Dreh Dich nicht um, Kritageist geht um

Das Paintprogramm Krita hat seinen Linux Support per Distribution eingestellt und verteilt jetzt AppImages, statt für das OS kompilierte Installationsfiles ( RPM, DEB etc. )

Daher kann man offiziell nur noch davor warnen, da AppImages sogenannte Binärblobs sind, also alles in einem File. Dabei kann der Benutzer nicht mehr feststellen, ob die Libs in dem AppImage auf Stand sind, oder Sicherheitslücken darstellen. Daher kann ich Krita aus Sicherheitsgründen nicht mehr empfehlen.

Für Fedora gibt es ein aktuelles Repository, wo Krita für Fedora direkt kompiliert bereit liegt:

[group_kdesig-krita-next]
name=Copr repo for krita-next owned by @kdesig
baseurl=https://copr-be.cloud.fedoraproject.org/results/@kdesig/krita-next/fedora-$releasever-$basearch/
skip_if_unavailable=True
gpgcheck=1
gpgkey=https://copr-be.cloud.fedoraproject.org/results/@kdesig/krita-next/pubkey.gpg
enabled=1
enabled_metadata=1

Das sollte noch eine Weile funktionieren, da auch Fedora 24 RPM’s vorhanden sind. Sollte das eingestellt werden, müßte man Krita entfernen und sich was neues suchen. Alternativ kann man auch den Source selbst kompilieren: https://phabricator.kde.org/diffusion/KRITA/

Wer etwas dagegen tun will, sollte eine böse Email an diese Adresse schicken :  foundation@krita.org

Linux Installationsparty am 23.7. im Protohaus

Am Samstag, 2016-07-23 im Protohaus, Rebenring 31, Eingang A12, Hof A, 38106 Braunschweig

• 14:00-17:00 Uhr: Repair-Café / Protohaus
• 13:00-19:00 Uhr: Linux-Installations-Party / BS-LUG

Installieren und reparieren!

Die Braunschweiger-Linux-User-Group und das Protohaus, laden ein, zum Repair-Café und zur Linux-Installations-Party:

Nach dem großen Erfolg mit dem Linux-Presentation-Day 2016.1 legt die Braunschweiger-Linux-User-Group nach und präsentiert ihre erste: Installations-Party / IP.2016.7

„Am 2016-07-23 machen wir euren Rechner platt! Dann ist Schluss mit der Bevormundung durch einen Hersteller. Dann erhebt Ihr euch mit der Macht von LINUX.“

Während das Ziel des Linux-Presentation-Day darin lag, den Leuten ein LINUX zum ‚Anfassen‘ zu präsentieren, wird beim IP.2016.7 ernst gemacht. Interessierte können dann ihren Rechner mitbringen (Bitte die Voraussetzungen auf http://bs-lug.de beachten!) um darauf mit Unterstützung ein LINUX zu installieren. Neben der Installation erfolgt eine erste Einweisung ins System, sowie die nötige Kontaktanbahnung für weitere Unterstützung. Die Veranstaltung findet parallel zum Repair-Café des Protohaus statt.

Zusätzlich gibt es als begleitendes Rahmenprogramm verschiedene Vorträge. Das genaue Programm wird eine Überraschung! 🙂

Da für jede Installation etwa 45 Minuten eingeplant sind, aber nur endlich Zeit zur Verfügung steht, werden die ersten 30 Installationen per Voranmeldung vergeben. Die Anmeldung erfolgt über: http://bs-lug.de sobald das Formular – etwa ab dem: 2016-07-16 – freigeschaltet ist.

Weitere Tickets werden vor Ort am IP-Tag vergeben und abgearbeitet solange die Zeit reicht. Sollten nicht alle Interessenten abgearbeitet werden können, müssen wir diese dann leider auf die nächste Installations-Party vertrösten. Die Tickets sind kostenfrei. „Wir freuen uns auf Deine Anmeldung!“

Beim Repair-Café geht es darum Dinge zu reparieren. Voraussetzung ist nur, dass diese noch mit einer Hand zu tragen sind. Werkzeuge und Materialien gibt es Vorort und/oder können mitgebracht werden. Egal, ob kaputter Wecker, gebrochenes Stuhlbein, defekte USB-Schnittstelle oder Loch im T-Shirt: das Protohaus bietet mit seinen verschiedenen Werkbereichen genug Material und Werkzeuge an, um unter Anleitung, jedes liebgewonnene Stück wieder zu flicken. So kann man vielleicht neben der LINUX-Installation auch noch das ein oder andere geliebte Kleinod wieder zum Leben erwecken.

