. Wenden wir uns doch mal der RKI App zu. Ein Herr Thielen, „IT-Unternehmer“, meinte, da wäre ja einfachste Krypto enthalten, die schützt Euch schon. Jeder der was dagegen sagt, hätte ja keine Ahnung, es kann ja jeder in den Sourcecode reinsehen.

Coronachroniken: Realität gegen IT-Unternehmer

Da haben wir schon einmal den ersten Fehler: Das RKI erklärt:

„Die Algorithmen hinter der Corona-Datenspende erkennen Symptome, die unter anderem mit einer Coronavirus-Infektion in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören etwa ein erhöhter Ruhepuls und ein verändertes Schlaf- und Aktivitätsverhalten.“

Eigentlich braucht man nicht mehr weiter zu lesen, weil die App natürlich nicht unterscheiden kann, ob das ein Covid-19 oder ein Influenza Virus war, oder gar ein Rhinovirus. Von einem Rhinovirus habt Ihr vermutlich noch nie was gehört, aber die gehören nicht nur „auch“ zu den Viren die jedes Jahr als „Grippe“ bezeichnet werden, sondern es ist DAS Schnupfenvirus 😉 Was Ihr als „Grippe“ bezeichnet ist ein Mix aus um die 17 verschiedenen Viren und Stämmen von Influenza, Rhino, HMP, RSV, Corona, Parainfluenza und Adenovirus. Dazu kommen noch eine ähnliche Anzahl an Bakterien. OB und welcher Virus da zu einer Verhaltensänderung geführt hat, kann eine Anwendung aus den „Fitnessbanddaten“ gar nicht auslesen. Und damit endet die tolle App Geschichte auch schon.

Jetzt der IT Teil davon: Jeder User bekommt eine PseudoID und die App fragt den WLAN Status ab, damit kann sie alle WLANs ermitteln, die sich in der Nähe befinden. Wenn diese Daten zusammengeführt werden, läßt sich leicht eine Karte und damit eine Position der ID und dann auch leicht der Person zu ordnen, denn WLAN oder nicht, Ihr habt am Ende auch eine IP mit der Ihr Euch beim RKI Server meldet. IP Adressen werden nicht umsonst als Personenbezogene Daten betrachtet, was bekanntermaßen, gerichtlich entschieden wurde. Warum? Weil man in dieser Welt leicht den Namen hinter einer IP herausbekommt. Man braucht nur behaupten die IP hätte urheberrechtlich geschütztes Material hochgeladen. Schon bekommt man den Namen des Anschlußinhabers. Das RKI wird mit seinen Verbindungen so oder so keine Probleme haben, die Namen zu ermitteln.

Ich unterstelle dem RKI da keine bösen Absichten, ändert aber an den Fakten nichts. Wenn sich also ein IT-Unternehmer brüstet, da wäre Krypto im Spiel, also ich hab da keinen Grund für Krypto gesehen, außer dem SSL Port vom RKI Webserver zum Datentransport. Der Nutzen der App dürfte bestenfalls darin liegen, daß man sieht: „Einer der sich angemeldet hat, schläft jetzt schlechter.“ Ich denke nicht, daß dies eine Datenspende rechtfertigen würde.

Coronachroniken: RKI stellt auf Videokonferenz um

Liebe Kasernierte,

auf der gestrigen Pressekonferenz des RKI wurde erstmals ein Videochatsystem benutzt. Es war witzig anzusehen, wo ja Videokonfen seit einigen Wochen bei vielen etabliert sind 🙂

Coronachroniken: „Können Sie mich hören?“

Hinweis: Updategrafik von 8.4. einbaut.

Leichte technische Probleme gab es bei Einführung des Videokonferenzsystems bei der RKI-Pressekonferenz. Der häufigste Satz war „Können Sie mich hören?“ 🙂 Bemängelt wurde von RKI, daß aufgrund der nicht vorhandenen Elektronischen Patientenaktie viele interessante Daten nicht vorhanden wären. Mag aus Sicht des Einzelnen Verwerters sein, aber was ist mit den Daten und den Zugriffen, wenn der offensichtliche Grund nicht mehr vorliegt? Ich habe noch nie gehört, daß einmal erteilte Zugriffsmöglichkeiten wirksam abgeschafft wurden, außer jemand klagte bis vor den BVGH.

