Hacker sein leicht gemacht – Logitech Webcam

Dieser Beitrag dreht sich um Webcams von Logitech und wie man damit filmmäßig einen auf bösen Überhacker machen kann. Hacken müssen wir dabei allerdings nichts 😉

Hacker sein leicht gemacht – Logitech Webcam

Man kennt den Spruch: „Wir haben Dich beim Porno gucken gefilmt und mailen das an alle Deine Freunde, wenn Du nicht zahlst!“  Wenn der Spruch mit der üblichen Bitcoin Forderung per Mail kommt, ist er meisten nur das Übliche: eine Scammail.

Wenn eine Webcam benutzt wird, geht i.d.R. eine kleine LED an, die anzeigt, daß die Kamera benutzt wird. Hört die Nutzung der Kamera auf, geht auch das Licht aus.

Was wäre, wenn man die LED einfach .. sagen wir mal.. „abschalten“ könnte?

Was wie die Handlung eines billigen Hackerfilms klingt, ist der Horror jedes WebCam-Besitzers: Der PC wird über den Besuch einer Webseite gehackt und die Angreifer können per WebCam alles sehen und hören ohne das der Belauschte es merkt. Mal davon abgesehen, daß man auch die aktivierte LED nicht unbedingt bemerkt, wenn man nicht direkt vor der Kamera sitzt, wäre das der SuperGAU für PC Besitzer.

Wie sieht das jetzt in der Realität aus, kann man da einfach einen PC hacken, die WebCam aktivieren, den Datenstrom abgreifen und das alles ohne das die LED angeht?

Nun, wenn man Besitzer einer Logitech WebCam C310 ist, dann geht das .. fast. Das man unsichere PCs über Browser oder untergejubelte Worddokumente, Bilder, etc. hacken kann, ist ja kein Geheimnis. Erst jüngst hat AppleMail für IPhone ja so ein geile Lücke offenbart, über die man per einfacher Email ein IPhone übernehmen konnte.

Aber auch Firefox und Chrome sind alles andere als sicher und nur weil es Open-Source ist, heißt es nicht, daß es sicherer ist. Beispiel Chromium: (CVE Nummern sind gemeldete Schwachstellen in einer internationalen Datenbank)

Name        : chromium
Version     : 81.0.4044.122

Chromium is an open-source web browser, powered by WebKit (Blink).

--------------------------------------------------------------------------------
Update Information:

Another day, another chromium update. This one fixes:  CVE-2020-6458
CVE-2020-6459 CVE-2020-6460  ----  Fix dependency issue introduced when
switching from a "shared" build to a "static" build.  ----  A new major version
of Chromium without any security bugs! Just kidding. Here's the CVE list:
CVE-2020-6454 CVE-2020-6423 CVE-2020-6455 CVE-2020-6430 CVE-2020-6456
CVE-2020-6431 CVE-2020-6433 CVE-2020-6434 CVE-2020-6435 CVE-2020-6436
CVE-2020-6437 CVE-2020-6438 CVE-2020-6439 CVE-2020-6440 CVE-2020-6441
CVE-2020-6442 CVE-2020-6443 CVE-2020-6444 CVE-2020-6445 CVE-2020-6446
CVE-2020-6447 CVE-2020-6448 CVE-2020-6432 CVE-2020-6457  Oh, and this build
switches over to a static build, so the chromium-libs and chromium-libs-media
subpackages are now obsolete, but it should be slightly better for performance.

Allen Browsern sollte man mit Addons wie NoScript oder UMatrix beibringen nur das nötigste, und das auch nur auf Anweisung des Besitzers, auszuführen.

„… fast“ meinte also, daß man auch aus der Ferne angreifbar sein muß, damit einem dies passieren kann.

Hinweis: Falls Sie dies als Nicht-Linuxer lesen sollten, das geht auch unter Windows, es wird nur ein anderes Programm benutzt.

Für unseren simulierten Hack nehmen wir mal an, daß genau so eine Lücke ausgenutzt wurde. Was kommt dann als nächstes?

