CoronaChroniken: Lockdown Tag 2

Liebe Maskierte,

viele Dinge passieren ja immer gleichzeitig, ist echt schwer da zu folgen.

CoronaChroniken: Lockdown Tag 2

Unsere Graphen sehen heute recht gut aus, aber es ist Wochenanfang, da ist das eigentlich immer so wegen der Sonntagsdelle:

Da es bei uns erst einmal nichts zu berichten gibt, darf der Drosten mal ran:

„In Argentinien zum Beispiel ist die Verbreitung trotz Maßnahmen sehr schwer zu kontrollieren – dort ist Winter. Wir sollten in Deutschland viel differenzierter und genauer ins Ausland schauen. Wir müssen aufhören, uns über so Dinge wie Fußballstadien zu unterhalten. Das ist wirklich komplett irreführend.“ www.focus.de

Irreführen? Ein bisschen, weil wenn bei uns Herbst ist, ist da „unten“ Frühling 🙂  Hier kann man sich die Zahlen aus Argentinien ansehen, deren Kurve geht seit Tagen abwärts, weil der Frühling naht. Das konnte Herr Drosten im Interview vom September, aus dem das Zitat stammt, noch nicht wissen, aber ahnen, denn bei uns war es ja genau so. <Hinweis>Gerüchten zur folge</hinweis>, sollen die Argentinier einen besonders harten Lockdown durchgezogen haben, und, wie man in den Graphen sieht, keinen Erfolg damit gehabt haben.

Natürlich leuchtet es einem ein, daß wenn man sich nicht mit anderen Menschen treffen kann, ein Virus sich nicht ausbreiten kann. In der Praxis ist aber auch ein Kontaktverbot nicht immer ein Garant, weil völlig ohne Kontakte geht es nur in geschlossenen Anstalten. Man denke an einen Super-Spreader als Paketboten. Der würde in einer Woche ganze Stadtteile lahmlegen. Wenn man jetzt wenigsten den Risikopatienten funktionierende Schutzausrüstung wie FFP2/3 Masken geben würde, würde ich da gut investierte Steuergelder sehen. Es ist immer noch günstiger die paar Euro pro Nase und Tag in echten Schutz zu investieren, als auch nur einen Tag Krankenhaus bezahlen zu müssen.

Was uns zum nächsten Thema bring: Vitamin D

„Oh Nein, jetzt fängt der auch schon an“ einfach weiterlesen, denn das Zwitschern die Spatzen schon seit Wochen und Monaten von den Bäumen und zwar so laut, daß langsam die ersten, nennen wir sie mal Mainstream-Medien, es auch endlich drucken:

https://www.berliner-kurier.de/gesundheit/corona-vitamin-d-senkt-das-infektionsrisiko-li.116015

Wer den ganzen Sommer draußen rumgeturnt ist, der hat sich genug davon in die Depots gepackt. Die Bürohengste unter uns, und da muß ich mich einschließen, werden da nicht genug abbekommen haben, und könnten davon in Maßen profitieren, sich mal eine oder zwei Packungen über den Winter zuzulegen. Alternativ kann man das Vitamin auch über die normale Nahrung aufnehmen, da muß man allerdings skruppeloser Fischliebhaber sein, in so einem Hering ist nicht viel drin, wenn der aus der Dose rutscht.

Die Nicht-Überwachungs-Tracking-Pflicht-App-Sau

Die EierlegendeWohlmilchsau kennt Ihr ja vermutlich. Der Kommentator von N-TV dagegen, scheint die Unmöglichkeit dieser Sau nicht ganz verstanden zu haben, da er selbige als neue Corona-Warn-App fordert:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/kommentare/Lockdown-Plan-D-muss-her-article22140182.html

