pathdiscover vorgestellt

Als Admin kennt man das, irgendein Programm will auf eine Datei zugreifen und es geht nicht. Da kommt pathdiscover ins Spiel. Das kleine Linuxtool aus Cyborgs Github-Repository macht Schluß mit dem ewigen Suchen. Es zeigt alle Pfadsegmente mit allen Rechten in einem Schritt an.

Die Ausgabe

Die Ausgabe wird am besten als vorformatierter Text angezeigt, kann sein, daß Ihr da jetzt mal etwas scrollen müßt:

# pathdiscover /home/wordpress/jetpack/

'/home/wordpress/jetpack/' translates to '/opt/root/home/wordpress/jetpack'

 4096 Bytes wordpress/wordpress drwxr-xr-x : jetpack   ( directory )
 4096 Bytes wordpress/services  drwxr-x--- : wordpress ( directory )
 4096 Bytes root/root           drwxr-xr-x : home      ( directory )
 4096 Bytes root/root           drwxr-xr-x : root      ( directory )
 4096 Bytes root/root           drwxr-xr-x : opt       ( directory )

Die Ausgabe kann man mit diversen Optionen anpassen, z.b. auch so, daß alle atime,ctime und mtime Zeitstempel angezeigt werden:

# pathdiscover -d /home/wordpress/jetpack/

'/home/wordpress/jetpack/' translates to '/opt/root/home/wordpress/jetpack'

 4096 Bytes (2013-10-29 15:24:51 | 2013-09-19 17:54:54 | 2017-12-06 06:30:20) wordpress/wordpress drwxr-xr-x : jetpack ( directory )
 4096 Bytes (2017-11-20 16:38:07 | 2017-11-20 16:38:07 | 2017-12-06 06:30:08) wordpress/services drwxr-x--- : wordpress ( directory )
 4096 Bytes (2017-11-09 10:34:50 | 2017-11-09 10:34:50 | 2017-12-06 03:58:54) root/root drwxr-xr-x : home ( directory )
 4096 Bytes (2017-09-01 22:09:15 | 2015-02-10 15:27:53 | 2017-12-05 22:45:02) root/root drwxr-xr-x : root ( directory )
 4096 Bytes (2017-09-01 22:16:29 | 2017-09-01 22:16:29 | 2017-12-06 03:58:39) root/root drwxr-xr-x : opt ( directory )

Die Optionen

Die Hilfe gibt folgende Programmoptionen aus :

pathdiscover [-a] [-d] [-h] [-n] [-V] <filename>

Die Optionen im Einzelnen …

-V gibt die Versionsnummer aus.
-n –names schaltet die Übersetzung von UID in Namen ab.
-N –numbers zeigt die Größe der Datei und Ordner in Bytes an, statt in „Größen“
-a –alternative zeigt den kompletten Pfad zu dem Segment an, statt nur den Segmentnamen
-d –full-time  fügt atime, ctime und mtime Ausgaben hinzu.
-NC  versucht erst gar nicht die Ausgabe zu formatieren, was z.b. den Einsatz von AWK und SED leichter macht.

Selbst kompilieren leicht gemacht

Da es sich im GITHUB um den rohen C-Sourcecode handelt, muß man das Programm selbst kompilieren, falls es nicht schon in einer Distribution enthalten ist. Stand „Heute“ wird das nicht der Fall sein 😉

Im Gegensatz zu manch anderem Tool, ist das kompilieren, eine einfache Sache:

gcc pathdiscover.c  -o pathdiscover

Das war es dann auch schon. Jetzt kann man das Programm z.b. nach /usr/bin/ verschieben und so allen Benutzern zur Verfügung stellen. Kann aber sein, daß es in einigen Monaten und Jahren, wenn sich die Systemumgebung geändert hat, man neu kompiliert werden muß.

Wann braucht man das Programm ?

Das Einsatzgebiet liegt hauptsächlich bei Admins, die sich z.b. fragen, wieso eine Datei von Serverdienst X nicht erreicht werden kann. Meistens sind da die Besitzerrechte der Ordner und Dateien im Weg, weil man z.b. vergessen hat, den Besitzer der Datei zu ändern oder globale Leserechte vergessen hat.

Mit dem Programm bekommt man alles auf einmal übersichtlich angezeigt, so daß es recht einfach wird, solche Probleme zu beheben. Man sieht auch gleich, ob Sym-LInks im Spiel sind, die z.b. von Proftp und Apache nicht immer akzeptiert werden. Kurzum, ein sehr praktischer Befehl.

Cinnamon – Das fehlende Icon

Problem:

Nach dem Update auf Fedora 26 zeigte die Schnellstartleiste ein leeres Iconfeld:

Schnellstartleiste ohne Icon

Schnell stellte sich heraus, daß es sich dabei um die NVIDIA-Settings handelte. Beim eingestellten ICON-Theme gnome :

Themeeinstellungen mit Gnome

 

gibt es nun aber gar kein Icon dafür, weswegen der Platz leer bleibt.

Alle Versuche, das durch direktes Zuweisen in der Desktop Datei unter /usr/share/applications  zubeheben, schlugen fehl.
Die Desktopdatei wurde immer wieder auf die Defaulteinstellungen „Icon=nvidia-settings“  zurückgesetzt.

Da wird wohl rohe Kraft nötig sein, um das System vom Gegenteil zu überzeugen! 😀

Die Lösung

Das läßt sich schnell beheben, wenn man einen Theme hat, so wie MINT-Y, der ein Icon dafür bereitstellt :

cp /usr/share/icons/Mint-Y/apps/256/nvidia-* /usr/share/icons/gnome/256×256/apps/

Dann noch schnell das Theme Cache erstellen :

gtk-update-icon-cache –force /usr/share/icons/gnome/

Ab sofort ist da wieder ein Icon, wo es hingehört. Dies muß man als Rootuser machen :

Iconleiste mit Icon drin

 

 

 

 

 

 

Dark

Versuche gab es einige, aber seien wir mal ehrlich, deutsche Serien sind nicht dafür bekannt, gut zu sein. Ok, Ausnahmen bestätigen die Regel, Alarm für Cobra 11, Mein Leben und Ich, Derrick und vielleicht noch ein Fall für Zwei, aber ansonsten sieht es doch eher mau aus. Die neue Serie Dark ändert das jetzt.

Dark – in Deutschland gedreht

Eine weitere Ausnahme ist die von Netflix in Deutschland produzierte Serie Dark. Produziert von Baran bo Odar und Jantje Friese, ist diese Mysterieserie genau das, was der Name suggeriert. Ein dunkler Fluß von Mysterien, Begehrlichkeiten, Krimi, Geheimnissen aller Art. Netflix strahlt die bereits 2016 produzierte Serie derzeit aus.

Handlung

Auf mysteriöse Art verschwinden Kinder in Winden. Es ist nicht das erste mal. Da ich Euch nicht die Handlung spoilern will, noch ein Tip: 33 Jahre liegen zwischen den Geschehnissen, und das ist wichtig 😉

Kritikpunkte

Insgesamt eine überzeugende Darstellung, wenn ich auch die Innenaufnahmen für extrem verdunkelt halte. Das muß aber wohl zum Thema passen 😀 Es regnet auch ein bisschen viel und extrem heftig in diesem Winden. Der Serie fehlt zwar ein klein bisschen die Handlungsgeschwindigkeit, aber das wird mit großen Bildern ausgeglichen. An einigen Stellen ist die Musik zwar aufdringlich laut, aber das geht vorbei.

Ansonsten bekommt man endlich mal was aus Deutschland, das international mithalten kann.