Gegeben ist eine Logitech WebCam C310. Wir brauchen noch folgendes Programm auf dem PC: uvcdynctrl

sudo dnf install uvcdynctrl

Als welcher User wir das Programm ausführen, scheint nicht wichtig zu sein, so lange wir mit dem Gerät reden dürfen. Bekommen wir erst einmal heraus, ob diese Kamera überhaupt da ist:

$ lsusb

Bus 010 Device 003: ID 046d:081b Logitech, Inc. Webcam C310

Jede unterstützte Kamera erzeugt ein oder mehrere Video Devices unter /dev/ :

$ ls -la /dev/video*
crw-rw—-+ 1 root video 81, 1 3. Mai 14:09 /dev/video1
crw-rw—-+ 1 root video 81, 2 3. Mai 13:47 /dev/video2
crw-rw—-+ 1 root video 81, 3 3. Mai 14:09 /dev/video3

Welches davon zu einer Logitech Kamera gehört und folglich nutzbar ist, können wir auf zwei Wegen feststellen:

$ sudo udevadm info –query=all –name=/dev/video1
P: /devices/pci0000:00/0000:00:07.0/0000:04:00.0/usb10/10-2/10-2:1.0/video4linux/video1
N: video1
L: 0
S: v4l/by-id/usb-046d_081b_5940E5D0-video-index0
S: v4l/by-path/pci-0000:04:00.0-usb-0:2:1.0-video-index0
E: DEVPATH=/devices/pci0000:00/0000:00:07.0/0000:04:00.0/usb10/10-2/10-2:1.0/video4linux/video1
E: DEVNAME=/dev/video1
E: MAJOR=81
E: MINOR=1
E: SUBSYSTEM=video4linux
E: USEC_INITIALIZED=8845895177
E: ID_V4L_VERSION=2
E: ID_V4L_PRODUCT=UVC Camera (046d:081b)
E: ID_V4L_CAPABILITIES=:capture:
E: ID_VENDOR=046d
E: ID_VENDOR_ENC=046d
E: ID_VENDOR_ID=046d
E: ID_MODEL=081b
E: ID_MODEL_ENC=081b
E: ID_MODEL_ID=081b
E: ID_REVISION=0010
E: ID_SERIAL=046d_081b_5940E5D0
E: ID_SERIAL_SHORT=5940E5D0
E: ID_TYPE=video
E: ID_BUS=usb
E: ID_USB_INTERFACES=:0e0100:0e0200:010100:010200:
E: ID_USB_INTERFACE_NUM=00
E: ID_USB_DRIVER=uvcvideo
E: ID_PATH=pci-0000:04:00.0-usb-0:2:1.0
E: ID_PATH_TAG=pci-0000_04_00_0-usb-0_2_1_0
E: ID_FOR_SEAT=video4linux-pci-0000_04_00_0-usb-0_2_1_0
E: COLORD_DEVICE=1
E: COLORD_KIND=camera
E: DEVLINKS=/dev/v4l/by-id/usb-046d_081b_5940E5D0-video-index0 /dev/v4l/by-path/pci-0000:04:00.0-usb-0:2:1.0-video-index0
E: TAGS=:seat:uaccess:

Eine UVCVideo Kamera, so wie die Logitech C310 eine ist, ist ein starkes Indiz. Das es auch genau unsere gesuchte Kamera ist, das zeigt ein Vergleich der USB ID …

Bus 010 Device 003: ID 046d:081b Logitech, Inc. Webcam C310

… welche sich oben wiederfindet: Gotcha!

Methode 2 wäre dann unser kleines Tool einzusetzen, um sich alle WebCams auflisten zu lassen und dann vergleichen wir wieder die USB ID:

$ uvcdynctrl -l
[libwebcam] Invalid V4L2 control type encountered: ctrl_id = 0x00980001, name = ‚User Controls‘, type = 6

video1 UVC Camera (046d:081b)
Media controller device /dev/media1 doesn’t exist
ERROR: Unable to list device entities: Invalid device or device cannot be opened. (Code: 5)

Kamera gefunden, was kann die?

