Verräterlampe

Wie schon in einem früheren Artikel befürchtet, schreitet die Heimautomatisierung unaufhaltsam voran. Sie schreckt dabei auch nicht vor Geheimnisverrat zurück, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.

Gestern wurde bekannt, daß LED-Lampen des Herstellers Lifx ein Sicherheitsproblem haben. Durch geschicktes Senden von WLAN Paketen an die Smarten LED-Lampen, kann ein Angreifer an das WLAN Passwort des verwendeten Netzwerkes gelangen. Das liegt darin begründet, daß sich die Lampen selbst vernetzen, so lange min. eine Lampe ins WLAN Netz einkonfiguriert wurde. Nötig ist das, damit man den Lampen der Handy App sagen kann, wie hell man es gern hätte.

Abhilfe schafft ein Firmwareupdate, aber mal ehrlich: Wer updated schon seine Deckenlampen ?

Quelle: http://contextis.com/blog/hacking-internet-connected-light-bulbs/

 

Dichtungstrojaner

Mit Liebesgedichten versuchen Kriminelle derzeit Ihnen Trojaner unter zu jubeln.

Zitate wie diesem :

„Den richtigen Mann liebt man zweimal, einmal am Anfang und dann immer.

K. Hoyer“

folgen Anlagen von Emails wie „6434.zip“  worin dann z.b. das „gambling584.doc“ steckt.

Als treuer Leser dieses Blogs wissen Sie jetzt natürlich bereits, daß das ZIP zur Verdeckung des eigentlichen Trojaners dienen soll, in der Hoffnung, daß die Antispamstools das Zip nicht auspacken. Das Word Document ist wie immer an Windows User gerichtet und sollte auf keinen Fall geöffnet werden.

Neu ist die Gedichtsmasche übrigens nicht. Damit die Heueristiken der Antispamtools nicht so fündig werden, benutzen Spammer schon lange zufällige Textzeilen in den Emails, um die Erkennungsrate niedrig zu halten.

Wem das Gedicht nicht schon merkwürdig vorkam, kann sich natürlich auch mal den Header der Email ansehen:

Received: from [46.27.99.195] (helo=tgssand-soil.com.au)
	by XXXXXXXXXXXXXXXXXXX with smtp (Exim 4.80.1)
	(envelope-from .de>)
	id 1X2Tpg-0007uw-Ha
	for XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX; Thu, 03 Jul 2014 02:21:57 +0200

Da es sich im eine Deutsche Adresse handeln soll, fällt natürlich der australische Server sofort ins Auge. Da paßt so natürlich nicht zusammen.

X-Mailer: Ironhandedly v3.6

Wie uns Google glaubhaft versichert, gibt es dieses Emailprogramm nicht 🙂

Mehr Beweise braucht man eigentlich nicht mehr um es als Trojaner zu identifizieren. Also weg damit in die digitale Mülltonne.

 

 

 

deutsche Facebookfreunde kosten am wenigsten

Sie haben sich doch bestimmt immer schon mal gefragt, warum einige Unternehmen auf Facebook soviele Fans haben, ohne daß das Unternehmen irgendwas sinnvolles herstellt, oder megacool ist.

Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz einfach: Die Fans sind gekauft.

Wenn Sie jetzt noch wissen wollen, was der Spaß so kostet, hier eine aktuelle Liste:

AnzahlPreis
10000 Österreicher Fans€ 499,98
10000 Schweizer Fans€ 499,98
10000 Fans DE/EU/US€ 99,98
10000 Deutsche Fans€ 319,98
1000 Schweizer Fans€ 99,98
1000 Österreicher Fans€ 99,98
1000 Deutsche Fans€ 59,98
1000 Fans DE/EU/US€ 14,98

Wie Sie der Liste entnehmen können, sind deutsche Facebook Fans echte Billigware. Wenn Sie rausbekommen haben wieso, können Sie die Auflösung gern als Kommentar mitteilen 🙂 Ist übrigens eine deutsche „Firma“ die diese Dienstleistung anbietet.