Das wars dann mit dem Linux Tablet :(

Wenig erfreuliche Nachrichten kommen ja immer im Bundle, so auch hier:

Serienfehler in meinem Surface Pro4 schlägt zu

Da nutzt man so ein Gerät mal 2 Monate und schon geht es kaputt. Vorteil, und das muß man hoch anrechnen, M$ wird es wohl komplett austauschen, weil es noch in Garantie und es ein Serienfehler ist.

Klar, wenn die Lüfter ausfallen, grillt der i7 bei Last mal ganz locker die GPU, auch wenn der i7 Chip bis 100 Grad C angegeben ist, geht das ohne Luft nicht lange gut. So kommt es dann zum Flackern des Bildschirms. Das Schicksal hat also auch mein Tablet jetzt erwischt. Ganz offen, könnte ich kotzen, weil der Tausch der Lüftereinheit ist eigentlich eine Kleinigkeit wenn, ja wenn da nicht das verklebte Display wäre.  Der neue Lüfter kostet lediglich 29 € und ist in 10 Minuten getauscht, wenn man eine Heissluftpistole sein eigenen nennt.

Im Fachhandel soll es auch einen Aufsatz fürs Display geben, mit dem der Kleber thermisch gelöst werden kann, ohne das alles andere auch warm wird.

Mal sehen was M$ nachher im Chat dazu sagen wird.

Liferea und Wayland

„Naiver Thor, laß es zuende sein.“ Das wird leider nichts, das Thema will einfach nicht beendet werden ;D Da gibt es soviel was sich erst jetzt, wenn man es voll benutzt zeigt, da wird das Blog noch lange von belegt werden 😉

Gnome – Wayland & Liferea

Liferea kennt Ihr ? Das ist der RSS-Feedreader meiner Wahl. Ihr habt ihn auch schon hier gesehen:

Jetzt sieht das auf dem Bild natürlich so aus, daß alles geht. Geht im Prinzip auch, aber der dort zusehende Firefox, kann dummerweise kein OSK aufrufen, weil es die NICHT-Waylandversion ist, und man halt die Waylandunterstützung braucht. Jetzt fragt Ihr zu Recht, daß mir das ja hätte auffallen müssen, als ich das Bild da gemacht habe.

Leider nein, weil man das OSK nicht braucht, um eine Webseite zu scrollen. Das fiel dann erst heute morgen auf, als ich einen Webseitenlink wie gewohnt an jemanden, der sich für das gelesene Thema interessiert, mailen wollte. Der Thunderbird-Verfassen-Dialog ging auch auf, nahm aber keine Eingaben an 😀

Ursache – eine ungünstige Verkettung

Im Liferea ist in den Tool-Einstellungen der zuverwendende Browser auf Mozilla als Synonym für Firefox gestellt. Das führt natürlich dazu, daß der normale Firefox geladen wird. Der lädt natürlich auch den normalen Thunderbird 😀

Also stellen wir das von :

Liferea Einstellungen tools - browser

auf

immernoch die Browsereinstellungen in Liferea

um. Jetzt ist die Kette korrekt: Firefox-Wayland lädt Thunderbird-Wayland und das OSK ist da und benutzbar.

Merke: Mit Wayland als Basis, wird man noch an einigen Stellen nachjustieren müssen, bis das einwandfrei läuft. Ich bin gespannt, was der nächste Beitrag so bringt. Ach was solls, das nächste Thema ist „USB-LAN Adapter am Surface“.

Das Surface Pro im Rechenzentrum nutzen

Tablet und kein Ende in Sicht

Ihr dachtet echt, Ihr hättet es überstanden 😀 Nein, ein Beitrag kommt noch. Alles, was nicht reingepaßt hat bislang, soll jetzt mal erwähnt werden.

JACK

Nein, nicht der Audioserver, die 3,5mm Kopfhörerbuchse 🙂 Schon auf meinem Acer Laptop sollte diese Buchse wie bei einem Handy auch als Eingang fürs Handyheadset funktionieren, ging es damals aber nicht. Heute gehts 😀 Also Ihr könnt jeden 4 poligen Headset für Handies reinstecken und im Pulse auf die Buchse umstellen, geht:

Wo wir grade schon bei PulseAudio sind:

Displayport auf HDMI

Ich sagte ja schon mal, die Hardware hat es in sich und das meint hier, daß ein Displayport verbaut wurde. Bis zu fünf Ports wären laut Baustein möglich, es gibt aber nur einen Anschluß. Da kann bestimmt ein Extender dran. Steckt man dort aber einen (Achtung: wichtig) MINI-Displayport auf HDMI Adapter rein, kann man zwar HDMI machen, aber dummerweise wird das angeschlossene Gerät als gleiches Gerät erkannt.

