Upgrade auf Fedora 24

Ein paar Worte vorweg:

Es gibt mehrere Wege seinen Rechner zu upgraden. DNF zu benutzen ist nur einer davon. Da ich seit Fedora 15 Upgrades per YUM und DNF mache, nehm ich diesen Weg.
Alternativ kann man auch FedUP benutzen. Bei YUM ging bislang alles rutschfrei, auch wenn die Fedora Webseite meint, daß DNF nicht der empfohlene Weg wäre. Letztlich macht aber auch Fedup nichts anderes, da kann man es auch gleich nehmen.

Warnung: Ein Upgrade ist naturgemäß eine destruktive Sache.

Geht es mitten im Upgradeprozess schief, ist das System üblicherweise hinüber. Deswegen: BACKUP machen.

Wenn es dagegen z.b. beim Download der neuen Pakete Probleme gibt, passiert nichts wildes, weil der Upgradeprozess vor dem eigentlichen Upgrade erstmal prüft, ob alles nötige vorhanden ist.

Um sein System auf Fedora 24 zu aktualisieren, braucht man lediglich eine Kommandokonsole (Terminal) und ausreichend Platz auf der Festplatte.

Als erstes sollte man ein Systembackup machen:

cd /
tar czvf /home/backup_sys.fc23.tgz –exclude=sys –exclude=proc –exclude=home *

idealerweise räumt man vorher noch Tempfiles auf und löscht Programme, die man eh nicht mehr benutzen will, aber nie einen Grund, sah sie zu entfernen. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt.

Vor dem Upgrade bitte sicherstellen, daß die Externen Repositories auch bereits alle Fedora 24 unterstützen, weil sonst fehlen ggf. am Ende Programme, die Ihr nutzen wolltet/müßt.
GANZ wichtig, wenn Ihr Nvidia Treiber von RPMFusion benutzt.

Ok. Alles gepüft ? Gut, dann kann es losgehen :

rpm –import /etc/pki/rpm-gpg/RPM-GPG-KEY-fedora-24-$(uname -i);
dnf upgrade;dnf clean all;dnf –releasever=24 –setopt=deltarpm=false distro-sync –allowerasing

Es kommen einige Fragen, ob man die neuen Keys bestätigen will; Ja, wollt Ihr.. und dann, obs wirklich losgehen kann. Einmal bestätigt, lädt dnf jetzt alles Files runter. Bei meinem Laptop waren es 3.3 GB und rund 4500 Updateschritte. Mit 50 Mbps und SSD dauert das zusammen ca. 25 Minuten.

Ist der Prozess durchgelaufen, einfach Rechner per Reboot neu starten. Fertig.

Die After-Upgrade-Schlacht

Mein Laptop hat brav gebootet, geht soweit wieder, aber was ist das ? Der Gnome Desktop sieht so leer aus…  ? ok, die Apps sind veraltet.

Einmal bitte http://extentions.gnome.org aufrufen, auf „installed Extentions“ gehen und Updates einspielen.

Tip: App nicht gleich löschen, nur weil noch kein Update da ist. Die können einige Zeit brauchen. Einfach in 2 Wochen noch mal nachsehen.

Für die Probleme mit QMMP gibt es morgen einen eigenen Beitrag.

 

Mehr Fedora gibt es hier : http://fedoraproject.org/

Dreh Dich nicht um, Kritageist geht um

Das Paintprogramm Krita hat seinen Linux Support per Distribution eingestellt und verteilt jetzt AppImages, statt für das OS kompilierte Installationsfiles ( RPM, DEB etc. )

Daher kann man offiziell nur noch davor warnen, da AppImages sogenannte Binärblobs sind, also alles in einem File. Dabei kann der Benutzer nicht mehr feststellen, ob die Libs in dem AppImage auf Stand sind, oder Sicherheitslücken darstellen. Daher kann ich Krita aus Sicherheitsgründen nicht mehr empfehlen.

