Warnung: FireFox 72.x inoperabel

Erste Rückmeldungen zu Firefox 72.0 und 72.0.1 zeigen leider ein besorgnisergendes Verhalten. Auf einigen PCs starten die neuen Firefoxe zwar, zeigen aber keinen Content mehr an.

Ersten Nachforschungen nach könnte ein RECHTEPROBLEM die Ursache sein, da die Rendersubprozesse ein EACCESS bei einigen Zugriffen bekommen. Das ist aber noch höchst spekulativ.

Betroffen ist min. die 64Bit Version von Fedora 30. Diese hatte auch schon im Buildprozesse einige Fehler aufzuweisen, die offensichtlich nicht ganz unbegründet waren. Mehr dazu, wenn ich es erfahre!

Update:

Netzwerkverkehr, also Abrufen von Seiten findet statt, aber das Rendering der Webseite failed. Interessanterweise werden die Internen „Seiten“ wie Addons und Einstellungen angezeigt. Mehr Neuigkeiten, oder gar ein Muster, gibt es leider noch nicht.

Fedora 30: Firefox 72.0.1 im Koji bereit

Aufgrund mehrerer schwerer Sicherheitslücken in Firefox und dem Umstand, daß die Version 72.0 nicht funktioniert hat, gibt es für Fedora jetzt auch die 72.0.1 im Koji zum Download

schwere Sicherheitslücken in Firefox < 72.0

Es ist recht ungewöhnlich, gleich nach einer Security Release wie Firefox 72, noch eine Lücke zu fixen, aber hey, es muß wichtig gewesen sein und hier ist sie:

Security Vulnerabilities fixed in Firefox 72.0.1 and Firefox ESR 68.4.1

Announced      January 8, 2020
Impact critical
Fixed in Firefox 72.0.1 , Firefox ESR 68.4.1

#CVE-2019-17026: IonMonkey type confusion with StoreElementHole and FallibleStoreElement

Description

Incorrect alias information in IonMonkey JIT compiler for setting array elements could lead to a type confusion. We are aware of targeted attacks in the wild abusing this flaw.

Den wichtigen Teil, habe ich Euch mal farblich hervorgehoben 😉 Zusammen mit dieser Lücke:

#CVE-2019-17025: Memory safety bugs fixed in Firefox 72

Reporter Mozilla developers
Impact high
Description

Mozilla developers Karl Tomlinson, Jason Kratzer, Tyson Smith, Jon Coppeard, and Christian Holler reported memory safety bugs present in Firefox 71. Some of these bugs showed evidence of memory corruption and we presume that with enough effort some of these could have been exploited to run arbitrary code.

ein Grund mehr sofort zu updaten!

Hier könnt Ihr die aktuelle Version für Euch passend herunterladen, da der Stablepush noch nicht durchgeführt wurde:

F30x32: https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/firefox/72.0.1/1.fc30/i686/firefox-72.0.1-1.fc30.i686.rpm

F30x64: https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/firefox/72.0.1/1.fc30/x86_64/firefox-72.0.1-1.fc30.x86_64.rpm

F31x32: https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/firefox/72.0.1/1.fc31/i686/firefox-72.0.1-1.fc31.i686.rpm

F31x64: https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/firefox/72.0.1/1.fc31/x86_64/firefox-72.0.1-1.fc31.x86_64.rpm

Exploit in NetHack < 3.6.4

Weil es so ungewöhnlich ist, muß ich Euch kurz mitteilen, daß in Nethack, genau, dem Textadventure von Anno 1980 🙂 ein Loch ist. Naja, genau genommen, der aktuellen Version davon, wobei, „aktuell“ ist es jetzt auch nicht mehr 😉

NetHack: Privilege escalation/remote code execution/crash in configuration parsing

Die Meldung vom Dev Team von NetHack:

Severity: High
Affected versions: 3.6.0, 3.6.1, 3.6.2, 3.6.3
First Patched Version: 3.6.4

CVE-2019-19905

Basic Information:
A buffer overflow issue exists when reading very long lines from a NetHack configuration file (usually named .nethackrc).

This vulnerability affects systems that have NetHack installed suid/sgid and shared systems that allow users to upload their own configuration files.

All users are urged to upgrade to NetHack 3.6.4 as soon as possible.

Additional information related to this advisory, if any, will be made available at https://nethack.org/security.

Also jeder der NetHack einsetzt sollte darauf achten, keine fremden Konfigs zu benutzen, oder einfach mal auf 3.6.4 updaten. Fedora stellt die Updates bereits zur Verfügung.

Kleine Anmerkung: Ich hab es mal ausprobiert. Früher(tm), an der Uni hatten wir ja MUD im Einsatz, welches mir in der Erinnerung deutlich bedienerfreundlicher vor kommt, als das NetHack hier. Die unlogische Tastaturbelegung ist vermutlich historisch begründet, aber wenn man das 40 Jahre pflegt, könnte man doch auch mal mehr Platz auf der Map und eine intuitivere Steuerung einbauen, oder wäre das zu viel verlangt? Ja, es wäre nicht mehr das NetHack von 1980, aber was ist so schlimm dran? Der Ghostbusters 4 Film sieht auch besser aus, als Teil 1 von 1980 😉