Surface: TypeCover defekt :(

Gebrauchte Geräte sind so ein Ding, kann gut gehen, muß aber nicht. Deutlich zu niedrige Preise bei Ebay sind auch so ein Ding, kann ok sein, könnte aber auch Fake oder geklaut sein. Um das alles mit einem Linux Tablet zu verbinden, drehen wir die Zeit nochmal 7 Monate zurück….

Ein gebrauchtes Surface Pro 4

Aufgrund der Neukosten und Verfügbarkeit, ersteigerte ich im Guerillaverfahren im Februar ein gebrauchtes Surface Pro 4 auf Ebay. Ihr kennt die Geschichte ja. Im Juni setzte für einen Tag der Lüfter aus, weswegen es zu dem Geflimmer kam:  „Das wars dann mit dem Linux Tablet 🙁

Vor ein paar Wochen, ging plötzlich die Tastatur aus und ich meine aus, weil die Lichter der Tastaturbeleuchtung das deutlich zeigten. Ich hab erst gedacht, daß der USB-Hub nicht mehr will, und die Tastatur abgezogen und dann wieder dran gesteckt, was auch für wenige Minuten geholfen hat, bis die wieder ausgefallen ist. An dem Tag ging da nichts mehr, was komisch war.

Einen Tag später aka. zu Hause, ging die Tastatur dann wieder anstandslos! Technik halt. Ab und zu gabs mal einen kurzen Ausfall, aber ein Muster lies sich nicht ableiten. Um Kontaktschwierigkeiten auszuschliessen, wurden die Kontakte und Pins kurz geschliffen. Es änderte sich nichts. Egal wie man es knickte und kickte, es gab einfach keinen gezielten Ausfall. Damit war die Sache erstmal erledigt, weil Abziehen und wieder dranhängen half … bis Vorgestern. Da war Schluss. Ende, aus, tod.

Ihr erinnert Euch, ich hatte ein englisches Typecover mitbekommen, da fehlt die Taste mit dem „|“ Pipezeichen, was bei Linux ein echtes Problem bedeutet. Also habe ich mir bei Ebay ein gebrauchtes deutsches Typecover zugelegt. 12 Monate Garantie und unter 24h angekommen. Super.

Fazit

Bei Ebay gebraucht kaufen, kann durchaus klappen 🙂

Für Surface Pro Besitzer kann ich nur empfehlen, sich einen anderen Besitzer zu suchen und einfach mal die Typecovers umzuhängen. Geht es an beiden Geräten nicht, ist das TypeCover hin. Da die auch gebraucht nicht billig sind, da bekommt man einen schnellen Ryzen 1500 für, lohnt sich der Gang zum Surface Kollegen immer, egal ob der Windows oder Linux fährt.

 

 

Steuerbetrug durch Ebaykauf

Man bestellt ja öfters mal was bei Ebay, das, obwohl Deutscher Versand dran steht,  meistens dann doch per Luftfracht aus China kommt. In der Regel ist das kein Problem, solange der Betrag unter 25 € bleibt. Wenn er drüber liegt, gibt man halt eine Zollerklärung ab, zahlt die fällige Steuer ( gemeinhin als Zoll bekannt ) und nimmt seinen Neuerwerb mit.

Die Sache mit dem Zollwert

Soweit, so klar, außer.. ja, außer man fällt auf einen weit verbreiteten Trick der Ebay Verkäufer rein: Den Lockvogeleintrag. Dabei hat der Artikel einen auffallend geringen Wert, aber vergleichsweise hohe Transportkosten. Für den Käufer ist das erstmal egal, weil er dem Verkäufer ja den Gesamtbetrag überweisen muß, aber dem Zollamt ist das nicht egal.

Beispiel:

Der Artikel kostet 21 € Warenwert und 110 € Transport aus China.

Der zu zahlende Zoll, setzt sich aus dem Warenwert und den anteilig in der EU abgewickelten Transportkosten zusammen. d.b. vereinfacht : Warenwert € + Transportkosten € * Anteil EU  = Zollwert € .

Bis Peking sind es im Landweg rund 7500km, davon entfallen auf das Gebiet der EU ca. 600km ( Frankfurt/Main -> Polen Ostgrenze ) so kommen wir vereinfacht auf :  21 € + 110 * 6/75 = 29,80  € . Für 4,80 € müßte also die Einfuhrsteuer und Mehrwertsteuer berechnet werden, weil es ja die 25 € Freigrenze gibt.