Für Fedora gibt es ein aktuelles Repository, wo Krita für Fedora direkt kompiliert bereit liegt:

[group_kdesig-krita-next]
name=Copr repo for krita-next owned by @kdesig
baseurl=https://copr-be.cloud.fedoraproject.org/results/@kdesig/krita-next/fedora-$releasever-$basearch/
skip_if_unavailable=True
gpgcheck=1
gpgkey=https://copr-be.cloud.fedoraproject.org/results/@kdesig/krita-next/pubkey.gpg
enabled=1
enabled_metadata=1

Das sollte noch eine Weile funktionieren, da auch Fedora 24 RPM’s vorhanden sind. Sollte das eingestellt werden, müßte man Krita entfernen und sich was neues suchen. Alternativ kann man auch den Source selbst kompilieren: https://phabricator.kde.org/diffusion/KRITA/

Wer etwas dagegen tun will, sollte eine böse Email an diese Adresse schicken :  foundation@krita.org

Probleme beim Formatieren von USB Sticks ?

Wenn Euch diese Fehlermeldung bekannt vorkommt, Ihr aber keine Lösung gefunden habt, dann ist der Artikel genau das, was Ihr sucht:

„Error creating partition on /dev/sdd: Command-line `parted –align optimal –script „/dev/sdd“ „mkpart primary ext2 1487MiB 3958374399b“‚ exited with non-zero exit status 1: Warnung: Der Treiberdeskriptor sagt, dass die physische Blockgröße 2048 Bytes ist. Linux sagt, dass es 512 Bytes sind.
 (udisks-error-quark, 0)“

Das Laufwerkstool hat Euch im Stich gelassen ?
GParted weigert sich überhaupt mit der Partition zu reden ?
sfdisk weigert sich eine neue Partition für das Drive anzulegen ?

Ok, es wird Zeit in die Steinzeit von Linux zurück zugehen und ein Tool rauszukramen, daß dank GParted aus der Mode kommen ist: fdisk .

Wer sich die mit Sfdisk die Daten des USBSticks ansieht, wird feststellen, daß logisch 2048 Byte, per physikalisch nur 512 Byte als Sektorgröße angegeben sind. Das führt zu einem logischen Dilemma, weil der Block nicht passen kann.

Modell: Intenso Rainbow Line (scsi)
Festplatte  /dev/sdd:  15,8GB
Sektorgröße (logisch/physisch): 2048B/512B
Partitionstabelle: mac
Disk-Flags:

fdisk dagegen liest es mit 512 Byte logisch wie physikalisch ein und damit paßt es dann wieder.

Festplatte /dev/sdd: 3,7 GiB, 3958374400 Bytes, 7731200 Sektoren
Einheiten: Sektoren von 1 * 512 = 512 Bytes
Sektorgröße (logisch/physikalisch): 512 Bytes / 512 Bytes
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Bytes / 512 Bytes
Festplattenbezeichnungstyp: dos
Festplattenbezeichner: 0x537ee902

Der Stick ist nur in Wirklichkeit nur 4 GB groß, also ist die Sektorgröße 512. 1:0 für fdisk.

ruft man als root folgendes auf : fdisk /dev/sdd

kann man sich im fdisk eine neue Partition wie folgt anlegen:

Befehl (m für Hilfe): n
Partitionstyp
   p   Primär (3 primär, 0 erweitert, 1 frei)
   e   Erweitert (Container für logische Partitionen)
Wählen (Vorgabe e): p

Partition 4 ausgewählt
Erster Sektor (3010560-7731199, Vorgabe 3010560):
Letzter Sektor, +Sektoren oder +Größe{K,M,G,T,P} (3010560-7731199, Vorgabe 7731199):

Eine neue Partition 4 des Typs „Linux“ und der Größe 2,3 GiB wurde erstellt.

Befehl (m für Hilfe): w
Die Partitionstabelle wurde verändert.
ioctl() wird aufgerufen, um die Partitionstabelle neu einzulesen.

Jetzt hat man eine neue Partition auf dem Stick, die man noch formatieren muß, was im Detail etwas dauern kann:

# mkfs.ntfs /dev/sdd4
Cluster size has been automatically set to 4096 bytes.
Initializing device with zeroes: 100% – Done.
Creating NTFS volume structures.

und ein paar Stunden später , kein Witz, kommt einem wie Stunden vor… kann man die Partition dann benutzen:

mkntfs completed successfully. Have a nice day.

Das Filesystem ntfs habe ich genommen, damit Linux und Windows Daten austauschen können.

Achtung: steckt man den USB Stick im selben Slot nochmal rein, kann es passieren, daß die neue Partitionstabelle nicht eingelesen wird und man seine Partition nicht sieht. Lösung: (Wieder kein Witz) Steckt den Stick in einen anderen Slot, damit bekommt er intern ein anderes Device zugewiesen, das umgeht das Kernel Cache 😀 (:facepalm:)