LUKS2: CVE-2020-14382 – out of bounds write

Zeit für ein Update von CryptSetup: CVE-2020-14382

LUKS2: CVE-2020-14382 – out of bounds write

CryptSetup ist das Tool, daß Luks Container, egal ob als Datei oder Festplatte, einhängt und/oder bearbeitet. Eine Lücke im Speicherhandling von CryptSetup kann von einem Angreifer ausgenutzt werden, indem er einen manipulierten Container einer anfälligen Version von CryptSetup präsentiert, was z.B. durch das Einstecken eines USB Sticks ausgelöst wird.

Die Lücke in CryptSetup sorgt dafür, daß weniger Speicher allokiert wird, als tatsächlich angegeben ist, aber von dem manipulierten Inhalt des Containers aufgrund mangelnder Grenzprüfungen, überschrieben werden kann. Damit gelangt ggf. Code an eine Stelle, die von einem anderen Prozess genutzt wird. Die Lücke CVE-2020-14382 kann also ggf. zu Arbitrary-Code-Execution führen, wenn es im System dumm läuft.

Daher empfehle ich Euch kurz mal nach dem Zustand Eures CryptSetup Befehls zu schauen und ggf. zu Updaten, denn auch wenn Ihr selbst keine Festplattenverschlüsslung benutzt, es reicht, daß das Paket auf dem System installiert ist und jemand einen USB Stick einsteckt.

Kleine Anmerkung zur Lage

Falls Ihr die Red Hat Securityliste lest, ist Euch auch aufgefallen, daß da heute ein ganzes Rudel (70+) Sicherheitsadvisories gekommen sind und die Bugs größtenteils Nummern aus 2018 und 2019 tragen? Ich glaube, da ist etwas arg schief gelaufen bei Red Hat.

Fedora: Kernelupdates für BleedingTooth verfügbar

Moin, wie ich gerade gesehen habe, sind die Patche für die 5.8er Kernels bereits in Fedora eingepflegt und die Kernel bereitgestellt worden.

Fedora: Kernelupdates für BleedingTooth verfügbar

This update contains patches for the BleedingTooth CVEs.
The 5.8.15 stable kernel update contains a number of important fixes across the tree.
The 5.8.14 stable kernel update contains a number of important fixes across the tree.

IN YOUR FACE, ANDROID. <24h, so geht das mit Kernelupdates bei Sicherheitslücken!

Danke Justin.

FunFact: Einige Mirrors habe die Updates noch nicht im Programm. Das resultiert in einer langen Fehlermeldungskette beim DNF, wird aber am Ende niemanden stören 🙂

[MIRROR] kernel-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm: Status code: 404 for https://mirror.dogado.de/fedora/linux/updates/31/Everything/x86_64/Packages/k/kernel-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm (IP: 185.3.234.216)
[MIRROR] kernel-core-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm: Status code: 404 for https://mirror.dogado.de/fedora/linux/updates/31/Everything/x86_64/Packages/k/kernel-core-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm (IP: 185.3.234.216)
[MIRROR] kernel-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm: Status code: 404 for http://mirror.dogado.de/fedora/linux/updates/31/Everything/x86_64/Packages/k/kernel-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm (IP: 185.3.234.216)

[MIRROR] kernel-modules-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm: Status code: 404 for http://ftp.icm.edu.pl/pub/Linux/fedora/linux/updates/31/Everything/x86_64/Packages/k/kernel-modules-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm (IP: 2001:6a0:0:31::2)
[MIRROR] kernel-core-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm: Status code: 404 for https://ftp.icm.edu.pl/pub/Linux/fedora/linux/updates/31/Everything/x86_64/Packages/k/kernel-core-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm (IP: 2001:6a0:0:31::2)
[MIRROR] kernel-modules-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm: Status code: 404 for https://ftp.icm.edu.pl/pub/Linux/fedora/linux/updates/31/Everything/x86_64/Packages/k/kernel-modules-5.8.15-101.fc31.x86_64.rpm (IP: 2001:6a0:0:31::2)

Ein anderer Mirror hatte das Paket dann doch schon, er ist nur nicht der schnellste.

BleedingTooth: Remote Code Execution in BlueZ Kernelstack

Kritische Sicherheitslücke im Bluetooth-Stack von Linux und Android entdeckt. Bluetooth eingeschaltet zu haben, reicht aus um angreifbar zu sein.

BleedingTooth: Remote Code Execution in BlueZ Kernelstack

Kritische Sicherheitslücke im Bluetooth-Stack von Linux vor Kernel 5.9 entdeckt. Der Fix wurde am 29.9. bereits heimlich in einen Kernel Branch eingepflegt und wartet seitdem auf den Merge in den Hauptkernel. Erst für Kernel 5.9 war das der Fall, so daß derzeit alle Geräte die mit Linux angreifbar sind, bis auch dort Backportpatche verfügbar sind.

Gefunden hatten diese Lücken Intel ( „Intel – wie konnte das passieren, die finden doch sonst nichts“ )  und Google. Bei Google kann ich das verstehen, die verdienen damit Geld, aber Intel? 😉

Also RCE, Remote Code Execution, und das auch noch ohne Anmeldung. Meint: Jedes Gerät mit aktiviertem Bluetooth in der Nähe ist angreifbar, nur weil es da ist. BleedingTooth ist dabei nicht nur eine Lücke, sondern ein ganzes Sammelsurium an Schwachstellen, die kombiniert, den RCE mit Privilegien Eskalation erlauben.

Bis auf weiteres: BlueTooth abschalten!

Quellen:

https://www.intel.com/content/www/us/en/security-center/advisory/intel-sa-00435.html

https://github.com/google/security-research/security/advisories/GHSA-h637-c88j-47wq  ( Die erlaubt die Code Ausführung )