Meint: Man kann zwar den Ton auf HDMI umstellen, aber leider nur alles oder nichts. Wie man das vom Desktop kennt, z.b. am HDMI Monitor den Kopfhörerausgang zu benutzen, weil man dann QMMP auf HDMI, aber den Rest auf Lautsprecher belassen kann, solche Spielchen gehen leider nicht ( Bugreport ist raus 🙂 ).

Zur Ehrenrettung, wann braucht man das auch schon mal auf einem Tablet?

Dafür treibt der SoC des Tablets den angeschlossenen FULLHD Monitor allerdings derart gut an, daß man nicht meckern kann. Zwei verschiedene Videos intern und extern sind kein Problem. Man bekommt was für sein Geld.

Das Gewicht

Wo wir grade bei Wertigkeit sind, das Tablet ist schwerer als ein Plastegegenstück von Samsung. Es ist ja auch mit einem Metallgehäuse, mit Lüftern und einem Monitorständer versehen. Das Alles muß man ständig mitschleppen, da es sich nicht wie das TypeCover entfernen läßt. Ich kann das mit einer Hand grade so heben ohne es gleich so fest zu packen, daß es zerbricht 😉 Im Bett, auf dem Bauch abgestellt ist das nicht mehr ganz so tragisch 😉 Aber „leicht“ ist es definitiv nicht. Meine Testopfer empfanden es allerdings nicht als zu schwer.

Wenn die Druckerei endlich die Fedora Folienaufkleber für die Rückseite geliefert hat, dann sieht es auch noch stylisch aus und zwar in jeder Hand 😉

Die Bedienung

Egal was Ihr von Android und Desktops gewohnt seid, schiebt es zur Seite. Android kann man ganz vergessen, nichts davon bleibt Euch erhalten. Wobei da einige UIs besser sind, z.b. bei AndroidMail. Die sind einfach auf Touch ausgelegt. Thunderbird, auch wenn es mit Wayland ein OSK bekommt, ist halt noch immer die Desktop UI mit Scrollbars die man anklicken muß. Einige Flächen lassen sich auch mit Touch scrollen, aber der Bringer ist das nicht.

Dafür bekommt man aber durch die GnomeUI und die vielen Extentions auf der anderen Seite sehr viel einfacher Zugriff auf Sachen, als das bei Android möglich ist. Z.b. die Webradio Erweiterung. Da die im Gnometoppanel eingeblendet ist, sind nur zwei Klicks… ups.. Touches nötig und Radio ist an und der Sender ausgewählt. Lautstärke und Helligkeit regeln ? Einfach. Apps starten ? Da scheiden sich die Geister.

Die DesktopIcons Extension im Gnome funktioniert eigentlich nur bei einer Maus. Mit Touch ist das, sagen wir mal, schädlich für die Glasplatte 😀 Das Dock ist eigentlich gut benutzbar und die App Auswahl ist auch ohne größere Probleme intuitiv nutzbar. Man ist sogar geneigt zu glauben, daß Touch immer im Vordergrund stand, selbst als es noch gar kein Touch war. Die erste Touchversion von Gnome habe ich mit 3.24 gesehen, jetzt haben wir 3.30 und der App-Auswähler war schon bei 3.08 so.

QMMP ist defakto nicht DPI-aware und skaliert nicht hoch. Da ist das Treffen der einzelnen Tasten ein Glücksspiel. Bleibt aber im Laptopmodus Favorit 😉 Ist halt ein guter Player. Da fällt mir ein, daß ich ja neulich mal ein paar Verrisse über GTK Musikplayer geschrieben habe, die müßten eigentlich automatisch skalieren.