Wir haben jetzt also die richtige Kamera identifiziert, fragen wir mal was die Kamera so „anbietet“:

$ uvcdynctrl -d /dev/video1 -vc

Listing available controls for device /dev/video1:
Brightness
ID : 0x00000001,
Type : Dword,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : [ 0 .. 255, step size: 1 ],
Default : 128
Contrast
ID : 0x00000002,
Type : Dword,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : [ 0 .. 255, step size: 1 ],
Default : 32
Saturation
ID : 0x00000004,
Type : Dword,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : [ 0 .. 255, step size: 1 ],
Default : 32
White Balance Temperature, Auto
ID : 0x00000009,
Type : Boolean,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : [ 0 .. 1, step size: 1 ],
Default : 1
Gain
ID : 0x00000003,
Type : Dword,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : [ 0 .. 255, step size: 1 ],
Default : 0
Power Line Frequency
ID : 0x0000000d,
Type : Choice,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : { ‚Disabled'[0], ’50 Hz'[1], ’60 Hz'[2] },
Default : 2
White Balance Temperature
ID : 0x00000008,
Type : Dword,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : [ 0 .. 10000, step size: 10 ],
Default : 4000
Sharpness
ID : 0x00000007,
Type : Dword,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : [ 0 .. 255, step size: 1 ],
Default : 24
Backlight Compensation
ID : 0x0000000c,
Type : Dword,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : [ 0 .. 1, step size: 1 ],
Default : 1
Exposure, Auto
ID : 0x0000000f,
Type : Choice,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : { ‚Manual Mode'[1], ‚Aperture Priority Mode'[3] },
Default : 3
Exposure (Absolute)
ID : 0x00000011,
Type : Dword,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : [ 1 .. 10000, step size: 1 ],
Default : 166
Exposure, Auto Priority
ID : 0x00000010,
Type : Boolean,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE },
Values : [ 0 .. 1, step size: 1 ],
Default : 0
LED1 Mode
ID : 0x046d0003,
Type : Choice,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE, IS_CUSTOM },
Values : { ‚Off'[0], ‚On'[1], ‚Blink'[2], ‚Auto'[3] },
Default : 3
LED1 Frequency
ID : 0x046d0004,
Type : Dword,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE, IS_CUSTOM },
Values : [ 0 .. 131, step size: 1 ],
Default : 0

Kurz zur Erklärung der Auflistung, folgendes sind Optionen die wir in der Kamera ändern können, solange diese Option den FLAG „CAN_WRITE“ hat aka. Schreibrecht :

„Brightness“, „Contrast“, „Saturation“, „White Balance Temperature“, „Auto,Gain“ ,“Power Line Frequency“, „White Balance Temperature“, „Sharpness“, „Backlight Compensation“, „Exposure, Auto“, „Exposure (Absolute)“ , „Exposure, Auto Priority“,  „LED1 Mode“, „LED1 Frequency“

Schau wir uns den „LED1 Mode“ an:

LED1 Mode
ID : 0x046d0003,
Type : Choice,
Flags : { CAN_READ, CAN_WRITE, IS_CUSTOM },
Values : { ‚Off‚[0], ‚On‚[1], ‚Blink‚[2], ‚Auto‚[3] },
Default : 3

Im Normalfall steht also die LED Anzeige auf Automatik, meint, das Licht geht automatisch an und aus.

Jetzt nutzen wir diese Kontrollen

Fragen wir die Cam doch mal, welchen Zustand sie derzeit hat:

$ uvcdynctrl -d /dev/video1 -g „LED1 Mode“ 2>/dev/null
3

„3“ ist der Automatikmodus.

Einschalten der LED geht so:

$ uvcdynctrl -d /dev/video1 -s „LED1 Mode“ 1 2>/dev/null

Ausschalten geht so:

$ uvcdynctrl -d /dev/video1 -s „LED1 Mode“ 0 2>/dev/null

Wer das ausprobiert, wird feststellen, daß beim permanenten Einschalten die LED erstmal nur für einen Moment angeht. Es handelt sich bei der „Kontrolle“ um den Zustand der LED im Betriebsfall, da die WebCam aus ist, geht das Licht gleich wieder aus. Probiert das mal aus, wenn Ihr Camorama oder eine Videokonferenz laufen habt.

Das bedeutet, daß wenn Ihr die LED vor dem Aktivieren der Webcam abschaltet, bleibt die aus, auch wenn die Kamera aktiviert wird und das ist genau der Zustand den ungebetene Gäste auf Eurem PC ausnutzen möchten. Jetzt kann ein Angreifer seine Software zur Ansteuerung der Kamera natürlich gleich so schreiben, daß die LED aus bleibt, wenn er die Kamera aktiviert. Es muß dafür nicht das „uvcdynctrl“ installieren oder vorfinden. I.d.R. kann der Angreifer die Bordprogramme nicht direkt benutzen um den Inhalt der WebCam nach außen zutransportieren, da diese Programme ein Fenster öffnen um das Bild dem PC-Nutzer anzuzeigen.

