Flatpak ist */()$§*#D3§$

Ich fand ja FlatPak schon im letzten Artikel nicht so prall, wegen der ganzen Platzverschwendung, aber das hier topt es grade :

[marius ~]$ /usr/bin/flatpak info "com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1"
Ref: app/com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1
ID: com.belledonnecommunications.linphone
Arch: x86_64
Branch: 4.1.1
Origin: com.belledonnecommunications.linphone-1-origin
Commit: bae79f29ce390b6b28254cba0ae63f1bbb8d9a30f50acce422ce5ef1f1839441
Location: /home/marius/.local/share/flatpak/app/com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1/bae79f29ce390b6b28254cba0ae63f1bbb8d9a30f50acce422ce5ef1f1839441
Installed size: 315,4 MB
Runtime: org.freedesktop.Platform/x86_64/1.6
[marius ~]$ /usr/bin/flatpak update "com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1"
Looking for updates...
Fehler: com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1 not installed
[marius ~]$ /usr/bin/flatpak update app/com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1
Looking for updates...
Fehler: app/com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1 not installed

Also, mit der original REF, die die INFO Anweisung ausgibt ODER die auch LIST ausgibt, behauptet Flatpak, die Anwendung wäre nicht installiert. Lustigerweise will er die Starten, was übrigens nicht geht, weil die NVIDIA Treiber aktualisiert worden sind und nun die von Flatpak installierten Treiber zu den Treibern nicht mehr passen:

Installiert ist 384.90 , aber Flatpak hat noch 375 im Einsatz :

[marius]$ flatpak list
Ref Options 
com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1 user,current
org.freedesktop.Platform.GL.nvidia-375-66/i386/1.4 user,runtime
org.freedesktop.Platform.GL.nvidia-375-66/x86_64/1.4 user,runtime
org.freedesktop.Platform/x86_64/1.6 user,runtime

Das Ende von Lied: LinPhone startet nicht mehr 😀 Natürlich updated flatpak auch nichts, wenn man nur „update“ eingibt, was alles aktualisiert laut Manpage, aber es gibt wohl kein Update dafür 😀

Fazit: Tolle Idee son System im System 😀

Aufruf: Nieder mit den Flatpaks und Snappys dieser Welt. Es lebe DNF ! 😉

PS: Zu DNF kommen wir morgen nochmal 😀

Update: Annahme verweigert

Der Red Hat Bugbetreuer hat die Meldung, daß die installierten Flatpakapps nicht gefunden werden, wenn man sie namentlich angibt, als „Kein Bug“/“Kein Supportforum“ abgetan. Also entweder der weiß mehr als wir zu dem Thema, oder er hat leider keine Vorstellung davon, was ein Bug in Flatpak sein könnte 🙂

Mal sehen was per Github vom Projektmaintainer kommt :  https://github.com/flatpak/flatpak/issues/1139

Flatpak & Linphone 4

Da grade ein OSBN Blogkollege LinPhone 4 vorgestellt hat, dachte ich mir, schau doch mal, obs das nicht auf für Fedora fertig gibt. Zunächst findet man im Repo tatsächlich eine LinPhone 3 Version, aber die ist komplett unbrauchbar. Versucht es erst gar nicht. Der korrekte Umgang damit ist : dnf -y erase linphone

Das Programm war so dämlich, sich darüber zu beschweren, daß es sich nicht auf Port 5060 ( SIP ) binden kann, weil es sich dort bereits im ersten Versuch beim Start der eigenen Instanz gebunden hatte 😉 Alle 3 Sekunden 😀 Mehr muß man nicht schreiben.

LinPhone 4 sieht anders aus. Das funktioniert tatsächlich irgendwann mal. Leider braucht man FlatPak um es zu installieren, weil die Autoren auf ein RPM verzichtet haben. Dafür darf man sich dann ein 144 MB GnomeBundle plus diverse Treiber ziehen, als wenn Gnome nicht schon auf dem Rechner drauf wäre 🙁

Die Installation von LinPhone 4

Mit Hilfe von Flatpak ist die Installation

[marius@eve ~]$ flatpak –user install –from https://linphone.org/flatpak/linphone.flatpakref
This application depends on runtimes from:
https://sdk.gnome.org/repo/
Configure this as new remote ‚gnome‘ [y/n]: y
Installieren: com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1
Erforderliche Laufzeit für com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1 (org.freedesktop.Platform/x86_64/1.6) ist nicht installiert. Suche läuft …
Found in remote gnome, do you want to install it? [y/n]: y
Installieren: org.freedesktop.Platform/x86_64/1.6 von gnome
[####################] 11 delta parts, 81 loose fetched; 141011 KiB transferred in 53 seconds
Installieren: org.freedesktop.Platform.GL.nvidia-375-66/i386/1.4 von gnome
[####################] Downloading: 44,8 MB/44,8 MB (4,1 MB/s)
Installieren: org.freedesktop.Platform.GL.nvidia-375-66/x86_64/1.4 von gnome
[####################] Downloading: 42,2 MB/42,2 MB (4,2 MB/s)
Installieren: org.freedesktop.Platform.Locale/x86_64/1.6 von gnome
[####################] 18 metadata, 73 content objects fetched; 955 KiB transferred in 7 seconds
Installieren: com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1 von com.belledonnecommunications.linphone-1-origin
[####################] 353 metadata, 2718 content objects fetched; 117296 KiB transferred in 81 seconds