Das OSK Verhalten

Das OSK Verhalten ist nicht grade super. Z.B. wenn eine Tastatur dran hängt, müßte man es abschalten, weil das nur im Weg ist. Hat keiner dran gedacht 😉 Bei Thunderbird und Firefox funktioniert es ja passend, aber mit Gnome-Terminal, da verklappt sich das OSK zu einem echten Ärgernis ( Bugreport abgesetzt ). Es schiebt nämlich die Anwendung einfach mal rauf und runter, nur dummerweise auch komplett aus dem Bild raus.

Das ist an sich, genau das was man bei einem überlappenden OSK erwarten würde, weil man sonst den unteren Teil, und beim Terminal würde da meistens der Cursor sein, nicht sehen kann. Wenn aber bei jedem Touch auf das Terminal das OSK ein- bzw. ausklappt, dann nervt das nur noch. Wenn dann auch noch von /dev/random gesteuert mal und mal nicht das Terminalfenster hoch geschoben wird, grenzt das an Trizerrei 😉 Arbeiten kann man dann jedenfalls nicht.

Für heute wärs das. In unregelmäßigen Abständen wird es nochmal Beiträge zum Surface Pro 4 geben, vermutlich dann, wenn die Kameras funktionieren 😀

Was bisher geschah

Ein verlangen wird geboren
Surface Pro4 und nichts ist wie es sein sollte
Tablet ohne Tabletfunktionen Intel i915-ipts
Das Surface Pro4 mit dem Linux Touch
Das Linux Tablet dreht auf

Die Gnome Surface Tips

Das Surface Pro 4 mit dem Linux Touch

Man mochte es kaum noch glauben wollen, aber das Surface hat dann am Ende doch noch mit Touchsupport gebootet. Einen neuen Kernel später, hatten wir endlich ein Linux mit Touchoberfläche, oder doch nicht?

Die eine Sache namens Wayland

Was installiert man, wenn einen Rechner frisch macht nicht ? Richtig Waylandkomponenten 😉 Man würde ja annehmen, daß eine Distribution, die Wayland als Default Displayserver einsetzt, alles, was man so brauchen würde automatisch installiert. Fedora nicht 🙂

Die installieren zwar Wayland als Server, aber leider nicht Firefox und Thunderbird als Waylandversion. Das muß der Benutzer nach dem obligatorischen Bugreport selbst machen 😉

dnf install firefox-wayland thunderbird-wayland

Das wars schon. Ihr müßt Euch natürlich angewöhnen diese Programme zu starten und nicht die normalen Versionen. Das ist leicht am Wayland Zusatz im Namen zuerkennen und daher kein Problem.

Wer clever ist, schmeißt die Nichtwaylands aus dem Gnome-Dock gleich raus und ersetzt sie mit den Waylandversionen. Womit wir zum Gnome-Dock kommen.

Für alle Neugnometabletbenutzer, merkt Euch:

Wischt man am Linken Rand von Links nach Rechts, kommt das Dock raus.

Das wird im Laufe Eures Linuxtabletlebens noch viel Nerven sparen 😉

Die Sache mit der Energie

Ja, das ist Intel Hardware. Nein, das Wort Energiesparen stand nicht auf der Agenda, auch wenn Intel M$ erklärt hat, wie man das machen muß, wenn man auf 13h Laufzeit kommen will. Ich hab mit Linux jetzt nur 9h geschafft. Dazu habe ich allerdings alles, auf Stromsparmodus gestellt, was sich so im PowerTop einstellen lies.

dnf install powertop
su root
powertop

Ich würde Euch die ShellUI ja gern mal zeigen, aber PowerTop hats beim letzten Update auf 2.9.9 wohl leicht zerrissen ( Bugreport ist raus ) . Da ich nicht ausschließen kann, daß es am Kernel, an den Extentions, Intel, M$ oder dem Universum liegt, erwähne ich es hier trotzdem. Da Ihr sowieso ein Script daraus machen müßt, weil es nach jedem Reboot weg ist, hier die Lösung:

$ cat /etc/init.d/powersafe
#!/bin/bash
#
# Script fuer den Energieverbrauch
#
# chkconfig: 345 00 99
# description: Powersafemode
### BEGIN INIT INFO
# X-Start-Before: display-manager
### END INIT INFO