Das Reparaturcafé läuft zwischen 14:00 und 17:00 Uhr, weitere Informationen: http://www.protohaus.org/reparatur-cafe/

Veranstalter des IP.2016.7 ist die: Braunschweiger-Linux-User-Group, http://bs-lug.de

Veranstalter des Repair-Café ist das: Protohaus http://www.protohaus.org

PulseAudio 9.0 erschienen

PulseAudio 9 ist da und lang ersehnte Änderungen wurden umgesetzt.

Sampleraten bis zu 384 kHz möglich

Bislang hat PulseAudio die Sampleraten auf 192kHz begrenzt, was ok ist, wenn man Hifi als Standard nimmt. Mit 384 kHz kann man endlich richtig gute FLAC Aufnahmen wiedergeben, wenn die Audiohardware mitmacht. ALSA, die Advanced Linux Sound Architecture, und Grundlage für Audio auf so fast jeder Linux Distro, braucht die 384 KHz, wenn es Mehrkanaldatenströme abspielen will. Die Macher von PulseAudio weisen darauf hin, daß diese MehrKanaldatenströme noch nicht unterstützt werden, die 384 kHz aber die Voraussetzung sind, es später zu tun. Hoffen wir auf das baldige erscheinen.

Vorgehensweise für Auto-Detection verbessert

PA9 verbessert das logische Verhalten vom Mixxer, wenn Wiedergabegeräte im laufenden Betrieb verschwinden, z.b. weil jemand den Kopfhörer rauszieht, den HDMI Monitor ausschaltet usw.
Kommt so ein Device wieder zurück, ohne das der Benutzer in der Zwischenzeit am Mixxer etwas anderes eingestellt hatte, merkt sich PA9 die alten Einstellungen und stellt Sie wieder her, was meint, daß z,B. besagter Kopfhörer wieder reingesteckt wird und die Wiedergabe sofort dahin umgeleitet wird, weil es vorher auch schon so war.

Beamforming

Was ist Beamforming ? 😀 Ok, wenn man ein ganzes Rudel von Mikros hat, kann man die nun auf einen Punkt ausrichten und das, was alle Mikros laut aufnehmen, wird noch lauter, und alles andere wird leiser. Damit kann man z.b. unerwünschte Nebengeräusche dämpfen und die Sprecher auf einem Podium hervorheben. Das fällt wohl unter Studiotechnik und wird ganz sicher hier im Blog nochmal vorgestellt. Ganz sicher 🙂

Corking

PA9 verbessert den Umgang mit Datenströmen die spezielle Rollen haben. Ein Datenstrom von Skype z.b. ist als „Voice“ getaggt und dementsprechend hat er Vorrang z.b. vor Musik, eine lästige Voreinstellung der man üblicherweise den gar ausmacht, sobald man das mal gefunden hat 😉 Jedenfalls kann man mit PA9 auch Ströme ohne besondere Rolle in seine Konfiguration mit einbeziehen.
Jemand der hier Änderungen vornimmt, hat schon sehr spezielle Vorstellungen von seinem Audiosystem.

LFE remixing wieder abgeschaltet

LFE, das sind besonders tiefe Frequenzen für Subwoofer, und da der LFE Filter nicht richtig funktioniert, ist er defaultmäßig in PA9 abgeschaltet, was Euren Subwooferausgang stumm schaltet. Also nicht vergessen: nach dem Update wieder einschalten.

Es gibt noch mehr Änderungen, aber die sind sehr spezielle und für „Benutzer“ wohl eher uninteressant. Wer es nachlesen will, hier ist der Link.

Wann PulseAudio 9 in Fedora einziehen wird, werden wir sehen.