Was tun, wenns brennt ?

Die gute Nachricht vorweg, wir haben es unbeschadet überlebt. Was habt Ihr überlebt,  werdet Ihr fragen? Einen Küchenbrand. Ich hoffe, Ihr nehmt es mir nicht übel, wenn ich dies auch über das OSBN verbreite, da es ein wichtiges Thema ist. OSS kommt aber auch vor 😉

Das Feuer

Ja, gestern hat es bei uns in der Küche einen Mikrowellen/Backofenbrand mit Rauchgasentwicklung und allem Drum und Dran ohne Feuerwehr gegeben.  Nach 5 Minuten Betriebszeit sind zwei Brötchen vom Backofen in Holzkohlebriketts verwandelt worden, ob Flammen aus dem Gerät schlugen, wissen wir nicht, aber es gab Austrittsablagerungen und die Bude war gefüllt mit Rauchgas, was dann auch irgendwann, lange nach dem Ende des eigentlichen Brandes, einer der Rauchmelder fand, kundtun zu müssen.

Um die Zusammenhänge zu verstehen, muß man wissen, daß unsere Küche an einen Flur grenzt,  der das Wohnzimmer und ein Schlafzimmer über einen weiteren Flur anschliesst. Also eigentlich sind es zwei Flurzimmer, die mit einem Türrahmen ohne Tür verbunden sind.

Also:

Küche --> Flur 1 ( kein RM ) -> Flur 2 ( RM ) --> Schlafzimmer ( RM )
      '-> Bad ( kein RM )                     '-> Wohnzimmer   ( RM )

Naturgemäß baut man in Küchen keinen Rauchmelder ( RM ) ein, was in unserem Fall aber echt von Vorteil gewesen wäre, weil der eher angesprungen wäre. Deswegen wäre logischerweise der Rauchmelder in Flur 2 eigentlich derjenige welche, der den Brand hätte melden sollen. Hat er auch, ca. 10 Minuten nachdem der Rauchmelder im Schlafzimmer Alarm gegeben hatte, weil wir zur Entlüftung die Treppenhaustür geöffnet hatten.  Es zog so vermehrt Rauch durch diesen Flur.

Was tun, wenn es gebrannt hat ?

Wenn es akut brennt, ist die Antwort natürlich : in Sicherheit bringen und wenn es gefahrlos möglich ist, den Brand löschen/ersticken. Den letzten Part hat die Mikrowelle für uns übernommen, die den Brand eingedämmt und erstickt hat ( einfach weil die Tür zugeblieben ist und der Sauerstoff in der Kammer aufgebraucht wurde.

Jetzt die entscheidende Frage, was macht man danach ?

Die Bude stank erbärmlich nach angebranntem Brötchen und der Rauch stand in der Küche.

Der Feuerwehr war leider kein Mittel gegen den Gestank zu entlocken, wohl aber der Hinweis, alle Flächen, Polster und Teppichböden abzuwaschen und natürlich lange durchlüften zu lassen. Das würde dann von alleine weggehen.

Tja, also so schlau war ich dann auch ohne Feuerwehr 😉 Und damit Ihr und die Jungs dort noch was lernen könnt.. ich präsentiere :  Die Billichdampfreinigung für Anfänger .

Man nehme :

1 Badewanne und fülle sie mit ganz heissem Wasser ( Datt mutt dampfen Leute )
1-2  große Töpfe mit Wasser + einen Schuss Essig

Das Wasser ordentlich zum Kochen bringen und kochen lassen.

Wer einen zweiten Kopf hat, denn auch mit Wasser und Essig füllen und zum Kochen bringen, dann auf Untersetzern in der Wohnung verteilen. Es gilt, je mehr wasser drin ist, desto besser, weil das länger die Verdampfungstemperatur hält! Deswegen auch die Badewanne.

Was passiert jetzt ?

Der Dampf verteilt sich wie vorher der Rauch in der Wohnung. Der Effekt kommt auf Eure Verdampfungsmenge an, aber das dürfte auf der Hand liegen 😉  Der Wasserdampf verbindet sich in der Luft mit dem Rauch, setzt sich auf allen Wänden und Gegenständen ab und löst damit die Rauchpartikel. Der Essig im Wasser verbindet sich mit den Rauchpartikeln und neutralisiert die Aromen. Es riecht auch eine Weile nach Essig, aber das ist um Längen besser als der Brandgeruch 🙂

Innerhalb von 4 Stunden habe ich mit nur einem Topf, eine umfangreichere Gestankbekämpfung hinbekommen, als mit 10 Stunden Dauerlüften! Und wir haben Ventilatoren eingesetzt um den Abzug zu beschleunigen! Nach ca. 15 Stunden Lüften + Wasserdampf merkt man jetzt nur noch wenig von dem Vorfall. Damit ihr das einschätzen könnt, man hat die Hand kaum mehr vor Augen gesehen, so stark wars verraucht.  Ich muß allerdings sagen, ich habe auch alle Flächen abgewaschen, das wird auch geholfen haben. Wir werden noch die Teppiche reinigen und die (nun defekte) Mikrowelle entsorgen.

Analyse zum Rauchmelder ?

Als OSS Anhänger muß ich mir jetzt die Frage stellen, ob ich den Rauchmelder selbst prüfen könnte und damit ist nicht der Selbsttest per Knopfdruck gemeint 😉 ich könnte was brennbares entflammen und drunterhalten, aber damit wäre nur bewiesen, daß er auf diesen Rauch richtig reagiert. Wieso er auf den gestrigen Brand nicht zeitnah reagiert hat, wissen wir dann immer noch nicht.