Würde der Artikel aber 110 € kosten und die Transportkosten wären bei 21 € , sähe das so aus : 110 € + 21 * 6/75 = 111,68  € abzüglich 25 € wären das dann 86,68 € statt der 4,80 € oben. Da waren die hohen Transportkosten ja eine super Sache, oder ?

„Einmal 2 Jahre auf Bewährung bitte..“

Joar.. das Super bringt Euch allerdings dümmstenfalls in den Knast und bestenfalls eine Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung. Natürlich will der Staat den Zoll auf die 86,68 € haben und unterstellt Euch und dem Verkäufer, die Kosten für den Transport extra hoch angegeben zu haben, und damit hat er bei Ebay vermutlich Recht, denn der Verkäufer war nur auf eine gute Platzierung seines Produkts scharf, weil die meisten Käufer nach Preis sortieren und ein kleiner Warenwert eine vordere Position gewährleistet. Wenn man als Käufer erst mal für das Produkt Feuer gefangen hat, nimmt man ggf. auch hohen Extrakosten in Kauf.

Resultat der Aktion: Ihr bekommt ein Steuerhinterziehungsverfahren an die Backe und der chinesische Verkäufer lacht sich einen Ast. Gut, der lacht sich nur solange schlapp, bis auch bei ihm wegen gewerbsmäßiger Anleitung zum Steuerbetrug die Handschellen klicken, aber wer weiß schon wie lange das dauert.

Ihr glaubt das nicht ? Na dann geht mal zum Zollamt und laßt Euch erklären, wie das berechnet wird. Da könnt Ihr auch gleich mal lernen was Tacacs ist, wie der Zoll Währungsumrechnungen macht und ob es eine gute Idee war, 10 T-Shirts aus Honduras zu importieren.

Randnotiz 1:

Ist es nicht. Da müßt Ihr eine Einfuhrgenehmigung erwirken. Wenn die gleichen T-Shirts kurz auf dem Boden der USA waren, dann übrigens nicht mehr, dann gibts 2.3% Pauschalverzollung 😀 Honduras war nur ein Beispiel, weil die USA massenhaft aus Honduras importieren, es hätte auch Panama, Mexiko oder sonst ein Dritteweltland sein können.

Randnotiz 2:

Die Beispiele oben sind vereinfacht um das Konzept zu verdeutlichen, in der Realität ist es ein klein wenig komplizierter, aber ihr wolltet ja ohnehin mal beim Zoll vorbeigehen und fragen 😉

Fröhliche Bugzeit Euch allen

Fröhliche Bugzeit meine Lieben \o/ .. „Hey, Sie da!“ „ähh, ja?“ „Sollte das nicht Backzeit heißen?“ „Nein, das ist schließlich ein IT-Blog und keine Bäckerei!“

Fröhliche Bugzeit allerseits!

Alle Jahre wieder kommt die Bugzeit über uns. Derzeit sind es besonders viele Bugs in Fedora 28 und seit gestern, habe ich auch noch 4 Bugreports bei EBAY laufen und ich meine echte Anwendungsfehler. Da werden harmlose Bewertungstexte als vulgär bezeichnet, Nachrichten des Supports erreichen uns als HTML-CODE, falsche Fehlermeldungen eingeblendet, die mit der Sachlage nichts zu tun haben, und anderer Krams.

Auf der Fedorafront kommt ein Cinnamon Bug hinzu, der Icons von Programmen in der Leiste verschwinden läßt, Cairo wird für F29/30, aber nicht für F28 aktualisiert, weswegen F28 noch einen Bug mehr hat, als es bräuchte. Zu allem Überfluß hatte Skype dann heute auch einen technischen Ausfall, weil es Anrufe nur simuliert, statt sie durchzuführen 🙁

Der Hohn ist aber ein neues Meldegesetz für IT-Sicherheitslücken des Bundes! Als wenn von denen jemand wüßte wie das geht, geschweige denn, wie langwierig und kräftezehrend so ein Bugreport sein kann 😀

Und da sag noch mal wer, man solle nicht in Sarkasmus verfallen, bei soviel gehäuften Fehlverhalten. Manchmal glaube ich, daß es an ein Wunder grenzt, daß wegen der vielen Softwarebugs keine Leute sterben.