. /etc/init.d/functions

echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/i2c/devices/i2c-0/device/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:1c.0/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:1c.0/power/control‘;
echo ‚1‘ > ‚/sys/module/snd_hda_intel/parameters/power_save‘;

echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:14.0/power/control‘
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:1d.0/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:14.2/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:00.0/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:1f.3/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:01:00.0/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:14.3/power/control‘;

echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:05.0/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:1f.0/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:08.0/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/pci/devices/0000:00:1f.2/power/control‘;
echo ‚auto‘ > ‚/sys/bus/usb/devices/1-7/power/control‘;

Jetzt noch im System verankern:

systemctl enable powersafe
systemctl start powersafe

und die HW ist deutlich langsamer 🙂 Aber das reicht nicht. Ihr braucht die Gnome Extention „cpufreq“:

CPUFreq in aktion(Ja, da sind noch mehr Extentions drauf. Geduld junger Padawan!)

Wie man oben sehen kann, habe ich der CPU gesagt, sie soll doch so freundlich sein und nur 2 Kerne und die auch nur mit maximal 60% Leistung benutzen. Das ist für den Tabletbetrieb erstmal ausreichend. Damit kann man auch Netflix schauen ohne das es ruckt. Ihr seht unter dem Smiley noch „powersafe“ das ist der Governator, eine Kerneloption, die Energiesparen über Spaß an der Reaktion stellt 😉 Es geht auch der „iss mir doch egal wie schnell der Akku leer ist“ Modus ;D

An der Stelle rate ich dazu das Gnome-Tweaktool zu installieren und sich Gnome einzurichten. Ich habe jetzt drei Bildschirmseiten voll Extentions mit sinnvollen Funktionen auf dem Tablet und damit lebt es sich gut. Extra fürs Surface Book, gibt es einen Batterieanzeiger, der rechnet das wohl leicht anders aus, wie es scheint.

Bevor wir mit der Sektion „Spaß haben“ weitermachen, hier noch die traurige Nachricht:

Eurer Tablet bleibt vorerst blind.

Der Kamerasupport im i915 IPTS Patch ist im Stand heute, 4.3. 2019, noch nicht enthalten. Jake hat das nach unten priorisiert. Das kann ich verstehen.

Ich hatte ja im letzten Artikel damit geendet, daß der Touchsupport nach 5 Minuten wieder weg war. Da bin ich Euch ja noch eine Information schuldig. Ja, leider die Kernelpatche sind nicht dauerhaft stabil. Einige Stunden können es schon mal sein, aber wer viele Events auslöst, der riskiert, daß einer zum Treibercrash führt. Das ist allerdings kein Grund zum Reboot, sondern nur zum Anklemmen der Tastatur. Als Root müßte Ihr das eingeben:

rmmod intel_ipts;modprobe intel_ipts

und schon geht es wieder. Bei Wifiproblemen ist das nicht ganz so leicht, da ist ein Reboot schneller.Kommt aber auch seltener vor.

Ok, genug der schlechten Nachrichten, jetzt, also für Euch übermorgen geht es mit dem nächsten Beitrag „Spaß haben“ weiter ! Da lassen wir das Tablet mal Android sowas von alt aussehen, daß die Schwarte kracht 😀

Das Linux Tablet dreht auf!

Tablet ohne Tabletfunktionen: INTEL i915 IPTS

„Das kann nicht wahr sein!?“ Durchatmen.. “ ***** **** *** ***** *********** **** *********!“ ist besser so. Das kann einfach nicht wahr sein, oder ? Da hatte man ein Probegerät, daß sofort ging, und dann sowas. Stand der Dinge: Ein sehr teures, wenn auch recht leistungsfähiges Laptop mit nur einem USB Anschluß und einem Pappdeckel als Tastatur!

INTEL i915 IPTS

Das Ende vom Lied, M$ hatte dem Pro4 neue spezial Hardware von Intel spendiert um es mit dem i7-6th Gen auch voll ausreizen zu können. Natürlich hatte Intel M$ alle Infos gegeben um mit dem Chipsatz zu arbeiten, aber der freien Welt hatte man das nicht rechtzeitig mitgeteilt. Also: kein Touch, WLAN nur begrenzt, keine Kameras, und davon hat das Tablet gleich zwei Stück.

