Pinephone: Das Telefonbuch importieren

Jeder kennt das von seinem alten Telefon, ruft jemand an, der in der Kontaktliste steht, wird der passende Name angezeigt. Das wollen wir für das Pinephone natürlich auch haben …

Pinephone: Das Telefonbuch importieren

Auf dem alten Telefon müssen die Daten erst einmal als VCF ( Webvisitenkarten ) exportiert werden. Das ist der einfach Teil, weil die Kontaktverwaltung unter „(mehr)“ -> „Kontakte im-/exportieren“ die passende Funktion liefert.

Das so erzeugte „Kontakte.vcf“ File muß von dem Telefon per SSH/Samba oder KDE Connect irgendwie an das Handy kopiert werden. Danach geht es auf dem Pinephone weiter.

Wir brauchen drei kleine Helfer:

dnf install syncevolution git folks-tools

Dann geht es mit git weiter:

mkdir -p tmp/git/
cd tmp/git
git clone https://github.com/pine-clover/Clontacts.git
cd Clontacts
python3 main.py  ~/Kontakte.vcf

Nun braucht es eine Weile. 376 Kontakte liefen locker 10 Minuten lang. Kurz mal aufs Klo oder Kaffee schlürfen gehen, sind bequem drin.

Als nächstes kommt der Folks-Importer dran, einfach „folks-importer“ aufrufen. Fertig. Der Folks-Importer importiert die Pidgin Buddy Liste, von der ich nicht mal wußte, daß die auf Stand war, aber irgendwann letztes Jahr muß ich Pidgin mal ausprobiert haben.

Da kommen dann solche Ausgaben:

Kontakt »key-file:relationships.ini:3885056159« des Buddy mit Alias »Tarkina Koslix« und Sofortnachrichten-Adressen wurde erstellt:
tarkina.koslix@dreamteam.eu ( gibts nicht 😉 )

20 Buddies wurden aus »/home/pine/.purple/blist.xml« importiert.

Jetzt gebt Ihr dem Pinephone noch ein paar Sekunden und könnt dann mal die Kontakte App starten. Wenn die Liste voll ist, dann klappts auch mit der Anruferkennung 😉

Wieder ein Schritt mehr in Richtung Alltagstelefon \o/

Linux am Dienstag: Programm am 18.Mai 2021

Linux am Dienstag, immer Dienstags ab 19 Uhr auf https://meet.cloud-foo.de/Linux, hat morgen folgendes Programm zu bieten:

Linux am Dienstag: Programm am 18.Mai 2021

Ransomwareattacke geht nach hinten los

Djyu – Ihr fragt Euch zurecht, was das ist 😉

Angriff auf TOR

Bandit Level 9 -> 10 Auflösung und Hausaufgabe für die nächste Woche.

Statistik zum LPD 2021 / Behind the Scenes

Live: Videoschnitt mit OpenShot – Das LPD Spezial

Und auch diesmal kommen bestimmt noch Lastminute Punkte rein 😉

Ich hoffe wir sehen uns morgen.

Pinephone: Wie man Fedora installiert

Da sich Andreas eine Anleitung auf Deutsch gewünscht hat, machen wir das einfach mal.

Pinephone: Wie man Fedora installiert

Das ist eigentlich ganz einfach, wir brauchen:

1x SD-Kartenleser
1x „Gnome-Disks“ zu Deutsch „Laufwerke“ oder für die Konsole „dd“
1x Fedora Image

Das Image bekommt man hier:

https://github.com/nikhiljha/pp-fedora-sdsetup/releases/tag/v0.4.0

Es gibt zwar neuere Images, aber das ist ist meine aktuelle Basis im Pinephone, die funktioniert und ist mit einem DNF-Update auf meinem Softwarestand. Die ganzen Tricks die ich anwende sind da noch nicht dabei.

Wie findet man das passende Device für den SD-Kartenleser?

Für Anfänger: seht im Laufwerketool nach!
Für Konsolenfans: cat /proc/partitions am einfachsten vor und nach dem Einstöpseln des Lesers vergleichen!