Schlauen Menschen fällt der Widerspruch in seinen Sätzen sicherlich sofort auf, allen anderen muß man wohl leider erklären, daß A ohne B nicht geht. Also: Wenn ich eine zentrale Instanz habe, die von mir meine Kontaktdaten bekommt, dann weiß sie sofort mit welchen anderen Kontakten ich zusammen war. Das zu tun, aber den Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten, in dem man gar nicht in den Trog schaut, kann nicht klappen, denn überall wo es Datentröge gibt, kommen die Datensäue. Da wir das Thema schon hatten, könnt Ihr da nochmals reinsehen:

Coronachroniken: Wie man seine Überwachungsapps unters Volk bringt

Daher kann man solchen Pflichten leider nur eine Absage geben, denn auch wenn das seine Vorteile hätte, aber die Realitäten zeigen halt, daß es nur da keine Datensäue gibt, wo es keine Tröge gibt. Daß die App auch gar nicht auf allen Handies läuft und ohne Bluetooth nichts bringt, muß ich glaube ich nicht nochmal erklären. Die technischen Schwächen der App an sich, die 4m:59s blind ist, will ich auch nicht wieder anführen müssen. Wer diese App geplant hat, wußte vorher, daß es eine Todgeburt ist, aber unsinnige Apps bauen und damit die großen Fische füttern, ist ja seit längerem schon Hauptaufgabe der Politik 🙂

Wir sehen uns Ende der Woche zur Analyse, ob diese Woche schon der Absturz der Infektionszahlen kam, oder ob es doch noch schlimmer wurde. Ich wünsche uns allen, daß ersteres eintritt, auch wenn es eher unwahrscheinlich ist. Wie heißt es so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt 😉

Ok, einen habe ich noch 🙂

https://www.n-tv.de/wissen/Syphilis-trotz-Pandemie-auf-dem-Vormarsch-article22142877.html

Sehr interessant, wie naiv Ärzte sind, als wenn die Leute aufhören würden mit Geschlechtsverkehr nur weil Pandemie ist :DDDD

CoronaChroniken: die PCR und der CT-Faktor

Liebe Maskierte,

es tut sich immer mehr. Selbst die Tagesschau berichtet jetzt schon differenzierter über Probleme mit dem PCR Test.

CoronaChroniken: die PCR und der CT-Faktor

In dem Artikel „Houston, wir haben ein Problem!“ habe ich Euch die Berechnung der Korrektheit des Testergebnisses näher gebracht. Damit gibt es eine quantifizierbare Aussage zu den falschen positiven Ergebnissen eines PCR Tests. Das alleine sagt aber noch nichts über das Testergebnis aus. Ginge es bei einem Test nur um einen Block 1x1x1mm der komplett mit Viren angefüllt wäre, es wäre ein leichtes direkt die VirenRNA nachzuweisen. Wie Ihr vermutlich im Fernsehen oder auf Fotos gesehen habt, nimmt man aber aus rein praktischen Gründen eine Speichelprobe.

Die Speichelprobe muß im Labor erst einmal wieder vom Probennehmer getrennt werden, dazu weicht man das normalerweise ein. Es dürfte einleuchten, daß sich dabei die Probenmasse verdünnt. Damit man ein klares Ergebnis bekommen, wird im nächsten Schritt die RNA vermehrt, bis man durch Erfahrung annehmen kann, daß jetzt genug RNA für einen Nachweis vorhanden sein müßte, wenn in der Ausgangsprobe die gesuchte RNA enthalten war. Die Anzahl der Vermehrungsdurchläufe ist der CT-Faktor. Der liegt ungefähr bei 15.