Es ist aber natürlich auch möglich, sowas wie FFMPEG zu benutzen um das Bild abzugreifen und gleich zu komprimieren und an einen Server zu senden. Je weniger Software der Angreifer selbst installieren muß, desto besser für ihn, da er weniger Spuren hinterläßt.

Beweise

Jetzt kann der Typ von dem Blog ja viel behaupten, es ist an der Zeit das zu beweisen:

LED an

und abschalten:

LED aus

Das es sich hier um einen Browser handelt dürfte leicht erkennbar sein. Das Bild ist meine 1-Mann Videokonferenz auf unserer Jitsi Meet Instanz, in der man mein Handy bei der Aufnahme der LED sehen kann.

Mit „ucview“ kann man sich diese Kontrollfunktion auch live ansehen und ändern, ohne die Konsole bemühen zu müssen:

ucview Kontrollen der C310

 

Merkwürdigkeiten bei der Logitech WebCam C310

Merkwürdig ist der Fakt, daß die Kontrollen für die LED nicht beim ersten Starten der WebCam angeboten werden. Dazu muß die WebCam scheinbar ein zweites mal initialisiert werden, den Treiber neu starten hilft dabei:

sudo rmmod uvcvideo
sudo modprobe -v uvcvideo

Auf dem von mir heimtücksich infiltrierten Test-PC meiner Eltern war dies z.B. nötig 😉

Ob es sich dabei um einen Bug in der Kamera handelt oder im UCVideo Treiber von Linux, mag ich nicht beurteilen wollen. Möglich wäre jede Version oder auch gleich beides zusammen.

Meinung

Die Funktion der Kamera zum Abschalten der LED mag vielleicht in den Augen der Entwickler witzig oder sogar nützlich gewesen sein, aber aus Sicht der Privatsphäre ist das natürlich ein NO-GO. Anwendungen die die Kamera nach belieben einschalten können, ohne das der User überhaupt die Chance hat, dies zu bemerken, sind ein ernstzunehmendes Risiko. Daher sollte diese WebCam immer abgeklebt, oder besser komplett abgestöpselt sein, wenn Sie nicht benutzt werden.

Wenn der ganze Coronawahnsinn durch ist, lege ich mir definitiv eine neue Webcam ohne diese Funktion zu. Vermutlich was im 8-12 MP Bereich 😀

Linux: grep Magie

Geht es Euch auch so auf den Senkel, das, wenn man grep benutzt um in minifizierten Dateien etwas zu suchen, die ganze Datei ausgegeben wird, weil grep als Ergebnis die ganze (eine) Zeile ausgibt?

Ich präsentiere: Das Ende vom Minifizierungsergebnis

Für alle Linux Neulinge, mit grep kann man Dateien, meistens Text, aber nicht notwendigerweise, nach Suchbegriffen durchsuchen. Beispiel:

# grep ErrorLog /etc/httpd/sites/vhosts
ErrorLog logs/error_log
ErrorLog logs/error_log
ErrorLog logs/error_log
ErrorLog logs/error_log
#

Man sieht, das in der Datei vhosts 4x der Begriff ErrorLog in vier verschiedenen Zeilen vorkommt. So weit, so gut.

Was aber, wenn es nur eine einzige Zeile in dem zu durchsuchenden Textblock/Datei gibt?

Damit Ihr das nachvollziehen könnt, hier eine kurze Anweisung:

# wget „https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.10.2/jquery.min.js“
–2020-04-14 22:57:08– https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.10.2/jquery.min.js
Auflösen des Hostnamens ajax.googleapis.com (ajax.googleapis.com)… 2a00:1450:4007:811::200a, 216.58.204.138
Verbindungsaufbau zu ajax.googleapis.com (ajax.googleapis.com)|2a00:1450:4007:811::200a|:443 … verbunden.
HTTP-Anforderung gesendet, auf Antwort wird gewartet … 200 OK
Länge: nicht spezifiziert [text/javascript]
Wird in »jquery.min.js« gespeichert.

jquery.min.js [ <=> ] 90,92K –.-KB/s in 0,07s

2020-04-14 22:57:08 (1,33 MB/s) – »jquery.min.js« gespeichert [93100]

Das Ergebnis des obigen Befehls ist eine Datei in Eurem Verzeichnis, die „jquery.min.js“ heißt. Schaut Sie Euch mit einem Texteditor an und Ihr werdet sofort verstehen um was es geht.