Die Installation

Erst einmal in der Konsole:

  • Imagedatei entpacken: xz -d filename.tar.xz;tar xf filename.tar
    Hinweis: das nimmt schnell mal viel Platz weg
  • SD-Karte in den Leser stecken und schauen welches Device der Leser hat! Wer da nicht drauf achtet, der könnte sich sein System unrettbar überschreiben. Deswegen empfehle ich da eher das Laufwerketool zu benutzen, das warnt einen eindringlich:
    dd if=fedora.img of=/dev/<YOUR_SD_CARD>
  • Nun müssen wir noch die letzte Partition so vergrößern, so das Sie die ganze SD-Karte füllt. Es empfiehlt sich „parted“ und/oder „gparted“ zu installieren und es ggf. grafisch zu tun. Nun geht Ihr genau das hier ein und ersetzt dabei nur Euer Device an der richtigen Stelle:
    • sudo parted /dev/<your_sd_card_device>
    • (parted) resizepart 2 100%
    • (parted) quit
    • sudo resize.f2fs /dev/<the_second_sd_card_PARTITION>

Das war es schon. Die letzte SD-Karten-Partition ist die mit der höchsten Nummer! Die sieht man aber in /proc/partitions erst, wenn das Image geschrieben und die Partitionstabelle synchronisiert wurde.

Jetzt die Karte in das Pinephone stecken und Booten.

Login als „pine“ mit „123456“. Job Nummer 1 ist das Passwort wechseln. Erst danach loggt man sich ins WLAN ein!

Entweder Ihr loggt Euch per SSH von außen ein, oder macht ein Terminal auf. Nicht Verzagen „Kings Cross“ ist das gesuchte Programm. Nicht fragen, ist längst raus geflogen, weil Gnome-Terminal problemlos funktioniert.

Root werden: „sudo su“  + Eurer neues Passwort

Das Masterupdate: „dnf -y update“. Dann gleich Rebooten und soweit ausgestanden 😉

Die grafische Installation

Weil das Schreiben des Images auf USB genauso funktioniert wie das Schreiben auf eine SD-Karte:

Linux – ISO Image brennen

 

Einfach dort nachlesen. Wenn Ihr fertig seid ohne Eure Systemfestplatte gekillt zu haben, startet Ihr GParted, wählt die SD-Karte aus, klickt auf die letzte Partition weist Gparted an, diese Partition zu vergrößern ( rechter Mausklick ). Befehl abnicken, warten, fertig.

Ich empfehle

Danach den „maxbattery“ Tweak, den „ModemManager“ Tweak, das Flashlight und SuspendGuardian zu installieren. Fast alles hier zu finden:  https://github.com/Cyborgscode/pinephone

Fedora erobert das Pinephone

Die Autoscreenrotation braucht Ihr nicht mehr, die ist in Phosh jetzt funktional.

Der ModemManager-Tweak hat es noch nicht auf die Seite geschafft

Legt eine Datei namens: /etc/systemd/system/ModemManager.service an und schreibt das hier rein:

[Unit]
Description=Modem Manager
After=
Requires=

[Service]
Type=dbus
BusName=org.freedesktop.ModemManager1
ExecStart=/usr/sbin/ModemManager –test-no-suspend-resume
StandardError=null
Restart=on-abort
CapabilityBoundingSet=CAP_SYS_ADMIN
ProtectSystem=true
ProtectHome=true
PrivateTmp=true
RestrictAddressFamilies=AF_NETLINK AF_UNIX
NoNewPrivileges=true
User=root

[Install]
WantedBy=multi-user.target
Alias=dbus-org.freedesktop.ModemManager1.service

danach „systemctl daemon-restart“ „systemctl restart ModemManager“ . Fertig. Jetzt bleibt das Modem im Pinephone im System-Suspend in Betrieb und Ihr könnt angerufen werden 😉 SIM Karte vorausgesetzt.

PS: GPS geht auch nur mit SIM-Karte, weil ohne gehts Modem gar nicht.