Da gerade über freie Intensivbetten geredet wird, kommt mir der Gedanke, wieso wir diese Betten nicht voll auslasten, damit wir möglichst schnell durch sind? Wenn die Rate der Neuinfektionen und damit der Durchsatz in der Bevölkerungen gering bleibt, dauert es eben auch ewig und drei Tage, bis 70% der „Herde“ mit der Erkrankung durch sind. Man kommt dann sogar wieder in Welle #2 des Virus hinein, bevor die erste Welle überhaupt durch wäre. Welle #2 ist die erste Mutation des Virus, so daß bereits Infizierte wieder anfällig werden. (Variiert ein bisschen von Virus zu Virus für Corona rechnet das RKI mit einer Mutation pro Jahr)

Erstaunlich ist auch das Beharren darauf, daß die „Zahlen“ des RKI so korrekt wären, weil das ja „so einfache Zahlen“ sind. Jetzt wirds spannend, einer von der Presse fragt da wirklich nach, ob man nicht auf „mit Corona“ und „an Corona“ umstellen will. Au man, was für eine Antwort: „Das ist oft so bei Verstorbenen, die an Infektionskrankheiten verstorben sind, … das man dann im Obduktionsmaterial das infektiöse Argens nicht nachweisen könne.“ Also da bin ich mal gespannt, wie ein paar Milliarden Viren in einer Nacht in der Kühlhalle weg diffundieren. Herr Wiehler drückt sich hier vor einer belastbaren Antwort, wie in seinen weiteren Ausführungen zeigt. Das Herr Wiehler nicht auf alles eine gute Antwort haben kann, ist mir auch klar.

Dr. Bodo Schiffmann, Mediziner aus Sinsheim und noch nicht in Pension 😉 (Insiderwitz), hat genau diese Aussage auch stutzig gemacht und er fragte dazu Fachleute, also Pathologen,Toxikologen und Virologen, und die meinten, dies würde nicht stimmen: Zitat vom 5.4. 2020 „.. und mir wurde gesagt, dies wäre nicht so. Man könnte bei jemandem der an einem Virus gestorben ist, der (Corona ist gemeint) ja sehr spezifisch für das Lungengewebe ist, den (Virus) mit großer Sicherheit nachweisen.“

Kann ich mir persönlich auch nicht anders vorstellen. An dem Thema bleibe ich mal dran (ein paar Stunden vor dem nachfolgenden Block).

Die Fachmeinung

Ich habe einen ausgewiesenen Facharzt für Infektionskrankheiten dazu befragt und auch er ist der Meinung, daß sich ein Virus in den meisten Fällen in einer Gewebeprobe nachweisen lassen würde, wenn die Leiche nicht zu lange gelagert wird, bevor die Obduktion stattfindet. Die Aussagen des RKI auch zur Nicht-Obduktion von Verstorbenen bei durch Tröpfcheninfektion übertragenden Krankheiten, stößt Angesicht von passenden Schutzanzügen auch auf Unverständnis, denn wenn nicht untersucht wird, woran der Patient verstorben ist, hat man keine belastbare Datenbasis.

In dem Punkt sind sich scheinbar viele Kritiker einig, daß wir gar keine Vergleichszahlen haben, die wir belasten könnten. Nun ist in Österreich ein Vortrag aufgetaucht, der u.a.(!!) die Todesfällen unter Lungenenzündungspatienten vor 2018 behandelt. Es sind also tatsächlich Zahlen vorhanden, denn dort ist eine Bestandsaufnahme des Virengemenges der Verstorbenen und Erkrankten gemacht worden. Daher haben wir auch Zahlen, wie viele daran sterben müßten.

Man muß dazu auch wissen, daß eine genaue Aussage zur Todesursache bei Patienten auf der Intensivstation meistens nicht so möglich ist. Da wäre z.b. zu klären, ob eine vor dem Tod auftretende Lungenentzündung die Ursache für den Tod ist, oder nur ein Symptom des Todesprozesses an sich darstellt. Dies erscheint in Anbetracht des multiplen Versagens von Körperfunktionen während des Todes sehr schwierig zu sein.