Auch wenn es im Dorf Braunschweig das zweite Tablet mit Linux war, in der Welt war es das nicht. Andere hatten das Problem auch schon vorgefunden und keine Lösung gehabt, bis Jake Day in seinem GithubRepo eine Patchserie für den Kernel veröffentlichte, und damit einen Teil des Problems löste.

Kernel selber bauen

Oh man, den Kernel also selbst bauen. Wieso nicht, habe ich früher öfter gemacht und einige GrSecurity Bugs behoben. Eigentlich hatte ich ja gehofft, daß diese Zeiten vorbei wären, aber watt mutt, datt mutt sagten sie auf dem Dorf meines Onkels immer. Daher für Euch jetzt die Anleitung, wie man das macht.

Jetzt muß ich vorher sagen, daß Jake seine Anleitungen für Ubuntu & Co geschrieben hat, was einige Adaptionen für Fedora nötig gemacht hat. Die kommen teilweise von Zak Myth.

Vorbereitungen

Ich habe mir das Leben einfacher gemacht und erstmal den SSHD so umkonfiguriert, daß ich mit Schlüssel auf das Surface drauf konnte und alle Kommandos vom PC absetzen konnte. Solltet Ihr auch machen, weil das TypeCover zwar funktioniert, aber nicht so schön, wie die eigene Tastatur ist 🙂

Zunächst mal die Tools, die wir brauchen werden installieren:

dnf groupinstall „Development Tools“
dnf groupinstall „C Development Tools and Libraries“
dnf install elfutils-devel openssl-devel perl-devel perl-generators pesign ncurses-devel

Dann brauchen wir natürlich den Source:

cd /root
mkdir -p kernel/4.19.23
mkdir -p patche/4.19
cd patche/4.19
git clone https://github.com/jakeday/linux-surface.git

Jetzt Setupen, also einstellen was man an Patchen haben will. Hibernate wäre clever, wenn man keine verschlüsselte Festplatte hat.

chmod 700 setup.sh
./setup.sh
cd /root/kernel/4.19.23
git clone git://git.kernel.org/pub/scm/linux/kernel/git/stable/linux-stable.git .
git checkout v4.19.23
vi Makefile

Hier ändern wir jetzt den Wert für „EXTRAVERSION“ auf z.B. „-surface-pro4“ . Damit bekommt man einen Zusatz am Kernelfile, was im Grubmenü später für Klarheiten sorgt. Wir wenden die Patche auf den Kernel an:

for i in ../../patche/4.19.23/patches/4.19/*.patch; do patch -p1 < $i; done

kopieren die aktuelle Fedora Kernelconfiguration, die ja so schlecht nicht ist :

cp /boot/config-4.20.6-200.fc29.x86_64 .config

man muß aber beachten, daß Ihr den für Euch neuesten Kernel und dessen Config benutzt! Dann erzeugen wir ein Backup:

make oldconfig

passen die config an :

vi .config

make -j `getconf _NPROCESSORS_ONLN` bzImage
make -j `getconf _NPROCESSORS_ONLN` modules
make -j `getconf _NPROCESSORS_ONLN` modules_install
make -j `getconf _NPROCESSORS_ONLN` install

und reboot.

Und wer vorher mal das Bootmenü wie im Artikel Wie man den GRUB2-EFI-Bootfont ändert beschrieben angepaßt hat, der kann sich jetzt auch den eigenen Kernel aussuchen ohne Augenschäden befürchten zu müssen.

Der Rückschlag

„Nichts ist, wie es scheint.“ der Leitspruch aus dem Film 23 trifft natürlich mal wieder voll ins Mark. Surface bootet nicht, weil dem Kernel nicht vertraut wird. Also muß man dem Surface Bios sagen, daß es doch bitte mitspielen soll. Am Ende wollte es nicht mitspielen ohne einen roten Balken einzublenden, daß wir ohne trusted Plattform usw. arbeiten und dann gings.

Der Kernel triggert dann im Bootprozess SELinux an, doch mal alles umzulabeln, weil ist ja jetzt per Se unsicher usw. Nervig 5 Minuten später der nächste Reboot und nun kanns endlich losgehen.

Und ja.. TOUCH GEHT! \o/

Wie jetzt, daß geht nur 5 Minuten lang ?

Mehr dazu im nächsten Teil der Serie 😀

Das Surface Pro 4 mit dem Linux Touch