Wäre es ein OSS Rauchmelder, könnten wir das hoffentliche Logfile auslesen, interpretieren und selbst prüfen, was passiert ist. Deswegen habe ich kurz Google gequält, ob es OSS Rauchmelder gibt, weil das bestimmt spannend wäre. Leider gibt es das noch nicht. Da ich demnächst einen Rauchmelder mit Technik zuviel habe 🙂 , müßte man mal ein bisschen Reverse Engeneering machen .. vielleicht hat ja der Eine oder Andere Leser schon Erfahrungen damit gemacht. Wenn ja, hinterlaßt bitte einen Kommentar.

Macht weiter so Spammer

Man sollte doch ab und zu mal in den Spamordner seines Blogs schauen 😉

Aksimet filtert ja zu fast 100% Spams aus, die extra für Blogs geschrieben werden, dummerweise sieht man dann die Lustigen Inhalte nicht. Von den ganz banalen SexLinkpostings mal abgesehen, die keinen weiteren Inhalt haben, schicken einem die Spammer täglich abwitzige Versuche zu, doch irgendwie als Kommentar durchzugehen.  Ist die reinste Plage, hat auch was gutes, denn so seht ihr ungeschönt, welches Euer erfolgreichster Blogbeitrag ist.

In meinem Fall : Google PLATZ #1 für „virus einschreiben“ 😀 Strike !

Leider kann ich Euch keine Auszüge geben, sonst glaub noch son Spambot, er wäre mit seinem Posting durchgekommen. In dem Fall würde man den wohl so schnell nicht mehr los werden 😀

Also liebe Mitblogger, lest Eure Spamkommentare mal, da findet sich was zu lachen 🙂

Sparkassen-Shop mit Tracking und unsicheren Webseiten

Da wollte man so harmlos mal die Webseiten der Braunschweigischen Landessparkasse aka. Norddeutsche Landesbank oder kurz NORD/LB, benutzen, da zieht ein merkwürdiger Werbelink meine Aufmerksamkeit auf sich : http://www.sparkassen-shop.de

Hätte ich mal nicht hingeschaut :

SSL-Report des Sparkassen-shops mit Fehlermeldungen. Die Webseite ist als unsicher markiert und der Schlüssel entspricht nciht mehr so ganz den Ansprüchen an einen sicheren SSL Key

SSL-Report des Sparkassen-shops

Wie man schön sehen kann, stimmt was mit der HTTPS Seite nicht, weil der Browser schon von sich aus warnt, daß unsichere Links enthalten sind. Da sowas mein Job ist, kurz mal FireBug aktiviert und nachgesehen. Das hätte ich mal besser nicht machen sollen 😀

oh wie peinlich :  ERWISCHT beim Tracken

Da fand sich dann folgender Trackinglink der hauseigenen PIWIK Installation:

<img src=“http://piwik.sparkassenverlag.de/piwik/piwik.php?idsite=18″ style=“border:0;“ alt=““ />

sowas gehört auf einer HTTPS Seite natürlich auch mit HTTPS:// eingebunden !
Lustigerweise macht der Code-Schnippsel von PIWIK selbst, das richtig 🙂

Damit haben wir die Quelle der Browsermeldung, aber wenn wir schon dabei sind,  was zum Geier soll das sein ?!?

<a href=“http://www.blsk.de“ target=“_blank“>

Seit wann braucht man hardgecodete HTML Entitätsersatzanweisungen aus dem UTF-8 Zeichensatz für ein simples „://“ ?!?

Da kann man nur mit dem Kopfschütteln 🙂

Schlüssellängen

Aber warum habe ich jetzt eigentlich in dem SSL-Report die Schlüssellänge und den HASH-Algo markiert ?

Für die meisten (Männer) gilt die Formel :  Länge * Angelerfahrung => Menge(Selbstbewußtsein), lustigerweise gilt das auch für Webseitenverschlüsselungen. 2048bit Schlüssellänge waren vor Jahren mal empfohlen als ausreichend, ein paar konservative Fachmenschen würden das heute noch empfehlen, aber für eine Bank, da kann man nur zu einer vernünftigen Schlüssellänge von 4096+ Bits raten. Denn das sollte ja wohl sicher sein, oder war Fort Knox mit Wattebällchen abgesichert ?

Fazit

Diese Webseite gehört zu Kategorie: „Hätten Sie mal jemanden ohne Zertifikat gefragt“. Aber nicht alles ist schlecht, denn insgeheim hatte ich mit Google Analytics gerechnet zum Tracken der Benutzer und da ist mir PIWIK auf den eigenen Servern des Webseitenbetreibers natürlich lieber.

Da diese Grafik (oben) aber geladen wird, noch bevor man die Chance hatte, die Datenschutzerklärung zu lesen und die Seite ohne Tracking wieder zu verlassen, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Datenschutz die Seite dicht macht. Wir sind ja hier in der EU, die auch eine Einwilligung zum Tracking per Einsatz von Cookies vorraussetzt.

Nur so ein Denkanstoß an die Verantwortlichen: Auf der Startseite brauch man noch kein Tracking, wie oft die aufgerufen wurde, sagt einem auch ohne weiteres das Apache Domlog.

Weiter als die Startseite durchzusehen, habe ich mich dann nicht getraut, ich hatte Angst, daß ich heute Nacht noch an dem Artikel sitzen würde 😉