Kleine Anmerkung zu Viren und Nachweisen: Nach der ersten Invasionswelle verlagern sich die Viren vermehrt ins Gewebe und sind dann in den Körperflüssigkeiten schwieriger nachzuweisen. Wenn man dann den Empfehlungen des RKI zur Obduktion folgt, nimmt man keine Gewebeprobe, sondern einen Abstrich, in welchem wegen der Verlagerung der Viren ins Gewebe der Nachweis schwer ist. Ein offensichtlich systematischer Fehler der uns um die Ohren fliegt.

Ich möchte mich hiermit nochmals für das 45 minütige Gespräch herzlich bedanken, das war sehr aufschlussreich.

Wie gut schützen Masken?

Im Gegensatz dazu erklärte Herr Wiehler schön, welchen Schutz (gegen eine Infektion ist gemeint) welche Art von Masken bieten und da sieht es für selbstgemachte und chirurgische Masken eher mau aus. Die helfen nur, die Person vor einem vor Tröpfchen aus einem selbst zu schützen. Das liegt daran, daß die Tröpfchen beim „Start“ im Mund noch ganz groß sind, und beim Flug dann weiter zerstäuben. Das bedeutet im Rückschluss, daß das was wir einatmen sehr fein verteilt Viren enthält und gegen diese Größe helfen diese Masken nicht. Von „Singen“ wäre übrigens auch dringend abzuraten 😉

In weiteren Meldungen zu Corona hat sich ein Arzt tierisch darüber aufgeregt, daß Menschen OP-Handschuhe anhaben, mit denen „nicht mal 50% der medizinisch Geschulten“ korrekt umgehen könnten, und schon gar kein Ungeschulter. Er meint folgendes, das man sich nach dem Gebrauch der Handschuhe ganz ordentlich die Hände desinfizieren muß, weil sich sonst auf den Händen ( Innenseite der Handschuhe ) eine wilde Gemengelage an Keimen hätte, denn die finden es dort toll ( warm, feucht, Nahrung etc. und können auch nicht abgestreift werden, optimal also! )

Coronavirus: kurze Durchsage vom RKI

Eine kleine Anfrage an das Robert-Koch-Institute heute morgen, was deren Meinung u.a. dazu ist, wo die Ursachen für die stark überhöhten Todeszahlen in einer kleinen Region Italiens, im Vergleich zu einer ungleich riesigen Vergleichsgruppe ( Wuhan ) oder Deutschland liegen, kam leider nur der Hinweis, doch mal die WHO zu fragen. Die werden einem deutschen Blog auch Antworten, da bin ich mir sicher 🙂

Mein Anschreiben:(Auszug)

„Wenn man in Betracht zieht, daß die Region Hubai ca. 60 Millionen Einwohner, die Stadt Wuhan davon alleine 10 Millionen Einwohner hat,
aber insgesamt nur 3.130 Tote gezählt wurden, wie kommt es dann, daß es eine kleine Region in Italien schafft, mit deutlich weniger Einwohnern
die gleiche Anzahl an Toten zu produzieren? Als Vergleich: Italien hat ins. ein bisschen mehr als 60 Millionen Einwohner.

Was ist an dieser Ecke Italiens so besonders?

Kontext:

Wenn man sich die Sterberatio der europäischen Staaten ansieht, fällt auf, daß Spanien(4,3%) und Italien(8,3%) mehr als nur Statistische Ausrutscher sind. Spanien und Italien sind aber auch die Problemkinder der letzten Wirtschaftskrise gewesen und haben folglich Ihre Ausgaben für das Gesundheitswesen heruntergefahren.

Welche Ursachen vermuten Sie hinter der stark erhöhten Sterberate in Italien und Spanien, im Vergleich zu denen aus Norwegen(0,37%), Schweden(0,76%), Finnland(0,00%), Dänemark(0,38%) und Deutschland(0,22%)?

Was vermuten Sie hinter dem Fakt, daß Griechenland, daß nachweislich auch im Gesundheitswesen gespart hat, einen so niedriges Sterberatio von 1,19% hat und damit Frankreich (2.68%)  und England (3,9%) locker abhängt?

Könnte es sich bei dem geringen Risiko um eine Illusion handelt, weil nicht genug getestet wird oder sind die Behandlungen besser?

(Zahlen von der Hopkins Stand 10:50 Uhr)“

Hier die Antwort:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

wir können aus Kapazitätsgründen nur auf unsere Internetseiten bzw. die Seiten der WHO verweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
**********************
Pressesprecherin

Robert Koch-Institut
Nordufer 20
13353 Berlin“