Suchen wir darin etwas, sagen wir das Wort „function“, was in einer Javascriptdatei häufig vorkommen sollte, erhalten wir lediglich die Zahl „3“ als Ausgabe:

# grep -c function jquery.min.js
3
#

Das liegt daran, daß es in der ganzen Datei nur 3 „Zeilen“ gibt, in denen das Wort vorkommt. Bisschen wenig für JQuery, dem Javascriptframework oder? Schauen wir mal:

# grep function jquery.min.js

Wie man sehen kann, kommt das Wort „function“ da deutlich mehr als dreimal vor und es wird einem praktisch die gesamte Datei ausgegeben, statt nur anzuzeigen, was um den Suchbegriff drumrum ist, wie das bei einer zeilenbasierten Formatierung ( siehe erstes Beispiel ) der Fall wäre. Mit anderen Worten: Je nachdem wie groß die minifizierte Datei ist die man durchsucht, desto mehr völlig unnötigen Zeichensalat bekommt man als Ergebnis, was einem nicht weiterhilft.

Bis jetzt!

Jetzt sagen wir mal grep, daß es nur die Zeichen um das Suchergebnis herum ausgeben soll:

# N=10; grep -roP „.{0,$N}function.{0,$N}“ jquery.min.js
(function(e,t){var
=f.trim,x=function(e,t){retu
-z])/gi,H=function(e,t){retu
Case()},q=function(e){(a.add
ady())},_=function(){a.addEv
or:x,init:function(e,n,r){va
0,toArray:function(){return
his)},get:function(e){return

und siehe da, es werden viel, viele, sehr viele Treffer vom Wort „function“ ausgegeben, jede mit „Kontext“ darum.

Das funktioniert so

„N=10;“ setzt vor dem grep Befehl die Variable N auf 10, was am Ende meint „+- N Zeichen um den Suchbegriff“
„grep -roP“ sucht (-r) rekursiv, (-o) zeige nur den Suchbegriff an und (-P) benutze Reguläre-Suchausdrücke von Perl.
„.{0,$N}function.{0,$N}“  meint jetzt: 0-Nx beliebige Zeichen + „function“ + 0-Nx beliebige Zeichen

Also bekommen wir die obige Ausgabe, weil neben dem was wir suchen vorn und hinten noch maximal 10 beliebige Zeichen zum Suchbegriff zählen. Wer dem jetzt nicht folgen kann, aber interessiert ist, sollte nach „Reguläre Ausdrücke“ googeln und eifrig studieren. Reguläre Ausdrücke, auch Regex genannt, sind eine mächtige Sprache zur Musterformulierung.

Damit können wir jetzt beliebige minifizierte Dateien nach sinnvollem Kram durchsuchen, ohne unsinnig viel Müll zu bekommen.

Security Update: Firefox 75 ist da

Da hatten wir quasi gestern erst die Meldung, daß wir uns 74.0.1 updaten müßten und schon müssen wir auf Firefox 75.0 updaten, weil auch in der 74.0.1 ein Sicherheitsloch von der Größe New Yorks klafft 🙁

Security Update: Firefox 75 installieren

Hier könnt Ihr Euch vorab die Firefox Versionen für Eurer Fedora ziehen:

https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/firefox/75.0/1.fc30/x86_64/firefox-75.0-1.fc30.x86_64.rpm

https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/firefox/75.0/1.fc31/x86_64/firefox-75.0-1.fc31.x86_64.rpm

https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/firefox/75.0/1.fc32/x86_64/firefox-75.0-1.fc32.x86_64.rpm

Die Installation ist dann ganz einfach, wenn Ihr mit der Konsole im Downloadverzeichnis seid:

sudo dnf update ./firefox-75*rpm

Ein Doppelklick per Dateiexplorer geht natürlich auch, dann öffnet sich die Softwareverwaltung und fragt Euch nach dem Rootpasswort und schon wird es auch so installiert.

Der erste Eindruck ist leider „AAAAARGGGS!“ weil die Adressleiste wird jetzt abartig groß! Das sieht so dämlich aus!