DNF Optionen für Eillige

Wer kennt das nicht: Der 9 Uhr Termin rückt unaufhaltsam näher, aber am Konferenzort gibt es kein oder nur mobiles Internet per Hotspot. Das Laptop will aber unbedingt noch Updates einspielen! Die Zeit drängt, was tun ?

Das Internet ist doch nicht so ubiquitär wie man denkt

So allgegenwärtig wie man es gern hätte, ist es zumindest in Deutschen Ballungsräumen eben doch nicht zu haben, in Schweden auf einer Bergwandertour dagegen schon, da könnt ihr nebenbei NetFlix in 4k streamen.

Zurück zu unserem Problem:  Was machen also? Na klar, wir laden die Updates erstmal nur und spielen die dann später ein, wenn wir da sind.

Das geht so : Schritt 1

sudo dnf update -y –downloadonly

Nun lädt dnf zu hause erstmal nur die Pakete und lagert Sie auf der Platte ein. Man kann den PC abschalten. Am Tagungsort kommt dann Schritt 2:

sudo dnf -C update

Jetzt versucht dnf nicht erst in Netz die Repoquellen zu ziehen, sondern arbeitet lokal,  aus dem Cache halt.

Problem gelöst. Während Ihr Euch entspannt dem „Meeting“ widmet, spielt Eurer LinuxLaptop locker seine Updates ein.

Kann es auch zu Problemen kommen?

In der Theorie … JA . Es kann nämlich sein, daß Eurer Laptop mit dem neuen Softwarestand nicht funktionieren möchte. Das Risiko hat man ja immer. Im Kernelbereich geht es noch, weil die letzten zwei Versionen vorgehalten werden und wegupdaten kann er die ja auf dem Meeting ohne Netz nicht, aber für alle anderen Programme gilt das nicht. Startet also bspw. Thunderbird mit dem neuesten Stand nicht sauber, kann man das ohne Netz nur beheben, wenn man ein altes Paket bereit gelegt hat. Das würde wohl auch unter Backup fallen.

… ich hatte da grade eine Idee. Laßt mich mal machen 😉

Linux installieren mit der BSLUG

Es ist mal wieder soweit, die BS LUG lädt bislang mit Linux unterversorgte Besucher ein, sich selbiges installieren zu lassen \O/

Die Aktion findet am 23.1.2019 ab 18 Uhr im Haus der Talente, Elbestraße 45, Braunschweig-Weststadt statt.

Vorbeibringen kann man alles, was  mehr als 1 GB RAM hat, 64 Bits benutzen kann und beim Anfassen nicht gleich eine Staubexplosion auslöst. Stromkabel, Tastatur, Maus, Monitor nebst Käbelin, sind mitzubringen!

Von Daten ist vorher ein Backup zu fertig, wir bekommen von Ihnen schriftlich, daß „das weg kann“ was drauf ist. Nicht, daß am Ende jemand heult, weil seine 3 Milliarden in Bitcoins weg wären 😉

Mehr Infos und Updates gibts dann hier von der LUG: https://bs-lug.de/activitys/partys/20190123.ip

LAHA jetzt auch auf Raspberry PI

Jetzt ist es also passiert, die LAHA Multiroom HomeAudio-Lösung läuft auf der Zielplattform Raspberry PI.

Was war jetzt LAHA nochmal?

Kurzform: Damit kann man Audio an mehrere Endgeräte streamen … verteilen, so daß es überall im Gleichklang erschallt. Hervorgegangen ist das aus einer einseitigen Wette mit den Heise Redakteuren, das man das auch ohne Bäng & Teufelschen Co. mit OpenSource hinbekommt : LAHA – Netzwerklautsprecher mit Linux . Wie sich herausgestellt hat, geht das auch, nur leider nicht ganz so wie anfangs geplant. Das es trotzdem geht, bedeutet natürlich einige Einschränkungen oder Umstellungen.

PulseAudio

Wenn man PulseAudio mit einem römischen Gott vergleichen wollte, wäre es Janus, der Gott mit den zwei Gesichtern. Auf der einen Seite ist PulseAudio echt super einfach, z.b. beim Abnehmen des Sounds vom Player und dem ins Netz stellen, auf der anderen Seite könnte ich dem Entwickler auch gern mal eins reinwürgen, weil die interne Latenzkontrolle Ihren Job nicht macht. Da letzteres nicht sauber klappt, könnte man auf AlsaPlay ( aplay ) ausweichen, aber das benutzt, sobald PulseAudio da ist, richtig geraten, PulseAudio als Backend, womit die Latenzfalle wieder da ist … ächtzzzz. Man hats nicht leicht mit der OpenSource-Plattform 🙂 Es nutzt ja auch nichts, daß es Open-Source ist, wenn bei so komplexen Dingen wie PulseAudio Modulen/Programmen zwar der Source lesbar ist, aber auf 1000 Zeilen Code genau 2 Kommentare kommen und dazu grober C UnFoo getrieben wird.

Das Raspberry PI

Nachdem Android und der lokale PAPLAY Backend soweit waren, daß man darüber was abspielen konnte, ohne das es gleich sofort zusammenbrach, war gestern das Raspberry PI dran. Eine genervte Viertelstunde brauchte es schon um das RasPI Image auf die 64GB SD zu bekommen, dazu morgen mehr, aber am Ende war das Pi dann doch kooperativ, bis .. ja bis PulseAudio installiert wurde 🙁 Das lief zwar auf dem PI und mit den nötigen Zusatzprogrammen war das auch nett, aber, und das ist entscheidend, die PI Devs haben der PulseAudio-Welt den Hardwarehack vorenthalten, mit dem Sie den Sound auf den Kopfhöreranschluß umlegen. Ums kurz zu machen, solange PulseAudio installiert und aktiv ist, geht das nicht über die Kopfhörerbuchse, sondern immer über HDMI raus, egal was die Oberfläche sagt.

Da gab es natürlich nur eine Lösung: Back to the Roots aka. PulseAudio wieder löschen, rebooten und Alsa als Backend benutzen. Wenn man dann dem PI erzählt, daß es den Kopfhörer nehmen soll, dann geht das auch.

Der Stand der Dinge

Wir haben jetzt also PI Playback und das auch synchron mit dem Desktop PC und Android. Android ist auch so eine Krankheit für sich, aber das nur neben bei. Es gibt schon Beweisvideos, allerdings war es bislang für Filmaufnahmen zu dunkel, Ihr müßt Euch nicht mehr gedulden, unten ist ein Video mit 4 Geräten zusehen. Damit Ihr Euch schon mal ein Bild davon machen könnt, wie das funktioniert, hier selbiges aus der LAHA Präsentationsfolie :

Der Aufbau von LAHA als Flußdiagramm

So war das bis gestern angedacht, nun muß der RasPi Teil aber auf ALSA als Backend umgebaut werden, weil PulseAudio ja nicht kann 😀