Office: Tabellen als Bild abspeichern

Ihr wollt eine Tabelle aus OpenOffice Calc als Bild abspeichern? oh nein, so ein Pech, das geht nämlich nicht. Aber es gibt eine Lösung 🙂

Office: Tabellen als Bild abspeichern

Wer noch OpenOffice benutzt hat ein kleines Problem, auch wenn man will, man kann keine Tabellen als Grafiken speichern. LibreOffice kann das aber, also braucht Ihr nichts weiter machen, als das Dokument auf einen LibreOffice PC zu öffnen und das dort zu machen:

Libreoffice: Tabelle mit einem ContextMenü in dem man die Tabelle als Grafik abspeichertBeispiel mit einer Tabelle, die die Expotentialfunktion erklärt.

In LibreOffice klickt Ihr einfach die Tabelle an und dann im Rechte Mausbutton „Als Bild exportieren“ auswählen.  Nun dürft Ihr das Bild speichern, aber es ist wichtig, daß Ihr die Grafik nicht einfach als PNG abspeichert, sondern als SVG. Das ist erstmal ein Vector Grafikformat und damit skalierbar und deutlich kleiner als ein PNG 😀  Leider muß man das immer auswählen, da PNG voreingestellt ist. Die PNG Speicherfunktion leidet zudem unter einer „Ich lebe noch im Jahr 2000“ Auflösung. Die Bilder sehen nicht wirklich gut aus. Aber, mit SVG, ist es einfach superscharf, egal auf welchem Display 😉

LibreOffice doch keine Alternative zu OpenOffice ?

Wer von LibreOffice enttäuscht ist und lieber OpenOffice benutzen will, ich kann es verstehen. Man sollte ja annehmen, daß LibreOffice als „das“ gepflegtere Officepaket weniger Probleme hätte, ergo auch „kompatibler“ ist. Leider ist das nicht so. Meine Fedora LibreOfficeversion konnte genau „gar kein“ Dokument öffnen und ist dabei auch noch laufend abgeschmiert. Da das Update von Fedora 23 auf 24 auch noch meine OpenOffice Installation ungefragt durch LibreOffice ersetzt hat, ist es Zeit für einen Neustart.

Erstmal weg mit der Zwangsbeglückung

Zunächst löschen wir mal LibreOffice, weil es sich mit einer RPM basierten Installation von OpenOffice beissen würde:

dnf erase "libreoffice*"

Dann laden wir uns OpenOffice von einem Mirror herunter:

http://ftp-stud.hs-esslingen.de/pub/Mirrors/ftp.apache.org/dist/openoffice/4.1.3/binaries/de/Apache_OpenOffice_4.1.3_Linux_x86-64_install-rpm_de.tar.gz
http://ftp-stud.hs-esslingen.de/pub/Mirrors/ftp.apache.org/dist/openoffice/4.1.3/binaries/de/Apache_OpenOffice_4.1.3_Linux_x86_langpack-rpm_de.tar.gz

In der Version ist der letzte Hotfix auch drin, also kann das ohne weiteres installiert werden.

Dazu legt Ihr am besten einen leeren Ordner an, z.B. Programme/OpenOffice :

tar xzvf Apache_OpenOffice_4.1.3_Linux_x86_langpack-rpm_de.tar.gz
tar xzvf Apache_OpenOffice_4.1.3_Linux_x86-64_install-rpm_de.tar.gz

Dann wechselt hier in das Verzeichnis „de/RPMS“ (cd de/RPMS) und führt den Befehl aus:

sudo dnf install *x86_64.rpm ./desktop-integration/openoffice4.1.3-redhat-menus-4.1.3-9783.noarch.rpm

Das installiert die 64Bit Version von OpenOffice. Wer die 686er Version braucht, muß das etwas anpassen.

Kaum das OpenOffice korrekt installiert ist, kann man auch wieder Excel 2007 Dokumente öffnen, die man leider im Geschäftsleben braucht.

Jetzt die Fragen an Euch:

Welche Probleme habt Ihr mit Eurem Officepaket ?
Funktioniert Libre bei Euch sauber, oder seid Ihr auch auf OpenOffice angewiesen ?Misfällt Euch der Startbildschirm von Libre auch so wie mir ? Der sieht irgendwie „Billig“ aus.

Ich bin gespannt auf Euren Input.

Sicherheitslücke in OpenOffice muß manuell gefixt werden

Für alle unter Euch die OpenOffice einsetzen und die Updates nicht per Distro bekommen: Ihr müßt jetzt aktiv werden!

OpenOffice hat eine „schwere“ Sicherheitslücke : CVE-2016-1513 Ein manipuliertes Officefile zu öffnen reicht schon aus.

Zunächst mal müßt Ihr auf OO 4.1.2 updaten, sofern Ihr das noch nicht gemacht habt. Dazu müssen die Pakete erstmal geladen werden. Hier die Downloadlinks für Fedora/RedHat :

Download

http://netcologne.dl.sourceforge.net/project/openofficeorg.mirror/4.1.2/binaries/de/Apache_OpenOffice_4.1.2_Linux_x86-64_install-rpm_de.tar.gz

Dann braucht Ihr noch den Patch für den HotFix :

https://archive.apache.org/dist/openoffice/4.1.2-patch1/binaries/Linux64/apache-openoffice-4.1.2-patch1-apply-Linux64.zip

Update Openoffice

  1. Das Archiv auspacken und dann in das RPMS Verzeichnis wechseln
  2. mit „su“ Root werden
  3. rpm -U *rpm

Install Patch

  1. Den Patch auspacken. Ihr findet eine Datei namens libtl.so
  2. mv {PFAD zum ausgepackten Archiv}/libtl.so /opt/openoffice4/program/
  3. Die Frage nach de Überschreiben bejahen.

Fazit

Ja, es ist ein HotFix. HotFixe sind dämlich einzuspielen, aber der ganze Updatemechanismus von OpenOffice ist nicht mehr zeitgemäß. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten, ich stelle allen ein Repository zur Verfügung, aber dann gehen Hotfixe unter, oder wir wechseln zu LibreOffice, weil das im Repo von Fedora gepflegt wird.

Pikant an der Lücke ist, das sie seit dem 21.Juli bekannt ist und erst jetzt ein Fix verfügabr ist. Kein Gutes Zeichen für OpenOffice.