Kleines Intermezzo der Mathematik:

Wir haben ja am Anfang gelernt, daß so eine ungebremst stattfindende Epidemie nicht linear stattfindet, sondern das die Infiziertenzahlen einer Expotenialfunktion folgen. Eine Person steckt eine andere an ( 1 + 1 = 2 ), jetzt haben wir zwei Personen die auch zwei Personen anstecken ( 2 + 2 = 4 ) , ( 4 + 4 = 8 ), (8 +8 = 16 ) oder ums kurz zu machen 2^n, wenn eine Person drei ansteckt, also 3^n, dann geht das alles noch viel schneller rauf:

Datum2^n3^n100 Infektionen am Tag
01.01.20110
02.01.2023100
03.01.2049200
04.01.20827300
05.01.201681400
06.01.2032243500
07.01.2064729600
08.01.201282187700
09.01.202566561800
10.01.2051219683900
11.01.201024590491000
12.01.2020481771471100
13.01.2040965314411200
14.01.20819215943231300
15.01.201638447829691400
16.01.2032768143489071500
17.01.2065536430467211600
18.01.201310721291401631700
19.01.202621443874204891800
20.01.2052428811622614671900
21.01.20104857634867844012000
22.01.202097152104603532032100
23.01.204194304313810596092200
24.01.208388608941431788272300
25.01.20167772162824295364812400
26.01.20335544328472886094432500
27.01.206710886425418658283292600
28.01.2013421772876255974849872700
29.01.20268435456228767924549612800
30.01.20536870912686303773648832900
31.01.2010737418242058911320946493000
01.02.2021474836486176733962839473100
02.02.20429496729618530201888518403200
03.02.20858993459255590605665555203300

Selbst wenn man eine lineare Infektion von 100 Neuinfektionen am Tag ansetzen würde, hätte schon nach spätestens 12 Tagen die langsamste Expotentialfunktion die Nase vorn. Könnt Ihr Euch nicht vorstellen, kein Problem:

So funktioniert das auch bei RNA Vermehrung: aus einer RNA werden 2, dann 4, 8, 16, 32, 64, 128 usw.  Ein CT Faktor von 15 entspricht also einem Vermehrungsfaktor von 32.768x mehr RNA, als in der Probe war. Wenn man jetzt einen PCR Test macht, könnte der anschlagen oder nicht. Wenn ich aber unbedingt ein positives Ergebnis haben will, dann wird die RNA noch 15x vermehrt ( CT=30 ), was der 536.870.912x Menge der Ausgangsmenge entspricht.  Hatte ich am Anfang auch nur 1 Stück RNA, habe ich nach 30 Durchläufen praktisch einen todsicheren Treffer für die PCR produziert.

Das Interpreationsdilemma

Jetzt gibts nur ein Problem: Der (möglicherweise) eine Virus in der Probe des Patienten führt niemals zu einer Infektion einer anderen Person, die Virusgrundlast die dafür bei einer Kontaminierung nötig ist, ist deutlich höher. So ein vagabundierendes RNA-Fragment wird einfach nebenbei vom Immunsystem erledigt bzw. dringt gar nicht erst ein, weil die Hürden dafür zu hoch sind, trotzdem hatte ich jetzt einen positiven Test und muß in Quarantäne? Ja, genau das blüht Euch, wenn das Testergebnis nicht vernünftig bewertet wird. Und der Faktor 30 wird in einigen Laboren sogar noch bis 37 oder 40 hochgetrieben.

Einige Labore teilen den CT Faktor für den positiven Test den Gesundheitsämtern gar nicht mit, die haben also gar ḱeine andere Wahl als eine Quarantäne zu verhängen, bis ein zweites Ergebnis da ist. Einige tun es und dann kann das Gesundheitsamt entscheiden und tut dies auch sinnvollerweise.

Im Sinne alle Betroffenen müßte der CT Faktor des Tests mit an das Gesundheitsamt übermittelt werden. Als Resultat hätten wir spontan wieder viel weniger positive Fälle, weil ein positiver CT=40 Test für die Tonne ist, meint sogar Herr Drosten 😉 Die eine RNA aus dem Beispiel oben, könnte sich die Probe schon beim Kontakt mit der Luft einfangen. PCR Tests sind also aus mehreren Gründen nicht ganz ohne und sollten nur von echten Fachleuten und nicht von Laien interpretiert werden.