Linuxtablet zieht Blicke auf sich

Ich weiß nicht was daran so besonders ist, aber jeder zweite Radfahrer der gerade an meinem Tablet vorbeikommt, schaut es sich im Vorbeifahren an. Vorbeikommende Kinder und neugierige Insekten übrigens auch 🙂

Dabei können die Leute das mit dem Linux gar nicht sehen. Muß an mir liegen, wie ich mit gekrümmten Rücken so in die Tasten haue 😀

 

Caribou durch Onboard ersetzen

Finanzchef von Red Hat gefeuert

Wie das Wall Street Journal berichtet, wurde dieser Tage Red Hat Inc.’s Finanzchef Eric Shander ohne Abfindung von seinen Pflichten befreit, da er wohl gegen die Vorschrift über das „Verhalten am Arbeitsplatz“  verstoßen hat. Eigentlich würden ihm 4 Millionen Dollar zustehen, wenn er während und nach dem Strukturwechsel durch den IBM Kauf bei Red Hat dabei geblieben wäre, was er mit dem Rauswurf nicht mehr ist.

Über die Ursachen darf spekuliert werden, aber sein Twitterprofil sagt jedenfalls noch, daß er Vizepräsident und Finanzchef von Red Hat wäre. Anders als andere US Herren, setzt er die Zwitscherei offensichtlich nur beruflich und sporadisch ein. Traurig wird er dennoch nicht sein, da er dies Jahr bereits über 650.000 $US an „Kompensation“ bekommen hat und ihm von den 4 Mio. 50% zustehen. Da werden sich aber die zuständigen Personen ganz genau ansehen, wann er genau gefeuert wurde. Seine Nachfolgerin ist auch bereits im Amt: Laurie Krebs .

Wie das WSJ weiter berichtet, hat IBM 34 Milliarden für Red Hat bezahlt. So teuer hätte ich Red Hat dann doch nicht eingeschätzt. IBM wollte da übrigens am „Cloud“ Kuchen verdienen, was angesichts der Finanzprobleme bei Docker sogar möglich erscheint. Red Hat hat ja da seine eigene Lösung am Start.

Exim ist echt der beste Mailserver!

Ich weiß, er hatte dies Jahr seine Schwächen, wobei die Fixe der Schwachstellen ja das eigentliche Highlite sind, aber an einer Sache muß ich Euch kurz teilhaben lassen.

Anti-Botnetzfunktion im Exim gebaut

Neulich hatten wir auf der Exim-ML jemanden, der durch ein Botnetz mit gehackten Zugangsdaten gespammt hat und fragte, wie er das weg bekommt. Da kam mir eine Idee, wie man das im Exim selbst direkt erkennen und abwehren kann, inklusive abschalten des gehackten Accounts und Mail an den Admin. Heute überkam mich das Verlangen, das doch noch kurz zu beweisen und hab es das innerhalb einer Stunde, nachts um 12 zusammen gehackt 🙂 Da dies im Detail natürlich jetzt ein Betriebsgeheimnis ist ;D, kann ich Euch leider nur gedanklich daran teilhaben lassen.

So viel: Man braucht eine Datenbanktabelle und mickrige 3 Anweisungen in Exim Konfigfile um die volle Funktion zu erreichen :DDD

Das Prinzip

Das Prinzip ist ganz einfach: Ein normaler Benutzer hat am Tag 1-2 IPs, außer er macht was ganz komisches. Kommt er jetzt mit mehr als den 1-2 IPs und will Emails senden, verweigert der Server die Annahme der Emails, weil das in der normalen Welt nur passieren kann, wenn ein Botnetz von verschiedenen IPs aus Spam einliefern will. Ok, wenn einer TOR benutzen würde, dann hätte er auch mehr als eine IP am Tag, aber wer macht das ohne Not schon als normaler Benutzer?

Warum poste ich das jetzt, wenn ich nicht sage wie es genau geht? Na weil ich a) den Sportsgeist in Euch wecken möchte und b) damit zeigen will, daß man sowas mit Exim ultimativ schnell und einfach hinbekommt. Neulich wurden wir auf der Mailingliste mal gefragt, wo denn der Unterschied zwischen Exim und Postfix läge. Die Antwort ist recht einfach: Postfix bekommt man einfach an den Start, nur mal eine Email annehmen oder senden geht schnell. Exim braucht deutlich mehr Config, kann dafür aber auch die komplexesten Aufgaben meistern. Jeder nimmt, was er für seine Ziele braucht.

Kleiner Tip: als praktischer Nebeneffekt der Umsetzung, kann man das auf Pro-Konto-Basis ein- und ausschalten. Pro Domain ginge zwar auch, macht aber keinen Sinn, weil jeder Mailkontobenutzer anders damit umgeht.

Wir haben das auf unserer Plattform live im Einsatz und es funktioniert wie es sollte. Jetzt muß bloß noch jemand gehackt werden 😉