Die Apps finden

[marius@eve ~]$ flatpak list
Ref Options
com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1 user,current
org.freedesktop.Platform.GL.nvidia-375-66/i386/1.4 user,runtime
org.freedesktop.Platform.GL.nvidia-375-66/x86_64/1.4 user,runtime
org.freedesktop.Platform/x86_64/1.6 user,runtime

Der Start

[marius@eve ~]$ flatpak run com.belledonnecommunications.linphone/x86_64/4.1.1
Qt: Session management error: None of the authentication protocols specified are supported
[12:13:16:118][0x2219d80][Info]/run/build/linphone-qt/src/app/App.cpp:106: „Use locale: en“
[12:13:25:406][0x2219d80][Info]:0: „Running app…“
… ab hier jede Menge lustiger und völlig überflüssiger Fehlermeldungen …

Irgendwie blöd wenn man sich nicht ausweisen kann, aber es geht am Ende doch, den ganzen Fehlermeldungen die da noch folgen zum Trotz 🙂

am sieht den Startbildschirm von Linphone

Startbildschirm

Es fällt natürlich sofort das rote Ausrufezeichen ins Auge, daß anzeigt, daß die unsinnige Standardeinstellung erwartungsgemäß nicht funktioniert. Ist auch kein Wunder, denn es versucht sich auf der IP des DSL-Routers als SIP Server zu etablieren.

Wenn man dann über den Assistenten endlich mal ein SIPGATE Konto erstellt hat, kann man am Ende dann tatsächlich darüber am Rechner telefonieren. Funktionieren tut es also. Allerdings nur per UDP, alles andere was an Optionen zur Verfügung stand, warf auch nur rote Ausrufezeichen und sonst nix. Nicht so tragisch, es sollte trotz dessen mit ZRTP verschlüsselt sein.

Die Fritzbox habe ich dann auch noch irgendwie an das Phone angeschlossen bekommen. Ob man sich damit selbst erfolgreich anrufen kann, habe ich dann nicht noch ausprobiert.

Wozu allerdings die Videooptionen da sind, hat sich mir nicht erschlossen, da SIP ja für Telefon da ist und einen Jabberserver habe ich nicht dran bekommen. Genauso wenig konnte ich damit Chatten, was mich auch gewundert hätte.

Was negativ auffällt ist, daß man das unsinnige Defaultkonto nicht entfernen und durch ein funktionierendes Konto ersetzen kann. Das fällt dann wohl unter failed.

Fazit: Jitsi ist cooler, kann mehr, ist einfacher zu installieren / konfigurieren und nimmt nicht soviel Platz auf dem Desktop ein.

Dies ist meine erste Erfahrung mit Flatpak, und sehr wahrscheinlich auch die letzte, weil sich alle Vorurteile bestätigt haben:

  • – Doppelt und Dreifache OS Umgebung
    – Platzverschwendung
    – Updates – Was sind Updates ? Muß man selbst einspielen .. args ..
  • Sorry, Flatpak und Snaps sind der falsche Weg.

Flatpack+Snappy : Der Wahnsinn geht weiter

Wie man den GNOME Blog entnehmen konnte, wurde der neueste Nautilus jetzt als Flatpak verfügbar gemacht.

„Flatpak is the big step we needed.“

Sowas ähnliches haben sie auch geschrieben, bevor der Krieg ausbrach … 🙁

Um es nochmal klar zu sagen, daß ist großer Mist, auch wenn es „praktische“ Aspekte löst. Wie wir gestern in unserer lokalen LUG diskutiert hatten, befürworten natürlich einige FlatPak und Snappy, weil man so dicke fette Anwendungen installieren können, ohne daß diese zusätzliche Abhängigkeiten auflösen müssen, da sie diese schon mitbringen. Und genau da liegt das Problem: Sie bringen mehr mit, als man haben will. Mit jeder App kann die gleiche Schwachstelle auf das System kommen oder noch schlimmer, noch mehr andere Schwachstellen.

Bei aktiven Projekten wie Nautilus ( obiges Beispiel ) könnte man davon ausgehen, daß deren Beiwerk auch aktuell ist, aber garantieren tut einem das keiner. Statt also einer Anlaufstelle ( der Distro ) für Schwachstellenbehebung, gibt es dann hunderte, weil jeder sein eigenes Süppchen kocht. Mit hunderten von Apps braucht man einen Verantwortlichen und nicht hunderte, weil wenn von denen EINER Failed reicht das aus um den Rechner zu knacken. Failed bspw. RedHat wären soviele betroffen, daß RedHat sich den Fail einfach nicht leisten kann, ergo auch nicht tut.

Und deswegen sollten Flatpak und Snappy schnellstmöglich wieder begraben werden!