Schluss mit Windows 7 .. LPD in Braunschweig

Es ist mal wieder soweit, der Linux Presentation Day (LPD) 2019.2 ist da! In Braunschweig geht unter anderem um Datenschutz und … „Schluss mit Windows(7)“ 🙂

„Schluss mit Windows 7“

Das Schwerpunktthema des zweiten LPD in diesem Jahr lautet „Schluss mit Windows 7“

Am 14. Januar 2020 läuft der Support von Windows 7 SP1 endgültig aus, das Betriebssystem bekommt dann regulär letztmalig Sicherheitsupdates. Als Fortsetzung bliebe dann nur noch WIN10: Aber, will man das? Und, braucht man das?

Wir sagen: NEIN!

Neben Win7 haben wir diesmal auch wieder Linux auf dem Tablet im Angebot, Hardcore Tabellenkalkulationing mit Libreoffice, Besucher können verschiedene Linuxsysteme in der Selbsterfahrungsecke ausprobieren, Wir geben wieder Anfängervorträge zu Linux und natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Wie waren noch mal die Eckdaten?

Veranstalter: Die Braunschweiger Linux Usergroup
Ort: Haus der Talente, Elbestraße 45, Ecke Saalestraße, Braunschweig-Weststadt
Zeit: Samstag, 16.11.2019 an 13 Uhr bis ca. 18 Uhr.
Eintritt: frei \o/

Mehr Infos aus https://bs-lug.de .

Fedora wird DoH nicht in Firefox aktivieren

Guten Nachrichten von Fedora. Wie wir so eben einer relevanten Fedora Mailingliste entnehmen konnten, planen die Fedora Entwickler das DoH in Firefox nicht zu aktivieren, wenn es kommt.

DNS over HTTPS in Firefox

Das Thema hat ganz schön für Wellen gesorgt. Ohne mich zu wiederholen, ist die Essenz über DoH, daß es vom Prinzip her ok ist, aber eben durch die Zentralisierung im Firefox auf Cloudflare so nicht akzeptabel ist. Da der Bundesdatenschutz ähnliche Bedenken gezeigt hat, wie sie auch mir und Anderen gekommen sind, würde das in Europa für Mozilla vermutlich nicht besonders gut ausgehen, um nicht zu sagen, daß es ein sehr teures Experiment würde.

Ein Fedora Entwickler bekundete in der ML dann auch, daß es in der Form nicht defaultmäßig aktiviert sein wird. Zieht  man sich aber Firefox von der Mozillaseite direkt, z.b. wegen einer ESR Version, wäre das natürlich anders.

Ich für meinen Teil sage, daß jemand, der am DNS rumspielt, extrem viel Ahnung davon haben sollte, was DNS für alle bedeutet, um sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Mozilla und Cloudflare zähle ich jetzt nicht zu dem Kreis, sonst wäre diese Entscheidung so nicht gefallen. Da ich das Thema erst heute in einem 90 Minütigen Vortrag mal von mehreren Seiten beleuchtet habe, kann ich sagen, daß so „simple“ der Dienst auch erscheinen mag, alle nachträglichen Security Erweiterungen sind daran gescheitert. DNS SEC z.b. hat zwar für Vertrauen in das Ergebnis gesorgt, ist aber auch nicht in allen Ecken und Enden der Server und Desktopanwendungen angekommen. Man mag es nicht glauben, aber das Fedora Repo kennt gerade mal eine Handvoll Pakete und die meisten davon sehen aus, als wenn es nur Teile ein und desselben Programms sind.

DNS-over-TLS, was technisch DNS-over-HTTPS sehr nahe kommen wird, ist auch so ein Krisenfall. Die Ursache dafür liegt darin, daß gute Krypto immer bedeutet, daß mehr in Aufwand, Rechenleistung,Zeit und Datengröße investiert werden muß, was es insgesamt teuer und langsam macht. Das wollte Mozilla mit dem Alleingang vermutlich vermeiden, aber dafür die Privatsphäre opfern geht ja mal gar nicht. Aber vielleicht meinten sie das ja auch ironisch, weil die Verschlüsselung sollte ja genau das verbessern, was es faktisch natürlich nicht tut 🙂

Gegen die Idee, daß auch der Inhalt von DNS gegen abhören gesichert ist, spricht außer der Rechenleistung, dem Keymanagement, der Datenblockgröße eigentlich nichts.  Allerdings habe ich so meine Zweifel, ob das in den 1 $US IoT Chips jemals sauber implementiert sein wird.

Bleibt nur zu hoffen, daß das Ziel Encrypted DNS irgendwann mal funktioniert.