TrueCrypt Schwachstelle verrät Hidden Volumes

In allen Versionen von TrueCrypt und VeraCrypt steckt ein konzeptueller Fehler: Ein Angreifer kann bestimmen, ob es einen versteckten Container gibt. Die Verschlüsselung der Container ist dabei nicht gefährdet, so daß alle, die keine Hidden Volumes benutzen, jetzt einfach auf VeraCrypt 1.18a updaten können, und fertig sind.  Alle anderen müssen leider weiterlesen.

Die Ursachen

Ursache des Bugs ist ein trivial anmutender Designfehler von TrueCrypt:

~ Hat man einen normalen Container, gibt es einen Partitionsheader mit den Daten darin, z.b. dem MasterKey, Größe usw.
~ Hat man aber einen versteckten Container, gibt es zwei Partitionsheader mit Informationen.

Der Entwickler von VeraCrypt, Mounir Idrassi, wird als Lösung des Problems jetzt in neu erzeugten Containern immer zwei Partitionsheader anlegen, so daß man anhand der bloßen Anzahl nicht mehr feststellen kann, ob es einen oder zwei echte Container gibt.

Interessant an VeraCrypt ist, daß sehr wenig Anpassungen in der Linux Sektion gemacht wurden, wogegen die Windowsseite vor Updates nur so strotzt.

Was Benutzer von Hidden Volumes jetzt tun müssen

So leid es mir tut dies sagen zu müssen, aber Ihr müßt Eure Hidden Volumes neu anlegen, nachdem Ihr auf VeraCrypt 1.18a aktualisiert habt. Es gibt leider keinen anderen Weg.

Links

Hinweis: Die 1.18a Version gibt es derzeit nur für Windows:

Release Notes von VeraCrypt
Download VeraCrypt 1.18 für Linux
Download VeraCrypt 1.18a für Windows

Quelle: golem.de

Hanz Jenson Alias ????

Vor einer Woche habe ich auf das Full Disclosure Posting zu dem Teamspeak 3 Schwachstellen hingewiesen. Dabei fiel der vom Poster benutzte Name „Hanz Jenson“. Die Redakteure von Heise.de haben etwas genauer hingeschaut, und einen Alias gefunden „ff214370685e536b9ee021c7ff6b7680bfbe6008bc29f87511b6b90256043536“.

Jetzt bleibt nur noch die Frage : Wer versteckt sich hinter diesem Sha256 Hash ?

Sachdienliche Hinweise dazu nimmt jedes Blog, Heise oder mein Briefkasten auf.

Teamspeak bietet weiterhin keinen Patch für die Lücken an, die der FullDisclosure Poster offengelegt hat. Ganz verstehen tue ich die Geheimniskrämerei nicht, denn die Lücken zu posten ist legitim um sie beseitigt zu bekommen. Natürlich wäre eine Vorab Info an TS schön gewesen. Da aber keine konkreten Exploits aufgetaucht sind, hat der Poster IMHO nichts zu befürchten, denn jeder kann zu Hause seine Programme auf Sicherheitslücken hin abchecken.

Es gibt eigentlich nur zwei Gründe wieso er sich nicht outet: Er arbeitet bei TeamSpeak , oder er hat Angst vor unserem schwammigen Hackerparagraphen. Der Hackerparagraph müßte eh mal vom Bundesverfassungsgericht abgeklopft werden, schliesslich ist in dem viel zu viel Gummi enthalten. Das verstößt sicher gegen EU Regulierungen 😉

Update vom 20.8. :

Es steht eine TeamSpeak 3.0.13.3 Downloaddatei für den Server bereit. Intressanterweise gibt den üblichen Anounce zu dieser Version nicht ( TS3 – Latest News ). Dafür aber in der Bugssektion eine rege Diskussion :

http://forum.teamspeak.com/threads/126508-0-day-vulnerabilities-in-server-3-0-13

Kleinere Zitateauswahl:

Exclamation Teamspeak Server crash   => MergedNext exploit for ver 3.0.12.4 — 3.0,13″

„Hotfix for TeamSpeak vulnerabilities [till 3.0.13]
i tested on my server working crash my server, but i added a line iptables, tools send length 315, i drop this packet on iptables and working for me
-A INPUT -p udp -m udp -j DROP –match length –length 300:350“

 

 

 

Und wieder ist jemand schlauer als die Hacker

Das nächste „Dicke Ding“ mit Bluetooth ist laut der Berliner Morgenpost ein BT Fahrradschloß, daß gegen „Gelegenheitshacker“ helfen soll.

Da es noch keine Schlösser gibt, kann man über den echten Sicherheitsfaktor noch nichts sagen, aber extrapoliert von dem jüngsten BT Schloßskandal, kann es sich eigentlich nur um Tage nach dem Erstverkauf handeln, bis die passende Hackmeldung über die Ticker geht.

Früher oder später geht alles, was man belauschen kann über den digitalen Jordan, wenn man es nicht von wirklichen Kryptoexperten macht läßt. IMHO sind Mechatroniker keine Kryptoexpterten.

Ihr wollt Beispiele ?

VW Funkschlüssel für Autos
Funktastaturen
Bluetooth Türschlösser